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Anselmus' Weg nach Atlantis: Schrift und Natur in E.T.A. Hoffmanns "Der goldne Topf"

Titel: Anselmus' Weg nach Atlantis: Schrift und Natur in E.T.A. Hoffmanns "Der goldne Topf"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Eleni Stefanidou (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll aufzeigen, wie Hoffmann gemäß der romantischen Naturphilosophie und der Auffassung über die Entstehung der Welt und der Sprache die Rückkehr zu einem paradiesischen Zustand dank der Poesie darstellt. Dies gelingt im Goldnen Topf durch die Verbindung zweier wichtiger Motive, dem Schreiberdienst- und dem Gartenmotiv, welches den Raum mit der Handlung verbindet. Der Schreiberdienst als vorantreibendes Handlungselement findet in einer gartenähnlichen Umgebung statt, so daß die wiederzuentdeckende Einheit von Schrift und Natur bereits im Text realisiert ist. Diese Motive sollen an Hand der Hauptfigur Anselmus, deren Wendepunkte in ihrem Schicksal zum einen durch den Schreiberdienst bestimmt sind und zum anderen sich in Gärten abspielen, analysiert werden. Die Darstellung der Gärten im Text hängt zudem von Anselmus’ Wahrnehmung ab, die sich je nach Einflußnahme der phantastischen Kräfte oder der ihnen entgegengesetzten wandelt. Eine Untersuchung des Dualismus zwischen phantastischer und bürgerlicher Welt ist daher ebenfalls angebracht, zumal dieser zusätzlich durch die Struktur des Textes mit dem Schreiberdienstmotiv verbunden ist.

Wie Hoffmann das Gedankengut der romantischen Naturphilosophie im Text verarbeitet und aus welchen Quellen es stammt, soll im Vorfeld an Hand der Darstellung des phantastischen Reichs Atlantis geklärt werden. Es ist das Ziel, auf das Anselmus Tätigkeit ausgerichtet ist, weshalb zunächst beleuchtet wird, warum es als so erstrebenswert gilt. Hoffmanns Quellen waren Werke von Schelling und Schubert, durch deren Verarbeitung im Atlantis-Mythos dessen Funktion als Paradiesvorstellung besonders betont wurde. Des weiteren soll untersucht werden, wie der Mythos in die Handlung eingebettet ist und diese motiviert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Atlantis-Mythos

2.1 Hoffmanns Quellen

2.2 Handlungsmotivation durch den Atlantis-Mythos

3. Anselmus’ Weg nach Atlantis

3.1 Dualismus zwischen bürgerlicher und phantastischer Welt

3.2 Dualismus und Handlungsverlauf in der Textstruktur

3.3 Das Schreiben in den Gärten

3.3.1 Anselmus’ Vorbereitung

3.3.2 Anselmus’ Entwicklung zum Dichter

3.3.3 Krise und Erlösung

4. Schluß

5. Bibliographie

5.1 Primärliteratur

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie E.T.A. Hoffmann in seinem Werk „Der goldne Topf“ die romantische Naturphilosophie verarbeitet und durch die Verbindung der Motive des Schreiberdienstes und des Gartens eine Rückkehr zu einem paradiesischen Zustand darstellt. Dabei wird analysiert, inwiefern die Hauptfigur Anselmus durch die Poesie und die Tätigkeit des Schreibens die entfremdete Sprache der Natur wiedererlernen kann, um das phantastische Reich Atlantis zu erreichen.

  • Romantische Naturphilosophie und der Atlantis-Mythos
  • Dualismus zwischen bürgerlicher Wirklichkeit und phantastischer Welt
  • Bedeutung des Schreiberdienstmotivs für die künstlerische Entwicklung
  • Gartenmotiv als Spiegel der inneren Entwicklung Anselmus’
  • Strukturanalyse des Textes im Hinblick auf den Handlungsverlauf

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Anselmus’ Vorbereitung

Anselmus’ Entwicklung zum Dichter hängt von seiner wachsenden Fähigkeit ab, die Sprache der Natur zu hören und zu verstehen. Seine Ausgangsposition ist dadurch gekennzeichnet, daß er im alltäglichen Lebensbereich auf Grund seiner Tolpatschigkeit nicht heimisch wird. Er würde gern der bürgerlichen Gesellschaft angehören und weltlichen Genüssen nachkommen, wie sein Vorhaben, den Himmelfahrtstag im Linkischen Bad zu verbringen, zeigt. Das Linkische Bad wird dabei im Text ironisch als paradiesischer Garten dargestellt, von dessen Genüssen der Student beim Hineinblicken am Eingang jedoch nur träumen darf. Die Ironie liegt darin, daß diese Genüsse in so weltlichen Dingen wie „einer halben Portion Kaffee mit Rum und einer Bouteille Doppelbier“ (H 7) bestehen und dies zugleich als „Glückseligkeit des Linkischen Paradieses“ (H 7) bezeichnet wird. Und so sehr Anselmus dieser bürgerlichen Wirklichkeit angehören will, was auch durch seinen Wunsch, Geheimer Sekretär zu werden, ausgedrückt wird, zeigt sich dennoch deutlich seine Affinität zu einem höheren Dasein.

