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Neue Chancen für politische Partizipation durch Web 2.0?

Eine Betrachtung der politischen und gesellschaftlichen Web 2.0-Nutzung in Hinblick auf Bürgerbeteiligung und digitale Spaltung

Title: Neue Chancen für politische Partizipation durch Web 2.0?

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kirsten Petzold (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Summary Excerpt Details

Steckt unsere Demokratie in einer Krise? Bereits seit mehreren Jahren wird über zunehmende Politikverdrossenheit, vor allem unter jungen Wählern, diskutiert. Die Fakten sprechen dafür, dass die Politik nicht nur in dieser Zielgruppe einen schweren Stand hat: Die Wahlbeteiligung sinkt, traditionelle Bindungen zu politischen Milieus lösen sich auf, Parteien klagen über Mitgliederschwund. Ein immer größerer Teil der Bevölkerung ist nicht zufrieden damit, wie seine Interessen vertreten werden. Dies birgt Risiken für eine stabile Demokratie – sind politische Repräsentanten in diesem System doch auf die Legitimation durch ihre Wähler angewiesen. Vor diesem Hintergrund ist das Internet in den letzten Jahren Gegenstand vieler Hoffnungen in Bezug auf die Belebung des demokratischen Systems gewesen. Die Entwicklung immer neuer Mitmach-Angebote, zusammengefasst unter dem Schlagwort Web 2.0, hat diese Hoffnungen zusätzlich befeuert. So hat gerade innerhalb des letzten Jahres der neu gewählte US-Präsident Barack Obama gezeigt, wie man diese Technologien nutzen kann, um Anhänger zu mobilisieren und langfristig an sich zu binden.

Doch die Angebote des Web 2.0 haben sich noch nicht in breiten gesellschaftlichen Schichten durchgesetzt. Zwischen Nutzern des Web 2.0 und anderen Onlinern zeigen sich deutliche soziodemografische Unterschiede: Web 2.0-Nutzer sind demnach jünger, höher gebildet und verfügen über eine höhere finanzielle Ausstattung. Schon geht die Sorge von einer Vergrößerung der Kluft zwischen beiden Gruppen um. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob sich durch Web 2.0-Angebote neue Chancen für politische Partizipation bieten oder ob sich dadurch im Gegenteil das Problem der Digital Divide weiter vergrößert.

Diese Arbeit gliedert sich in drei Teile: Zunächst sollen die Hoffnungen, die in Bezug auf die Belebung der Demokratie in das Internet und speziell das Web 2.0 gesetzt werden, sowie die sich daraus ergebenden Probleme beschrieben werden. In einem zweiten Teil werden die spezifischen Charakteristika des Web 2.0 und dessen aktuelle Nutzung betrachtet. Außerdem soll auf das Problem der Digital Divide eingegangen werden. Der dritte Teil befasst sich mit aktuellen Formen der Nutzung des Web 2.0 durch die Politik und durch zivilgesellschaftliche Akteure. Zum Schluss soll in einem kurzen Fazit eine Antwort auf die leitende Fragestellung dieser Arbeit gefunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neue Partizipationsmöglichkeiten durch das Internet?

2.1. Die „Krise“ des demokratischen Systems

2.2. Internet als Chance für mehr politische Partizipation

2.3. Elektronische Demokratie

3. Web 2.0 – Begriffsbestimmung und Nutzungsweise

3.1. Der Begriff Web 2.0

3.2. Die Nutzung des Web 2.0

3.3. Digital Divide als Problem für die politische Internetnutzung

4. Die Nutzung von Web 2.0-Angeboten zur Steigerung politischer Partizipation

4.1. Die Nutzung von Web 2.0-Angeboten durch die Politik

4.1.1. Die Nutzung „konventioneller“ Internetangebote

4.1.2. Die Nutzung „klassischer“ Web 2.0-Angebote

4.1.3. Chancen und Probleme der Web 2.0-Nutzung durch die Politik

4.2. Die Nutzung von Web 2.0-Angeboten durch gesellschaftliche Gruppen

4.2.1. Die Nutzung alternativer Online-Medien

4.2.2. Die Nutzung anderer Web 2.0-Angebote

4.2.3. Chancen und Probleme der Web 2.0-Nutzung durch gesellschaftliche Gruppen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Web 2.0 neue Möglichkeiten zur Stärkung der politischen Partizipation bietet oder ob durch die ungleiche Nutzung der Technologien die bestehende digitale Spaltung (Digital Divide) weiter verschärft wird.

  • Analyse des Potenzials digitaler Technologien für die Belebung demokratischer Prozesse
  • Untersuchung der Nutzung von Web 2.0-Angeboten durch politische Akteure
  • Betrachtung der Rolle des Web 2.0 für zivilgesellschaftliche Gruppen und neue soziale Bewegungen
  • Diskussion der sozioökonomischen Unterschiede bei der Internetnutzung und deren Auswirkungen
  • Kritische Reflexion über die Problematik des Digital Divide im Kontext politischer Teilhabe

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Begriff Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 bezeichnet keine völlig neuen technischen Funktionen, sondern eine „gefühlte Veränderung“ des Internets innerhalb der letzten Jahre (Ebersbach, Glaser & Heigl, 2008: 23). Er ging aus einem Brainstorming zwischen dem O’Reilly-Verlag und MediaLive International hervor und wird seitdem vor allem im Bereich des Marketings inflationär gebraucht, um neue Angebote zu bewerben (vgl. O’Reilly, 2005). Es wurde oft postuliert, dass es im Web 1.0 vorrangig darum gegangen sei, Computer miteinander zu vernetzen und Informationen zugänglich zu machen, im Web 2.0 gehe es nun hingegen darum, Menschen miteinander zu vernetzen. Dieser Sichtweise wird jedoch von Tim Berners-Lee, dem „Erfinder“ des Internet, vehement widersprochen: Seiner Meinung nach verwenden die sog. Web 2.0-Angebote zum größten Teil dieselben Technologien, die bereits im Web 1.0 üblich waren. Darüber hinaus bekräftigt er, dass „Web 1.0 was all about connecting people. It was an interactive space […]“ (vgl. hierzu ein Interview mit Tim Berners-Lee auf http://www.ibm.com, 20064).

