Das Ziel von Werbung besteht darin, dass sich die potenziellen Kunden an das Produkt gut erinnern und dass das Produkt jenen der Konkurrenz überlegen erscheint. Außerdem sollte der Kunde genug Informationen über das Produkt und seine Funktions- und Wirkungsweise erhalten, um das Produkt kaufen zu wollen. Wie wird Sprache in der Werbewelt verwendet um diese Wirkung zu erzielen?
Diese Arbeit zeigt auf, wie Werbung optimal aufgebaut ist und welche Rolle die Sprache dabei spielt. Dazu wird die Sprache von Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erklärung / Erläuterung
3. Werbestrategien
3.1 Unser Konsumverhalten
4. Analyse einer Werbung
4.1 Das Janich- Modell
4.2 Beispiel
5. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, den Aufbau von Werbeanzeigen zu untersuchen und die spezifische Rolle der Werbesprache bei der Beeinflussung von Konsumenten zu analysieren.
- Methodische Analyse von Werbesprache und Kommunikation
- Strategien zur Aufmerksamkeitssteigerung und Kundenbindung
- Einfluss von Sprache auf Konsumverhalten und Kaufentscheidungen
- Anwendung des Janich-Modells zur strukturierten Werbeanalyse
- Psychologische Wirkungsweise emotionaler und sachlicher Werbeinformationen
Auszug aus dem Buch
2. Erklärung / Erläuterung
Die Werbesprache umfasst alle verbalen und nonverbalen Kommunikationsmittel, die in der Werbung verwendet werden, damit der Kontakt zwischen dem Produzenten und dem Kunden hergestellt wird.
Eine gute Werbesprache erklärt den Inhalt der Werbung simpel und bildhaft, damit er besser in Erinnerung bleibt.
In der Werbung wird die Sprache ganz bewusst gewählt und eingesetzt, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, wie zum Beispiel Aufmerksamkeit erregen durch Provokation oder witzig sein. Dadurch bleibt das Produkt länger im Gedächtnis der Konsumenten und erhält einen Wiedererkennungswert, was schließlich zum Kauf des Produktes führen soll.
Für die Headline und den Slogan zum Beispiel, werden oft stilistische Mittel benutzt, um für den Kunden die Werbung interessant zu machen. So verwendet Ahoi Brause den Imperativ: „Mach was Prickelndes!“, um den Kunden direkt anzusprechen. Wohingegen Actimel eine Alliteration benutzt: „Actimel aktiviert Abwehrkräfte“, da sich so die Information leichter einprägen lässt, als durch eine sachliche Erläuterung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die allgegenwärtige Präsenz von Werbung im Alltag und stellt die Forschungsfrage nach dem Aufbau und der sprachlichen Gestaltung von Werbeanzeigen.
2. Erklärung / Erläuterung: Erläutert die grundlegenden verbalen und nonverbalen Strategien sowie stilistische Mittel wie Imperative, Alliterationen und Metaphern, die in der Werbesprache eingesetzt werden.
3. Werbestrategien: Beleuchtet weitere Strategien zur Markenbildung und Kundenbindung, wie den Einsatz von Musik, Bildern oder die Erzeugung von Schein-Objektivität.
3.1 Unser Konsumverhalten: Untersucht die psychologischen Hintergründe, wie Bedürfnisse zu Wünschen führen und warum Werbung den Konsumenten zu unüberlegtem Kaufverhalten verleiten kann.
4. Analyse einer Werbung: Führt in die methodische Herangehensweise der Werbeanalyse nach dem Modell von Nina Janich ein.
4.1 Das Janich- Modell: Erklärt die drei Analysestufen (textexterne Faktoren, Struktur/Form, Inhalt/Bedeutung) und die drei Synthesestufen des Modells.
4.2 Beispiel: Wendet das theoretische Modell anhand einer konkreten Uhrenwerbung praktisch an und interpretiert die Werbebotschaft.
5. Schlussbetrachtung: Führt zusammen, dass die Werbesprache durch ihre gestalterischen Mittel essenziell ist, um Produkte anschaulich und einprägsam zu vermitteln.
Schlüsselwörter
Werbesprache, Werbestrategie, Konsumverhalten, Markenbildung, Janich-Modell, Rhetorische Mittel, Werbeanalyse, Kaufwunsch, Zielgruppe, Schein-Objektivität, Kommunikationsmittel, Werbebotschaft, Marketing, Konsumentenpsychologie, Werbepsychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung von Werbesprache und den verschiedenen Strategien, die Produzenten nutzen, um Kunden aufmerksam zu machen und zum Kauf zu bewegen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der sprachlichen Gestaltung, dem gezielten Einsatz von Stilmitteln sowie den psychologischen Mechanismen, die hinter der Werbewirkung und dem Konsumverhalten stehen.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Werbung aufgebaut ist, welche Rolle die Sprache spielt und wie man Werbeanzeigen mittels eines wissenschaftlichen Modells analysieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wird das Modell von Nina Janich verwendet, das aus mehreren Analyse- und Synthesestufen besteht, um Werbung strukturiert in ihre Einzelteile zu zerlegen und zu interpretieren.
Was umfasst der Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Werbesprache, die Analyse von Werbestrategien und eine detaillierte praktische Anwendung des Janich-Modells an einem Uhren-Werbebeispiel.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Werbesprache, Konsumverhalten, Werbestrategie, Zielgruppenansprache und die methodische Analyse der Struktur und des Inhalts von Anzeigen.
Wie unterscheidet sich "problematischer Konsum" von "gelungenem Konsum"?
Laut Text handelt es sich um problematischen Konsum, wenn man unüberlegt handelt oder den Konsum zur Problembewältigung nutzt, während gelungener Konsum die gezielte Erfüllung von Wünschen oder die Beschaffung notwendiger Dinge beschreibt.
Warum wird im Beispiel der Uhrenwerbung auf Fließtext verzichtet?
Die Analyse zeigt, dass die knappe Form der Kommunikation gezielt gewählt wurde, um der von Männern bevorzugten, direkten Art der Informationsaufnahme zu entsprechen.
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- Natalie Köcher (Author), 2016, Werbesprache in Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/453176