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Maria Sibylla Merian. Ein grenzenloses Leben

Title: Maria Sibylla Merian. Ein grenzenloses Leben

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 19 Pages , Grade: 2

Autor:in: Franziska Wiesbeck (Author)

History - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Bis heute gilt ihr Werk als Meilenstein im Bereich der Entomologie, also der Insektenforschung. Doch was machte Merians Werk, insbesondere ihre Arbeiten zur Insektenwelt des südamerikanischen Surinam so einzigartig und für die damalige Zeit neuartig? Was unterschied ihre Arbeit von der vieler anderer Entomologen der Frühen Neuzeit, wie beispielsweise Jan Swammerdam?

“Wenn je ein Frauenzimmer lebte, welches auf einen bleibenden Ruhm und innige Hochachtung mit Recht Anspruch machen konnte, so ist es die berühmte Maria Sibylla Merian.” (Schubert, 2010)
Dieses Zitat aus dem Jahre 1800, also gute 90 Jahre nach ihrem Tod, ist ein Zeugnis für das hohe Ansehen, das Maria Sibylla Merian in der Gesellschaft genoss. Es stammt von Friedrich Karl Gottlob Hirsching, einem Universalgelehrten. Viele weitere einflussreiche und geschätzte Forscher, Wissenschaftler und Gelehrte, wie zum Beispiel Carl von Linne, Christoph Arnold und auch Goethe äußerten sich anerkennend und auch bewundernd über Merian.

Für die meisten Frauen der damaligen Zeit spielte sich ihr Leben in sehr begrenzten Räumen ab, mal war es vielleicht nur der eigene Haushalt und der Heimatort, manchmal erstreckte sich ein Leben aber auch über mehrere Ortschaften, Städte und Länder, außerhalb des heimischen Herdes oder der Arbeitsstelle. Aber meist folgten die Frauen doch ihren Ehemännern oder Vätern, die Lebensgestaltung war in vielen Fällen keine unabhängig erbrachte Entscheidung. Aber es gab auch Ausnahmen, so wie Maria Merian, die selbstständig und unabhängig ihren Lebensweg gestaltete und es so bis in ferne Länder, in ihrem Fall Surinam, brachte. Wie konnte sie so frei von religiösen und geschlechtlichen Grenzen ihr Leben gestalten?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben und Werk Maria Sibylla Merians

2.1 Von Frankfurt bis Amsterdam

2.1.1 Merians Werdegang und frühe Werke

2.1.2 Erste Kontakte zu Surinam

2.2 Die Reise nach Surinam und Merians Lebenswerk “Metamorphosis insectorum surinamensium”

2.3 Die Rolle von Religion und Geschlecht in Maria Merians Leben

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Leben und Wirken der Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian im Kontext der Frühen Neuzeit. Ziel ist es zu analysieren, wie Merian durch ihr selbstbestimmtes Handeln, ihre wissenschaftliche Methodik und ihre künstlerische Arbeit bestehende gesellschaftliche, religiöse und geschlechtsspezifische Grenzen überschritt und die Entomologie nachhaltig prägte.

  • Biografische Hintergründe und künstlerische Ausbildung
  • Die Entstehung und wissenschaftliche Bedeutung des Werkes „Metamorphosis insectorum surinamensium“
  • Vergleich der Forschungsmethoden Merians mit zeitgenössischen Wissenschaftlern
  • Einfluss von Religion (Pietismus/Labadismus) auf ihr Forscherinteresse
  • Die Rolle der Weiblichkeit im 17. Jahrhundert und Merians Emanzipationsprozess

Auszug aus dem Buch

Die Reise nach Surinam und Merians Lebenswerk “Metamorphosis insectorum surinamensium”

Als Maria Merian und ihre Tochter Dorothea in Surinam ankamen, befanden sie sich nicht unter Fremden, denn Surinam war eine niederländische Kolonie, auch Helenas Schwiegereltern und weitere Verwandte besaßen dort Plantagen. Allerdings traf sie dort nicht auf allzu viel Verständnis für ihre Begeisterung für die Tier- und Pflanzenwelt. Nicht nur, dass es äußerst ungewöhnlich war, dass eine alleinstehende Frau eine Seereise unternahm, die auch eigentlich nicht dringend nötig war, sondern zudem war sie auch noch finanziell unabhängig und hatte weder einen Auftraggeber noch einen sonstigen Mäzen. Und zu allem Überfluss war sie nicht hier, um wie die Kolonialherren das Land auszubeuten und möglichst schnell reich zu werden, sondern sie war wegen Insekten hergekommen. Ihr Aufenthalt glich also einer kleinen Sensation.