O’Reilly unternahm daraufhin den Versuch einer Systematisierung und Abgrenzung des Begriffs Web 2.0, wesentliche Kennzeichen dessen sind seiner Ansicht nach: die Nutzung des Webs als Service-Plattform (d.h. Verlagerung von alltäglichen Funktionen vom lokalen Rechner ins Netz), die Einbeziehung der kollektiven Intelligenz der Nutzer, die Datenbestände als zentrales Kapital sowie neue Formen der Softwareentwicklung und neue Programmiermodelle (vgl. O’Reilly, 2005). Als zentrale Charakteristika werden darüber hinaus häufig Interaktivität, Vernetzung sowie kollaborative Arbeitsweise genannt, d.h. den Nutzern wird es leichter gemacht, sich auch ohne profunde technische Kenntnisse im Internet einzubringen, mit anderen Nutzern in Kontakt zu kommen und gemeinsam Inhalte zu erstellen (vgl. Ebersbach et al., 2008: 30).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Politikverdrossenheit und die Hoffnungen, die in das Web 2.0 als Instrument zur Belebung der Demokratie gesetzt werden, bei gleichzeitigem Verweis auf die Problematik der digitalen Spaltung.

2. Neue Partizipationsmöglichkeiten durch das Internet?: Dieses Kapitel erörtert die Krise des demokratischen Systems und diskutiert das Internet als Medium zur Förderung politischer Partizipation sowie das Konzept der Elektronischen Demokratie.

3. Web 2.0 – Begriffsbestimmung und Nutzungsweise: Das Kapitel definiert den Web 2.0-Begriff, analysiert aktuelle Nutzungsdaten und beleuchtet das Problem des Digital Divide als Hemmnis für politische Internetnutzung.

4. Die Nutzung von Web 2.0-Angeboten zur Steigerung politischer Partizipation: Es wird analysiert, wie politische Akteure und zivilgesellschaftliche Gruppen das Web 2.0 nutzen, und es werden dabei Chancen und Probleme der Partizipation sowie der alternativen Medien aufbereitet.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und warnt davor, dass ohne Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungsvoraussetzungen eine Fragmentierung der Gesellschaft droht, die neue Eliten hervorbringen könnte.

Schlüsselwörter

Web 2.0, Politische Partizipation, Elektronische Demokratie, Digital Divide, Bürgerbeteiligung, Soziale Netzwerke, Mobilisierung, Internet, Internetnutzung, Demokratisierung, Zivilgesellschaft, Politische Kommunikation, Wissenskluft, Internetpolitik, Online-Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken, die das Web 2.0 für die politische Partizipation von Bürgern in einer modernen Demokratie bereithält.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Zentrale Themen sind die digitale Transformation politischer Kommunikation, die Rolle des Internets bei der Mobilisierung von Wählern sowie die Problematik des Digital Divide innerhalb der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht die Frage, ob Web 2.0-Angebote tatsächlich eine Revitalisierung demokratischer Prozesse fördern können oder ob sie aufgrund ungleicher Zugangsvoraussetzungen die bestehende Kluft zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Schichten weiter vergrößern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Diskurse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien zur Internetnutzung und politischen Partizipation.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die Nutzung von Online-Angeboten durch Politiker und zivilgesellschaftliche Gruppen sowie die theoretische Einbettung in Konzepte wie die "Elektronische Demokratie" und die "Wissensklufthypothese".

Was charakterisiert die Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch einen kritischen Blick auf technologische Euphorie aus, indem sie dem Partizipationsversprechen die soziale Realität der digitalen Spaltung gegenüberstellt.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Web 1.0 und Web 2.0 im politischen Kontext?

Die Autorin definiert Web 2.0 in dieser Arbeit primär über die Möglichkeit zur interaktiven Nutzung und die Funktion des Internets als "Mitmachnetz", anstatt sich rein auf zeitliche oder technische Definitionen zu verlassen.

Welche Rolle spielt die "Digitale Spaltung" (Digital Divide) für die Schlussfolgerung?

Sie ist ein zentraler Kritikpunkt: Da die Nutzer von Web 2.0-Angeboten meist jung und gut gebildet sind, warnt die Arbeit davor, dass politische Partizipation online nur einer Elite zugutekommen könnte, was die demokratische Legitimation eher schwächen würde.

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Details

Title
Neue Chancen für politische Partizipation durch Web 2.0?
Subtitle
Eine Betrachtung der politischen und gesellschaftlichen Web 2.0-Nutzung in Hinblick auf Bürgerbeteiligung und digitale Spaltung
College
University of Erfurt  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Seminar Vom Internet zum Web 2.0: Theorien und empirische Studien
Grade
1,0
Author
Kirsten Petzold (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V441858
ISBN (eBook)
9783668799820
ISBN (Book)
9783668799837
Language
German
Tags
Internet Web 2.0 politische Kommuniktion Medien und Politik Neue Medien Partizipation Digitalisierung Digital Divide elektronische Demokratie Online-Nutzung Online-Medien Politik Politikverdrossenheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kirsten Petzold (Author), 2009, Neue Chancen für politische Partizipation durch Web 2.0?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/441858
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