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Rezeption und Anwendung der Milieu- und Habitusperspektive Bourdieus in der Weiterbildung

Titel: Rezeption und Anwendung der Milieu- und Habitusperspektive Bourdieus in der Weiterbildung

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna W. (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beleuchtet anhand ausgewählter Autoren und Autorinnen, wie das Konzept von Habitus und Milieu nach Pierre Bourdieu Eingang in die Erwachsenenbildung gefunden hat.

Im Seminar „Erwachsenenbildung, Habitus und Milieu“ im Sommersemester 2014 wurde eingehend der Zusammenhang zwischen Milieu, Habitus und (Erwachsenen-)Bildung vor dem Hintergrund der Theorie Pierre Bourdieus betrachtet. Dazu wurden Texte verschiedener Autor*innen herangezogen, die zum einen die Perspektive Bourdieus beleuchten und zum anderen darstellen, welchen Einfluss jene auf die Erwachsenenbildung und Weiterbildungsbeteiligung, aber auch auf Hochschulen und auf nicht-formales und informelles Lernen hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eckart Liebau: Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen

3. Überblick über die Rezeption und Anwendung von Milieu- und Habitusperspektive in der Weiterbildung

3.1 Lothar Wigger: Habitustransformation und Bildungsprozesse

3.2 Studien zu Weiterbildungsverhalten und sozialen Milieus

3.3 Helmut Bremer: Soziale Milieus und Bildungstypen in der Weiterbildung

3.4 Gudrun Herzberg: Der biographische Lernhabitus

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern die Milieu- und Habitus-Theorie von Pierre Bourdieu in der pädagogischen Fachwelt und spezifisch in der Weiterbildungsforschung rezipiert wurde. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie diese Konzepte helfen können, Bildungsbarrieren zu verstehen und die gesellschaftliche Selektivität im Bildungssystem kritisch zu reflektieren.

  • Widerstände gegen Bourdieus Theorien in der Erziehungswissenschaft
  • Einfluss sozialer Milieus auf das individuelle Weiterbildungsverhalten
  • Kritische Analyse von Bildungstypen und Lernhabitus
  • Bedeutung milieubezogener pädagogischer Reflexivität
  • Überwindung traditioneller Schichtenmodelle in der Bildungsforschung

Auszug aus dem Buch

3.1 Lothar Wigger: Habitustransformation und Bildungsprozesse

Ebenso beschäftigte sich Lothar Wigger (2009) mit dem Zusammenhang zwischen Habitus und Bildung und versucht, den Vorwurf des Determinismus gegenüber der Habitustheorie zu entkräften. Speziell bezieht er sich dabei auf Habitustransformationen und Bildungsprozesse. Wie Liebau stellt er fest, dass sich Bildungs- und Habitustheorie in ihren grundlegenden Annahmen unterscheiden. Bourdieus Thesen des Habitus als ein „System von Grenzen“ und als relativ begrenzte Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsmuster würden von der Pädagogik als Determinismus und Fatalismus empfunden, da er eben die Möglichkeit der radikalen Veränderung, wie sie von der Pädagogik antizipiert wird, tendenziell eher ausschließe.

Wigger betont jedoch, dass der Habitus in keinster Weise deterministisch angelegt sei, sondern lediglich die Bestimmtheit von Verhalten und Lebensauffassung durch Klasse und Gesellschaft aufzeige. So produziere der Habitus unendlich viele verschiedene und nicht vorhersagbare Praktiken, die spontan und kreativ sein könnten, sich jedoch innerhalb der Grenzen des Habitus bewegten. Wigger bezeichnet diese Auffassung des Determinismus in Anknüpfung an Rieger-Ladich (2005) als „Fehllektüre“.

Ebenso sei es ein Missverständnis, dass der Habitus über die Lebensspanne unverändert bleibe. Er passe sich stets durch neue Erfahrungen oder Veränderungen innerhalb des sozialen Feldes an. Dennoch, so Wigger, geht Bourdieu von einer Trägheit des Habitus aus, die biologisch verankert sei; er sei dauerhaft, jedoch nicht ewig gleich und in Grenzen wandlungsfähig. Es könne bei radikalen Umstrukturierungen vorkommen, dass der Habitus nicht mehr den veränderten Anwendungsbedinungungen entspreche und sich Praktiken als unerwünscht oder unpassend herausstellten, dadurch werde ein Wandel des Habitus erzwungen. Hier zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen Bildungs- und Habitustheorie, den auch schon Liebau betonte: während die Pädagogik von der Möglichkeit einer radikalen Veränderung von Denken und Handeln vertritt, betont die Habitustheorie die Begrenztheit solcher Veränderungen. Die beiden Theorieansätze erscheinen somit unvereinbar, dennoch sieht Wigger darin die Möglichkeit der Ergänzung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Seminar „Erwachsenenbildung, Habitus und Milieu“ ein und erläutert die Zielsetzung, Bourdieus Theorien auf den Bereich der Weiterbildung anzuwenden.

