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Die Rechtsformwahl im Profisport. Verein vs. Kapitalgesellschaft

Eine Entwicklung von Handlungsempfehlungen

Title: Die Rechtsformwahl im Profisport. Verein vs. Kapitalgesellschaft

Term Paper , 2014 , 33 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christoph Schwichtenhövel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance

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Summary Excerpt Details

Der professionelle Sport fasziniert Woche für Woche unzählige Menschen und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Neben den begeisterten Zuschauern partizipieren auch die Sportler durch hohe Gehälter und Werbeeinnahmen an diesem Spektakel, viele Klubs erzielen Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe, vergleichbar mit großen mittelständischen Unternehmen. Ob die häufig noch verwendete Organisationsform des eingetragenen Vereins (e.V.) noch zu dieser umfassenden wirtschaftlichen Betätigung passt, darf jedoch stark bezweifelt werden.

Aus diesem Grunde haben viele Vereine ihre Profisport-Abteilungen in eine Kapitalgesellschaft ausgegliedert. Ob dieser Schritt sinnvoll ist und welche Gesellschaftsform sich hierfür anbietet, soll zentrale Fragestellung dieser Arbeit sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Profisport - Eine Einführung

2. Verein oder Kapitalgesellschaft - Zur Komplexität der Rechtsformwahl im Kontext des Profisports

2.1 Definition Profisport und Profisport-Ligen in Deutschland

2.2 Ermittlung und Analyse der existierenden Rechtsformen in den ausgewählten deutschen Profisport-Ligen

2.3 Herausarbeitung spezieller Rechtsformwahlkriterien unter besonderer Beachtung der Bedingungen des Profisports

2.3.1 Ausgangslage: Rechtsformverfehlung des eingetragenen Vereins

2.3.2 Kriterien für die Sportart Fußball

2.3.3 Kriterien für die Sportarten Basketball, Eishockey und Handball

2.4 Empfehlungen zur Rechtsformwahl

2.5 Konsequenzen aus Rechtsformwahl-Analyse und aktueller Rechtslage

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik der Rechtsformwahl für Profisport-Klubs in Deutschland. Zentrales Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die traditionelle Organisationsform des eingetragenen Vereins den heutigen wirtschaftlichen Anforderungen gerecht wird und welche Alternativen in Form von Kapitalgesellschaften für verschiedene Mannschaftssportarten (Fußball, Basketball, Eishockey, Handball) unter Berücksichtigung verbandsrechtlicher Vorgaben sinnvoll sind.

  • Status quo der Rechtsformen in deutschen Profisport-Ligen
  • Rechtsformverfehlung des eingetragenen Vereins bei wirtschaftlicher Tätigkeit
  • Rechtsformwahlkriterien unter besonderer Berücksichtigung der "50+1 Regel"
  • Analyse der Kapitalgesellschaftsformen (AG, GmbH, KGaA) für Profiteams
  • Konsequenzen der Rechtsformentscheidung für Gemeinnützigkeit und Haftung

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Ausgangslage: Rechtsformverfehlung des eingetragenen Vereins

Der Sport in Deutschland ist mehrheitlich in der Form von Vereinen organisiert. Dies ist historisch bedingt, da diese Rechtsform lange Voraussetzung zur Teilnahme an professionellen Wettkämpfen war. Da ein Sportverein allgemein die Ziele der körperlichen Ertüchtigung, Förderung der Völkerverständigung und des Jugendaustauschs verfolgt, ist der nicht wirtschaftliche Verein gem. § 21 BGB, auch Idealverein genannt, prinzipiell die geeignete Organisationsform.

Wenn der nicht wirtschaftliche Verein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgt, gewährt das Gesetz einem solchen Verein Steuervergünstigungen gem. §§ 51-69 AO. Nicht die adäquate Rechtsform wäre der eingetragene (nicht wirtschaftliche) Verein folglich unter zwei alternativ oder additiv eintretenden Zuständen: Erstens, falls die Ausübung des Profisports nicht unter den Begriff des förderungswürdigen Sports des § 52 AO fiele, zweitens, falls der Verein auch wirtschaftliche Interessen mittels der Einrichtung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes verfolgt. Dass die (auch in dieser Arbeit definierten) Profisportarten von der Intention des § 52 AO gedeckt werden, ist laut FEHLAUER zu bejahen. Deutlich interessanter und kritischer zu beurteilen ist jedoch die Frage, ob die Vereine wirtschaftliche Tätigkeiten betreiben, die über die des sog. Nebenzweckprivilegs hinaus gehen. Ein Beispiel hierfür ist „die entgeltliche Übertragung des Rechts zur Nutzung von Werbeflächen auf der Sportkleidung (...)

