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Die Lebendspende. Rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Probleme

Titel: Die Lebendspende. Rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Probleme

Seminararbeit , 2018 , 22 Seiten , Note: 10,00

Autor:in: Veronika Neft (Autor:in)

Medizin - Sonder- und Grenzgebiete der Medizin

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Lebendspende ist im deutschen Transplantationsmedizinrecht in § 8 TPG geregelt. Die Arbeit beschäftigt sich mit der verfassungsrechtlichen Problematik des § 8 TPG; es wird insbesondere zwischen der Restriktion des Empfängerkreises gemäß § 8 I 2 TPG sowie der Subsidiarität der Lebendspende gemäß § 8 I 1 Nr. 3 TPG unterschieden. Neben der Prüfung der Verfassungsmäßigkeit in grundrechtlicher Hinsicht werden weiterhin die Legitimität der Strafbewehrung des § 8 I 2 i.V.m. § 19 I Nr. 2 TPG sowie das Bestimmtheitsgebot gemäß Art. 20 III i.V.m. Art. 103 II GG thematisiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Bedeutung der Lebendspende

B. Gesetzliche Regelung der Lebendorganspende im TPG

C. Verfassungsrechtliche Problematik des § 8 TPG

I. Paternalismus

II. Verfassungsmäßigkeit des § 8 I 2 TPG

1. Verstoß gegen Art. 2 II 1 GG

a. Schutzbereich und Eingriff

b. Rechtfertigung

aa. Legitimer Zweck

bb. Geeignetheit

cc. Erforderlichkeit

dd. Angemessenheit

ee. Zitiergebot

2. Verstoß gegen Art. 12 I GG

a. Schutzbereich und Eingriff

b. Rechtfertigung

3. Verstoß gegen Art. 4 I, II GG

a. Schutzbereich und Eingriff

b. Rechtfertigung

4. Verstoß gegen Art. 2 I GG

5. Verstoß gegen Art. 3 I GG

6. Strafbewehrung der Restriktionsnorm

a. Legitimität des § 8 I 2 i.V.m. § 19 I Nr. 2 TPG

b. Bestimmtheitsgebot gemäß Art. 20 III i.V.m. Art. 103 II GG

7. Ergebnis

III. Verfassungsmäßigkeit des § 8 I 1 Nr. 3 TPG

1. Verstoß gegen Art. 2 II 1 GG

a. Schutzbereich und Eingriff

b. Rechtfertigung

aa. Legitimer Zweck

bb. Geeignetheit

cc. Erforderlichkeit

dd. Angemessenheit

2. Verstoß gegen Art. 12 I GG

3. Verstoß gegen Art. 4 I, II GG

4. Verstoß gegen Art. 2 I GG

5. Ergebnis

D. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der gesetzlichen Beschränkungen der Lebendorganspende nach § 8 des Transplantationsgesetzes (TPG). Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Untersuchung, ob die restriktiven Vorgaben zur Spender-Empfänger-Beziehung sowie die Subsidiaritätsklausel gegenüber der postmortalen Spende mit den Grundrechten vereinbar sind.

  • Verfassungsrechtliche Prüfung paternalistischen Staatshandelns im Transplantationsrecht.
  • Analyse der Restriktion des Spenderkreises gemäß § 8 I 2 TPG.
  • Untersuchung der Subsidiarität der Lebendspende nach § 8 I 1 Nr. 3 TPG.
  • Verhältnismäßigkeitsprüfung der gesetzlichen Einschränkungen gegenüber Grundrechten wie Art. 2 II 1 GG und Art. 12 I GG.
  • Kritische Bewertung der Strafbewehrung bei Verstößen gegen die Spenderkreisbeschränkungen.

Auszug aus dem Buch

II. Verfassungsmäßigkeit des § 8 I 2 TPG

Die Vorschrift des § 8 I 2 TPG untersagt die Lebendspende in Fällen, in denen kein besonderes Näheverhältnis zwischen Spender und Empfänger besteht. So können nicht regenerierbare Organe weder anonym noch aus altruistischen Motiven lebend gespendet werden. Diese Restriktion wirft Fragen in Bezug auf deren Verfassungsmäßigkeit auf: Zum Einen könnte § 8 I 2 TPG gegen diverse Grundrechte verstoßen, zum Anderen stellt sich die Frage, ob die Strafbewehrung des § 8 I 2 TPG i.V.m. 19 I Nr. 2 TPG legitim ist.

1. Verstoß gegen Art. 2 II 1 GG

Infrage kommt ein Verstoß des § 8 I 2 TPG gegen Art. 2 II 1 GG.

a. Schutzbereich und Eingriff

Der Schutzbereich des Art. 2 II 1 GG ist für den potentiellen Empfänger eröffnet, da dieser aufgrund seines Gesundheitszustandes auf ein Organ angewiesen ist und somit sein Leben und seine körperliche Unversehrtheit betroffen sind.

