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"Le langage des femmes. Enquête linguistique à l’échelle mondiale"

Prämissen – Methoden – Ergebnisse

Title: "Le langage des femmes. Enquête linguistique à l’échelle mondiale"

Term Paper , 2006 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: René Dietzsch (Author)

French Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Unterscheidet sich die Sprache der Männer von der der Frauen, und wenn ja, worin? Benutzen Frauen ein von ihren männlichen Artgenossen verschiedenes Vokabular? Und welche Bedeutung kommt Frauen aus sprachwissenschaftlicher Sicht bei der Weitergabe und Veränderung, kurzum, bei der Entwicklung von Sprache zu? Immerhin spricht man im Deutschen von Muttersprache, im Schwedischen von modersmål, im Tschechischen von mateřský jazyk und nicht zuletzt auch im Französischen heißt es langue maternelle.

Eine der ersten großen Arbeiten zur Untersuchung des Sprechverhaltens von Frauen und Männern ist die "Enquête linguistique à l’échelle mondiale", ein zu Beginn der 1950er Jahre unter dem Haupttitel "Le langage des femmes" in der Zeitschrift Orbis veröffentlichtes Werk.

Diese Hausarbeit beleuchtet diese Untersuchung. Der erste Teil ist den an die Umfragen gestellten Ansprüchen gewidmet. Dann wird über die Methodik der Feldforscher zu sprechen sein, anschließend sind Ergebnisse ausgewählter Untersuchungen dargestellt. Ziel ist es herauszufinden, ob Frauen eher konservativ oder innovativ mit der französischen Sprache umgehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Dialektologie und Soziolinguistik in der Mitte des 20. Jahrhunderts

2 Die Studien zur „Langage des femmes“ von 1952/53

2.1 Vorbemerkungen und Prämissen

2.2 Methodische Seite

2.3 Darstellung der Ergebnisse

3 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachwissenschaftliche Debatte um die Sprache von Frauen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, basierend auf der groß angelegten internationalen Enquête der Zeitschrift Orbis. Ziel ist es, die damaligen Prämissen, die angewandten Forschungsmethoden der (ausschließlich männlichen) Feldforscher sowie die daraus abgeleiteten, teils widersprüchlichen Ergebnisse kritisch zu beleuchten und in den Kontext der Entwicklung von der Dialektologie zur Soziolinguistik zu stellen.

  • Historische Untersuchung linguistischer Geschlechterforschung in der Zeitschrift Orbis (1952/53).
  • Analyse der methodischen Ansätze und Erhebungsinstrumente der damaligen Feldforscher.
  • Diskussion der Thesen zum Sprachkonservatismus vs. zur Innovationsfreude bei Sprecherinnen.
  • Kritische Reflexion der Rolle des Geschlechts der Forschenden und des sozialen Umfelds der Informanten.
  • Einordnung der Erkenntnisse in den Übergang von der klassischen Dialektologie zur Soziolinguistik.

Auszug aus dem Buch

2.2 Methodische Seite

Um es noch einmal herauszuheben: Die Enquête ist keine an mehreren Orten gleichermaßen durchgeführte Umfrage mit einem standardisierten Erhebungsinstrument. Vielmehr wandten unterschiedliche Forscher auch verschiedene Methoden an; dies ist dem Umstand geschuldet, dass jeweils ein anderes dialektologisches oder linguistisches Phänomen von Interesse war. Außerdem waren sie in mehreren Ländern bzw. sprachlichen Gebieten unterwegs: „domaine roman, germanique, grec, baltique, slave, chinois, japonais et mongol“ (Pop 1952b: 10–11).

Erstaunlich ist, in welchem Maße die an der Enquête beteiligten Forscher Frauen in ihre Untersuchung einbeziehen. Nach Christine Bierbach werden Sprecherinnen einerseits auf Grund ihres sozialen Umfeldes – d.h. eingeschränkte Mobilität, Schulbildung und soziale Kontakte – bevorzugt für die Untersuchung regionaler Mundarten herangezogen. Andere sehen in der (vermuteten!) Tatsache, dass Frauen sich wegen ebendieses eingeschränkten Handlungsspielraums durch „typisch weibliche“ Eigenarten wie störende Emotionalität, Kommunikationsbarrieren und Mangel an Sachkenntnis auszeichnen, ein so großes Problem, dass sie sie von vornherein von allen Untersuchungen ausschließen (vgl. Bierbach 2002: 332–333); Ausführlicheres dazu findet sich auf Seite 9.

