Diese wissenschaftliche Hausarbeit wirft einen Blick auf Bildungskonzepte in der Erwachsenenbildung, sowie Bildungsanbieter, Bildungsangebote und das Nutzungsverhalten der Erwachsenen. Zuletzt werden diese Themen in den gesellschaftlichen Kontext eingebettet, indem die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Weiterbildung in den Fokus gerückt wird.
Ziel ist es, einen Überblick über den Bildungsbegriff in der Erwachsenenbildung zu verschaffen, indem versucht wird Bildungskonzepte in der Erwachsenenbildung darzustellen, die Aufgabe der Erwachsenenbildung zu analysieren und die Unterscheidung in der Begrifflichkeit Erwachsenenbildung und Weiterbildung deutlich zu machen. Das informelle Lernen wird angeführt und es wird erklärt, wie es sich gegenüber anderen Lernformen in unserem Bildungssystem unterscheidet und welche Rolle es in der Erwachsenenbildung einnimmt.
Des Weiteren werden Förder- und Beratungsmöglichkeiten für Erwachsene vorgestellt und damit einhergehend verschiedene Bildungsanbieter, sowohl Anbieter der offenen Erwachsenenbildung, als auch jene der geschlossenen Anbieter. Es wird ein Überblick über Bildungsangebote der verschiedenen Anbieter gegeben und das Nutzungsverhalten von Teilnehmer/innen analysiert, indem verschiedene Erhebungen und Studien betrachtet werden und Merkmale der Teilnehmer/innen aufgefasst werden. Das bedeutet, dass auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutschlandweit geblickt wird und die Vielfältigkeit der Teilnehmer/innen erläutert wird. Abschließend legt sich der Fokus auf die gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Bildungs- und Weiterbildungsangeboten für Erwachsene, indem verschiedene Weiterbildungsziele dargestellt, verknüpft und kategorisiert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzepte und Lernformen in der Erwachsenenbildung
2.1 Bildungskonzepte im Erwachsenenalter
2.2 Informelles Lernen und E-Learning als neue Lernform
3. Von der Vielfalt der Anbieter, über Bildungsangebote hin zu ihrer Bedeutung
3.1 Anbieter der offenen und geschlossenen Erwachsenenbildung und Weiterbildung
3.2 Bildungsangebote der verschiedenen Anbieter und Nutzungsverhalten der Teilnehmer/innen
3.3 Gesellschaftliche und individuelle Bedeutung von Bildungs- und Weiterbildungsangeboten
4. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die aktuelle Situation der Erwachsenenbildung in Deutschland, indem sie Bildungskonzepte, Anbieterstrukturen, Lernformen wie E-Learning sowie das Nutzungsverhalten analysiert und in den gesellschaftlichen Kontext einordnet.
- Analyse theoretischer Bildungskonzepte und Lernformen im Erwachsenenalter.
- Differenzierung zwischen offenen und geschlossenen Bildungsanbietern.
- Untersuchung des Nutzungsverhaltens und der Partizipation an Weiterbildungsangeboten.
- Bewertung der gesellschaftlichen und individuellen Relevanz von Weiterbildung.
- Reflektion über neue Lernformen wie informelles Lernen und E-Learning.
Auszug aus dem Buch
2.1 Bildungskonzepte im Erwachsenenalter
Der Begriff der Erwachsenenbildung und Weiterbildung steht im Zusammenhang mit dem Bildungsbegriff des Neuhumanismus und der Begrifflichkeit des lebenslangen Lernens: „Das Ideal des Neuhumanismus ist die Bildung des Menschen zu einer inneren, umfassenden Einheit, die „Erhöhung aller Geistes- und Gemütskräfte zu einer schönen Harmonie des inneren und äußeren Menschen“. (Frater o.J.) In der Erwachsenenbildung werden häufig Begrifflichkeiten wie „lebenslanges Lernen, selbstgesteuertes Lernen, Altenbildung, Weiterbildung (verwendet).“ (Leipold 2012: 18) Dabei bietet „lebenslanges Lernen“ oftmals einen breiten Begriff für den Wissenserwerb der im Erwachsenenalter stattfindet, d.h. nach der Schule.
