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Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland

Eine Analyse

Title: Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland

Thesis (M.A.) , 2005 , 144 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Sander (Author)

Politics - Topic: Globalization, Political Economics

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Summary Excerpt Details

Die Energiebeziehungen zwischen der Russischen Föderation (RF) und der Europäischen Union (EU) zeichnen sich durch ein hohes Maß ökonomischer Kontakte bei gleichzeitig geringer politischer Institutionalisierung aus.
Die vorliegende Arbeit geht den Gründen für diesen Befund nach. Dabei verwendet sie die rationale Verhandlungstheorie von Andrew Moravcsik, die Verhandlungsprozesse anhand eines Drei-Stufen-Modells analysiert. Die Stufen sind:
1. Innerstaatliche Präferenzbildung
2. Internationale Verhandlungsprozesse
3. Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse
Anhand dieses Modells werden folgende Thesen aufgestellt, die den geringen Institutionalisierungsgrad erklären sollen:
1. Auf der Ebene innerstaatlicher Präferenzen überwiegen bei der EU ökonomische, bei der RF jedoch geopolitische Erwägungen.
2. Auf der Ebene internationaler Verhandlungsprozesse ergibt sich eine grundlegende Zielkonkurrenz aus der jeweiligen Position als Produzent bzw. Konsument energetischer Rohstoffe. Beide Systeme verfolgen daher miteinander inkompatible Strategieansätze.
3. Auf der Ebene der Teilung bzw. Delegation von Souveränität vertreten beide Systeme grundsätzlich verschiedenen Kosten-/Nutzenanalysen, die sich aus ihren unterschiedlichen internen Präferenzen ergeben.
Zusammengefasst lautet die zentrale These dieser Arbeit:
Zwischen der EU und der RF besteht eine grundlegende Politikinkongruenz auf verschiedenen Ebenen, die sich negativ auf eine institutionalisierte Zusammenarbeit auswirkt.
Diese These soll in zwei Schritten untersucht werden. Zunächst wird eine Einteilung der RF und der EU in die rationale Verhandlungstheorie vorgenommen. Hierzu werden im Rahmen einer Querschnittsuntersuchung empirische Daten zu Präferenzbildungsprozessen in beiden Einheiten sowie zu ihrer internationalen Energiepolitik dargestellt und ausgewertet. Damit soll die Frage nach Politikinkongruenzen beider Systeme beantwortet werden. In dieser Einordnung liegt der empirische Hauptteil der Arbeit. Die Ergebnisse dieses Teils werden anhand zweier Fallbeispiele überprüft. Diese sind:
1. Die Ratifizierung des Transportprotokolls der internationalen Energiecharta 2. Die Unterstützung der EU für den Beitritt der RF zur Welthandelsorganisation (World Trade Organisation/ WTO) im Gegenzug zur Ratifikation des Kyotoprotokolls.

