Klassische Materialwirtschaft findet man in vielen Unternehmen, ihre Aufgaben reichen vom Beschaffungsmarketing über die Beschaffung und Disposition bis hin zur Lagerung und Entsorgung der benötigten Güter. Sie umfasst somit die Gesamtheit aller material- und informationsbezogenen Funktionen, sowie die Planung und Steuerung der damit einhergehenden Prozesse.
Die Logistik hingegen umfasst alle Maßnahmen zu einem optimalen Fluss aller Materialien, Werte und Informationen innerhalb des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses. Sie ist ein Teilsystem der integrierten Marktwirtschaft.
Global Sourcing ist eine Strategie zur globalen Materialbeschaffung von Unternehmen. Dabei erfolgt die Produktion national und die Beschaffung der dazu nötigen Materialien international. Es geht konkret also um weltweites strategisches Beschaffungsmarketing, zur Ausnutzung globaler Wettbewerbsvorteile. Diese Strategie wird meist von multinationalen Unternehmen genutzt, damit sind Unternehmen gemeint, die direkt in mindestens einem fremden Land produzieren oder investieren und dort transnational juristisch selbstständige Unternehmen bzw. Subunternehmen beherrscht.
Es ist möglich, Produktionsprozesse nach Mengenleistungen zu typisieren und zu systematisieren. Dabei unterscheidet man zunächst zwischen der Einzelfertigung und der Massenfertigung als Extremformen, sowie den Zwischenformen die nicht in die Extreme gehen. Zu den Zwischenformen gehören die Sorten-, die Serien- und die Chargenfertigung. Die Differenzen, unterschiedlichen Eigenschaften, sowie die Vor- und Nachteile der verschiedenen Leistungstypen werden im Folgenden vorgestellt und genauer auf ihre Flexibilität und Kosten untersucht.
Das TPS ist ein System, dass sich auf jeden Bereich eines Unternehmens auswirkt und eine gemeinsame Basis an Werten, Wissen und Verfahren beinhaltet. Es soll möglichst jeden einzelnen Mitarbeiter in die Lage versetzen die Qualität des Endproduktes, durch die Ständige Verbesserung der Produktionsprozesse und der Vermeidung jeglicher Ressourcenverschwendung zu optimieren.
Inhaltsverzeichnis
2. Materialwirtschaft und Logistik – Aufgabe A 1
2.1 Ziele der Materialwirtschaft und Logistik
2.2 Mögliche Zielkonflikte durch Materialwirtschaft
2.3 Ansätze zur Lösung materialwirtschaftlicher Konflikte
2.4 Bestellzeitpunktverfahren
2.5 Die ABC-Analyse
3. Global Sourcing – Aufgabe A 2
3.1 Ziele von Global Sourcing
3.2 Möglichkeiten zur Umsetzung einer Global Sourcing-Strategie
3.3 Global Sourcing in der Automobilindustrie
4. Die Leistungstypen der Produktion – Aufgabe A 3
4.1 Einzelfertigung
4.2 Massenfertigung
4.3 Sortenfertigung
4.4 Serienfertigung
4.5 Chargenfertigung
5. Das Toyota Produktionssystem – Aufgabe A 4
5.1 „Just in Time“
5.2 „Jidoka“
5.3 „Kaizen“
5.4 Bedeutung des TPS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit grundlegenden Konzepten der betrieblichen Wertschöpfung auseinander. Ziel ist es, Methoden der Materialwirtschaft, Strategien des Global Sourcing, verschiedene Produktionstypen sowie das Toyota Produktionssystem theoretisch darzulegen und deren Anwendung in der Praxis zu erläutern.
- Grundlagen und Zielkonflikte der Materialwirtschaft sowie deren Lösung
- Strategische Aspekte und Portfolio-Ansätze des Global Sourcing
- Typisierung von Produktionsprozessen nach Mengenleistungen
- Elemente und Unternehmensphilosophie des Toyota Produktionssystems
- Qualitätsmanagement und Effizienzsteigerung in der Fertigung
Auszug aus dem Buch
3.2 Möglichkeiten zur Umsetzung einer Global Sourcing-Strategie
Um eine Global Sourcing-Strategie in einem Unternehmen zu integrieren bzw. umzusetzen, ist es nach Wildemann zunächst einmal nötig sich die in der untenstehenden Abbildung visualisierten Fragen zu stellen, diese Fragen liefern die Informationsbasis, aus der dann eine Strategie abgeleitet werden kann:
Im Anschluss empfiehlt er die Anfertigung, eines Beschaffungsgüter-Portfolio, dass die Eignung der benötigten Beschaffungsobjekte bewerten soll, im Hinblick auf die durch Global Sourcing beeinflussbaren Beschaffungsobjektkosten, sowie auf das Versorgungsrisiko was man dadurch eventuell in Kauf nehmen muss.
