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Die Entwicklung Heinrich Bölls zu einer "Person der Öffentlichkeit"

Nachvollzogen anhand von Interviews und Gesprächen (1960 – 1975)

Titel: Die Entwicklung Heinrich Bölls zu einer "Person der Öffentlichkeit"

Hausarbeit , 2016 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.A. Jana Katczynski (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Heinrich Bölls Grundprinzip bei seinem schriftstellerischen Tun bestand in der Zeitgenossenschaft. Christlich-katholisch erzogen sah er sich selbst nicht als Einzelnen, sondern als Teil einer Gemeinschaft. Er betrachtete sich ebenso als Intellektuellen wie als Schriftsteller, dessen gesellschaftspolitische Meinung nicht bloß auf literarischem Wege Gehör finden sollte. Trotz eines ambivalenten Verhältnisses zu den Massenmedien, wusste er sich anzupassen und diese für seine Zwecke zu gebrauchen; er gewann zunehmend an öffentlichem Interesse, wurde zu einer „Person der Öffentlichkeit“. Anders als andere Schriftsteller, wie etwa Günter Grass, welcher sich von Anfang an öffentlich inszenierte, zahlreiche Fernsehinterviews gab oder 33 Interviews gar selbst veröffentlichte, war Böll hier zunächst (und im Vergleich zu Grass bis zuletzt) zurückhaltender. Die Zahl seiner Interviews/Gespräche stieg jedoch in den 70er Jahren rapide an.
In der vorliegenden Arbeit soll nun diese Entwicklung Bölls zu einer „Person der Öffentlichkeit“ anhand von Interviews und Gesprächen der Jahre 1960 - 1975 veranschaulicht werden. Hierfür wird zunächst der Begriff der „Öffentlichkeit“ anhand von Jürgen Habermas Standardwerk „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ näher erläutert. Nach einem einleitenden Abschnitt über Böll und sein ambivalentes Verhältnis zu den Massenmedien, sollen in Bezug auf die Kölner Ausgabe der “Heinrich Böll Werke“ Interviews und Gespräche aus der genannten Zeitspanne analysiert werden. Hierbei soll u.a. herausgestellt werden, wie Böll die politische Meinungsäußerung des Schriftstellers allgemein bzw. auf sich selbst bezogen auffasst, zu welchen politischen und gesellschaftlichen Themen er sich äußert bzw. nicht äußern will, ob der Anstoß dabei von ihm selbst oder von seinem Gegenüber ausgeht als auch, wie sich sein Verhältnis zu den Massenmedien gestaltet und welche Konsequenzen sich hieraus ergeben. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Fazit zusammenfassend dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Habermas: „Strukturwandel der Öffentlichkeit“

2. Bölls Entwicklung zu einer „Person der Öffentlichkeit“

2.1 Interviews/Gespräche der Jahre 1960 – 1969

2.2 Interviews/Gespräche der Jahre 1970 – 1975

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Transformation Heinrich Bölls von einem eher zurückhaltenden Schriftsteller zu einer prägenden „Person der Öffentlichkeit“ im Zeitraum von 1960 bis 1975. Ziel ist es, diese Entwicklung durch eine Analyse ausgewählter Interviews und Gespräche nachzuvollziehen und dabei Bölls ambivalentes Verhältnis zu den Massenmedien sowie sein gesellschaftspolitisches Engagement unter Rückgriff auf Jürgen Habermas’ Theorie zum Strukturwandel der Öffentlichkeit zu beleuchten.

  • Analyse der publizistischen Entwicklung Bölls zwischen 1960 und 1975
  • Untersuchung des ambivalenten Verhältnisses zwischen Intellektuellen und Massenmedien
  • Theoretische Einordnung durch Jürgen Habermas „Strukturwandel der Öffentlichkeit“
  • Hinterfragung der Rolle Bölls als „moralische Instanz“ oder „Gewissen der Nation“
  • Kritische Auseinandersetzung mit der medialen Praxis und dem Begriff der „Demagogie der Presse“

Auszug aus dem Buch

2. Bölls Entwicklung zu einer Person der Öffentlichkeit

Heinrich Böll hat sich selbst stets nicht bloß in der Rolle des Schriftstellers, sondern ebenso in der des Intellektuellen gesehen, welcher in der Lage war, sich zu gesellschaftspolitischen Themen zu äußern, und davon Gebrauch machte. Durch die Ereignisse der NS-Herrschaft geprägt und „aufgerüttelt“, wurde „Zeitgenossenschaft“ zum Grundprinzip für Bölls publizistisches Werk. Er fühlte sich an seine Zeit und die Gesellschaft gebunden, sah sich nie als Einzelnen.