Der Katalog an angewandeten Methoden umfasst unter anderem Fragebögen, Interviews, Beobachtungen bei „gewöhnlichen“ Gesprächssituationen, Audio- und Videoaufzeichnungen sowie Palatogramme, also die grafische Darstellung der Berührfläche zwischen Zunge und Mundhöhle. Die letztgenannte Methode wird insbesondere dann angewandt, wenn physiologische Erscheinungen bei der Bildung von Lauten untersucht werden sollen. Georges Straka benutze Palatogramme beispielsweise bei der Untersuchung der Aussprache des palatalen Nasals [ɲ] in agneau bei Männern und Frauen2. Als vereinfachte Methode beim selben Untersuchungsgegenstand beschreibt er in einer Fußnote: „Il suffit de blanchir le palais avec du talc dissous dans l’eau; si l’occlusion […] n’est pas complète, la trace blanche qui, après l’articulation, apparaît sur le dos de la langue, est au milieu interrompue“ (Straka 1952: 345).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Dialektologie und Soziolinguistik in der Mitte des 20. Jahrhunderts: Dieses Kapitel führt in die wissenschaftshistorische Ausgangslage ein und erläutert die Bedeutung der Zeitschrift Orbis als zentrales Forum für die internationale Erhebung zur Sprache der Frauen.

2 Die Studien zur „Langage des femmes“ von 1952/53: Dieser Hauptteil analysiert die theoretischen Prämissen, die eingesetzten methodischen Instrumente der Feldforscher sowie die diversen, teils konträren Forschungsergebnisse zur Sprachgestaltung von Frauen.

3 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und kritisiert insbesondere den Ausschluss weiblicher Forschender sowie die methodischen Einschränkungen, während es gleichzeitig den Beitrag der Enquête zur Etablierung der Soziolinguistik würdigt.

Schlüsselwörter

Sprachwissenschaft, Dialektologie, Soziolinguistik, Orbis, Le langage des femmes, Enquête linguistique, Sever Pop, Georges Straka, Sprachkonservatismus, Sprachinnovation, Feldforschung, Geschlechterforschung, Methodik, Palatogramme, Sprachwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung der Sprache von Frauen, wie sie in den frühen 1950er Jahren im Rahmen einer weltweiten Enquête in der Fachzeitschrift Orbis publiziert wurde.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Dialektologie, dem Übergang zur Soziolinguistik sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der methodischen Vorgehensweise männlicher Forscher jener Zeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob Frauen eine spezifisch konservative oder innovative Rolle bei der Sprachentwicklung einnehmen und wie sich die damaligen Erhebungsmethoden auf diese wissenschaftliche Einschätzung auswirkten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine wissenschaftshistorische Analyse, die auf der Auswertung von Primärquellen (Zeitschrift Orbis 1952/53) sowie relevanter Sekundärliteratur zur linguistischen Geschlechterforschung basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Prämissen, eine detaillierte Analyse der angewandten Methoden (z. B. Fragebögen, Palatogramme) und die Diskussion der daraus abgeleiteten Ergebnisse zur Sprache von Männern und Frauen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dialektologie, Soziolinguistik, Le langage des femmes, Sprachwandel und Feldforschung geprägt.

Wie bewerten die untersuchten Forscher wie Griera die Rolle der Frau als Informantin?

Einige Forscher, insbesondere Antoni Griera, schlossen Frauen aktiv aus, da sie ihnen ein geringeres Durchhaltevermögen bei Befragungen unterstellten und meinten, Frauen hätten kein Verständnis für die bäuerlichen Themen der Sprachatlanten.

Welchen Einfluss hatte das Geschlecht der Feldforscher auf die Ergebnisse?

Die Tatsache, dass ausschließlich Männer als Feldforscher agierten, wird in der Arbeit als möglicher Hemmfaktor für die Natürlichkeit der Gespräche und die Qualität der erhobenen Daten kritisch hinterfragt.

Warum konnte kein einheitliches Bild über die „Sprache der Frauen“ gewonnen werden?

Die unterschiedlichen methodischen Absichten, die variierenden Forschungsgebiete und die individuellen Vorurteile der beteiligten Forscher führten zu inkonsistenten Ergebnissen, die keine allgemeingültige Aussage über ein „weibliches Sprachverhalten“ zuließen.

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Details

Title
"Le langage des femmes. Enquête linguistique à l’échelle mondiale"
Subtitle
Prämissen – Methoden – Ergebnisse
College
University of Leipzig
Grade
1,7
Author
René Dietzsch (Author)
Publication Year
2006
Pages
13
Catalog Number
V456057
ISBN (eBook)
9783668885158
ISBN (Book)
9783668885165
Language
German
Tags
Frauensprache Sprachatlas Gender Dialektologie Badia Pop Straka
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
René Dietzsch (Author), 2006, "Le langage des femmes. Enquête linguistique à l’échelle mondiale", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/456057
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