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Das deutsche Gesundheitssystem. Ist die Bürgerversicherung im Sinne Gutmanns eine gerechte Alternative zum derzeitigen System?

Titel: Das deutsche Gesundheitssystem. Ist die Bürgerversicherung im Sinne Gutmanns eine gerechte Alternative zum derzeitigen System?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Gesundheit - Public Health

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Eine Bürgerversicherung für alle“ (SPD 2017: 40), das fordert die SPD in ihrem Regierungsprogramm von 2017. Damit ist die Debatte um eine Reform des deutschen Krankenversicherungssystems erneut entbrannt. Das derzeitige duale System bietet eine Absicherung in der gesetzlichen oder, unter bestimmten Voraussetzungen, in der privaten Krankenkasse an. Es sieht sich in den letzten Jahren mit verschiedenen Problemfeldern konfrontiert, die zu fehlender Nachhaltigkeit, unzureichendem Wettbewerb sowie unterschiedlicher Behandlung von Versicherten führen, sodass beispielsweise Porter und Guth das Gesundheitswesen als „nicht mehr zukunftsfähig“ einstufen.

Um die Leistungsfähigkeit des Systems zu erhalten, wurden in den vergangenen Jahren bereits verschiedene Gesundheitsreformen, wie beispielsweise die Einführung des Gesundheitsfonds 2009 und damit verbunden die Reform des Risikostrukturausgleichs, durchgesetzt. Trotzdem wirft sich die Frage auf, ob eine Aufrechterhaltung des zweigliedrigen Systems sinnvoll ist oder ein alternatives Konzept Abhilfe schaffen kann. Die Idee der Bürgerversicherung obliegt nicht nur, wie oben vorgestellt, der SPD und existiert bereits seit Jahren. Dass sie immer wieder Befürwortung erfährt, spricht für den Wunsch nach einem Einheitssystem in Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen

3. Das deutsche System der Krankenversicherung

3.1. Problemfelder und Herausforderungen

3.2. Beurteilung des Systems nach Gutmann

4. Die Bürgerversicherung

4.1. Definition und Zielsetzung

4.1.1. Die Bürgerversicherung im Sinne der SPD

4.1.2. Die Bürgerversicherung im Sinne des Bündnis 90 / Die Grünen

4.1.3. Die Bürgerversicherung im Sinne der Links-Partei

4.2. Beurteilung der Parteiprogramme nach Gutmann

5. Gegenüberstellung: Bürgerversicherung vs. deutsches Versicherungssystem

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Konzept der Bürgerversicherung auf Basis von Amy Gutmanns Prinzip des egalitären Zugangs zu bewerten. Dabei soll untersucht werden, ob die Bürgerversicherung eine gerechtere Alternative zum derzeitigen dualen Krankenversicherungssystem in Deutschland darstellt, wobei die Parteiprogramme von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der Linkspartei als Analyseobjekte dienen.

  • Analyse des deutschen Krankenversicherungssystems anhand normativer Bewertungskriterien.
  • Untersuchung von Amy Gutmanns "Principle of Equal Access" als Gerechtigkeitsmaßstab.
  • Vergleichende Prüfung der Bürgerversicherungskonzepte verschiedener politischer Parteien.
  • Beurteilung der sozialen Gerechtigkeit und Zugangsmöglichkeiten im Gesundheitssystem.
  • Diskussion von Handlungsfeldern wie Zwei-Klassen-Medizin, Finanzierung und Strukturproblemen.

Auszug aus dem Buch

2. Theoretischer Bezugsrahmen

Setzt man sich mit Gesundheitspolitik auseinander, sieht man sich in vielerlei Hinsicht mit der moralischen Frage, was gerecht ist, konfrontiert. Zur Beantwortung bietet Amy Gutmann das Prinzip des egalitären Zugangs, „principle of equal access“, an (1981). Sie definiert das Prinzip wie folgt:

„The principle requires that if anyone within a society has an opportunity to receive a service or good that satisfies a health need, then everyone who shares the same type and degree of health need must be given an equally effective chance of receiving that service or good“ (ebd.: 543).

Die Definition verlangt folglich eine Gleichberechtigung bezüglich der Gesundheitsversorgung für alle Bürger. Es wird deutlich, dass das Prinzip keine Bevorzugung einzelner Personen und zusätzlich keinen Ausschluss von Individuen im Allgemeinen duldet. Gutmann betont hierbei, dass das Prinzip einen Bewertungsmaßstab anbietet, jedoch nicht als Systementwurf zu verstehen ist (vgl. ebd.: 542). So gibt die Definition nicht vor, welche Gesundheitsgüter und Dienstleistungen verteilt werden sollen, sondern verlangt, dass die vorhandenen Leistungen eines Staates für alle Bürger gleichermaßen zugänglich sein müssen und die Verteilung nach Bedarf erfolgt. Ziel des Prinzips stellt somit die Etablierung eines universellen Standards für die Zugangsmöglichkeiten aller dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Debatte um das duale deutsche Krankenversicherungssystem und führt Amy Gutmanns Prinzip des egalitären Zugangs als Bewertungsrahmen ein.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel expliziert das "Prinzip des egalitären Zugangs" und leitet daraus spezifische normative Kriterien für ein gerechtes Gesundheitssystem ab.

