Der vorliegende Artikel fokussiert auf die Ausbildungsmöglichkeiten von Insassen in den dänischen Gefängnissen. Die Sozialisierung, die im Gefängnis erfolgt, wirkt nicht unbedingt fördernd, wenn es darum geht, sich ausbilden zu lassen. Unter anderem bietet die Gefängniskultur den Insassen nicht direkt eine Identität als Studierende. Dieser Artikel untersucht, wie es unter solchen Prämissen möglich ist, eine Ausbildung oder ein Examen während eines Gefängnisaufenthalts zu absolvieren.
Inhaltsverzeichnis
- Insassen und das Recht auf Ausbildung
- Die Interviewpersonen
- Themen und theoretische Grundlage der Analyse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Artikel untersucht die Herausforderungen der Ausbildung von Insassen in dänischen Gefängnissen und analysiert, wie Sozialisierungsprozesse die Möglichkeiten für die Absolvierung einer Ausbildung während eines Gefängnisaufenthalts beeinflussen.
- Rechtliche Rahmenbedingungen für die Ausbildung von Insassen
- Soziale und kulturelle Barrieren innerhalb des Gefängnissystems
- Identität und Sozialisierung im Kontext von Ausbildung
- Spezialisierung auf Selbststudien und Freigänge
- Erfahrungen und Perspektiven von Insassen, die eine Ausbildung absolviert haben
Zusammenfassung der Kapitel
- Insassen und das Recht auf Ausbildung: Dieses Kapitel beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Aus- und Weiterbildung von Insassen in dänischen Gefängnissen. Es diskutiert die Empfehlungen des Europarates und vergleicht die Situation von Insassen mit den Rechten anderer Bürger. Der Artikel stellt auch die Unterschiede in den Ausbildungsmöglichkeiten zwischen Gefängnissen mit geschlossenem und offenem Vollzug heraus.
- Die Interviewpersonen: Hier werden die Interviewpartner vorgestellt, die an der Studie teilgenommen haben. Der Artikel erklärt die Kriterien für die Auswahl der Interviewpersonen und beschreibt deren demografische Merkmale, Ausbildungserfahrungen und Strafzeiten. Die Besonderheiten der Situation von Frauen im Gefängnissystem werden ebenfalls erwähnt.
- Themen und theoretische Grundlage der Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die drei zentralen Themen, die im Fokus der Interviews standen: 1) der allgemeine Diskurs im Gefängnis, 2) die Situation von Insassen, die Selbststudien durchführen, und 3) die Situation derer, die einen Freigang erhalten. Die identitätstheoretische Perspektive, die für die Analyse verwendet wird, wird erläutert.
Schlüsselwörter
Dieser Artikel befasst sich mit den Themen Sozialisierung, Ausbildung, Identität, Gefängniskultur, Freigang, Selbststudium, dänisches Gefängnissystem, Insassenrechte, Kriminalität und Reintegration.
Häufig gestellte Fragen
Haben Gefängnisinsassen in Dänemark ein Recht auf Ausbildung?
Ja, dänische Gesetze und Empfehlungen des Europarates sehen vor, dass Insassen Zugang zu Bildung und Ausbildung haben sollten, um die Resozialisierung zu fördern.
Warum ist es schwierig, im Gefängnis eine "Studierenden-Identität" zu entwickeln?
Die vorherrschende Gefängniskultur und der soziale Druck unter den Insassen identifizieren Bildung oft nicht als erstrebenswertes Ziel, was die Lernmotivation hemmen kann.
Was ist der Unterschied zwischen offenem und geschlossenem Vollzug bei der Bildung?
Im offenen Vollzug sind Freigänge zu externen Bildungseinrichtungen möglich, während im geschlossenen Vollzug meist auf Selbststudium oder interne Kurse zurückgegriffen werden muss.
Welche Rolle spielen Freigänge für die Ausbildung?
Freigänge ermöglichen den Kontakt zur Außenwelt und zu regulären Bildungseinrichtungen, was den Übergang in ein straffreies Leben nach der Entlassung massiv erleichtert.
Wie wurden die Erkenntnisse für diesen Artikel gewonnen?
Der Artikel basiert auf Interviews mit Insassen, die während ihrer Haftzeit eine Ausbildung oder ein Examen absolviert haben.
- Arbeit zitieren
- Anita Holm Riis (Autor:in), 2018, Sozialisierung und Ausbildung im Gefängnis. Ein dänisches Beispiel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/448142