Excerpt


Gliederung

1. Fragestellung und Aufbau der Arbeit

2. Theoretischer Rahmen der Analyse

2.1 Die rationale Verhandlungstheorie nach Moravcsik

2.1.1 Grundannahmen der rationalen Verhandlungstheorie nach Moravcsik

2.1.2 Innerstaatliche Präferenzbildung

2.1.2.1 Geopolitische Interessen als Grundlage staatlicher Präferenzen

2.1.2.2 Politisch-ökonomische Interessen als Basis der Präferenzbildung

2.1.3 Internationale Verhandlungsprozesse

2.1.4 Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse

2.2 Energieversorgungssicherheit als politikwissenschaftliches Konzept

2.2.1 Konzepte und Definition von Energieversorgungssicherheit

2.2.2 Politiktheoretische Bedrohungskonzeptionen

2.2.3 Politikwissenschaftliche Systematisierung von Bedrohungsszenarien

2.2.4 Importspezifische Strategien der Herstellung von Energiesicherheit

2.2.4.1 Strategien der Dependenzreduktion

2.2.4.2 Stabilisierung des politisch-ökonomischen Umfelds

2.2.4.3 Direkte Kontrolle relevanter Ressourcen

2.3 Zusammenführung der vorgestellten Ansätze

2.3.1 Innerstaatliche Präferenzbildung

2.3.2 Internationale Verhandlungsprozesse

2.3.3 Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse

3. Einordnung EU-russischer Energiebeziehungen anhand der entwickelten Kriterien

3.1 Innerstaatliche Präferenzbildung

3.1.1 Russische Föderation

3.1.1.1 Staatsinterne Akteure

3.1.1.2 Interne Konfliktlinien

3.1.2 Europäische Union

3.1.2.1 Interne Akteure

3.1.2.2 Interne Konfliktlinien

3.2 Internationale Verhandlungsprozesse

3.2.1 Rahmenbedingungen der bilateralen Energiebeziehungen

3.2.1.1 Struktur der weltweiten Märkte für Erdöl und Gas

3.2.1.2 Präferenzen und Institutionen der bilateralen Beziehungen

3.2.2 Handlungsoptionen und Politikstrategien der RF

3.2.2.1 Reserven und Export energetischer Rohstoffe

3.2.2.2 Transportwege

3.2.2.3 Präferenzen und Politik der RF

3.2.3 Handlungsoptionen und Politikstrategien der EU

3.2.3.1 Energieressourcen und –bedarf

3.2.3.2 Prognosen für das Jahr 2020

3.2.3.3 Präferenzen und Politik der EU

3.3 Einordnung der EU und der RF in die rationale Verhandlungstheorie

3.3.1 Innerstaatliche Präferenzbildung

3.3.2 Internationale Verhandlungsprozesse

3.3.3 Zusammenfassende Bewertung

4. Überprüfung der Einordnung anhand der Fallbeispiele

4.1 Die Verhandlungen zum Energiechartavertrag und zum Transit-Protokoll

4.1.1 Entstehungsgeschichte und wesentliche Inhalte des Energiechartavertrags

4.1.2 Präferenzen der EU und der RF

4.1.3 Machtpotentiale und Verhandlungsstrategien auf internationaler Ebene

4.1.4 Bewertung des Fallbeispiels

4.2 Kyoto-Protokoll und WTO-Beitritt

4.2.1 Energiepolitische Bezüge der Vertragswerke

4.2.2 Präferenzen der EU und der RF

4.2.3 Machtpotentiale und Verhandlungsstrategien auf internationaler Ebene

4.2.4 Bewertung des Fallbeispiels

5. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Gründe für das geringe Maß an politischer Institutionalisierung in den Energiebeziehungen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Russischen Föderation (RF). Basierend auf der rationalen Verhandlungstheorie von Andrew Moravcsik wird analysiert, wie sich unterschiedliche interne Präferenzen und strategische Interessen auf internationaler Ebene in Politikinkongruenzen übersetzen.

  • Anwendung der rationalen Verhandlungstheorie auf EU-russische Energiebeziehungen
  • Vergleichende Analyse der internen Präferenzbildungsprozesse in der EU und der RF
  • Untersuchung von Handlungsoptionen und Verhandlungsstrategien beider Akteure
  • Überprüfung der theoretischen Erkenntnisse anhand konkreter Fallbeispiele (Energiecharta, WTO-Beitritt, Kyoto-Protokoll)

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Grundannahmen der rationalen Verhandlungstheorie nach Moravcsik

In seiner Untersuchung der europäischen Integration definiert Andrew Moravcsik internationale Entscheidungen als „...series of rational choices made by national leaders.“

Einflussfaktoren dieser Entscheidungen sind dabei: 1. Einschränkungen und Möglichkeiten aufgrund ökonomischen Interessen wichtiger interner Akteure. 2. Die relative Macht jedes Staates innerhalb des internationalen Systems. 3. Die Bedeutung internationaler Institutionen in der Gewährleistung der Glaubwürdigkeit internationaler Vereinbarungen.

Diese Einflussfaktoren entsprechen den drei Stufen internationaler Verhandlungen: 1. Interne Präferenzbildung, 2. Internationaler Verhandlungsprozess, 3. Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse. Diese Stufen sind analytisch dahingehend verbunden, dass staatsintern entwickelte Präferenzen potentielle Ergebnisse internationaler Verhandlungen vorselektieren, diese wiederum die konkrete Gestalt internationaler Institutionen beeinflussen.

