Anhand dieser wissenschaftlichen Arbeit möchte ich die aktuell, für Europa und Deutschland, relevanten Freihandelsabkommen näher betrachten und dabei besonders auf das für uns als Europäer und Deutsche interessante Transatlantische Freihandelsabkommen eingehen. Diese Arbeit soll nicht als Medium der Kritik an jedwedem Abkommen dienen, sondern neutral die mögliche Bedeutung des Transatlantischen Abkommens für die wirtschaftliche Zukunft in Europa und speziell für Deutschland klarstellen.
Struktur der Arbeit
1 Einleitung
2 Allgemeines zu Freihandelsabkommen
2.1 Bilateralismus, Multilateralismus
2.2 World Trade Organisation
2.3 Regionale Freihandelsabkommen
2.3.1 TPP
3 TTIP
3.1 Was ist TTIP?
3.1.1 Marktzugang
3.1.2 Regulierung und nichttarifäre Handelshemmnisse
3.1.3 Regeln
3.2 Prognosen gesamtwirtschaftlicher Folgen von TTIP
3.2.1 Studie des CEPR
3.2.2 Studie des ifo Institut
3.3 Mögliche Schwächen des TTIP
3.3.1 Mangelnde Transparenz
3.3.2 Kulturelle Vielfalt und öffentliche Dienstleistungen
3.3.3 Agrarwirtschaft
3.3.4 Investor-Staat Klagemöglichkeiten und Klimaschutz
3.4 Einschätzung einer tatsächlichen Umsetzung von TTIP
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert neutral die Bedeutung der geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) für die wirtschaftliche Zukunft Europas und insbesondere Deutschlands, unter Berücksichtigung von Chancen, Risiken und der öffentlichen Kontroverse.
- Grundlagen von Freihandelsabkommen und internationalen Handelsstrukturen
- Detaillierte Analyse der Zielsetzungen und Verhandlungsbereiche von TTIP
- Vergleichende Darstellung wirtschaftlicher Prognosestudien (CEPR vs. ifo Institut)
- Kritische Untersuchung von Schwachstellen (Transparenz, Umweltschutz, Investitionsschutz)
- Bewertung der Ratifizierungsmöglichkeiten und des Implementierungsprozesses
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Regulierung und nicht-tarifäre Handelshemmnisse.
Nichttarifäre Handelshemmnisse sind im weitesten Sinne alle Maßnahmen „ die den Handel in irgendeiner Weise behindern, aber keine Tarife sind. Der Handel zwischen Staaten wird durch nichttarifäre Handelshemmnisse also faktisch teurer oder teilweise ganz verhindert“. Diese so genannten Handelshemmnisse sollen durch die gegenseitige Harmonisierung und Anerkennung von Normen und Standards gesenkt werden. Von diesen Angleichungen bleiben sowohl die Bereiche Umwelt-, Arbeits- und Verbraucherschutz, der Gesundheitssektor, der Sicherheitssektor und die Kulturelle Vielfalt unberührt. Je nach Bedarf sollen die verschiedenen Bereiche der Waren und Dienstleistungsbranche unterschiedlich tief reguliert werden. Um den größtmöglichen ökonomischen Nutzen zu erzielen sollen alle Normen und Standards in periodischen Abständen auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Der Fokus des Abbaus von Handelshemmnissen liegt in TTIP deutlich in den Bereichen Gesundheitsschutz, Pflanzenschutz und dem Enthemmen technischer Barrieren. Das Ziel dieses ganzen Kapitels ist es die wirtschaftlichen Kosten beim Markteintritt so zu senken, dass besonders Klein- und Mittelständische Unternehmen einen leichteren Eintritt in ausländische Märkte vorweisen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen wirtschaftlichen Zusammenhänge ein und legt das Ziel fest, neutral die Bedeutung von TTIP für Europa und Deutschland zu untersuchen.
2 Allgemeines zu Freihandelsabkommen: Dieses Kapitel definiert Freihandelsabkommen, erläutert die Unterschiede zwischen Bilateralismus und Multilateralismus und stellt die Rolle der WTO sowie regionaler Abkommen wie TPP dar.
3 TTIP: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Inhalte, ökonomische Prognosen, die Kritik an dem Abkommen sowie Einschätzungen zur möglichen Umsetzung des TTIP-Abkommens.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen, betont die Ambivalenz des Vorhabens und unterstreicht die Notwendigkeit von Transparenz und Dialog für eine erfolgreiche Umsetzung.
Schlüsselwörter
TTIP, Freihandelsabkommen, Globalisierung, Wirtschaftswachstum, Handelshemmnisse, WTO, TPP, Investitionsschutz, Marktzugang, Arbeitsteilung, Außenhandel, Transparenz, Harmonisierung, Industriepolitik, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Chancen und Risiken des geplanten Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommens (TTIP).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen internationale Handelsstrukturen, die konkreten Verhandlungsinhalte von TTIP, wirtschaftliche Prognosen verschiedener Institute sowie die öffentliche Kritik an dem Abkommen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von TTIP für die wirtschaftliche Zukunft Europas und Deutschlands neutral und fundiert klarzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine Literaturanalyse, um bestehende wirtschaftswissenschaftliche Studien (u.a. CEPR, ifo Institut) und politische Rahmenbedingungen zusammenzuführend zu bewerten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von TTIP, die Analyse der Marktzugangsregeln, die Auswertung von ökonomischen Prognosen sowie die kritische Betrachtung von Schwachstellen wie Transparenz und Schiedsverfahren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind TTIP, Freihandelsabkommen, Globalisierung, Handelspolitik, Marktzugang, Investitionsschutz und wirtschaftliche Effekte.
Wie unterscheidet sich die CEPR-Studie von der ifo-Institut-Studie?
Die CEPR-Studie nutzt das CGE-Modell, während das ifo-Institut auf Basis der erneuerten empirischen Außenhandelstheorie arbeitet und auch den Arbeitsmarkt mit Sucharbeitslosigkeit berücksichtigt.
Welche Bedenken werden bezüglich der Schiedsverfahren geäußert?
Kritisiert wird, dass zusätzliche Schiedsgerichte neben existierenden nationalen Rechtssystemen existieren und die Verhandlungen meist hinter verschlossenen Türen stattfinden, was das Vertrauen der Öffentlichkeit mindert.
- Arbeit zitieren
- Michael Nebollieff (Autor:in), 2016, Freihandelsabkommen im Globalen Markt. Chancen und Risiken der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/452190