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Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland

Über "Die feinen Unterschiede" von Pierre Bourdieu

Titel: Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland

Hausarbeit , 2017 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Philipp Blaich (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bildungsungleichheit in Deutschland aus soziologischer Perspektive. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Pierre Bourdieus "Die feinen Unterschiede“. Zu Beginn dieser Arbeit soll nun der Habitus-Begriff von Bourdieu und dessen Verständnis über die Strukturierung und Chancenverteilung der Gesellschaft und deren Reproduktion angeführt werden.

Das deutsche Bildungssystem ist öfters in der Kritik, gleichzeitig wird doch öfters postuliert, dass "Bildung" der Schlüssel zu "Erfolg" und für die menschliche Entwicklung unabdingbar ist. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Bourdieus Kapital- und Habitus-Theorie unterschiedliche Lebensstile und Lebensstilwandlungen zu beleuchten und ihre Entstehung aufzuzeigen, sowie zu diskutieren, inwiefern soziale Mobilität möglich ist, und welche Rolle "Bildung" dort spielt. Es soll besprochen werden, was "Bildung" überhaupt bedeutet, welche Verständnisse es über sie gibt, und welchen Faktor sie in Transformationsprozessen der sozialen Mobilität hat; ferner noch, welche Ungleichheit in ihr herrscht, und welche Folgen dies hat. Jenes wird in Anlehnung an Bourdieus Gedanken zum kulturellen Kapital und zur legitimen Kultur, aber auch spezifisch mit Beobachtungen zur Bildung und dem Bildungssystem in Deutschland mit den hiesigen "Besonderheiten" untersucht. Generell wird diese Arbeit auch abbilden, wo Bildungsungleichheit herrscht, und welche Faktoren zu ihr führen, und wie sie sich auf Grund ihrer jetzigen Konstitution und Konzession reproduzieren muss.

Bildung meint nicht allein die formale Erlangung eines schulischen oder akademischen Zertifikats. Denn solche sind an sich nicht aufschlussreich darüber, wieviel sozial verwertbares kulturelles Kapital hinter selbst identischen Zertifikaten (das heißt mit gleichem schulischem Kapital) steckt, denn "einberechnet" wird nicht, welche unterschiedlichen Investitionen (ökonomisch, zeitlich) geleistet worden sind, und wieviel verschiedenes ererbtes und inkorporiertes Kapital hineingeflossen ist, geschweige denn welche Erziehung und Sozialisation neben der Schule geschieht. Das erworbene schulische Kapital als institutionelle Bildung kann also höchst unterschiedlich sein, und daher, allein, ein schlechter Maßstab sein, für das, was man unter Bildung sonst versteht: Prozesse der Veränderung des Verhältnisses vom Menschen zu seiner Welt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Habitus- und Kapitaltheorie, Grundbegriffe

2.1 Homo oeconomicus / rational choice

3. Bildungsbegriff

3.1 Bildungsungleichheit

4. Faktoren und Erklärungsmuster

4.1 Der Weg zum Zertifikat

4.2 Migrationshintergrund und frühkindliche Bildung

5. Abschließende Worte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Kapital- und Habitustheorie von Pierre Bourdieu. Ziel ist es, die Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft, kulturellem Kapital und dem Erfolg im deutschen Bildungssystem kritisch zu hinterfragen und die Mechanismen aufzuzeigen, die zur sozialen Exklusion beitragen.

  • Analyse der Bourdieuschen Habitus- und Kapitaltheorie
  • Kritik am Modell des "Homo oeconomicus" im Bildungskontext
  • Untersuchung von Bildungsungleichheit und Selektionsmechanismen
  • Einfluss des Migrationshintergrunds auf frühkindliche Bildungschancen
  • Reflexion der Rolle der Schule als Instanz der "symbolischen Gewalt"

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Das deutsche Bildungssystem ist öfters in der Kritik, gleichzeitig wird doch öfters postuliert, dass „Bildung“ der Schlüssel zu „Erfolg“ und für die menschliche Entwicklung unabdingbar ist. Ziel dieser Arbeit ist es an Hand von Bourdieus Kapital- und Habitustheorie unterschiedliche Lebensstile und Lebensstilwandlungen zu beleuchten und ihre Entstehung aufzuzeigen, so wie zu diskutieren, inwiefern soziale Mobilität möglich ist, und welche Rolle „Bildung“ dort spielt. Es soll besprochen werden, was „Bildung“ überhaupt bedeutet, welche Verständnisse es über sie gibt, und welchen Faktor sie in Transformationsprozessen der sozialen Mobilität hat; Ferner noch, welche Ungleichheit in ihr herrscht, und welche Folgen dies hat. Jenes wird in Anlehnung an Bourdieus Gedanken zum kulturellen Kapital und zur legitimen Kultur, aber auch spezifisch mit Beobachtungen zur Bildung und dem Bildungssystem in Deutschland mit den hiesigen „Besonderheiten“ untersucht. Generell wird diese Arbeit auch abbilden, wo Bildungsungleichheit herrscht, und welche Faktoren zu ihr führen, und wie sie sich auf Grund ihrer jetzigen Konstitution und Konzession reproduzieren muss.

