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Eine schülerorientierte Evaluation des handlungs- und projektorientierten Deutschliteraturunterrichts

Am Beispiel der Themenreihe Goethes Faust - die Gretchentragödie

Titel: Eine schülerorientierte Evaluation des handlungs- und projektorientierten Deutschliteraturunterrichts

Forschungsarbeit , 2018 , 56 Seiten

Autor:in: Marie H. (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Laufe meines Lehramtsstudiums an der RWTH Aachen University begegneten mir in der (Literatur-) Didaktik viele verschiedene Methoden, um Schüler/-innen für Themen zu begeistern und zu motivieren, doch die Umsetzung dieser Methoden blieb immer theoretisch. Somit stellte sich mir zu Beginn des Praktikums die Frage, wie der gymnasiale Deutsch- und besonders der Literaturunterricht stattfindet – welche verschiedenen Methoden von Lehrer/-innen eingesetzt werden und wie die Schüler/-innen diese evaluieren.

Aufgrund des Praxissemesters konnte ich während meiner Hospitation den (Literatur-) Unterricht verschiedener Lehrer/-innen in verschiedenen Klassen und Kursen beobachten. Dabei vermisste ich jedoch handlungs- und produktionsorientierte Ansätze. Als ich nach einer kurzen Hospitationsphase die Möglichkeit bekam eine Reihe zur Gretchentragödie in Goethes Drama „Faust“ planen und halten zu dürfen, bot sich mir die Chance diese Herangehensweise auszuprobieren, indem die Schüler/-innen das Drama handlungs- und produktionsorientiert erarbeiteten ließ. Ich wollte ihnen einen Gegensatz zur textanalytischen Bearbeitung des ersten Teils der Reihe (die Gelehrtentragödie) bieten und sie zusätzlich fünf Wochen vor den Ferien durch abwechslungsreiche Arbeitsweisen motivieren.

Die Reihe, deren Abfolge ich mit der Lehrperson absprach, dient als Grundlage dieses Projekts. Sie wird anhand von Gedächtnisprotokollen und vorab erstellten Stundenverlaufsplänen rekonstruiert und durch einen abschließend an die Schüler/-innen gerichteten Fragebogen vervollständigt.

Die Reihe besteht aus sieben Unterrichtsstunden, davon vier Doppelstunden, und wurde in einem Grundkurs der elften Klasse an einem Gymnasium durchgeführt. Da nur dieser eine Kurs mit 22 Schüler/-innen beobachtet und befragt wurde, ist die vorliegende Studie nicht repräsentativ, sondern wurde nur durchgeführt, um die eigene Lehrerprofessionalität schülerorientiert weiterentwickeln zu können.

Als literarisch-wissenschaftliche Grundlage dieses Studienprojekts diente insbesondere Kaspar Skinner, welcher sich detailliert mit handlungs- und problemorientiertem Literaturunterricht auseinandergesetzt hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Handlungs- und projektorientierter Literaturunterricht

2.1 Grundlagen

2.2 Kritik am handlungs- und projektorientierten Literaturunterricht

2.3 Vorteile des handlungs- und projektorientierten Literaturunterrichts

3 Versuchsplan

4 Datenerhebungsverfahren

5 Untersuchungsdaten

5.1 Gedächtnisprotokolle und Stundenverlaufspläne

5.2 Auswertung des Fragebogens

5.3 Verknüpfung der erhobenen Daten mit der Literaturgrundlage

6 Fazit

6.1 Reflektion

6.2 Ausblick

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit von handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Literaturunterricht an einem gymnasialen Grundkurs der elften Klasse. Das primäre Ziel ist es, zu evaluieren, ob diese Ansätze die Schülermotivation steigern und das Verständnis für das Drama "Faust" fördern, ohne dabei notwendige fachliche Lerninhalte zu vernachlässigen.

  • Vergleich von handlungsorientierten Methoden mit klassischen textanalytischen Verfahren.
  • Analyse der Schülerrezeption und Motivation durch Methoden wie Standbilder und Identifikationskreise.
  • Diskussion der Vereinbarkeit von innovativen Unterrichtsmethoden und der Prüfungsvorbereitung für das Abitur.
  • Reflektion der Lehrerprofessionalität durch die praktische Anwendung im Praxissemester.

Auszug aus dem Buch

2 Handlungs- und projektorientierter Literaturunterricht

Der handlungs- und produktionsorientierte Unterricht lässt sich laut Leubner et al. (2010) wie folgt kennzeichnen:

Der Zugang zu literarischen Texten erfolgt im handlungsorientierten Unterricht durch ganzheitliches Tun, das kognitive, affektive und praktische Fähigkeiten erfordert; und im produktionsorientierten Unterricht durch ein Schreiben zu literarischen Texten, das im Unterschied zum Schreiben eines Interpretationsaufsatzes selbst (quasi-)literarischen Charakter hat. Auf diese Weise sollen Schüler besonders gefördert werden, die durch künstlerische bzw. ganzheitliche Tätigkeiten literarische Texte eher als durch ein vor allem kognitiv begründetes Vorgehen nutzen können (ebd., S. 159 f.).