Auch wenn er in seinem Schreiben nach eigenen Aussagen primär den Wunsch hegte, sich auszudrücken, und sich dagegen aussprach, sein Werk ausschließlich als Gesellschaftskritik zu lesen, wurde die Zeitgeschichte doch stets zu „Folie und Material[…]“ seines Erzählens (siehe Eingangszitat). Seine Werke „Ansichten eines Clowns“ und „Gruppenbild mit Dame“ spielen gar in ihrer jeweiligen Zeit selbst. Bölls Ansicht nach könnten Schriftsteller allein durch das Schreiben die Welt verändern. Er erkannte die Möglichkeit im Poetischen. Nach ihm nehme die poetische Sprache der routinepolitischen die Eindeutigkeit, allein durch die Zurschaustellung einer Vielzahl von Deutungsmöglichkeiten, welche eine solche in Hinblick auf Sprache nicht mehr zuließe. Sie trage somit zu Widerspruch und einer eigenen Meinungsbildung bei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der gesellschaftspolitischen Rolle Bölls und Vorstellung der methodischen Herangehensweise anhand von Interviews.

1. Habermas: „Strukturwandel der Öffentlichkeit“: Darstellung und Analyse des theoretischen Konzepts der bürgerlichen Öffentlichkeit und deren Transformation durch Massenmedien.

2. Bölls Entwicklung zu einer „Person der Öffentlichkeit“: Untersuchung der persönlichen Motivation und des Medienumgangs Bölls vor dem Hintergrund seiner Rolle als Intellektueller.

2.1 Interviews/Gespräche der Jahre 1960 – 1969: Analyse der frühen Interviews, in denen sich Bölls kritisches, aber noch distanziertes Verhältnis zu Politik und Medien zeigt.

2.2 Interviews/Gespräche der Jahre 1970 – 1975: Betrachtung des deutlichen Anstiegs der Medienpräsenz Bölls und seiner aktiven Auseinandersetzung mit medialer Macht und gesellschaftlicher Kritik.

Fazit: Zusammenfassung der Entwicklung Bölls als Person der Öffentlichkeit und Reflexion seiner Medienkompetenz und gesellschaftlichen Wirkung.

Schlüsselwörter

Heinrich Böll, Öffentlichkeit, Massenmedien, Intellektueller, Zeitgenossenschaft, Jürgen Habermas, Interviewanalyse, Politische Meinungsäußerung, Gesellschaftskritik, Moralische Instanz, Medienmacht, Literaturwissenschaft, Nachkriegsliteratur, Demagogie der Presse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Schriftstellers Heinrich Böll hin zu einer öffentlichen Figur und wie er im Zeitraum von 1960 bis 1975 mit den Massenmedien interagierte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Schreiben und politischem Engagement, die Macht der Medien, der Begriff der „Öffentlichkeit“ sowie die öffentliche Wahrnehmung Bölls.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Böll seinen Status und seine mediale Bekanntheit gezielt nutzte, um gesellschaftspolitische Missstände zu kritisieren, ohne dabei sein Selbstverständnis als Schriftsteller aufzugeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse von Interviews und Gesprächen, gerahmt durch die theoretischen Ausführungen von Jürgen Habermas.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert chronologisch die Interviews der 60er und 70er Jahre, Bölls Reaktion auf mediale Angriffe und seine Rolle als Vorsitzender des P.E.N.-Clubs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Öffentlichkeit, Massenmedien, Bölls politisches Engagement, Intellektuellenrolle und Medienkompetenz.

Inwiefern beeinflusste das Werk von Habermas diese Arbeit?

Habermas liefert den theoretischen Rahmen, um den Wandel der Öffentlichkeit und die manipulative Kraft der Massenmedien, gegen die Böll argumentierte, wissenschaftlich einzuordnen.

Warum wird Böll als „Gewissen der Nation“ bezeichnet?

Diese Zuschreibung resultiert aus seiner zunehmenden politischen Einmischung, insbesondere in den 70er Jahren, bei der er sich zu kontroversen Themen äußerte, obwohl er diese Etikettierung selbst ablehnte.

Wie veränderte sich Bölls Einstellung zu den Medien über die Jahrzehnte?

Während Böll anfangs eine eher distanzierte und teils ablehnende Haltung gegenüber Medien als „Schnüffelei“ wahrte, entwickelte er in den 70er Jahren eine hohe Medienkompetenz, um die Reichweite für seine politischen Ziele zu nutzen.

Was kritisiert Böll an der „Demagogie der Presse“?

Er kritisiert die manipulative Tendenz der Presse, insbesondere Boulevardmedien, die durch Schlagzeilen und Vorverurteilungen ohne Faktengrundlage Menschen diffamieren und die Demokratie untergraben.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Entwicklung Heinrich Bölls zu einer "Person der Öffentlichkeit"
Untertitel
Nachvollzogen anhand von Interviews und Gesprächen (1960 – 1975)
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
“Gespräche”. Interviewgespräch Medienveröffentlichung
Note
1,0
Autor
B.A. Jana Katczynski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
25
Katalognummer
V452632
ISBN (eBook)
9783668850965
ISBN (Buch)
9783668850972
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heinrich Böll Interview Öffentlichkeit Habermas
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Jana Katczynski (Autor:in), 2016, Die Entwicklung Heinrich Bölls zu einer "Person der Öffentlichkeit", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452632
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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