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Bindungsstörungen. Präventionsmöglichkeiten am Beispiel der Programme "STEEP" und "SAFE"

Title: Bindungsstörungen. Präventionsmöglichkeiten am Beispiel der Programme "STEEP" und "SAFE"

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Selin Erdogan-Kilinc (Author)

Pedagogy - Family Education

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Begründet wurde die Bindungstheorie in den 1950-er Jahren von John Bowbly. Nach Bowbly und der Bindungstheorie entwickelt der Säugling eine starke emotionale Bindung zu seiner Bezugsperson. Gemäß der Bindungstheorie wird das Bindungsverhalten durch Trennung von der Bindungsperson und das Erleben von Angst aktiviert. Ausgedrückt wird das Bindungsverhalten durch das Suchen der Bindungsperson, das Weinen oder das Nachlaufen und Klammern. Wenn die Mutter durch körperliche Nähe in der Lage ist, das Kind zu trösten, ist das Bindungsbedürfnis des Kindes wieder beruhigt.

Bindungsstörungen treten dann auf, wenn „frühe Bedürfnisse nach Nähe und Schutz in Bedrohungssituationen und bei ängstlicher Aktivierung der Bindungsbedürfnisse in einem extremen Ausmaß nicht adäquat, unzureichend oder widersprüchlich beantwortet wurden“. Bindungsstörungen gehören in der ICD-10 als auch im DSM-IV zu den wenigen Störungen, bei welchen eine bestimmte Ätiologie Teil der Definition ist und sollen nur dann diagnostiziert werden, wenn sicher ist, dass mangelnde Erfahrungen in der frühen Kindheit zur Entstehung der Störung beigetragen haben.

Ziel dieser Arbeit ist es, Präventionsmöglichkeiten der Krankheit Bindungsstörungen zu beschreiben und Möglichkeiten der Vorbeugung von Bindungsstörungen anhand von zwei Präventionsprogrammen darzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Bindungstheoretische Grundannahmen

2.1 Feinfühligkeit

2.2 Bindungsmuster

3. Bindungsstörungen

3.1 Ätiologie

3.2 Klassifikation

4. Frühprävention

4.1 Ziele bindungsorientierter Frühprävention

5. Präventionsprogramme

5.1 Präventionsprogramm: STEEP

5.2 Präventionsprogramm: SAFE

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten der Prävention von Bindungsstörungen im frühen Kindesalter. Das primäre Ziel besteht darin, darzulegen, wie durch gezielte, bindungsorientierte Frühinterventionsprogramme das Risiko für die Entwicklung destruktiver Bindungsmuster minimiert und eine gesunde Eltern-Kind-Beziehung gefördert werden kann.

  • Bindungstheoretische Grundlagen und die Bedeutung der Feinfühligkeit.
  • Ätiologie und Klassifikation von Bindungsstörungen.
  • Bedeutung der Frühprävention für die psychische Entwicklung des Kindes.
  • Detaillierte Analyse der Präventionsprogramme STEEP und SAFE.
  • Wirksamkeit und Resilienzförderung durch bindungsorientierte Interventionen.

Auszug aus dem Buch

3. Bindungsstörungen

Wenn Kinder von den Mustern der Bindungssicherheit und -unsicherheit abweichen und dieses Störungsverhalten über längere Zeit (mindestens für sechs Monate) in verschiedenen Situationen beobachtet und beschrieben werden kann, wird deren Bindungsverhalten als krankhaftes, behandlungsbedürftiges Störungsmuster der emotionalen Entwicklung gesehen, jedoch wegen der bekannten Fremdenangst nicht vor dem achten Lebensmonat diagnostiziert werden (vgl. Brisch, 2002, 142).

3.1 Ätiologie

Zurückzuführen ist die Entstehung von Bindungsstörungen auf unzureichende oder widersprüchliche Beantwortung früher Bedürfnisse nach Nähe und Schutz zugrunde (vgl. Brisch, 2008, 835). Aber auch Traumata, wie z.B. die frühen Erfahrungen des Kindes von Misshandlung, Missbrauch, Gewalt und extremer Vernachlässigung durch Bindungspersonen werden als Ursache der Störung gesehen (vgl. Brisch, 2018, 535).

