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Technologie, Ergologie und marxistische Ethnologie

Titel: Technologie, Ergologie und marxistische Ethnologie

Hausarbeit , 2004 , 15 Seiten , Note: 2

Autor:in: Matthias Gebhart (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details



Atomkraft, vernetzte Computer, Gentechnik, in unserer für modern empfundenen Welt, trifft man ständig auf Hochtechnologien und komplexe Maschinen, die das tägliche Leben einfacher und effizienter gestallten sollen. Schon Gegenstände das täglichen Lebens, wie Hammer oder ein Messer erscheinen uns trivial, und wenn andere Kulturen mit Speeren jagen mögen assoziiert man dies nicht zuletzt mit Rückständigkeit und Primitivheit. Abgesehen davon, dass es einem normalen Mitteleuropäer wahrscheinlich nicht einmal gelingen würde mit solch einem Speer Nahrung zu fangen, messen sich auch unsere Spitzensportler trotzdem selbst bei Großereignissen wie Olympia in dieser Disziplin, welch Schizophrenie. In der folgenden Arbeit nun möchte ich darauf eingehen, dass die Auseinandersetzung mit Geräten und Anwendungsweisen in nicht industriellen Gesellschaften, wenn sie landläufig auch als banal gelten mögen, durchaus nützliche Erkenntnisse hervorbringen kann und somit durchaus Sinn macht. Gegen Ende möchte ich dies noch an einem Beispiel aus der marxistischen Ethnologie veranschaulichen.

Zu Beginn möchte ich den Untersuchungsgegenstand von Technologie und der mit ihr verbundenen Ergologie beschreiben und dann kurz auf die Beziehung zur Umwelt eingehen. Anschließend soll noch auf bestimmte Eigenschaften dieses Gegenstandes eingegangen, der Unterschied zwischen Technologie und Ergologie erläutert werden und ein kurzer zeitlicher Überblick, was die Ethnologie zu diesem Thema bisher hervorbrachte. Hierbei beziehe ich mich auf Walter Hirschberg und Alfred Janatas „Technologie und Ergologie in der Völkerkunde“(1966), dem gleichnamigen Nachfolger von Janata und Christian Fest(1999) und Tim Ingolds „The Appropriation of Nature“(1986). Weiter unten möchte ich anhand Allan Banards „History and Theory in Anthropology“(2000) kurz allgemein auf die marxistische Ethnologie eingehen und hinterher zwei Betrachtungsweisen in Bezug auf Technologie aufzeigen. Die Rede ist hier von Maurice Godeliers Werk „Die Produktion der großen Männer“(1987) und „Die wilden Früchte der Frau“(1978) von Claude Meillasoux.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Technologie und Ergologie

1.1 Der untersuchte Gegenstand

1.2 Ein paar Begriffe

1.3 Der Kampf mit der Welt

1.4 Homo sapiens und Pan erectus

1.5 Das Problem des Bezugs

1.6 Der Unterschied zwischen Technologie und Ergologie

1.7 Ansätze in der Ethnologie

2. Marxistische Ethnologie

2.1 Maurice Godelier

2.2 Claude Meillassoux

Schlussworte

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von materieller Kultur, Technologie und Ergologie in nicht-industriellen Gesellschaften. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern technologische Artefakte und deren Anwendungsweisen als Ausdruck gesellschaftlicher Strukturen und ökonomischer Verhältnisse verstanden werden können, illustriert durch marxistisch-ethnologische Ansätze.

  • Grundlagen der Technologie und Ergologie sowie deren Abgrenzung.
  • Die materielle Kultur als Schnittstelle zwischen Mensch und Umwelt.
  • Einfluss von Produktionsweisen auf soziale Hierarchien und Machtverhältnisse.
  • Vergleichende Analyse sozio-ökonomischer Strukturen bei Jäger-Sammler- und Ackerbaugesellschaften.

Auszug aus dem Buch

1.4 Homo sapiens und Pan erectus

Nun könnte man anmerken, dass auch Affen Stöcke benutzen und in einer Umwelt leben. Der entscheidende Unterschied zwischen den Geräten des Menschen und denen der Tiere sind hierbei nach Ingold aber nicht die physischen Eigenschaften des Gegenstandes oder die physikalischen Veränderungen, die der Mensch an ihm vornimmt. Vielmehr ist die Vorstellung von den Möglichkeiten was man mit diesem Ding anstellen kann der ausschlaggebende Punkt, der gedankliche, bewusste Plan des Menschen, welcher der Anwendung zugrunde liegt. Der Mensch befindet sich in einer Welt in dem ihm mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen eine bestimmte Aufgabe zu lösen und dieses freie Auswählen unterscheidet ihn von nichtmenschlichen Spezies, da er gedanklich seine Welt selbst erschafft und nicht in einer gegebenen, unveränderlichen eingesperrt ist. Ob der Gegenstand modifiziert wird oder nicht unterscheidet letztlich nur zwischen Naturfakten und Artefakten. (Ingold 1986: 35)

