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Fremdsprachliche Einflüsse auf die deutsche Sprache. Sprachverfall oder Sprachwandel?

Titel: Fremdsprachliche Einflüsse auf die deutsche Sprache. Sprachverfall oder Sprachwandel?

Hausarbeit , 2018 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Esra Sahin (Autor:in)

Germanistik - Linguistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss fremdsprachlicher Wörter in der deutschen Sprachgeschichte und der Wertung ihres Sprachgebrauchs durch vor allem außersprachwissenschaftlich tätige Kritiker. Um sich einen groben Überblick über die Sprachgeschichte zu verschaffen, sollen die für das Deutsche am einflussreichsten geltenden drei Sprachenkontakte – Latein, Französisch und Englisch – erläutert werden. Darauf folgt eine Gegenüberstellung der aktuelleren Situation fremdsprachlicher Einwirkungen im Gegenwartsdeutschen. Letztlich soll der Frage nachgegangen werden, ob solch fremdsprachliche Einflussnahme tatsächlich zum, zumeist von Laienlinguisten propagierten, Verfall der deutschen Sprache führt oder nur ein Prozess des Sprachwandels vonstatten geht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Fremdsprachliche Einflüsse auf das Deutsche

2.1 Lateinischer, französischer und englischer Einfluss in der deutschen Sprachgeschichte

2.2 Entwicklungstendenzen des Gegenwartsdeutschen

3 Sprachverfall oder Sprachwandel?

3.1 Verfall der deutschen Sprache und ihre Retter

3.2 Sprachwandel als fortwährender Prozess

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der populärwissenschaftlichen Annahme eines Sprachverfalls durch fremdsprachliche Einflüsse und der linguistischen Sichtweise eines stetigen Sprachwandels. Ziel ist es, die historischen Hintergründe der Sprachkritik sowie die aktuelle Entwicklung der deutschen Sprache unter dem Einfluss von Anglizismen und Jugendsprache zu analysieren.

  • Historischer Rückblick auf den lateinischen, französischen und englischen Einfluss auf das Deutsche.
  • Analyse der Motivation hinter sprachkritischen Bewegungen und Sprachgesellschaften.
  • Untersuchung aktueller Entwicklungstendenzen, insbesondere im Kontext von Anglizismen und Jugendsprache.
  • Gegenüberstellung von laienlinguistischer Sprachkritik und sprachwissenschaftlicher Sprachwandeltheorie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Verfall der deutschen Sprache und ihre Retter

Bereits 1538 warnt Sebastian Franck, herausragender Stilist und Geschichtsphilosoph seiner Zeit, in seinem Werk Germaniae Chronicon „vor der isolierten Lage der deutschen Sprache und Kultur. Im Gegensatz zu anderen Völkern verleugnen die Deutschen ihre Sprache, Kleider und Sitten“ (Jones 1995: S. 21).

Durch die Geschichte hindurch folgen weitere solcher Beurteilungen über die Geringschätzung der eigenen Sprache und der Nachahmung des Fremden bis schließlich im 17. Jahrhundert auch deutsche Sprachgesellschaften gegründet werden. Eine der ersten und auch einflussreichsten ist die 1617 gegründete Fruchtbringende Gesellschaft (vgl. Pfitzner 1978: S. 15). Initiiert wird sie von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, der sich die Accademia della Crusca in Florenz zum Vorbild nimmt. Ziel solcher Gesellschaften ist es, sich in jedwedem Austausch einem möglichst reinen Deutsch zu bedienen. Des Weiteren soll die Muttersprache gepflegt, vor fremden Einflüssen und Fehlern gereinigt und die Sprachform vereinheitlicht werden. Sogar die Förderung der deutschen Dichtkunst ist Teil der Zielsetzung von einigen Sprachgesellschaften.