3. Das deutsche System der Krankenversicherung: Nach einer tabellarischen Darstellung des Status Quo werden strukturelle Herausforderungen wie der demografische Wandel und die Zwei-Klassen-Medizin analysiert und anschließend nach Gutmann bewertet.

4. Die Bürgerversicherung: Hier werden die unterschiedlichen Konzepte von SPD, Grünen und Linkspartei vorgestellt und kritisch auf ihre Vereinbarkeit mit Gutmanns Anforderungen geprüft.

5. Gegenüberstellung: Bürgerversicherung vs. deutsches Versicherungssystem: Die Arbeit vergleicht das Bürgerversicherungsmodell direkt mit dem aktuellen System und evaluiert, welches System dem Ideal einer gerechten Versorgung näherkommt.

6. Ausblick: Das Fazit stellt fest, dass die Bürgerversicherung zwar Fortschritte gegenüber dem aktuellen System bietet, jedoch wesentliche Punkte wie Bürgerbeteiligung und Handelsverbote weiterhin ungelöst lässt.

Schlüsselwörter

Bürgerversicherung, Gesundheitspolitik, Amy Gutmann, egalitärer Zugang, Krankenversicherung, GKV, PKV, Solidarprinzip, Zwei-Klassen-Medizin, Gerechtigkeit, Versorgungsstruktur, Parteiprogramme, Gesundheitsreform, Bedarfsprinzip, soziale Ausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Bürgerversicherung als gerechte Alternative zum gegenwärtigen dualen Krankenversicherungssystem in Deutschland betrachtet werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Analyse der gesundheitspolitischen Gerechtigkeit, der Vergleich zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung sowie die Ausgestaltung der Bürgerversicherung in den Wahlprogrammen verschiedener Parteien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist die Ableitung normativer Bewertungskriterien aus Amy Gutmanns "Prinzip des egalitären Zugangs", um damit das deutsche Gesundheitssystem und die Konzepte der Bürgerversicherung auf ihre Gerechtigkeit hin zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es wird eine normative Analyse und ein systematischer Vergleich angewandt, bei dem theoretische Gerechtigkeitskriterien auf reale gesundheitspolitische Modelle und Parteiprogramme angewendet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Ist-Analyse des deutschen Versicherungssystems, die detaillierte Vorstellung der parteispezifischen Bürgerversicherungskonzepte sowie deren kritische Bewertung nach den aufgestellten Kriterien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "egalitärer Zugang", "Bürgerversicherung", "Solidarprinzip" und "Zwei-Klassen-Medizin" definiert.

Warum wird Amy Gutmanns Theorie als Grundlage verwendet?

Ihre Theorie des egalitären Zugangs bietet einen klaren, normativen Maßstab, um Gesundheitsleistungen als Gut zu betrachten, das unabhängig von individuellen Faktoren wie Wohlstand oder Status gerecht verteilt werden sollte.

Welche Rolle spielt die Bürgerbeteiligung bei der Bewertung nach Gutmann?

Die Bürgerbeteiligung ist ein zentraler Bestandteil für Gutmann, um eine demokratische Legitimation des Leistungsumfangs zu erreichen, was in den untersuchten Parteiprogrammen jedoch weitestgehend fehlt.

Wie unterscheiden sich die Konzepte der SPD, der Grünen und der Linkspartei?

Während alle drei Parteien eine Einheitsversicherung fordern, unterscheiden sie sich in Details, etwa im Umgang mit Bestandsverträgen von Beamten oder bei der Frage der vollständigen Auflösung privater Vollversicherungen.

Was ist das Hauptergebnis bezüglich des Handelsverbots von Gesundheitsleistungen?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass kein aktuell diskutiertes Bürgerversicherungskonzept dem von Gutmann geforderten Handelsverbot für Gesundheitsleistungen vollumfänglich entspricht.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das deutsche Gesundheitssystem. Ist die Bürgerversicherung im Sinne Gutmanns eine gerechte Alternative zum derzeitigen System?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V451357
ISBN (eBook)
9783668858909
ISBN (Buch)
9783668858916
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bürgerversicherung gesundheitswesen gesundheitspolitik versicherungssystem GKV PKV
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Das deutsche Gesundheitssystem. Ist die Bürgerversicherung im Sinne Gutmanns eine gerechte Alternative zum derzeitigen System?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/451357
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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