In dieser Seminararbeit wird erarbeitet, ob Folgeversionen der Technologie einen Mehrwert oder Einsatzmöglichkeiten für die Logistik bieten. Durch den rasanten Wertanstieg der Kryptowährung Bitcoin im Dezember 2017 wurden Kryptowährungen und die dafür benötigte Basis Technologie Blockchain immer präsenter. Ursprünglich wurde 2008 unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto das Whitepaper „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ veröffentlicht.
Darin wurde der Bitcoin und die Funktionsweise, das heißt die Blockchain das erste Mal beschrieben. Die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain enden jedoch keinesfalls bei Kryptowährungen. Aktuell existieren drei Versionen der Technologie, wobei sich die erste Version ausschließlich mit der Zahlungsabwicklung von Kryptowährungen beschäftigt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Ziel der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Motivation
2. Hauptteil
2.1 Methodisches Vorgehen
2.2 Logistik
2.3 Blockchain Technologie
2.3.1 Definition
2.3.2 Versionen
2.3.3 Transaktionen
2.3.4 Konsensus-Algorithmus
2.3.4.1 Proof of Work (PoW)
2.3.4.2 Proof of Stake (PoS)
2.3.4.3 Proof of Elapsed Time (PoET)
2.3.4.4 Sonstige Algorithmen
2.3.5 Smart Contracts
2.3.6 Dezentralisierte Applikation (Dapp)
2.3.7 Blockchain Kategorien
2.3.7.1 Public Blockchain
2.3.7.2 Private Blockchain
2.3.7.3 Konsortium Blockchain
2.4 Vorbedingungen
2.4.1 Oracles
2.4.2 Sensoren & Aktoren
2.4.3 Internet of Things
2.4.4 Unternehmensübergreifende Anbindung
2.5 Use Case
2.5.1 Beschaffungslogistik
2.5.2 Produktionslogistik
2.5.3 Distributionslogistik
2.5.4 Entsorgungslogistik
2.5.5 Ersatzteillogistik
2.5.6 Privatkunde
2.6 Auswertung und Diskussion
3. Schluss
3.1. Fazit
3.2. Reflektion
3.3. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten der Blockchain-Technologie (ab Version 2.0) innerhalb der verschiedenen funktionalen Bereiche der Logistik, um Transparenz, Manipulationssicherheit und Prozesseffizienz zu evaluieren und Implementierungsvoraussetzungen zu identifizieren.
- Grundlagen der Blockchain-Technologie und deren Versionen
- Konsensus-Algorithmen und Smart Contracts in der Logistik
- Technische Voraussetzungen wie Oracles, Sensoren und das Internet of Things (IoT)
- Anwendungsfälle (Use Cases) in der Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Entsorgungs- und Ersatzteillogistik
- Herausforderungen bei der unternehmensübergreifenden Implementierung
Auszug aus dem Buch
2.3.1 Definition
Die Blockchain ist eine dezentrale Datenbank und eine Ausprägung von DLT (Distributed Leger Technologien). Jeder Benutzer kann pseudonymisiert die Transaktionen durchführen und validieren. Deshalb wird kein Intermediär wie eine Bank benötigt. Transaktionen werden in sogenannte Blocks zusammengefügt und miteinander verbunden. Dadurch entsteht eine Aneinanderkettung von Blöcken, wodurch die Transaktionen in zeitlich geordneter Reihenfolge dargestellt wird. Jeder Benutzer kann den Inhalt der Blöcke einsehen wodurch absolute Transparenz gewährleistet werden kann. Die Daten können nicht im Nachhinein verändert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Blockchain-Thematik, Abgrenzung der Forschungsziele sowie Darlegung der Motivation für die wissenschaftliche Untersuchung.
2. Hauptteil: Detaillierte Analyse der Logistiksysteme, der technischen Funktionsweise der Blockchain, notwendiger Vorbedingungen wie Sensorik und IoT sowie spezifische Anwendungsbeispiele in der gesamten Lieferkette.
3. Schluss: Zusammenführung der Ergebnisse, kritische Reflektion der Forschungsarbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige technologische Entwicklungen wie die Quantenkryptografie oder das "Internet of Blockchains".
Schlüsselwörter
Blockchain, Logistik, Smart Contracts, Dapp, Supply Chain, Transparenz, Manipulationssicherheit, Konsensus-Algorithmus, Internet of Things, Oracles, Proof of Work, Proof of Stake, Automatisierung, Digitalisierung, Prozessoptimierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Potenzial der Blockchain-Technologie, logistische Prozesse effizienter, transparenter und sicherer zu gestalten.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf den technischen Blockchain-Grundlagen, den Anforderungen an die Infrastruktur (IoT, Sensoren) und der Anwendung in logistischen Kernbereichen wie Beschaffung und Distribution.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie die Blockchain ab Version 2.0 in den funktionalen Bereichen der Logistik eingesetzt werden kann und welche Grundlagen für eine Implementierung erforderlich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch eine strukturierte Online-Recherche, um den Stand der Technik und aktuelle Anwendungsbeispiele zu erfassen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Neben der Definition der Blockchain und ihrer Konsensus-Algorithmen werden die für die Logistik notwendigen technischen Bindeglieder (Oracles, IoT) sowie konkrete Use Cases der Logistikbereiche diskutiert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Blockchain, Smart Contracts, Supply Chain, Dezentralisierung und Manipulationssicherheit geprägt.
Wie unterscheidet sich die Konsortium-Blockchain von der Public Blockchain?
Während die Public Blockchain für jeden einsehbar und vollständig dezentral ist, wird die Konsortium-Blockchain von einem Zusammenschluss mehrerer Institute verwaltet, wobei die Daten nur teilweise dezentralisiert sind.
Warum sind Oracles für die Logistik-Blockchain so entscheidend?
Da eine Blockchain nativ keinen Zugriff auf externe Daten hat, fungieren Oracles als Bindeglied, um Informationen aus der realen Welt (z.B. Sensordaten von Containern) in die Blockchain zu übertragen.
Welche Rolle spielen Smart Contracts bei der Prozessautomatisierung?
Smart Contracts ermöglichen es, Vertragsbedingungen automatisch auszuführen, sobald definierte Kriterien erfüllt sind, was beispielsweise manuelle Zahlungsabwicklungen oder Strafzahlungen bei Logistikverträgen überflüssig macht.
- Arbeit zitieren
- Dominik Horwath (Autor:in), 2018, Blockchain-Technologie in der Logistik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/456053