3.2 Klassifikation

Im ICD-10 werden zwei spezifische Formen von reaktiven Bindungsstörungen diagnostiziert: Eine Form mit Hemmung („reaktive Bindungsstörung im Kindesalter“ – F.94.1), die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Kinder in Gefahrensituationen mit Furchtsamkeit und Ambivalenz reagieren und niemanden als Bindungsperson nutzen können; und eine mit Enthemmung des Bindungsverhaltens („Bindungsstörung des Kindesalters mit Enthemmung“ – F 94.2), die dadurch gekennzeichnet ist, dass Personen von den betroffenen Kindern nicht differenziert werden und diese schlussfolgernd als Bindungsperson, die von den Kindern beliebig ausgetauscht werden kann, nutzen, ohne dass eine tiefe Bindungsbeziehung besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der frühen Bindung für die psychische Entwicklung ein und formuliert das Ziel der Arbeit, Präventionsmöglichkeiten für Bindungsstörungen aufzuzeigen.

2. Bindungstheoretische Grundannahmen: Dieses Kapitel erläutert die biologischen Grundlagen des Bindungsverhaltens und differenziert zwischen verschiedenen Bindungsmustern sowie der Rolle der feinfühligen Interaktion.

3. Bindungsstörungen: Hier werden die Ursachen (Ätiologie) sowie die klinische Klassifikation der Störungsbilder nach ICD-10 und DSM-IV definiert.

4. Frühprävention: Das Kapitel beleuchtet die Rolle von Pädiatern und Therapeuten bei der Identifikation von Risikofaktoren und unterstreicht die Notwendigkeit präventiver Interventionen.

5. Präventionsprogramme: In diesem Teil werden die Programme STEEP und SAFE hinsichtlich ihrer Methodik, Zielgruppe und Wirksamkeit detailliert vorgestellt.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Wirksamkeit der Programme sowie die Notwendigkeit, das Wissen über Prävention weiter zu fördern.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, Bindungsstörungen, Frühprävention, STEEP, SAFE, Eltern-Kind-Beziehung, Feinfühligkeit, Resilienz, Bindungsmuster, Traumata, Interventionsprogramme, Psychosoziale Belastungen, Kindesentwicklung, Familienberatung, Bindungsqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Prävention von Bindungsstörungen bei Kindern und untersucht, wie gezielte Unterstützungsprogramme für belastete Eltern zur Förderung einer sicheren Bindung beitragen können.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Bindungstheorie nach Bowlby, die Identifikation von Risikofaktoren für Bindungsstörungen sowie die konkrete Anwendung und Evaluation präventiver Ansätze im Säuglings- und Kleinkindalter.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, zu analysieren, wie durch die Programme STEEP und SAFE die Entstehung von Bindungsstörungen verhindert werden kann und welche Faktoren für eine gelingende Prävention entscheidend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und dem Vergleich von Evaluierungsergebnissen etablierter Präventionsprogramme zur Bindungsförderung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Definition und Klassifikation von Bindungsstörungen sowie die detaillierte Vorstellung und kritische Betrachtung der Programme STEEP und SAFE.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bindungstheorie, Frühprävention, STEEP, SAFE, Feinfühligkeit und Eltern-Kind-Beziehung gekennzeichnet.

Worin liegt der spezifische Fokus des STEEP-Programms?

STEEP nutzt insbesondere videogestützte Reflektion der Interaktion, um Mütter bei der feinfühligen Wahrnehmung der Signale ihres Kindes zu unterstützen.

Was unterscheidet das SAFE-Programm von anderen Ansätzen?

SAFE beginnt bereits während der Schwangerschaft, bindet Väter aktiv mit ein und kombiniert Gruppen-Seminare mit individueller Beratung zur Traumabewältigung.

Wie gehen beide Programme mit der Kindheitsgeschichte der Eltern um?

Beide Programme zielen darauf ab, dass Eltern durch Reflektion ihrer eigenen Erfahrungen (Rückschau) ein tieferes Verständnis für ihr Handeln entwickeln und so die Weitergabe von traumatischen Erlebnissen an das Kind verhindern.

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Details

Title
Bindungsstörungen. Präventionsmöglichkeiten am Beispiel der Programme "STEEP" und "SAFE"
College
Hamburg University of Applied Sciences
Grade
2,3
Author
Selin Erdogan-Kilinc (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V455025
ISBN (eBook)
9783668864627
ISBN (Book)
9783668864634
Language
German
Tags
Bindung frühe Kindheit Bindungsstörung Familienpsychologie Brisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Selin Erdogan-Kilinc (Author), 2018, Bindungsstörungen. Präventionsmöglichkeiten am Beispiel der Programme "STEEP" und "SAFE", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/455025
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