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Zur Theodizeeproblematik in Miltons "Paradise Lost". Utopien in der Literatur

Titel: Zur Theodizeeproblematik in Miltons "Paradise Lost". Utopien in der Literatur

Hausarbeit , 2009 , 28 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Robert Scholz (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit setzt sich zum Ziel John Miltons Fiktion des verlorenen Paradieses auf ihre Stichhaltigkeit zu untersuchen. Jede Art von Literatur kann nur dann wertgeschätzt werden, wenn sie sinnstiftend ist. Macht die Geschichte Sinn, fragt sich der Leser, ist sie logisch nachvollziehbar? Und während der Lektüre bangt er mit den Helden und fragt sich, was sie falsch gemacht haben, was sie hätten besser machen können, usw. "Paradise Lost" bildet hier keine Ausnahme. Wollen wir die Story des Epos nachvollziehen, kommen wir um eine nähere Betrachtung der Einzelheiten nicht herum.

Die wohl spannendste Frage und zudem von außerordentlicher Wichtigkeit für die Logik der Erzählung ist die nach dem Sündenfall. Nachdem erst Eva und dann auch Adam von der verbotenen Frucht gekostet haben, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Tod und Verderben kommen in die Welt, das Paradies wird abgeschafft, als Bestrafung für die Vergehen der ersten Menschen. Wie konnte es zu einem so schrecklichen Unglück kommen? Warum erscheint Miltons Gott zuweilen grausam, zuweilen machtlos gegenüber den Machenschaften des Teufels? Und hat letzterer bei alledem nicht doch das letzte Wort?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Wer hat Schuld am Übel in der Welt?

1.2 Theodizee

2 Hauptteil

2.1 Hinführung– Miltons Versuch einer Theodizee

2.2 Vorgehen

2.3 Milton und Augustinus

2.4 Die Frage nach dem Sündenfall

2.5 Ein guter Gott?

2.6 Freiwilliges Gehorchen

3 Zusammenfassung

3.1 Lösungen für das Paradoxon in Miltons Theodizee

3.2 Nachbemerkungen zum utopischen Moment in Paradies Lost

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Stichhaltigkeit von John Miltons Versepos "Paradise Lost" vor dem Hintergrund der Theodizee-Problematik. Ziel ist es zu analysieren, wie Milton die Allmacht und Güte Gottes mit der Existenz des Bösen und der Freiheit des menschlichen Willens innerhalb seiner literarischen Konstruktion in Einklang bringt.

  • Theodizee und die Rechtfertigung göttlicher Wege
  • Die Rolle des freien Willens und der Vorsehung
  • Vergleich der theologischen Konzepte von Milton und Augustinus
  • Die Bedeutung des Sündenfalls als notwendiges Übel
  • Die metaphysische Rolle von Chaos und Schöpfung

Auszug aus dem Buch

2.1 Hinführung– Miltons Versuch einer Theodizee

Der erste Gesang in John Miltons Paradise Lost beginnt mit einem Gebet an die Himmelsmuse, von ihr erbittet sich der epische Erzähler Inspiration und Beistand für sein Vorhaben.

„Was in mir dunkel ist, erleuchte du, Was in mir niedrig, heb' und stütze du; Daß ich gemäß dem hohen Gegenstand Die Wege Gottes zu den Menschen preisend Die ewige Vorsehung vertheid'gen mag.“ (Das verlorene Paradies I, 3)

Die Verteidigung der Vorsehung und das Preisen der Wege Gottes kann als Anspruch des Dichters John Milton gedeutet werden in Paradise Lost eine Theodizee, also eine Rechtfertigung von Gottes Wegen, zu Werke zu bringen. Milton sieht sich dabei weniger als die Stimme Gottes (vgl. Brockbank 1972), als vielmehr als ein moderner Apostel, der den Menschen durch seine Schriften von Gott kündet. Die Position des Erzählers ist im Gesamten Epos, die eines übergeordneten Beobachters, der obzwar nicht in die Erzählung als solcher eingreift, jedoch dessen Allwissenheit dem Auge Gottes gleichkommt. Er überblickt alle Geschehnisse der Erzählung, weiß wo sie begonnen hat und wie sie endet und scheint die Logik aller Ereignisse Vollendens zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die zentrale Problemstellung der Theodizee in Miltons Epos ein und stellt die leitende Forschungsfrage zur Vereinbarkeit von Gottes Allmacht mit der Existenz des Bösen.

