Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Transparenzregister und Gesellschafterliste

Titel: Transparenzregister und Gesellschafterliste

Examensarbeit , 2018 , 33 Seiten , Note: 12,0

Autor:in: Sabina Stegmaier (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch die am 26.06.2017 in Kraft getretene Umsetzung der vierten EU-Geldwäscherichtlinie wurde in Deutschland das Transparenzregister eingeführt.
Das Transparenzregister ist eine bundeseinheitliche Meldestelle, die die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen auflistet. Im Gegensatz zu bereits bestehenden Formen von Anteilseigner-Publizität, wie beispielsweise der GmbH-Gesellschafterliste, soll das Transparenzregister nicht an die Gesellschafterstellung im juristischen Sinne anknüpfen, sondern die natürliche Person transparent machen, die jenseits verschachtelter juristischer Strukturen an deren Ende steht. Präventiv soll Kriminellen erschwert werden, das globale Finanzsystem für ihre Zwecke zu missbrauchen, und repressiv soll den zuständigen Behörden die Verfolgung und Aufklärung von Straftaten im Bereich der Finanzkriminalität erleichtert werden.

Das unlängst eingeführte Transparenzregister wird von der deutschen Wirtschaft vor allem wegen des bürokratischen Mehraufwandes gefürchtet.
Der Gesetzgeber wollte diese Belastungen reduzieren, indem das Transparenzregister mit der GmbH-Gesellschafterliste kombiniert wurde.
Mit dem Ziel, die Gesellschafterliste und das Transparenzregister besser zu verknüpfen, um Nutzern des Transparenzregisters die Feststellung der wirtschaftlich Berechtigten zu erleichtern, wurden die Anforderungen an die Gesellschafterliste deutlich erhöht.
Es stellt sich die Frage ob die „Zwangsheirat“ des neuen Transparenzregisters und der Gesellschafterliste sinnvoll war, oder ob durch diese experimentell anmutende Verbindung nur neue gravierendere Probleme geboren wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung: Das Transparenzregister und die neue GmbH-Gesellschafterliste – eine gelungene Verlinkung oder Quelle neuer Probleme?

B. Grundlagen: Das elektronische Transparenzregister und seine Folgen für das „Unternehmerland Deutschland“

I. Anwendungsbereich der neuen Transparenzpflichten

II. Umfang der Meldepflicht

III. Angabepflichten – Spiegelbild der Meldepflicht

IV. Die Meldefiktion des § 20 II GWG – ein geeignetes Mittel zur Eindämmung bürokratischer Doppelbelastung?

V. Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten – komplexer als gedacht?

1. Zum Begriff des wirtschaftlich Berechtigten

2. Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten

a) Kommanditgesellschaften (KG)

b) Stimmbindungs-, Pool- und Konsortialvereinbarungen

c) Stille Gesellschafter

d) Treuhandverhältnisse

VI. Publizitätspflichten bei mehrstufigen Beteiligungsverhältnissen

VII. Compliance-Pflichten der Geschäftsleitung

VIII.Transparenzregister und Familienunternehmen

IX. Fazit

X. Ausblick – Die 5. EU-Geldwäscherichtlinie

C. Die verschärften Anforderungen an die GmbH-Gesellschafterliste

I. Iudex calculat? – der neue Inhalt der GmbH-Gesellschafterliste

1. Gilt die Meldefiktion auch für „Alt-Listen“?

2. Gesellschaften als Gesellschafter

3. Vorgesellschaften

II. Neue Haftungsrisiken für GmbH-Geschäftsführer?

III. Eigene Anteile und Einziehung von Geschäftsanteilen

IV. Das vereinfachte Gründungsverfahren und das Musterprotokoll

V. Ausblick in die Zukunft der Gesellschafterliste

VI. Kritik

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einführung des elektronischen Transparenzregisters in Deutschland sowie die damit verbundenen, verschärften Anforderungen an die GmbH-Gesellschafterliste. Ziel ist es zu analysieren, ob die angestrebte Verlinkung dieser Register die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effektiv unterstützt oder lediglich zu einer unverhältnismäßigen bürokratischen Mehrbelastung für Unternehmen führt.

  • Elektronisches Transparenzregister und Meldepflichten
  • Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten in komplexen Strukturen
  • Verhältnis zwischen Transparenzregister und GmbH-Gesellschafterliste
  • Haftungsrisiken für GmbH-Geschäftsführer
  • Auswirkungen auf Familienunternehmen und Datenschutz

Auszug aus dem Buch

V. Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten – komplexer als gedacht?

Bei dem wirtschaftlich Berechtigten („ultimate beneficial owner“) handelt es sich um den zentralen Begriff des neuen GWG. Nach der Gesetzesbegründung sollen für die Bestimmung eines wirtschaftlich Berechtigten gerade einmal sechs Minuten anfallen. Die rechtlich einwandfreie Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten ist jedoch nicht immer so einfach wie es das Gesetz, die Gesetzesbegründung und die FAQ des Bundesverwaltungsamtes (BVA) suggerieren mögen.