Kaspar Spinner unterstützt diese Aussage. Seiner Auffassung nach bedeutet für Schüler/-innen eine Handlungsorientierung im Unterricht, dass ihr „eigenes Tun [ihnen] intensivere Lernprozesse ermöglicht als die bloße Instruktion und das Unterrichtsgespräch“ (Spinner 2002, S. 247). Dies begründet er damit, dass die Schüler/-innen sich „nicht nur lesend und analysierend mit einem Text beschäftigen, sondern der [handlungsorientierte Unterricht] sie in literarischen und anderen ästhetischen Ausdrucksformen tätig werden lässt“ (ebd.) und somit „die Selbsttätigkeit der Schüler in den Mittelpunkt [setzt]“ (Pohl 2015, S. 8).

Kategorisierend nennt von Brand vier Grundformen des Deutschunterrichts: den Frontalunterricht, den handlungs- und produktionsorientierten Unterricht, den Projektunterricht und die Freiarbeit (vgl. v. Brand 2010, S. 123). Diese sortiert er von lehrerzentriert, gelenkt und nicht differenziert bis schülerorientiert, ungelenkt und differenziert (vgl. ebd.). Den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht sortiert er dabei rechts vom Frontalunterricht ein, da er zwar schülerorientierter als der Frontalunterricht, aber gelenkter als Projektunterricht gehalten wird (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt das Interesse an handlungs- und produktionsorientierten Methoden im Literaturunterricht und definiert das Ziel, die eigene Lehrerprofessionalität durch eine empirische Erhebung im Praxissemester zu evaluieren.

2 Handlungs- und projektorientierter Literaturunterricht: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen der Handlungsorientierung dar, kontrastiert diese mit fachdidaktischer Kritik und arbeitet die Vorteile wie Motivationssteigerung heraus.

3 Versuchsplan: Der Versuchsplan beschreibt das Setting der Unterrichtsreihe zu Goethes "Faust" in einem elften Jahrgang an einem Gymnasium sowie die zeitliche Strukturierung der einzelnen Unterrichtseinheiten.

4 Datenerhebungsverfahren: Hier werden die eingesetzten Instrumente, namentlich Gedächtnisprotokolle und ein anonymisierter Fragebogen, erläutert und ihre Bedeutung für die spätere Analyse begründet.

5 Untersuchungsdaten: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse aus der Auswertung der Protokolle und des Fragebogens und setzt diese in Relation zur theoretischen Fachliteratur.

6 Fazit: Das Fazit reflektiert die persönlichen Erfahrungen während des Praxissemesters, zieht Bilanz über die Wirksamkeit der gewählten Methoden und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Unterrichtspraxis.

7 Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Literaturunterricht, Goethes Faust, Gretchentragödie, Schülermotivation, Standbilder, Identifikationskreis, Interpretationsaufsatz, Lehrerprofessionalität, Praxissemester, empirische Evaluation, Fachdidaktik Deutsch, Abiturvorbereitung, schülerorientierter Unterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der praktischen Anwendung und Evaluation von handlungs- und produktionsorientierten Lehrmethoden in einem gymnasialen Literaturkurs, um Schülern einen motivierenden Zugang zum Drama "Faust" zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Didaktik des handlungsorientierten Literaturunterrichts, die Analyse der Gretchentragödie sowie die Reflexion über die eigene Lehrerrolle während des Praxissemesters.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ergründen, ob handlungsorientierte Ansätze die Motivation für komplexe literarische Texte steigern und gleichzeitig die Schüler effektiv im Lernprozess unterstützen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, der auf der Analyse von Gedächtnisprotokollen der Lehrkraft sowie einer standardisierten, anonymen Schülerbefragung mittels Fragebogen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe, die Präsentation der erhobenen Daten aus der Praxis sowie deren Verknüpfung mit der Fachdidaktik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Handlungsorientierung, Literaturunterricht, Schülermotivation, "Faust", Lehrerprofessionalität und Evaluation.

Warum wurde ausgerechnet Goethes "Faust" für das Projekt gewählt?

Das Drama bietet durch seine Komplexität und die verschiedenen tragischen Figurenkonstellationen ideale Anknüpfungspunkte für szenische Interpretationsmethoden, um Schüler zum aktiven Handeln zu bewegen.

Wie bewerten die Schüler den Einsatz von Standbildern im Vergleich zu klassischen Analysen?

Die Auswertung zeigt, dass die Schüler Standbilder als unterhaltsam und hilfreich für das Verständnis der Figurenbeziehungen empfinden, wobei sie dennoch eine gewisse Sorge hinsichtlich der Abiturvorbereitung äußern.

Welche Rolle spielt die Abiturvorbereitung in der Wahrnehmung der Schüler?

Die Ergebnisse verdeutlichen einen Leistungsdruck: Viele Schüler fordern klassische Analysen, da sie diese als direktere Vorbereitung auf die schriftliche Abiturprüfung betrachten als kreativ-handlungsbasierte Übungen.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Eine schülerorientierte Evaluation des handlungs- und projektorientierten Deutschliteraturunterrichts
Untertitel
Am Beispiel der Themenreihe Goethes Faust - die Gretchentragödie
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institut für Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft Lehr- und Forschungsgebiet Fachdidaktik Deutsch (Literaturdidaktik))
Veranstaltung
Begleitseminar Schulforschungsteil Deutsch
Autor
Marie H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
56
Katalognummer
V439409
ISBN (eBook)
9783668790834
ISBN (Buch)
9783668790841
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Praxissemester Handlungsorientiert produktionsorientiert handlungs- und produktionsorientiert Dramendidaktik Literaturdidaktik Studienprojekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marie H. (Autor:in), 2018, Eine schülerorientierte Evaluation des handlungs- und projektorientierten Deutschliteraturunterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/439409
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Leseprobe aus  56  Seiten
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