2 Hauptteil: Der Hauptteil analysiert verschiedene theoretische Ansätze und literarische Strategien, mit denen Milton das Paradoxon von göttlicher Vorsehung und menschlicher Willensfreiheit diskutiert.

3 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Lösungsansätze für das Theodizee-Paradoxon und reflektiert über das utopische Moment, welches in der Auseinandersetzung mit dem Paradies-Verlust in Miltons Werk liegt.

Schlüsselwörter

Theodizee, Paradise Lost, John Milton, Sündenfall, Willensfreiheit, Vorsehung, Gut und Böse, Augustinus, Schöpfung, Chaos, Metaphysik, Literatur, Epik, Gott, Paradies.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der literarischen Theodizee in John Miltons Epos "Paradise Lost", also der Frage, wie die Existenz eines allmächtigen und gütigen Gottes mit dem Übel in der Welt vereinbar ist.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Zentrale Themen sind die Theodizee-Debatte, die Bedeutung des Sündenfalls, die Freiheit des menschlichen Willens im Kontrast zur göttlichen Vorsehung sowie der Einfluss philosophischer Traditionen auf Miltons Dichtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung der Stichhaltigkeit von Miltons literarischer Rechtfertigung göttlicher Wege und die Analyse der logischen Konsistenz seines Weltentwurfs.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die verschiedene Forschungspositionen (wie z.B. von Danielson, Poole, Featheringill und Savoi) einbezieht und auf den Primärtext sowie theologische Grundlagen (Augustinus) bezieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil erörtert historisch-theologische Hintergründe, vergleicht Miltons Ansätze mit Augustinus, untersucht die Ursprünge des Bösen durch das Chaos-Konzept und analysiert das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und göttlicher Vorherbestimmung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Theodizee, freier Wille, göttliche Vorsehung, Sündenfall, Metaphysik des Bösen und die Interpretation der Genesis geprägt.

Wie definiert der Autor das "vorgöttliche Chaos" bei Milton?

Das Chaos wird als eine Art "vorgöttlicher" Zustand der Materie verstanden, der weder Nichts noch vollkommenes Etwas ist, und dient bei Milton dazu, die Entstehung des Bösen zu erklären, ohne dass Gott direkt dafür verantwortlich gemacht werden kann.

Welche Rolle spielt der Begriff "felix culpa" für die Schlussfolgerung?

Die "felix culpa" oder "glückliche Schuld" ist zentral für das Verständnis des Sündenfalls, da sie postuliert, dass aus dem Fehltritt Adams eine noch größere Gnade und Wiederherstellung resultiert, was Miltons Optimismus unterstreicht.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zur Theodizeeproblematik in Miltons "Paradise Lost". Utopien in der Literatur
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Germanistik)
Veranstaltung
Das neue Paradies – Utopien in der Literatur
Note
1,5
Autor
Robert Scholz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
28
Katalognummer
V453394
ISBN (eBook)
9783668856509
ISBN (Buch)
9783668856516
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Utopie John Milton Paradise Lost Paradies Theodizee Leibnitz Hölle Gott Teufel Himmel Krieg Frieden Übel Adam Eva Vertreibung Chaos Augustinus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Scholz (Autor:in), 2009, Zur Theodizeeproblematik in Miltons "Paradise Lost". Utopien in der Literatur, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/453394
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Leseprobe aus  28  Seiten
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