Unstrittig ist, dass sämtliche Profisportklubs auf diese Form der Vermarktung zurückgreifen, sodass ihnen grundsätzlich ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb unterstellt werden kann. Da dieser wirtschaftliche Geschäftsbetrieb für die Öffentlichkeit ersichtlich ist, nimmt der Grundsatz der Gemeinnützigkeit Schaden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Profisport - Eine Einführung: Das Kapitel führt in die ökonomische Bedeutung des Profisports ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob die traditionelle Vereinsform den Anforderungen einer professionellen Sportorganisation noch genügt.

2. Verein oder Kapitalgesellschaft - Zur Komplexität der Rechtsformwahl im Kontext des Profisports: Dieser Hauptteil analysiert den Ist-Zustand der Rechtsformen in den verschiedenen Sportarten, leitet Kriterien für die Wahl einer Kapitalgesellschaft ab und erörtert die spezifischen Auswirkungen rechtlicher Vorgaben sowie die Konsequenzen der Rechtsformwahl.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der eingetragene Verein für Profiklub-Strukturen nicht mehr adäquat ist und betont die Notwendigkeit individueller, sportartspezifischer Lösungen unter Berücksichtigung einer unsicheren Zukunft der "50+1 Regel".

Schlüsselwörter

Profisport, Rechtsformwahl, eingetragener Verein, Kapitalgesellschaft, GmbH, KGaA, 50+1 Regel, Profifußball, Gemeinnützigkeit, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, Lizensierung, Sportmanagement, Investoren, Haftung, Finanzierungspotential.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Eignung verschiedener Rechtsformen für professionelle Sportklubs in Deutschland unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher und verbandsrechtlicher Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die rechtliche Problematik des eingetragenen Vereins, die Analyse von Kapitalgesellschaften wie GmbH und KGaA sowie die Bedeutung spezifischer Lizenzierungsregeln für den Profisport.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, welche Gesellschaftsform sich für eine Ausgliederung des Profisportbetriebs anbietet, um sowohl wirtschaftliche Ziele zu erreichen als auch verbandsrechtliche Vorgaben einzuhalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Bestandsaufnahme existierender Rechtsformen in den Profiligen sowie einer detaillierten Analyse von Rechtsformwahlkriterien unter Einbeziehung aktueller Literatur und verbandsrechtlicher Normen.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Profisport, die Bestandsaufnahme der Rechtsformen, die Herausarbeitung von Wahlkriterien für verschiedene Sportarten (Fußball, Basketball, Eishockey, Handball) sowie die Diskussion der Konsequenzen aus der Rechtslage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Rechtsformwahl, Profisport, Kapitalgesellschaft, 50+1 Regel, Gemeinnützigkeit und Lizensierung.

Warum wird die Rechtsform des "eingetragenen Vereins" im Profisport kritisch betrachtet?

Die wirtschaftliche Betätigung moderner Profiklubs übersteigt häufig das erlaubte Maß des Nebenzweckprivilegs, was die Gemeinnützigkeit gefährdet und im Extremfall zum Entzug der Rechtsfähigkeit und Lizenz führen kann.

Welchen Einfluss hat die "50+1 Regel" auf die Rechtsformwahl im Fußball?

Sie erzwingt, dass der Mutterverein die Stimmenmehrheit in der ausgegliederten Kapitalgesellschaft behält, wodurch die Finanzierungs- und Steuerungsmöglichkeiten durch externe Investoren bei bestimmten Rechtsformen wie der AG stark eingeschränkt werden.

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Details

Title
Die Rechtsformwahl im Profisport. Verein vs. Kapitalgesellschaft
Subtitle
Eine Entwicklung von Handlungsempfehlungen
College
University of Duisburg-Essen  (Mercator School of Management)
Grade
1,3
Author
Christoph Schwichtenhövel (Author)
Publication Year
2014
Pages
33
Catalog Number
V449119
ISBN (eBook)
9783668835573
ISBN (Book)
9783668835580
Language
German
Tags
rechtsformwahl profisport verein kapitalgesellschaft eine entwicklung handlungsempfehlungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Schwichtenhövel (Author), 2014, Die Rechtsformwahl im Profisport. Verein vs. Kapitalgesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/449119
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