Auch der Begriff der Kompetenz ist von großer Bedeutung, denn neben definierten Inhalten ist es in der zieloffenen Erwachsenenbildung wichtig, methodische Kompetenzen zu erlangen um mit seinem Umfeld selbstgesteuert agieren zu können. Die Möglichkeiten der Weiterbildung sind vielfältig und können im institutionellen Rahmen, wie auch im nicht-institutionellen Rahmen stattfinden. Es geht dabei jedoch immer um die Vermittlung von Fertigkeiten und spezifischen Inhalten, sei es beruflicher Natur oder allgemeiner.
Warum die Begrifflichkeit des lebenslangen Lernens so eine wichtige Rolle in der Erwachsenenbildung spielt, obwohl es um ein Lernen von Beginn bis Ende des Lebens geht, wird deutlich, wenn man sich klarmacht, dass die vorhandenen Bedingungen für Lernen sich mit dem Wandel der Lebensphasen stark verändern. Bildungskonzepte im Erwachsenenalter müssen somit an ihre spezifischen Vorkenntnisse und Lernbedingungen angeknüpft werden um eine erfolgreiche Wissensaufnahme zu ermöglichen. (vgl. Leipold 2012: 18-20)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Bildungskonzepte und Anbieter der Erwachsenenbildung ein und definiert das Ziel der Hausarbeit, den aktuellen Forschungsstand abzubilden.
2. Konzepte und Lernformen in der Erwachsenenbildung: Das Kapitel erläutert theoretische Bildungskonzepte, das Konzept des lebenslangen Lernens sowie moderne Lernformen wie informelles Lernen und E-Learning.
3. Von der Vielfalt der Anbieter, über Bildungsangebote hin zu ihrer Bedeutung: Hier werden die unterschiedlichen Anbietertypen (offen/geschlossen) analysiert, das Nutzungsverhalten der Teilnehmer untersucht und die gesellschaftliche sowie individuelle Bedeutung von Bildung beleuchtet.
4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung lebenslangen Lernens zusammen und betont die Notwendigkeit, Weiterbildung als Ressource für gesellschaftliche und individuelle Verwirklichung zu begreifen.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Lebenslanges Lernen, Bildungskonzepte, Informelles Lernen, E-Learning, Bildungsanbieter, Nutzungsverhalten, Teilnehmermerkmale, Qualifikation, Humankapital, Bildungsforschung, Selbstgesteuertes Lernen, Kompetenzerwerb, Weiterbildungsmarkt
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Struktur und dem Angebot der Erwachsenenbildung in Deutschland und analysiert, wie Erwachsene Bildungsangebote nutzen und welche Rolle diese für ihre Lebens- und Arbeitswelt spielen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind Bildungskonzepte, die Differenzierung von Bildungsanbietern, moderne Lernformen (informelles Lernen, E-Learning) sowie die individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Weiterbildung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Erwachsenenbildung zu geben und die Bedeutung von Weiterbildung für die gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse auf Basis bestehender Studien, Berichte (wie den Weiterbildungsmonitor) und relevanter fachwissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Bildungskonzepte, Lernformen) diskutiert, gefolgt von einer Analyse der Anbieterstruktur und der Nutzungsdaten durch Erwachsene.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind lebenslanges Lernen, informelles Lernen, Bildungsanbieter, Weiterbildungsmarkt und gesellschaftliche Bedeutung der Weiterbildung.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Anbietern?
Es wird zwischen öffentlichen, partikularen und privaten Trägern unterschieden sowie zwischen offenen Angeboten für die Allgemeinheit und geschlossenen Angeboten für spezifische Zielgruppen.
Welche Rolle spielt E-Learning in der heutigen Erwachsenenbildung?
E-Learning wird als junge, wachsende Lernform hervorgehoben, die durch Flexibilität bei Zeit und Ort überzeugt, jedoch hohe Anforderungen an die technische Kompetenz und Selbstdisziplin der Lernenden stellt.
- Quote paper
- BA Lilly Lehmann (Author), 2017, Altersspezifische Bildungskonzepte. Ein Blick auf Anbieter, Angebote und Nutzungsverhalten in der Erwachsenenbildung, sowie ihre gesellschaftliche Bedeutung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/446971