Im Alltag wird sich oft die Frage gestellt, wie die Karrierechancen zwischen Mann und Frau heute verteilt sind. Gibt es Unterschiede oder sind diese gleich hoch? Liegt in anderen Ländern der Frauenanteil in den Führungspositionen höher als in Deutschland?
In dieser Arbeit wird zuerst aufgezeigt, was die Statistiken im Hinblick auf Frauen in Führungspositionen weltweit und in Deutschland zeigen. Danach wird untersucht, welche Voraussetzungen die Mitarbeiter mitbringen müssen, um überhaupt Aufstiegsmöglichkeiten zu haben. In diesem Zusammenhang wird weiter ergründet, ob es charakteristische Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern geben könnte und welche Vor- oder Nachteile diese im Hinblick auf eine Führungsposition mit sich bringen würden.
Im Anschluss daran werden Barrieren und Ursachen ermittelt, falls es weniger Frauen in Führungspositionen geben sollte als Männer.
Ziel dieser Arbeit ist es darzustellen, ob eine Chancengleichheit gegeben ist oder nicht und, falls nein, welche Bedingungen herrschen müssten, um die Frauenquote in Führungspositionen weiter erhöhen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Definition Führungskraft
2.2 Definition Management
2.3 Definition Frauenquote
3 Statistiken zu Frauen in Führungspositionen
3.1 Frauenquoten im Top-Management der größten Börsenunternehmen weltweit
3.2 Frauen in Führungspositionen innerhalb Deutschlands
4 Allgemeine Karrierevoraussetzungen
5 Welche Ursachen sprechen für eine niedrige Frauenquote in Führungspositionen?
5.1 Persönliches Umfeld
5.1.1 Kinder und Familie
5.1.2 Flexibilität und Zeit
5.1.3 Alter und Einkommensverhältnisse
5.2 Aus der Sicht der Unternehmen
5.3 Öffentliche und gesellschaftliche Barrieren
6 Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Verteilung von Karrierechancen zwischen Männern und Frauen, um festzustellen, ob eine tatsächliche Chancengleichheit in Führungspositionen besteht. Dabei wird analysiert, welche Ursachen und Barrieren – sowohl auf persönlicher als auch auf unternehmerischer und gesellschaftlicher Ebene – für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungsetagen verantwortlich sind.
- Statistische Analyse der Präsenz von Frauen in Führungspositionen im nationalen und internationalen Vergleich.
- Untersuchung notwendiger persönlicher Kompetenzen und Karrierevoraussetzungen.
- Identifikation von familiären und persönlichen Herausforderungen für erwerbstätige Mütter.
- Betrachtung von Unternehmenskulturen und strukturellen Hürden bei der Karriereplanung.
- Analyse gesellschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen wie Betreuungsangebote und steuerliche Aspekte.
Auszug aus dem Buch
5.1.1 Kinder und Familie
Zunächst stellt sich die Frage, ob Kinder und Familie wirklich Gründe sein können, dass Frauen weniger Karrieremöglichkeiten haben als Männer.
Peuckert (vgl. 2008, S. 236–237) schildert dazu ganz klar, dass der Anteil der aktiv erwerbstätigen Mütter in den vergangenen zehn Jahren zwar deutschlandweit deutlich zugenommen habe, aber der Beteiligungsgrad und der zeitliche Umfang der Erwerbstätigkeit der Frauen, anders als bei Männern, immer noch ganz wesentlich von der Zahl und dem Alter ihrer Kinder abhängt.
Wie er (vgl. ebd., S. 265) weiter ausführt, verfügen zwar Männer und Frauen in Akademiker-Partnerschaften über erhebliche Karrierepotentiale, aber diese werden – das gilt besonders für die hoch qualifizierten Frauen – nur sehr eingeschränkt umgesetzt. In diesem Falle müssten beide Partner ihre eigenen beruflichen Pläne nicht nur mit den Anforderungen ihres Ehe- und Familienlebens abstimmen, sondern auch mit den jeweiligen beruflichen Belangen des Partners, was eine gewisse Flexibilität verlangt, die aber oft nicht erbracht wird (vgl. ebd., S. 268). Eine Realisierung der Doppelkarriere zusammen mit der Erfüllung des Kinderwunsches ist häufig nur mit Einstellung einer Haushaltshilfe möglich (vgl. ebd., S. 268).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung nach der Chancengleichheit für Männer und Frauen in Führungspositionen ein und definiert das Ziel der Untersuchung.
2 Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe Führungskraft, Management und Frauenquote theoretisch fundiert definiert.
3 Statistiken zu Frauen in Führungspositionen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die aktuelle Datenlage zur Unterrepräsentanz von Frauen in Top-Management-Gremien weltweit und speziell in Deutschland.
4 Allgemeine Karrierevoraussetzungen: Der Fokus liegt hier auf den erforderlichen persönlichen, sozialen und Management-Skills, die für eine erfolgreiche Karriereentwicklung notwendig sind.
5 Welche Ursachen sprechen für eine niedrige Frauenquote in Führungspositionen?: Der Hauptteil analysiert die Ursachen für die geringe Frauenquote unterteilt in persönliches Umfeld, Unternehmenseinflüsse sowie politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
6 Resümee: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass ein gesellschaftliches und wirtschaftliches Umdenken erforderlich ist, um die Chancengleichheit zu fördern.
Schlüsselwörter
Karrierechancen, Frauenquote, Führungspositionen, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Führungskraft, Management, Karrierevoraussetzungen, Gender, Arbeitsmarkt, Teilzeit, Selbstkompetenz, Soziale Skills, Management-Skills, gesellschaftliche Barrieren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Frage, ob Männer und Frauen heutzutage über die gleichen Karrierechancen in Führungspositionen verfügen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören Statistiken zum Frauenanteil in Führungsebenen, die Analyse notwendiger persönlicher Karrierekompetenzen sowie die Untersuchung von Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es darzustellen, ob eine Chancengleichheit existiert und welche Bedingungen sich ändern müssten, um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf der Auswertung bestehender Statistiken, Studien und einschlägiger Literatur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Barrieren für Frauen, unterteilt in persönliches Umfeld, die Sicht der Unternehmen und öffentliche sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Karrierechancen, Frauenquote, Führungspositionen, Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Welche Rolle spielt das Ehegattensplitting laut der Analyse?
Die Analyse führt das Ehegattensplitting als ein Beispiel für eine steuerliche Rahmenbedingung auf, die insbesondere die Teilzeitberufstätigkeit von Frauen unattraktiv macht und damit traditionelle Rollenbilder fördert.
Was ist das sogenannte Würzburger Kompetenzmodell?
Es ist ein Modell, das Kernkompetenzen für eine Karriere in persönliche, soziale und Management-Skills gliedert und das Fundament der Selbstkompetenz zur Erreichung von Karrierezielen betont.
- Quote paper
- Tanja Ederer (Author), 2018, Haben Männer und Frauen heutzutage die gleichen Karrierechancen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/449740