In diesem Zusammenhang kann auch gesehen werden, dass Dinge nicht allein nach ihrer Funktionalität gebaut werden, es fließen auch spezifische Kulturvorstellungen in Hinsicht von angemessener Form, Herstellungsweise, Anwendung und ihrer Bedeutung ein. Anders als man es zum Beispiel bei Spinnen beobachten kann, dass die selbe Spezies ihre Netze immer nach dem selben Muster baut schließt dies ein, dass der Mensch bei der Anfertigung seiner Geräts bereits gewisse Idealvorstellungen im Kopf gehabt haben muss.(Feest; Janata 1999: 1)

Ingold stellt auch dar, dass der Mensch im Gegensatz zu Tieren in der Lage ist, Dinge zu erfinden, wozu eben auch bewusste Gedankengänge notwendig sind, um bestimmte Gegenstände miteinander zu kombinieren, um letztlich das angestrebte Ziel zu verwirklichen.(Ingold 1986: 45)

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die Thematik der Technologie und Ergologie unter Berücksichtigung ethnologischer Perspektiven.

1. Technologie und Ergologie: Definition der grundlegenden Begriffe, Analyse der Mensch-Umwelt-Beziehung und historischer Überblick über ethnologische Theorien zur materiellen Kultur.

2. Marxistische Ethnologie: Erläuterung des theoretischen Hintergrunds und Analyse der Zusammenhänge zwischen Produktionsmitteln, Machtstrukturen und sozialer Ordnung anhand der Beispiele Godelier und Meillassoux.

Schlussworte: Kritische Reflexion über die Bedeutung der Auseinandersetzung mit nicht-industriellen Technologien für das Verständnis der eigenen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Technologie, Ergologie, Marxistische Ethnologie, Materielle Kultur, Artefakte, Produktionsweise, Maurice Godelier, Claude Meillassoux, Wirtschaftsanthropologie, Sozialstruktur, Jäger und Sammler, Ackerbau, Produktionsverhältnisse, Werkzeuge, Mensch-Umwelt-Beziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ethnologischen Untersuchung von Technologie und Ergologie und beleuchtet, wie materielle Gegenstände und deren Nutzung soziale Prozesse in verschiedenen Gesellschaftsformen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Technologie und Ergologie, die Rolle der materiellen Kultur als Schnittstelle zur Umwelt sowie die Anwendung marxistischer Analysen auf wirtschaftsethnologische Fragestellungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, dass die Untersuchung von Geräten und Anwendungsweisen in nicht-industriellen Gesellschaften essenzielle Erkenntnisse über soziale Strukturen und Machtverhältnisse liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse ethnologischer Standardwerke und spezifischer marxistischer Theorien zur Produktionsweise basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische und theoretische Grundlegung der Technologie und Ergologie sowie in die Analyse von Fallbeispielen bei Godelier und Meillassoux zur Verknüpfung von Produktion und sozialer Ordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Technologie, Ergologie, marxistische Ethnologie, Produktionsweise, materielle Kultur und soziale Machtverhältnisse.

Wie unterscheidet Godelier die Baruya-Gesellschaft?

Godelier analysiert, wie die exklusive Kontrolle über die Herstellung wichtiger Produktionsmittel (Waffen, Werkzeuge) durch Männer bei den Baruya eine soziale Abhängigkeit der Frauen erzeugt und deren Machtstellung festigt.

Was unterscheidet laut Meillassoux die Jäger-Sammler- von der Ackerbaugesellschaft?

Meillassoux zeigt auf, dass der Ackerbau durch die Notwendigkeit der Speicherung und langfristiger Planung zur Ausbildung festerer, hierarchischer Verwandtschaftsstrukturen und der Verwaltungsmacht Älterer führt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Technologie, Ergologie und marxistische Ethnologie
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Ethnologie und Afrikanistik)
Veranstaltung
Wirtschaftsethnologie
Note
2
Autor
Matthias Gebhart (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
15
Katalognummer
V43996
ISBN (eBook)
9783638416696
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Technologie Ergologie Ethnologie Wirtschaftsethnologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Gebhart (Autor:in), 2004, Technologie, Ergologie und marxistische Ethnologie, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43996
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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