Die drei Mechanismen des institutionellen Isomorphismus sorgen dafür, dass sich die unterschiedlichen Beteiligten in einem organisationalen Feld aneinander angleichen. Dieses Phänomen haben DiMaggio & Powell in ihren Ansatz beschrieben. Sie legen ihr Augenmerk, anders als alle Autoren zuvor, auf die Mechanismen der Ähnlichkeitsmerkmale der Organisationen.
Nach einer kurzen Darstellung der zentralen Punkte des Ansatzes von DiMaggio & Powell wurden in meiner Arbeit insbesondere zwei Arten des institutionellen Isomorphismus illustriert (erzwungener und mimetischer Isomorphismus) und das anhand des Beispiels einer Forschung der Kommunikation des verantwortungsvollen Handels von Jörn Goldt. Des Weiteren konnte ein Bezug zwischen dem Thema und der Kommunikation mit Hilfe dieses Beispiels aufgezeigt werden.
Inhaltsübersicht
1. Einleitung
2. Institutioneller Isomorphismus bei DiMaggio und Powell
3. Organisationaler Isomorphismus und Kommunikation anhand des Beispiels der empirischen Forschung der Kommunikation verantwortungsvollen Handelns
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des institutionellen Isomorphismus nach DiMaggio und Powell im Kontext des Neoinstitutionalismus und illustriert dessen Bedeutung anhand der CSR-Kommunikation in der deutschen Lebensmittelbranche.
- Theoretische Grundlagen des institutionellen Isomorphismus und organisationaler Felder
- Analyse der Mechanismen der Homogenisierung von Organisationen
- Empirische Verknüpfung von Organisationstheorie und Kommunikationspraxis
- Bedeutung von Corporate Social Responsibility (CSR) für das Unternehmensimage
- Die Rolle von Kommunikation als Instrument zur Steuerung von Erwartungen und Anpassungsprozessen
Auszug aus dem Buch
Organisationaler Isomorphismus und Kommunikation anhand des Beispiels der empirischen Forschung der Kommunikation verantwortungsvollen Handelns
Bei erster Betrachtung lässt sich die Verbindung zwischen den theoretischen Ansätzen und der praktischen Verwirklichung im institutionellen Alltag nur schwer herstellen. Doch der mimetische und der erzwungene Isomorphismus lassen sich ganz deutlich im organisationalen Benehmen erkennen, sowie im unten beschriebenen Beispiel bezüglich der Politik und Kommunikation des verantwortungsvollen Handelns.
Exemplarisch wird dazu die empirische Abhandlung von Jörn Goldt angeführt, welche einen brancheninternen Vergleich (d.h. innerhalb eines organisationalen Feldes) der CSR Kommunikation der großen deutschen Lebensmittelkonzerne zum Thema hat. Der Arbeit liegen Informationen zugrunde, die von den Unternehmen freiwillig oder aufgrund ihrer Unternehmensstruktur veröffentlicht wurden. Bei diesen Informationen handelt es sich beispielsweise um Jahresberichte oder Veröffentlichungen auf den Webseiten der betroffenen Unternehmen.
Da es nicht die Aufgabe dieser Arbeit ist, die ausführliche Beschreibung des Forschungsgegenstandes und den Ergebnissen der Forschung zu beschreiben, wird die Arbeitsstruktur nur kurz aufgegriffen. Wichtiger ist an dieser Stelle anhand dieses konkreten Forschungsbeispiels die Relevanz des Ansatzes von DiMaggio & Powell und die Wichtigkeit des Isomorphismus-Konzeptes aufzuzeigen. Dieses Beispiel ist auch zu dem Zweck aufgeführt worden, um die Verbindung zwischen der Theorie und Kommunikation zu verdeutlichen und die Zusammenhänge der Prozesse anschaulich darzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Neoinstitutionalismus ein und erläutert die Zielsetzung, den theoretischen Ansatz von DiMaggio und Powell anhand eines empirischen Beispiels zu beleuchten.
2. Institutioneller Isomorphismus bei DiMaggio und Powell: Hier werden die theoretischen Konzepte des organisationalen Feldes sowie die drei Mechanismen des Isomorphismus (erzwungen, mimetisch, normativ) als treibende Kräfte der organisationalen Homogenisierung vorgestellt.
3. Organisationaler Isomorphismus und Kommunikation anhand des Beispiels der empirischen Forschung der Kommunikation verantwortungsvollen Handelns: Dieses Kapitel überträgt die Theorie auf das Praxisbeispiel der CSR-Berichterstattung großer deutscher Lebensmittelkonzerne und analysiert, wie Kommunikation Anpassungsprozesse steuert.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Relevanz des theoretischen Ansatzes für die heutige Zeit und weist auf das Potenzial weiterer kommunikationswissenschaftlicher Forschung in diesem Bereich hin.
Schlüsselwörter
Institutioneller Isomorphismus, DiMaggio und Powell, Neoinstitutionalismus, organisationale Felder, Bürokratisierung, Homogenisierung, CSR-Kommunikation, mimetischer Isomorphismus, erzwungener Isomorphismus, Corporate Social Responsibility, Unternehmenskommunikation, soziale Akteure, organisationales Benehmen, Strukturähnlichkeit, soziale Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der neoinstitutionalistischen Theorie des institutionellen Isomorphismus nach DiMaggio und Powell und dessen Anwendung auf die moderne Unternehmenskommunikation.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die Angleichung von Organisationen innerhalb eines Feldes, die Mechanismen der Homogenisierung sowie die strategische Rolle der Kommunikation von CSR-Aktivitäten.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Aussagen von DiMaggio und Powell durch ein empirisches Beispiel – die CSR-Berichterstattung deutscher Lebensmittelkonzerne – zu veranschaulichen und ihre anhaltende Relevanz zu belegen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der illustrativen Anwendung dieser Theorien auf bestehende empirische Forschungsergebnisse von Jörn Goldt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe des organisationalen Feldes und des Isomorphismus definiert und anschließend am Beispiel der CSR-Kommunikation gezeigt, wie Unternehmen durch Erwartungsdruck und Nachahmung ihre Strategien anpassen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe institutioneller Isomorphismus, organisationale Felder, mimetischer Isomorphismus, CSR-Kommunikation und strukturelle Homogenität.
Inwiefern beeinflusst der ökonomische Zwang das Verhalten der untersuchten Konzerne?
Der ökonomische Zwang entsteht durch gesellschaftliche Erwartungen und Kundenverhalten; Unternehmen passen sich an, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ein positives Erfolgsimage zu sichern.
Warum spielt die Kommunikation bei der Implementierung von CSR eine zentrale Rolle?
Kommunikation fungiert als Instrument, um CSR-Tätigkeiten korrekt an die Öffentlichkeit zu transportieren, wodurch bei Konkurrenten Erwartungen geweckt werden, die wiederum weitere mimetische Anpassungsprozesse auslösen.
- Quote paper
- Irina Kontorovich (Author), 2018, Das 'stahlharte Gehäuse' neu betrachtet. Institutioneller Isomorphismus im Ansatz von P. J. DiMaggio und W. W. Powell und kollektive Rationalität in organisationalen Feldern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/456927