2. Eckart Liebau: Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen: Dieses Kapitel analysiert, warum pädagogische Fachkreise Bourdieus Thesen oft skeptisch gegenüberstehen und als Provokation empfinden.

3. Überblick über die Rezeption und Anwendung von Milieu- und Habitusperspektive in der Weiterbildung: Das Kapitel bietet eine Übersicht über verschiedene wissenschaftliche Ansätze, die den Zusammenhang von Habitus, Bildung und sozialer Herkunft in der Weiterbildungsforschung untersuchen.

3.1 Lothar Wigger: Habitustransformation und Bildungsprozesse: Der Autor entkräftet den Vorwurf des Determinismus gegenüber Bourdieus Theorie und plädiert für ein differenziertes Verständnis von Habituswandel.

3.2 Studien zu Weiterbildungsverhalten und sozialen Milieus: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss von Studien, die Weiterbildungsverhalten mit sozialer Lage und Milieuzugehörigkeit verknüpfen.

3.3 Helmut Bremer: Soziale Milieus und Bildungstypen in der Weiterbildung: Der Abschnitt identifiziert verschiedene Bildungstypen und fordert eine verstärkte pädagogische Reflexivität, um soziale Selektivität zu mindern.

3.4 Gudrun Herzberg: Der biographische Lernhabitus: Die Autorin führt den Begriff des biographischen Lernhabitus ein, um die Vermittlung zwischen gesellschaftlicher Vergesellschaftung und individueller Biographie zu beschreiben.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Milieu- und Habitusperspektive essentiell ist, um Bildungsbarrieren in der Erwachsenenbildung zu verstehen und zielgruppenorientierte Angebote zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Bourdieu, Weiterbildung, Habitus, soziales Milieu, Bildungsungleichheit, Lebensstil, Weiterbildungsverhalten, Adressatenforschung, Bildungstypen, Lernhabitus, soziale Selektivität, pädagogische Reflexivität, Teilnahmeforschung, Chancengleichheit, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit thematisiert die Anwendung der soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu auf den Bereich der Weiterbildung und Erwachsenenbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das Weiterbildungsverhalten in Abhängigkeit von sozialen Milieus, die Kritik an traditionellen Bildungsverständnissen und die Analyse von Lernbarrieren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bourdieus Konzepte von Habitus und Milieu helfen können, die soziale Selektivität im Bildungswesen besser zu verstehen und entsprechende pädagogische Strategien zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse und Zusammenführung bestehender Forschungsliteratur und einschlägiger Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch die Rezeption von Liebau sowie eine detaillierte Analyse empirischer Studien zu Milieus, Bildungstypen und Lernhabitus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Habitus, Milieu, Weiterbildung, soziale Selektivität und Lernhabitus.

Warum betrachten Pädagogen Bourdieu oft als „Störenfried“?

Laut Liebau widerspricht Bourdieus Theorie grundlegenden pädagogischen Illusionen wie der Chancengleichheit oder der Annahme völliger pädagogischer Autonomie.

Welche Bedeutung hat der „biographische Lernhabitus“ nach Herzberg?

Er dient als Vermittlungskonzept, um zu verstehen, wie individuelle Bildungsprozesse trotz gesellschaftlicher Rahmenbedingungen durch Reflexion der eigenen Biographie initiiert werden können.

Welche Konsequenzen ergeben sich für Weiterbildungsanbieter?

Anbieter müssen ihre Ansprache milieuspezifisch differenzieren, da universelle Ansätze sonst vorwiegend bereits bildungsaffine Menschen erreichen und bildungsfernere Schichten ausschließen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rezeption und Anwendung der Milieu- und Habitusperspektive Bourdieus in der Weiterbildung
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,0
Autor
Anna W. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V456023
ISBN (eBook)
9783668887343
ISBN (Buch)
9783668887350
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bourdieu Erwachsenenbildung Habitus Milieu
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna W. (Autor:in), 2015, Rezeption und Anwendung der Milieu- und Habitusperspektive Bourdieus in der Weiterbildung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/456023
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Leseprobe aus  18  Seiten
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