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Das Gesicht der DDR-Opposition im Zuge der Entspannungspolitik der 70er Jahre

Title: Das Gesicht der DDR-Opposition im Zuge der Entspannungspolitik der 70er Jahre

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 35 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maik Hemmecke (Author)

Politics - History of Political Systems

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit gibt einen ersten Einblick in verschiedenste Nuancen der DDR-Oppositionsbewegung unter den Bedingungen eines sich verändernden politischen Klimas zwischen beiden deutschen Staaten zu Beginn der 70er-Jahre. Sie arbeitet mit der Hypothese, dass ein Klima politischer Deeskalierung in dieser Zeit weitreichende Folgen für die Organisation und Aktion des sehr heterogen zusammengesetzten Spektrums aus politischer, kultureller und kirchlicher Opposition mit sich brachte. Nach einer Darstellung der grundlegenden politischen Modifikationen zur deutsch-deutschen Frage in dieser Zeit und entsprechender innenpolitischer Reaktionen der DDR, werden sowohl die Folgeerscheinungen für die neben der SED existierenden Parteien als auch die für den Schutz- und Oppositionsraum Kirche analysiert. Besondere Aufmerksamkeit wird den sich herausbildenden Fragen im Bereich der Umwelt- und Menschenrechtspolitik, sowie dem Umgang mit einer weithin durchmilitarisierten Gesellschaft gewidmet. Anhand der Personen Rudolf Bahros, Wolf Biermanns und Robert Havemanns wird aufgezeigt, dass Opposition auch ideologiekritische Kritik seitens einer intellektuellen Spitze bedeutete, die nicht einverstanden war mit dem unmenschlichen Antlitz des "Politbüro-Sozialimus" - die sich mit der Weiterentwicklung nichtkapitalistischer Organisationssysteme beschäftigte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Einige Worte zur Wahl des Themas

1.2 Zielstellungen der Arbeit

2 Politische Relevanzen in der Honecker - Ära der 70er - Jahre

2.1 Deutsch - deutsche Politik der Annäherung

2.1.1 Das Transitabkommen von 1971

2.1.2 Der Grundlagenvertrag von 1972

2.1.3 Die neue Ostpolitik unter Willy Brandt

2.2 Die zunehmende Anerkennung der DDR auf intern. Ebene

2.3 Tendenzen des Wandels in der Kirchenpolitik der DDR - Führung in den 70er - Jahren

3 Gesichter der Opposition

3.1 Die Blockparteien

3.2 Das „Oppositionspotential Jugend“ im Focus

3.3 Oppositionelle Strömungen im Schutzraum Kirche

3.3.1 Kirche für alle - Offene Arbeit

3.3.2 Kirche und Umweltfrage

3.3.3 Kirche und Menschenrechtsdebatte

3.3.4 Gesichter der Friedensbewegung in der Kirche

3.3.4.1 Die Forderung nach militärischer Entspannung

3.3.4.2 Kirche gegen Militarisierung des persönl. Lebens

3.3.4.3 Unterstützung für Totalverweigerer und Bausoldaten

3.4 Opposition als Reaktion auf einen pervertierten Marxismus 33

3.4.1 Rudolf Bahro

3.4.2 Wolf Biermann

3.4.3 Robert Havemann

Resümee

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen der liberalisierten Bedingungen der 1970er Jahre auf die oppositionellen Strömungen in der DDR zu untersuchen. Dabei wird analysiert, wie politische Rahmenbedingungen und die Entspannungspolitik die Herausbildung einer relativ systemimmanenten Opposition begünstigten und welche Akteure diese Protestbewegung prägten.

  • Politische Rahmenbedingungen der Ära Honecker in den 1970er Jahren.
  • Die Rolle der Kirche als Schutzraum für oppositionelle Strömungen.
  • Oppositionelle Potenziale innerhalb der Jugend und deren Konfrontation mit der Erziehungsdiktatur.
  • Marxistische Intellektuelle und ihre Kritik am real existierenden Sozialismus.
  • Der Einfluss der internationalen Entspannungspolitik auf den Spielraum für Opposition.

Auszug aus dem Buch

3.3.4.2 Kirche gegen Militarisierung des persönlichen Lebens

Große Teile des gesellschaftlichen Lebens in der DDR waren nach militärischen Prinzipien ausgerichtet, um „Immer bereit!“ für den Ernstfall zu sein. Dies begann bereits in frühester Kindheit (Militärspielzeug!) und setzte sich dann über die hierarchischen Organisationen „Junge Pioniere“, „Thälmannpioniere“ und FDJ bis hin in die Betriebe fort, ganz zu Schweigen vom Dienst bei der „Fahne“. Menschen, die sich dieser regiden Folge widersetzten, wurde eine antistaatliche Haltung vorgeworfen, der dann häufig mit repressiven Mitteln entgegengewirkt wurde. Stellvertretend für viele sind hier die Bausoldaten zu nennen, auf die ein erheblicher Druck ausgeübt wurde.