1. Zum Begriff des wirtschaftlich Berechtigten

Der Begriff des wirtschaftlich Berechtigten ist in § 3 GWG definiert. Die Stellung als wirtschaftlich Berechtigter kann sich aufgrund von Eigentum oder Kontrolle ergeben. Für Vereinigungen i.S.d. § 20 Abs.1 S.1 GWG gilt gem. § 3 Abs.2 GWG diejenige Person als wirtschaftlich Berechtigter, die mittelbar oder unmittelbar entweder mehr als 25% der Kapitalanteile hält, mehr als 25% der Stimmrechte kontrolliert oder auf vergleichbare Weise Kontrolle ausübt. Gemäß § 3 Abs.2 S.2 GWG liegt mittelbare Kontrolle vor, wenn Anteile oder Stimmrechte von einer oder mehreren Vereinigungen i.S.d. § 20 Abs.1 GWG gehalten werden und diese von einer natürlichen Person kontrolliert werden. Kontrolle in diesem Sinne ist insbesondere dann gegeben, wenn die natürliche Person mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Vereinigung ausübt, wobei § 290 Abs.2-4 HGB als Maßstab zur Hilfe genommen wird. Ein beherrschender Einfluss wird beispielsweise bei Gesellschafterketten oder typischen Holdingstrukturen angenommen, soweit in Bezug auf die dazwischengeschalteten Gesellschaften eine Mehrheitskontrolle vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Das Transparenzregister und die neue GmbH-Gesellschafterliste – eine gelungene Verlinkung oder Quelle neuer Probleme?: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung des Transparenzregisters aus der vierten EU-Geldwäscherichtlinie und die damit einhergehende Intention, das globale Finanzsystem vor kriminellem Missbrauch zu schützen.

B. Grundlagen: Das elektronische Transparenzregister und seine Folgen für das „Unternehmerland Deutschland“: Dieses Kapitel definiert den Anwendungsbereich, die Meldepflichten und die komplexe Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten, unter Berücksichtigung von Sonderfällen wie Kommanditgesellschaften und Treuhandverhältnissen.

C. Die verschärften Anforderungen an die GmbH-Gesellschafterliste: Hier werden die neuen inhaltlichen Pflichten der GmbH-Gesellschafterliste analysiert, insbesondere die prozentualen Angaben und die Haftungsrisiken, die für Geschäftsführer aus den neuen Transparenzanforderungen resultieren.

D. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass das gesetzgeberische Ziel, den bürokratischen Aufwand zu begrenzen, nicht erreicht wurde und die Verbindung von Transparenzregister und Gesellschafterliste kritisch zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Transparenzregister, Geldwäschegesetz, GmbH-Gesellschafterliste, wirtschaftlich Berechtigter, Meldepflicht, Bürokratie, Geldwäschebekämpfung, Finanzkriminalität, Compliance, Haftung, Geschäftsführer, Familienunternehmen, Stimmbindungsvereinbarung, Beteiligungsverhältnisse, EU-Geldwäscherichtlinie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des elektronischen Transparenzregisters und die damit verbundenen Änderungen an der GmbH-Gesellschafterliste auf deutsche Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die regulatorischen Anforderungen an die Offenlegung wirtschaftlich Berechtigter, die Compliance-Pflichten für die Geschäftsleitung sowie die praktische Umsetzung der Meldefiktion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage prüft, ob die Einführung des Registers und die engere Verknüpfung mit der Gesellschafterliste die Geldwäschebekämpfung effektiv fördert oder lediglich den bürokratischen Aufwand für Unternehmen massiv erhöht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, die sich auf den Gesetzestext, die Gesetzesbegründung, aktuelle Fachliteratur und regulatorische Anforderungen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt neben den Grundlagen des Transparenzregisters die systematische Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten, Compliance-Anforderungen und die Auswirkungen der geänderten GmbH-Gesellschafterliste.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Transparenzregister, Geldwäschegesetz, wirtschaftlich Berechtigter und Compliance-Pflichten stehen im Mittelpunkt der Untersuchung.

Wie gehen Familienunternehmen mit den neuen Transparenzpflichten um?

Für Familienunternehmen ist das Thema aufgrund privater Vermögensinteressen heikel, wobei die Arbeit aufzeigt, dass der Schutz schutzwürdiger Interessen durch restriktive Einsichtnahme in das Register angestrebt wird.

Warum stellt die Bestimmung des wirtschaftlich Berechtigten oft ein Problem dar?

Die Komplexität ergibt sich aus der Vielzahl an Sachverhaltsvarianten (z. B. Stimmpools, Treuhandverhältnisse), die den Rückgriff auf anwaltliche Beratung und tiefergehende Einzelfallprüfungen erfordern.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der bürokratischen Last?

Die Autorin resümiert, dass das Ziel einer bürokratiearmen Umsetzung verfehlt wurde und die Komplexität der Anforderungen eine unverhältnismäßige Belastung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transparenzregister und Gesellschafterliste
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Juristische Fakultät)
Veranstaltung
Studienbegleitendes Seminar im Schwerpunktbereich 7 bei Prof. Teichmann
Note
12,0
Autor
Sabina Stegmaier (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
33
Katalognummer
V448522
ISBN (eBook)
9783668833210
ISBN (Buch)
9783668833227
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transparenzregister Gesellschafterliste Geldwäscherichtlinie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabina Stegmaier (Autor:in), 2018, Transparenzregister und Gesellschafterliste, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/448522
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  33  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum