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The Little Ice Age. Illusion oder Wirklichkeit?

Textanalyse "The Waning of the Little Ice Age" von Kelly und Ó Gráda

Titel: The Little Ice Age. Illusion oder Wirklichkeit?

Essay , 2015 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nadine Bliedung (Autor:in)

Umweltwissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Als kritische Antwort hinterfragen Büntgen und Hellmann in ihrem Aufsatz „The Little Ice Age in Scientific Perspective: Cold Spells and Caveats“ die von Kelly und Ó Gráda aufgestellte Hypothese, dass es keine statistischen Indizien und paläoklimatischen Signale für eine Kleine Eiszeit gibt und belegen dies anhand statistischer Daten von Temperaturabfällen zwischen 1350-1900.
Bei der Analyse der Texte soll insbesondere auf die Kritikpunkte von Büntgen und Hellmann am Text von Kelly und Ó Gráda eingegangen werden. Die eigene Argumentation von Büntgen und Hellmann der klimatologischen Daten, die für eine Kleine Eiszeit stehen, werden dabei nur am Rande behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Textanalyse - „The Waning of the Little Ice Age” von Kelly und Ó Gráda

Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Ziel dieses Essays ist die kritische Gegenüberstellung zweier wissenschaftlicher Aufsätze, die sich mit der Existenzberechtigung des Konzepts der "Kleinen Eiszeit" auseinandersetzen, um die methodischen und empirischen Argumente beider Parteien zu beleuchten.

  • Historische und klimatologische Definition der Kleinen Eiszeit (LIA)
  • Statistische Kritik an Klimazeitreihen und dem Slutsky-Effekt
  • Interdisziplinäre Bewertung historischer Klimazeugen (Weinbau, Gletscherexpansion, Frost Fairs)
  • Diskussion über die Validität von Datengrundlagen und Archiven
  • Methodische Differenzierung zwischen Wetterphänomenen und Klimatrends

Auszug aus dem Buch

Textanalyse „The Waning of the Little Ice Age” von Kelly und Ó Gráda

Die Autoren Morgan Kelly und Cormac Ó Gráda kritisieren in ihrem Text „The Waning of the Little Ice Age: Climate Change in Early Modern Europe“, dass es aus statistischer Sicht keine gesicherten Beweise für eine LIA gibt. Laut ihrer Analysen gibt es keine statistischen Anhaltspunkte für Autokorrelation, Trends oder strukturelle Umbrüche in der Durchschnittstemperatur, die eine LIA rechtfertigen würden. Weiterhin führen sie aus, dass Temperaturrekonstruktionen in Europa und der nördlichen Hemisphäre keine Temperaturabfälle zeigen (vgl. Kelly 2014: 303).

Dagegen argumentieren Büntgen und Hellmann zunächst, dass die Kleine Eiszeit in der wissenschaftlichen Diskussion nie als Periode beschrieben wird, die von strukturellen Umbrüchen, Trends und Zyklen der Durchschnittstemperatur beschrieben wird (vgl. Büntgen 2014: 355). Weiterhin weisen sie darauf hin, dass Kelly und Ó Gráda eine große Quantität an Daten ignorieren, die bei der Interpretation der Kleinen Eiszeit berücksichtigt werden muss. Aus diesen Messwerten lassen sich ebenfalls Temperaturabfälle in Regionen der nördlichen Hemisphäre sowie in Europa ermitteln (vgl. ebd.: 356).