Die Kirche wehrte sich allzeits gegen jegliche „Romantisierung des militärischen Lebens“ und forderte vom Staat seinem Friedensanspruch auch entsprechende Taten folgen zu lassen, insbesondere forderte sie dazu auf, die heranwachsenden Generationen zum Frieden zu erziehen. In diesem Sinne formulierte die Kirchenleitung in einer Orientierungshilfe für die Gemeinden: „Das Ziel einer Welt ohne Waffen, dem der Sozialismus sich verpflichtet weiß, sollte nach unserer Auffassung gerade im Bereich der schulischen Erziehung und Bildung deutlicher hervortreten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Themenwahl im Kontext des Proseminars und definiert das Ziel, die Auswirkungen der 1970er Jahre auf die oppositionellen Strömungen in der DDR zu untersuchen.

2 Politische Relevanzen in der Honecker - Ära der 70er - Jahre: Das Kapitel behandelt die deutsch-deutsche Politik der Annäherung, die internationale Anerkennung der DDR und die Wandlungstendenzen in der Kirchenpolitik der SED-Führung.

3 Gesichter der Opposition: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Formen des Widerstands, darunter die Rolle der Blockparteien, das oppositionelle Potenzial der Jugend, den Schutzraum Kirche und die Kritik marxistischer Intellektueller.

Resümee: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Schlussfolgerung gezogen, dass die politische Entwicklung der 70er Jahre die oppositionelle Szene positiv beeinflusste, ohne dass das Regime eine echte Demokratisierung vollzog.

Schlüsselwörter

DDR, Opposition, 1970er Jahre, Honecker-Ära, Entspannungspolitik, Kirche im Sozialismus, Friedensbewegung, Bausoldaten, systemimmanente Opposition, marxistische Intellektuelle, KSZE-Prozess, Zivilgesellschaft, Widerstand, DDR-Jugend, Repression.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die oppositionellen Strömungen in der DDR während der 1970er Jahre, einer Zeit, die durch Entspannungspolitik und den Machtantritt von Erich Honecker geprägt war.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die politische Situation unter Honecker, die Entwicklung kirchlicher Freiräume, das oppositionelle Potenzial der Jugend sowie die Kritik marxistischer Intellektueller am real existierenden Sozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie die liberalisierten Bedingungen der 70er Jahre die Herausbildung einer oppositionellen Szene begünstigten und welche Gruppen dabei eine prägende Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung historischer Dokumente, um die komplexen politischen Zusammenhänge und die Entwicklung der Opposition darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Analyse der 70er Jahre sowie eine detaillierte Betrachtung der verschiedenen oppositionellen Gruppierungen, insbesondere der Kirche, der Jugend und kritischer Intellektueller.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind DDR, Opposition, Entspannungspolitik, Kirche im Sozialismus, Friedensbewegung und Bausoldaten.

Wie reagierte die Kirche konkret auf die Militarisierung des Lebens in der DDR?

Die Kirche lehnte die Militarisierung des Alltags ab, forderte Friedenserziehung und leistete Unterstützung für Bausoldaten sowie Verweigerer, etwa durch die Schaffung von Friedensseminaren.

Welchen Einfluss hatten Intellektuelle wie Rudolf Bahro auf die Opposition?

Sie lieferten eine theoretische Grundlage für die Opposition, indem sie die Widersprüche zwischen Theorie und Praxis des Sozialismus aufzeigten und eine Demokratisierung bzw. eine Reform des Systems forderten.

Warum war die Ausweisung von Wolf Biermann ein Wendepunkt?

Sie löste eine Protestwelle unter Intellektuellen aus und führte zu einer massiven Entfremdung zwischen der SED-Kulturpolitik und einem bedeutenden Teil der DDR-Intelligenz.

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Details

Title
Das Gesicht der DDR-Opposition im Zuge der Entspannungspolitik der 70er Jahre
College
University of Göttingen  (Sozialwiss. Institut.)
Course
Einführung in das polit. System der BRD
Grade
1,7
Author
Maik Hemmecke (Author)
Publication Year
2003
Pages
35
Catalog Number
V44519
ISBN (eBook)
9783638421058
ISBN (Book)
9783638657563
Language
German
Tags
Gesicht DDR-Opposition Zuge Entspannungspolitik Jahre Einführung System
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maik Hemmecke (Author), 2003, Das Gesicht der DDR-Opposition im Zuge der Entspannungspolitik der 70er Jahre, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/44519
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