Bei ihrer Forschung beschränkte sie sich nicht mehr nur auf die Beobachtung der Pflanzen und Tiere, sondern informierte sich auch bei den Sklaven und Indianern über den Nutzen und die Schädlichkeit der einzelnen Pflanzen und über ihre mögliche Verwendung als Heilmittel. Nach fast zwei arbeitsaufwendigen Jahren konnte Maria Merian, an Malaria erkrankt, die Hitze nicht mehr länger ertragen und sie und ihre Tochter reisten am 18.6.1701 zurück nach Amsterdam.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung Maria Sibylla Merians ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach ihrer Unabhängigkeit sowie der Einzigartigkeit ihres wissenschaftlichen Ansatzes.

2. Leben und Werk Maria Sibylla Merians: Hier wird der Lebensweg Merians nachgezeichnet, beginnend bei ihrer künstlerischen Ausbildung über ihren Aufenthalt bei den Labadisten bis hin zur wegweisenden Forschungsreise nach Surinam.

3. Schluss: Das Abschlusskapitel resümiert Merians Rolle als Pionierin der Entomologie und betont die Autonomie ihres Lebenswegs trotz religiöser und geschlechtsspezifischer Prägungen.

Schlüsselwörter

Maria Sibylla Merian, Entomologie, Insektenforschung, Frühe Neuzeit, Surinam, Metamorphosis insectorum surinamensium, Pietismus, Labadisten, Geschlechtergeschichte, wissenschaftliche Methodik, Naturkunde, Botanik, Metamorphose, künstlerische Ausbildung, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Leben und das wissenschaftliche sowie künstlerische Werk von Maria Sibylla Merian im 17. und frühen 18. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Biografie Merians, ihre Pionierrolle in der Entomologie, ihre Forschungsreise nach Surinam sowie den Einfluss von Geschlecht und Frömmigkeit auf ihre Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Merians Arbeitsweise und Lebensführung in den Kontext der Frühen Neuzeit zu setzen und zu untersuchen, wie sie wissenschaftliche und gesellschaftliche Konventionen überwand.

Welche wissenschaftlichen Methoden verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Biografien, der Untersuchung von Merians Werken (Kupferstiche, Begleittexte) und dem Vergleich mit anderen Forschern jener Zeit basiert.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung ihrer Insektenbücher, den Bruch mit der damaligen, auf toten Exponaten basierenden Systematik und die spirituellen Beweggründe ihres Forschens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Besonders prägend sind Begriffe wie Entomologie, Metamorphose, Surinam, Pietismus, Geschlechtergeschichte und Autonomie.

Wie unterschied sich Merians Arbeitsweise von der ihrer männlichen Kollegen?

Während Zeitgenossen wie Jan Swammerdam Insekten oft systematisch und als isolierte, tote Objekte studierten, beobachtete Merian lebende Organismen in ihrer natürlichen Umgebung und in Interaktion mit ihrer Wirtspflanze.

Welche Bedeutung hatte das Thema „Metamorphose“ für Merian?

Die Metamorphose war für Merian sowohl ein faszinierendes biologisches Phänomen als auch ein spirituelles Sinnbild für Wiedergeburt und göttliche Schöpfung.

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Details

Title
Maria Sibylla Merian. Ein grenzenloses Leben
College
LMU Munich  (Historisches Seminar Abteilung Frühe Neuzeit)
Course
Hauptseminar: Von Huren und Rabenmüttern. Geschlechtergeschichte in der Frühen Neuzeit.
Grade
2
Author
Franziska Wiesbeck (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V455260
ISBN (eBook)
9783668860155
ISBN (Book)
9783668860162
Language
German
Tags
Merian Geschichte Frühe Neuzeit Geschlechtergeschichte Emanzipation Biologie Insektenkunde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Wiesbeck (Author), 2013, Maria Sibylla Merian. Ein grenzenloses Leben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/455260
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