Wenig später, im Jahre 1643, wird die Deutschgesinnte Genossenschaft gegründet, dessen Mitbegründer Philipp von Zesen, auch schon Teil der Fruchtbringenden Gesellschaft gewesen, zahlreiche Bestrebungen verfolgt, Lehnwörter zu verdeutschen oder gänzlich durch Wortneuschöpfungen zu ersetzen (z.B. lustwandeln für spazieren). In seinem übermäßigen Eifer des Fremdwortpurismus trifft er jedoch auch oft auf Spott, unter anderem aufgrund von Vorschlägen wie Tageleuchter für Fenster oder Gesichtserker für Nase. Weitere Vorschläge, die sich nicht durchsetzen können, sind z.B. Jungfernzwinger für Nonnenkloster, Krautbeschreiber für Botaniker oder Heilandin für Ärztin. Auch wenn ein Teil der Verdeutschungsvorschläge Zesens gewöhnungsbedürftig erscheinen und er womöglich zu radikal agieren mochte, hat seine Arbeit sehr wohl dafür gesorgt, dass Deutsche für ein sprachkritisches Bewusstsein sensibilisiert werden konnten (Polenz 2013: 131).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des vermeintlichen Sprachverfalls ein und grenzt diesen Begriff von der linguistischen Perspektive des Sprachwandels ab.

2 Fremdsprachliche Einflüsse auf das Deutsche: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über prägende Sprachkontakte und analysiert aktuelle Entwicklungstendenzen, insbesondere durch Anglizismen und jugendsprachliche Innovationen.

3 Sprachverfall oder Sprachwandel?: Hier werden die Bestrebungen historischer und moderner Sprachpfleger zur „Rettung“ der Sprache kritisch beleuchtet und dem fortwährenden Prozess des Sprachwandels gegenübergestellt.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bekräftigt, dass die Integration von Fremdwörtern keine Gefahr, sondern eine Bereicherung darstellt, die den Wandel einer lebendigen Sprache widerspiegelt.

5 Literaturverzeichnis: Dieses Verzeichnis listet sämtliche in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literaturbeiträge auf.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Sprachverfall, Fremdsprachliche Einflüsse, Anglizismen, Sprachpurismus, Sprachkritik, Sprachgesellschaften, Lehnwörter, Gegenwartsdeutsch, Jugendsprache, Sprachpflege, Sprachgeschichte, Sprachkontakt, Linguistik, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Debatte, ob der Einfluss fremder Sprachen auf das Deutsche einen Verfall der Sprache darstellt oder ob es sich lediglich um einen natürlichen, fortwährenden Sprachwandel handelt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Geschichte der Sprachkontakte (Latein, Französisch, Englisch), historische und moderne Sprachpurismus-Bestrebungen, die Rolle von Sprachgesellschaften sowie aktuelle Tendenzen durch Anglizismen und Jugendsprachen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die häufig von Laienlinguisten propagierte Sorge vor einem Sprachverfall wissenschaftlich zu hinterfragen und den Wandel als eine notwendige und bereichernde Entwicklung der Sprache zu veranschaulichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor verwendet eine deskriptive und historische Analyse, gestützt auf linguistische Fachliteratur, um die Entwicklung der Sprache und die Geschichte der Sprachkritik aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine historische Einordnung der Sprachkontakte, eine Analyse der Bemühungen von Sprachpflegern, die Sprache „rein“ zu halten, sowie eine Untersuchung, wie gesellschaftliche Veränderungen und Sprachvarietäten wie Jugendsprachen den modernen Sprachwandel prägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Sprachwandel, Sprachverfall, Anglizismen, Sprachpurismus und Sprachgeschichte.

Welche Rolle spielt die Jugendsprache im Kontext des Sprachwandels?

Die Jugendsprache wird als ein wichtiger Motor für sprachliche Innovationen betrachtet, da Neuerungen aus diesem Bereich häufig in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen und so den dynamischen Charakter der Sprache verdeutlichen.

Warum wird der Fremdwortpurismus im Text kritisch gesehen?

Der Purismus wird kritisch betrachtet, weil er oft auf irrationalen Ängsten beruht und eine Bereicherung der Sprache verhindert, anstatt die pragmatische Kommunikationsfunktion von Sprache in den Vordergrund zu stellen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fremdsprachliche Einflüsse auf die deutsche Sprache. Sprachverfall oder Sprachwandel?
Hochschule
Universität Paderborn  (Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Sprachkritik
Note
1,7
Autor
Esra Sahin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
23
Katalognummer
V441893
ISBN (eBook)
9783668801455
ISBN (Buch)
9783668801462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachkritik Spracheinfluss Latinismen Arabismen Anglizismen Französismen Sprachwandel Sprachverfall
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Esra Sahin (Autor:in), 2018, Fremdsprachliche Einflüsse auf die deutsche Sprache. Sprachverfall oder Sprachwandel?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/441893
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