Die Regelung des § 8 I 2 TPG stellt einen Eingriff in Art. 2 II 1 GG dar, wenn dem Empfänger eine grundsätzlich durchführbare Therapie im Rahmen der Lebendorganspende, die mindestens eine wesentliche Linderung des Leidens oder sogar eine Lebensverlängerung nach sich zieht, verweigert wird. Zu beachten ist, dass § 8 I 2 TPG sich an den behandelnden Arzt richtet und somit keinen finalen Eingriff in das Grundrecht des Empfängers aus Art. 2 II 1 GG darstellt. Jedoch gewährleistet dieses Grundrecht dem Einzelnen als Abwehrrecht auch Schutz gegen mittelbare Eingriffe des Staates. Die mittelbar erfolgte Verletzung darf weder Resultat des Handelns Dritter noch das eines schicksalhaften Zustandekommens sein; vielmehr muss dieser Verstoß als Folge staatlichen Handelns diesem zurechenbar sein. Dies ist der Fall, da der Staat das Explantationsverbot zu den in § 8 I 2 TPG festgelegten Bedingungen erlassen hat. Zur Begründung führt die Rspr. an, dass bereits das Leben den grundrechtlichen „Höchstwert“ verkörpert und auch das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit einem jeden Patienten hinsichtlich der Krankenversorgung „nach allen Regeln ärztlicher Kunst“ zugesichert werden muss.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Bedeutung der Lebendspende: Führt in die Thematik ein und erläutert die faktische Subsidiarität der Lebendspende gegenüber der postmortalen Organspende.

B. Gesetzliche Regelung der Lebendorganspende im TPG: Gibt einen Überblick über die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Lebendspende gemäß §§ 8 – 8 c TPG.

C. Verfassungsrechtliche Problematik des § 8 TPG: Untersucht intensiv die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Einschränkungen in § 8 TPG unter Berücksichtigung paternalistischer Motive und grundrechtlicher Belange.

D. Fazit: Fasst die Ergebnisse zusammen und fordert insbesondere eine Reform des § 8 I 2 TPG sowie eine Klarstellung bezüglich der Wahlmöglichkeit der Patienten.

Schlüsselwörter

Lebendspende, Transplantationsgesetz, Organspende, Grundrechte, Paternalismus, Verhältnismäßigkeit, Näheverhältnis, Subsidiarität, Organhandel, Strafbewehrung, Bestimmtheitsgebot, körperliche Unversehrtheit, Berufsausübung, Transplantationsrecht, Gesetzgeberischer Ermessensspielraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Ausgestaltung und die verfassungsrechtlichen Problemstellungen der Lebendorganspende in Deutschland auf Basis des Transplantationsgesetzes (TPG).

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen das Verbot von Lebendspenden außerhalb enger persönlicher Nähebeziehungen sowie der Vorrang der postmortalen Spende (Subsidiarität).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob der Gesetzgeber mit den restriktiven Vorgaben des § 8 TPG den verfassungsrechtlich zulässigen Rahmen verlässt, insbesondere im Hinblick auf den Schutz des Spenders und das Verbot des Organhandels.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die klassische juristische Dogmatik, insbesondere die Verhältnismäßigkeitsprüfung, um Gesetzesnormen am Maßstab der Grundrechte des Grundgesetzes (GG) zu messen.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil diskutiert?

Der Hauptteil analysiert intensiv die Vereinbarkeit von § 8 I 2 TPG und § 8 I 1 Nr. 3 TPG mit verschiedenen Grundrechten, wie dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 II 1 GG) sowie der Berufsfreiheit (Art. 12 I GG).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Paternalismus, Subsidiarität, Verhältnismäßigkeitsgrundsatz, Eingriffsintensität und Bestimmtheitsgebot.

Warum wird die Strafbewehrung des § 8 I 2 TPG kritisch gesehen?

Die Autorin argumentiert, dass eine freiwillige, unentgeltliche Organspende zwischen nicht eng verbundenen Personen kein sozialschädliches Verhalten darstellt, weshalb die Strafbewehrung verfassungsrechtlich problematisch und teilweise verfassungswidrig sein könnte.

Wie bewertet die Arbeit die Subsidiaritätsklausel des § 8 I 1 Nr. 3 TPG?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Regelung zwar verfassungsrechtlich vertretbar ist, da die Lebendspende nicht vollständig untersagt ist, aber in der Praxis eine geringe Bedeutung hat, da der Patient faktisch zwischen den Methoden wählen kann.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Lebendspende. Rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Probleme
Hochschule
Universität Augsburg
Note
10,00
Autor
Veronika Neft (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
22
Katalognummer
V439453
ISBN (eBook)
9783668790698
ISBN (Buch)
9783668790704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
lebendspende rechtliche ausgestaltung probleme Organspende Medizinrecht Lebendorganspende Jura Rechtswissenschaften Recht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Veronika Neft (Autor:in), 2018, Die Lebendspende. Rechtliche Ausgestaltung und verfassungsrechtliche Probleme, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/439453
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Leseprobe aus  22  Seiten
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