Die verschiedenen Stufen des Verhandlungsprozesses sind dabei offen für die Erklärung durch alternative Theorieansätze, wobei zwischen Theoriesubstituten (mehrere Theorien, die eine Stufe des Prozesses verschieden erklären) und komplementären Theorien (Theorien bzgl. verschiedener Stufen des Verhandlungsprozesses) unterschieden wird. Zentrale Akteure des Verhandlungsprozesses sind für Moravcsik dabei Staaten, die als einheitliche und rational agierende Akteure definiert werden. Zugrunde gelegt wird dabei jeweils eine schwache Auslegung der Grundannahmen. So trägt die Annahme der Einheitlichkeit staatlichen Handelns nur nach dem bereits abgeschlossenen Prozess der internen Präferenzbildung und auch nur insoweit, als bestehende Institutionen den Staat als einheitlichen Akteur handeln lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in das Thema der Politikinkongruenz in den EU-russischen Energiebeziehungen sowie Vorstellung des methodischen Drei-Stufen-Modells.

2. Theoretischer Rahmen der Analyse: Darlegung der rationalen Verhandlungstheorie nach Moravcsik und Integration politikwissenschaftlicher Konzepte der Energieversorgungssicherheit.

3. Einordnung EU-russischer Energiebeziehungen anhand der entwickelten Kriterien: Empirische Analyse der Präferenzbildung und Verhandlungsstrategien von EU und RF im Energiesektor.

4. Überprüfung der Einordnung anhand der Fallbeispiele: Überprüfung der theoretischen Thesen an den Beispielen Energiechartavertrag, Kyoto-Protokoll und WTO-Beitritt.

5. Zusammenfassende Bewertung und Ausblick: Fazit zur Politikinkongruenz und abschließende Einschätzung zur Institutionalisierung der bilateralen Beziehungen.

Schlüsselwörter

Energiesicherheit, Europäische Union, Russische Föderation, rationale Verhandlungstheorie, Andrew Moravcsik, Energiebeziehungen, Präferenzbildung, Institutionalisierung, Interdependenz, geopolitische Interessen, Energiecharta, WTO, Kyoto-Protokoll, Rohstoffversorgung, Außenwirtschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Gründe für die geringe politische Institutionalisierung in den Energiebeziehungen zwischen der EU und der Russischen Föderation, trotz intensiver ökonomischer Kontakte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Energieversorgungssicherheit, internationale Verhandlungsprozesse zwischen Produzenten- und Konsumentenstaaten sowie die Einflüsse nationaler politischer und ökonomischer Eliten auf diese Beziehungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, warum eine tiefere Institutionalisierung der Energiekooperation ausbleibt und ob eine grundlegende Politikinkongruenz zwischen beiden Systemen für dieses Defizit verantwortlich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Drei-Stufen-Modell der rationalen Verhandlungstheorie von Andrew Moravcsik genutzt, um die Stufen der Präferenzbildung, der Verhandlungsprozesse und der Institutionalisierung zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine empirische Analyse der innerstaatlichen Akteure und Interessen in EU und RF sowie die Überprüfung dieser Erkenntnisse anhand konkreter Fallstudien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Energieversorgungssicherheit, rationale Verhandlungstheorie, Interdependenz, geopolitische Interessen, Energiecharta, WTO-Beitritt und Kyoto-Protokoll.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Russlands?

Die Arbeit identifiziert eine starke staatliche Kontrolle und eine "Symbiose" aus Geheimdienstmilieu und großen Energiekonzernen als zentrales Entscheidungszentrum, das primär geopolitische Ziele verfolgt.

Welche Rolle spielt die EU in den Energiebeziehungen?

Die EU wird als Konsument dargestellt, deren Energiepolitik von der Diversifizierung der Importquellen und der Hoffnung auf eine verrechtlichte Marktordnung geprägt ist, wobei sie jedoch unter Kompetenzstreitigkeiten zwischen Mitgliedsstaaten und der Kommission leidet.

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Details

Title
Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland
Subtitle
Eine Analyse
College
University of Trier
Grade
1,3
Author
Michael Sander (Author)
Publication Year
2005
Pages
144
Catalog Number
V43765
ISBN (eBook)
9783638414944
ISBN (Book)
9783656826828
Language
German
Tags
Energiesicherheit Europäischen Union Analyse Umsetzung Konzepts Fallbeispiel Beziehungen Russischen Föderation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Sander (Author), 2005, Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43765
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