Sie stellen daher die Frage, wie es in der Vergangenheit dazu kommen konnte, dass KlimatologInnen das Auftreten einer Kleinen Eiszeit in Europa feststellten. Die Autoren beantworten die Frage damit, dass die Kleine Eiszeit ein Phänomen ist, welches durch einen statistischen Effekt hervorgerufen wird. Dieser sogenannte Slutsky Effekt entsteht dadurch, dass in der klimatologischen Praxis die Wetterdaten zunächst geglättet werden und ein gleitender Durchschnitt gebildet wird. Diese Glättung führt zur Entstehung von Oszillationen, die in den Ursprungsdaten eigentlich nicht vorhanden sind. Bei Auswertung der Klimadaten werden somit Schwankungen und Extremwerte analysiert, die in den Ursprungsdaten auf den ersten Blick nicht erkennbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Konzept der Kleinen Eiszeit und Vorstellung der zwei gegensätzlichen Aufsätze von Kelly/Ó Gráda sowie Büntgen/Hellmann.

Textanalyse - „The Waning of the Little Ice Age” von Kelly und Ó Gráda: Detaillierte Gegenüberstellung der statistischen Kritik von Kelly/Ó Gráda und der fachwissenschaftlichen Erwiderung von Büntgen/Hellmann anhand von verschiedenen historischen Beispielen.

Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Debatte mit dem Ergebnis, dass die methodische Kritik zwar berechtigt ist, aber die Argumentation beider Seiten durch selektive Datenwahl bzw. mangelnde Analyse historischer Beispiele Lücken aufweist.

Schlüsselwörter

Kleine Eiszeit, LIA, Klimageschichte, Kelly und Ó Gráda, Büntgen und Hellmann, Klimatologie, Slutsky-Effekt, Gletscherforschung, Dendrologie, Wetter, Klima, statistische Analyse, historische Klimatologie, Temperaturrekonstruktion, Europa.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Debatte um die Existenz der "Kleinen Eiszeit" anhand von zwei gegensätzlichen Fachartikeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Es geht um die Validität klimahistorischer Daten, statistische Verfahren zur Glättung von Zeitreihen und die Deutung historischer Ereignisse als Klimazeugen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Kritikpunkte von Büntgen und Hellmann am Aufsatz von Kelly und Ó Gráda aufzuarbeiten und die Plausibilität der Argumente zur "Kleinen Eiszeit" zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der vergleichenden Textanalyse, um wissenschaftliche Argumentationsmuster zu identifizieren und gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die statistische Methodik, die Unterscheidung von Wetter und Klima sowie spezifische Fallbeispiele wie den Weinanbau oder Gletscherexpansionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kleine Eiszeit, LIA, statistische Evidenz, Zeitreihenanalyse und Klimavariabilität.

Was besagt der sogenannte "Slutsky-Effekt" im Kontext der Arbeit?

Er beschreibt das statistische Phänomen, dass durch Glättung von Wetterdaten künstliche Trends oder Oszillationen entstehen können, die in den Rohdaten nicht vorhanden sind.

Warum wird das Beispiel der Wikinger in Grönland kritisch diskutiert?

Weil Kelly und Ó Gráda den Untergang eher demografisch und ökonomisch erklären, statt ihn als alleinige Folge eines klimatischen Temperaturabfalls zu werten.

Welche Rolle spielt die Dendrologie laut Büntgen und Hellmann?

Sie wird als essenzielle wissenschaftliche Disziplin hervorgehoben, die in der Argumentation von Kelly und Ó Gráda zur Widerlegung der Kleinen Eiszeit vernachlässigt wurde.

Zu welchem Ergebnis kommt die Verfasserin im Fazit?

Sie stellt fest, dass beide Seiten ihre Argumentation nur teilweise belegen können und dass eine genauere Untersuchung von Archiven und Daten für eine abschließende Klärung notwendig ist.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
The Little Ice Age. Illusion oder Wirklichkeit?
Untertitel
Textanalyse "The Waning of the Little Ice Age" von Kelly und Ó Gráda
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,0
Autor
Nadine Bliedung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V452952
ISBN (eBook)
9783668851146
ISBN (Buch)
9783668851153
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Klima Geschichte Klimageschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Bliedung (Autor:in), 2015, The Little Ice Age. Illusion oder Wirklichkeit?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452952
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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