Zu analysierende Kriterien für die Beschaffungsobjektkosten, sind neben den zu zahlenden Lohnkosten beispielsweise Kosten für Rohstoffe, Energiekosten, bestehende Fertigungskosten, sowie Transport- und Verpackungskosten.
Mögliche Kriterien für die Bewertung des Versorgungsrisikos, sind z.B. bestehende Schutzrechte, Zeiten zur Wiederbeschaffung oder die logistische Komplexität. Innerhalb des Portfolios werden die Materialien bzw. Beschaffungsobjekte in vier „Eignungsbereiche“ getrennt. Es wird differenziert in Standardmaterial, Unattraktives Material, Risikomaterial und Hebelmaterial. Das Hebelmaterial ist das Material, dass am besten und ohne Einschränkungen für Global Sourcing geeignet ist, während die anderen Materialklassen zwar auch geeignet sind, diese jedoch diverse Hemmnisse oder Nachteile mit sich bringen.
Zusammenfassung der Kapitel
2. Materialwirtschaft und Logistik – Aufgabe A 1: Dieses Kapitel definiert die Aufgaben von Materialwirtschaft und Logistik und thematisiert Zielsetzungen wie Kostenminimierung sowie die Problematik von Zielkonflikten in der Beschaffung.
3. Global Sourcing – Aufgabe A 2: Hier wird die globale Strategie der Materialbeschaffung beleuchtet, inklusive der Zielsetzungen und methodischer Vorgehensweisen wie der Erstellung von Portfolios.
4. Die Leistungstypen der Produktion – Aufgabe A 3: Dieser Abschnitt klassifiziert Produktionsprozesse anhand ihrer Mengenleistung, von der Einzelfertigung bis zur Massenfertigung, und analysiert deren Flexibilität und Kosten.
5. Das Toyota Produktionssystem – Aufgabe A 4: Das Kapitel erläutert die Grundpfeiler des TPS, insbesondere Just-in-Time, Jidoka und Kaizen, als integrale Bestandteile zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung.
Schlüsselwörter
Materialwirtschaft, Logistik, Beschaffung, Global Sourcing, Produktionsmanagement, Einzelfertigung, Massenfertigung, Toyota Produktionssystem, Just-in-Time, Jidoka, Kaizen, Effizienz, Kostenminimierung, Qualitätsmanagement, Wertschöpfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Modulen der betrieblichen Wertschöpfung, von der strategischen Beschaffung bis hin zu spezifischen Fertigungssystemen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Materialwirtschaft, globalen Beschaffungsstrategien, der Differenzierung von Produktionstypen sowie den Prinzipien des Toyota Produktionssystems.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung und praxisnahe Erläuterung betriebswirtschaftlicher Konzepte zur Optimierung der Wertschöpfungskette.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis relevanter Fachliteratur und unter Anwendung strategischer Portfolio-Analysen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in vier Aufgaben, die nacheinander die Materialwirtschaft, das Global Sourcing, Produktionstypen und die Methoden des TPS detailliert analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wertschöpfung, Global Sourcing, Materialwirtschaft, Produktionstypen und das Toyota Produktionssystem.
Wie unterscheidet sich die Einzelfertigung von der Massenfertigung?
Die Einzelfertigung ist durch hohe Individualisierung und Flexibilität bei hohen Kosten gekennzeichnet, während die Massenfertigung auf Standardisierung, geringe Stückkosten und Automatisierung setzt.
Welche Rolle spielen die "5 S" innerhalb des Toyota Produktionssystems?
Die "5 S" dienen als unternehmensweite Grundsätze, um Disziplin, Ordnung und Effizienz zu etablieren und eine Atmosphäre des Stolzes bei den Mitarbeitern zu fördern.
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- Pedro Versteegen (Author), 2018, Betriebliche Wertschöpfung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452495