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Arno Schmidts unvollendete Träume. Die Prosaform des Traums in der Theorie der "Berechnungen"

Titel: Arno Schmidts unvollendete Träume. Die Prosaform des Traums in der Theorie der "Berechnungen"

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2012 , 7 Seiten , Note: o.N.

Autor:in: Tina Grahl (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges

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Zusammenfassung Leseprobe Details

Arno Schmidt weist in den Berechnungen darauf hin, dass es in der bisherigen Literatur keine Traumspiele gibt, sondern dass es sich dabei immer um Varianten des Längeren Gedankenspiel handelt (BIII, 275). Im Essay Sylvie & Bruno hinterfragt Schmidt selbst die Möglichkeiten literarischer Traumdarstellungen und kommt zum negativen Ergebnis, dass es bisher keine gelungenen Traumdarstellungen gäbe. Er legt in der Folge keine Texte zur Prosaform des Traums vor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Träume in der Literatur

II. Arno Schmidts Prosaform des Traums

III. Unvollendete Träume

a) Literarische Umsetzung der Versuchsreihe IV

b) Neuorientierung im Werk durch die Freud-Lektüre

c) Stilistische Merkmale der Prosa Arno Schmidts

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe, warum Arno Schmidt seine theoretischen Überlegungen zur Prosaform des Traums nicht weiterführte und keine explizite literarische Umsetzung im Rahmen seiner Versuchsreihe realisierte. Dabei wird analysiert, inwieweit stilistische Eigenheiten seines Werkes, wie der dominante Ich-Erzähler, einer adäquaten Darstellung der passiven und alogischen Traumstruktur entgegenstanden.

  • Analyse der theoretischen Prosatheorie von Arno Schmidt (Berechnungen).
  • Kritische Würdigung der Forschungsdebatte zu unvollendeten Traumtexten.
  • Untersuchung des Einflusses der Freud-Lektüre auf das Spätwerk.
  • Bewertung der Vereinbarkeit von Ich-Erzählung und Traumdarstellung.
  • Typologische Einordnung von Traumsequenzen im erzählerischen Gesamtwerk.

Auszug aus dem Buch

Arno Schmidts Prosaform des Traums

Arno Schmidts Prosatheorie der Berechnungen umfasst vier Essays aus den Jahren 1953 bis 1956, die sich den neuen Prosaformen Fotoalbum, Musivisches Dasein, Längeres Gedankenspiel und auch der Form des Traums widmen. Während Schmidt zu den ersten drei Prosaformen sehr konkrete und ausführliche Angaben macht, benennt er zur vierten Prosaform kaum Merkmale. Die Charakteristika dieser vierten Prosaform können daher fast ausschließlich über den Vergleich beziehungsweise die Abgrenzung zum Längeren Gedankenspiel bestimmt werden. So äußert Schmidt in den Berechnungen II (BII, 275 f.), dass sowohl Längeres Gedankenspiel als auch die Form des Traums zur Gruppe der doppelten Handlung gehören, das heißt aus einer Erlebnisebene I, der objektiven Realität und einer Erlebnisebene II, der subjektiven Realität bestehen. Die doppelte Handlung bzw. die beiden Erlebnisebenen werden typografisch umgesetzt. Im Unterschied zum Längeren Gedankenspiel, in dem das literarische Individuum die subjektive Realität aktiv mitgestaltet, wird die Erlebnisebene II im Traum passiv erlebt. Schmidt berücksichtigt hier also das Unbewusste als Ursprung des Traums. Weiter führt er als Bestandteile des Traums Unerwünschtes, Rücksichtsloses, Empörendes, Alpträume und mythisches Grauen an (Vgl. BII, 275): eine durchweg negative Konnotation des Trauminhaltes. Weitere Ausführungen macht er in den Berechnungen I allerdings nicht, sondern verweist auf eine Fortsetzung – sobald literarische Umsetzungen der Formen vorliegen: „Da jedoch die hierfür entwickelten Transformationsgleichungen noch nicht an, dem Publikum vorliegenden, Veröffentlichungen erläutert werden können, habe ich jetzt nur der Vollständigkeit wegen darauf hinweisen wollen“ (BI, 168).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Träume in der Literatur: Dieses Kapitel verortet die literarische Traumdarstellung im Kontext der Psychoanalyse und betont die ästhetischen Herausforderungen bei der Transformation visueller Traumbilder in Sprache.

II. Arno Schmidts Prosaform des Traums: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Traums innerhalb von Schmidts Berechnungen erläutert, insbesondere die Abgrenzung zum Längeren Gedankenspiel und das Konzept der doppelten Handlung.

III. Unvollendete Träume: Dieses Hauptkapitel untersucht kritisch, warum die theoretischen Entwürfe nicht fortgeführt wurden, und diskutiert Forschungsmeinungen zu den Themen Freud-Einfluss und stilistische Inkonsistenzen.

IV. Fazit: Das Fazit resümiert, dass stilistische Eigenheiten von Schmidts Prosa, namentlich der präsente Ich-Erzähler, die geforderte passive Traumstruktur weitgehend verunmöglichten.

Schlüsselwörter

Arno Schmidt, Berechnungen, Traumdarstellung, Prosaform, Freud, Psychoanalyse, Ich-Erzähler, Literaturtheorie, doppelte Handlung, Traumanalyse, Moderne, literarische Technik, Versuchsreihe, Unbewusstes, Erzählstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das theoretische Konzept der Prosaform des Traums bei Arno Schmidt und beleuchtet die Gründe für dessen ausbleibende konsequente literarische Ausführung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Prosatheorie von Schmidt, die literarische Repräsentation des Traums sowie die Rolle der Psychoanalyse und des Ich-Erzählers in seinem Werk.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, warum Schmidt seine theoretischen Ansätze zum Traum nicht weiterentwickelte und ob seine spezifische Schreibweise einer solchen Umsetzung im Wege stand.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse von Schmidts Essays sowie einen kritischen Abgleich mit seinem literarischen Gesamtwerk und der bestehenden Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Hypothesen zur Unvollständigkeit des Traumentwurfs, diskutiert den Freud-Einfluss und untersucht die stilistischen Barrieren durch den dominanten Ich-Erzähler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Arno Schmidt, Berechnungen, Traumdarstellung, Prosaform, doppelte Handlung und die Auseinandersetzung mit Freud.

Warum wird die Freud-Lektüre als Erklärungsansatz angeführt?

Sie wird in der Forschung oft als Grund für die Werk-Neuorientierung von Schmidt gesehen, wobei die Arbeit die Validität dieses Arguments kritisch hinterfragt.

Gibt es Ausnahmen in Schmidts Werk, die Traummerkmale zeigen?

Ja, als eine der wenigen Ausnahmen wird der Hagebuttn & Rübm-Traum aus dem Roman Kaff auch Mare Crisium angeführt, in dem die typischen Traummerkmale deutlicher hervortreten.

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Details

Titel
Arno Schmidts unvollendete Träume. Die Prosaform des Traums in der Theorie der "Berechnungen"
Note
o.N.
Autor
Tina Grahl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
7
Katalognummer
V455600
ISBN (eBook)
9783668866331
ISBN (Buch)
9783668866348
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arno Schmidt Traum Nachkriegsliteratur Prosa Gattungstheorie Träume in der Literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Grahl (Autor:in), 2012, Arno Schmidts unvollendete Träume. Die Prosaform des Traums in der Theorie der "Berechnungen", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/455600
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Leseprobe aus  7  Seiten
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