Diese befähigt ihn nämlich, in einer phantastischen Vision unter einem Holunderbaum zum ersten Mal die Sprache der Natur zu vernehmen. Damit wird seine Entwicklung zum Dichter angestoßen. Wie wichtig dieses Ereignis für seinen Weg nach Atlantis ist, kann man an der äußerst genauen und lebhaften Beschreibung der Szenerie ablesen. Sie entspricht nicht nur einem Garten, sondern dem klassischen Locus amoenus, woran die Paradiesvorstellung besonders klar festgemacht werden kann. Die Elemente eines Locus amoenus finden sich in dem „freundliche[n] Rasenplätzchen“ (H 7) unter dem Holunderbaum, in den „goldgelben Wellen des schönen Elbstroms“ (H 7) und den „blumigen Wiesen und frisch grünenden Wälder[n]“ (H 7). Trotzdem ergeht sich der Student zunächst in einem pessimistischen Monolog über sein Ungeschick, bis schließlich die Natur zu ihm zu sprechen beginnt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Motiv des Gartens als Paradiesvorstellung und das Leitmotiv der Wiedererlangung einer ursprünglichen Einheit durch die Poesie ein.

2. Der Atlantis-Mythos: Es wird die philosophische Herkunft des Atlantis-Mythos bei Schelling und Schubert dargelegt und dessen Funktion als motivierendes Element für den Protagonisten beleuchtet.

3. Anselmus’ Weg nach Atlantis: Hier erfolgt eine detaillierte Untersuchung der gegensätzlichen Lebensbereiche, der textuellen Struktur sowie der Entwicklung des Protagonisten durch die Schreiber- und Gartenmotive.

4. Schluß: Das Fazit fasst die Bedeutung der Poesie als Medium der Harmonie zusammen und deutet Möglichkeiten für weiterführende, etwa medizinisch-psychologische Analysen an.

5. Bibliographie: Dieses Verzeichnis listet die im Rahmen der Untersuchung verwendete Primär- und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Der goldne Topf, Romantik, Naturphilosophie, Atlantis-Mythos, Anselmus, Serpentina, Schreiberdienst, Gartenmotiv, Dualismus, Poesie, Sprache der Natur, Synästhesie, Magnetismus, Paradies.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert E.T.A. Hoffmanns Märchen „Der goldne Topf“ unter dem Aspekt der romantischen Naturphilosophie und zeigt, wie die Verbindung von Natur- und Schriftmotiven den Weg des Protagonisten zur Dichterexistenz markiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von bürgerlicher und phantastischer Welt, die Rolle des Künstlers in der Romantik, die Bedeutung der Sprache als Ursprung der Schöpfung sowie das Gartenmotiv als Paradiesmetapher.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hoffmann durch eine spezifische Motivverknüpfung (Schreiberdienst und Garten) die Rückkehr zu einem paradiesischen Zustand mittels der Poesie im Text realisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die den Text strukturell untersucht und dabei philosophische sowie naturphilosophische Kontexte der Romantik zur Interpretation heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der mythologischen Hintergründe, die Untersuchung des Dualismus der Lebenswelten und eine detaillierte Betrachtung der Entwicklung Anselmus’ anhand der Etappen seiner Arbeit als Kopist.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen neben dem Werktitel insbesondere Romantik, Atlantis-Mythos, Schreiberdienst, Gartenmotiv und die durch den Magnetismus geprägte Naturphilosophie.

Welche Rolle spielt der Archivarius Lindhorst für Anselmus?

Lindhorst fungiert als Vermittler zwischen den Welten; als Vertreter des phantastischen Reichs weckt er Anselmus’ verborgene künstlerische Potenziale und führt ihn durch die Kopierarbeit an die Sprache der Natur heran.

Warum wird die Entwicklung Anselmus' auch als Krise bezeichnet?

Die Entwicklung ist durch einen ständigen Widerstreit zwischen den Anforderungen des bürgerlichen Lebens und der Anziehungskraft der poetischen Welt geprägt; der Einfluss der Hexe führt Anselmus in Momenten des Zweifels in Krisen, die er erst durch die bewusste Entscheidung für Serpentina überwinden kann.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anselmus' Weg nach Atlantis: Schrift und Natur in E.T.A. Hoffmanns "Der goldne Topf"
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Eleni Stefanidou (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
27
Katalognummer
V45217
ISBN (eBook)
9783638426558
ISBN (Buch)
9783640459506
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Anselmus Atlantis Schrift Natur Hoffmanns Topf E.T.A. goldne goldene
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eleni Stefanidou (Autor:in), 2002, Anselmus' Weg nach Atlantis: Schrift und Natur in E.T.A. Hoffmanns "Der goldne Topf", München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/45217
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Leseprobe aus  27  Seiten
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