Zu Beginn dieser Arbeit soll nun der HABITUS Begriff von Bourdieu, und dessen Verständnis über die Strukturierung und Chancenverteilung der Gesellschaft und deren Reproduktion angeführt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, die Bildungsungleichheit in Deutschland anhand der soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu zu analysieren.

2. Habitus- und Kapitaltheorie, Grundbegriffe: Hier werden die zentralen theoretischen Konzepte wie Habitus, verschiedene Kapitalarten und deren Einfluss auf die soziale Position erläutert.

2.1 Homo oeconomicus / rational choice: Dieser Abschnitt kritisiert die Eignung des rational-choice-Ansatzes zur Erklärung komplexer gesellschaftlicher Entscheidungsprozesse im Bildungsbereich.

3. Bildungsbegriff: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen formaler institutioneller Bildung und dem umfassenderen Verständnis von Bildung als Prozess zur Weltaneignung.

3.1 Bildungsungleichheit: Das Kapitel beleuchtet die Korrelation zwischen Bildungsniveau, Lebenschancen, Gesundheit und gesellschaftlicher Teilhabe in Deutschland.

4. Faktoren und Erklärungsmuster: Hier werden die Mechanismen diskutiert, die zu unterschiedlichem Schulerfolg und ungleichen Bildungschancen in verschiedenen sozialen Schichten führen.

4.1 Der Weg zum Zertifikat: Diese Analyse fokussiert auf Selektionsprozesse an Schulen, wie etwa die Empfehlungen zur Schullaufbahn und deren diskriminierende Wirkung.

4.2 Migrationshintergrund und frühkindliche Bildung: Das Kapitel thematisiert die spezifischen Hürden für Kinder mit Migrationshintergrund, insbesondere in Bezug auf Sprachkompetenz und Kitabetreuung.

5. Abschließende Worte: Das Fazit fasst die Rolle der Bildungsinstitutionen als Instrument symbolischer Gewalt zusammen, das bestehende Machtverhältnisse und Ungleichheiten reproduziert.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Pierre Bourdieu, Habitus, Kulturelles Kapital, Soziale Mobilität, Bildungssystem, Zertifikate, Bildungsarmut, Rational Choice, Symbolische Gewalt, Migrationshintergrund, Schullaufbahn, Chancengleichheit, Soziale Schichtung, Lebensstile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland und setzt sich kritisch mit den bestehenden Strukturen des Bildungssystems auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Habitus- und Kapitaltheorie, die Bedeutung des Migrationshintergrunds für Bildungserfolge sowie die soziologische Kritik an Schulselektionsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Ungleichheit durch das Bildungssystem reproduziert wird und inwiefern Bourdieus Theorie hierfür Erklärungsansätze bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer Auswertung bestehender bildungssoziologischer Studien und Daten, primär unter Rückgriff auf das Werk von Pierre Bourdieu.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Habitus, Kapital), eine Analyse des Bildungsbegriffs, sowie spezifische Untersuchungen zum Zertifikatserwerb und den Einfluss von Migrationshintergründen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Bildungsungleichheit, Habitus, kulturelles Kapital, soziale Mobilität und symbolische Gewalt.

Inwiefern beeinflusst das Elternhaus den Bildungsweg laut der Arbeit?

Die Arbeit legt dar, dass durch das häusliche Umfeld und das inkorporierte Kapital eine Selbstverständlichkeit für schulischen Erfolg vermittelt wird, die Kindern aus bildungsfernen Schichten oft fehlt.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der "symbolischen Gewalt"?

Der Autor schließt, dass Bildungsinstitutionen nicht neutral sind, sondern durch die Bevorzugung bestimmter "legitimer" Kulturformen bestehende Hierarchien und Diskriminierungen bekräftigen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland
Untertitel
Über "Die feinen Unterschiede" von Pierre Bourdieu
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Philipp Blaich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V456378
ISBN (eBook)
9783668888326
ISBN (Buch)
9783668888333
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bourdieu Bildungsungleichheit Ungleichheit Bildung Schule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Blaich (Autor:in), 2017, Reproduktion von Bildungsungleichheit in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/456378
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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