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Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern

Möglichkeiten und Grenzen der Risikoadjustierung im Rahmen von Pay-for-Performance- Konzepten

Titel: Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern

Projektarbeit , 2017 , 50 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Katharina Geck (Autor:in)

Gesundheit - Public Health

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Projektarbeit thematisiert die Chancen und Risiken der Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren im Rahmen einer qualitätsorientierten Vergütung der stationären Versorgung im deutschen Gesundheitswesen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht diesbezüglich die bisherige als auch zukünftige Ausgestaltung des Pay-for-Performance (P4P) Konzeptes.

Der Wettbewerb zwischen verschiedenen Unternehmen ist essentiell für eine innovative Marktwirtschaft: er wirkt als Antrieb für den Fortschritt der gesamten Volkswirtschaft. Um sich unter diesem Wettbewerb profilieren zu können, wenden sich immer mehr Unternehmen von einem verbindlichen Fixgehalt ab und tendieren hin zu einer Kombination aus fixen und variablen Bestandteilen. Auch das Gesundheitswesen sieht sich durch eine sich zunehmend verschlechternde wirtschaftliche Lage gezwungen, Wettbewerb zu betreiben. Die unterschiedlichen Einrichtungen sind im Rahmen ihrer Existenzsicherung aufgefordert, sich von den Konkurrenten abzuheben. Im deutschen Gesundheitswesen existieren allerdings Grenzen des Wettbewerbsgedankens, da das Gesundheitssystem der öffentlich rechtlichen Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge unterliegt. Gerade dies implizierte in den letzten Jahren das stringente Vernachlässigen des Qualitätsgedanken. Klinische Einrichtungen mussten derweilen keine markttypische Bereinigung fürchten. Dies hatte zur Folge, dass das deutsche Gesundheitssystem im Laufe der letzten Jahre einige Abschläge im Bereich der Vertrauensbasis seiner Nutzer einstecken musste.

Angeleitet durch den Wunsch einer qualitätsbewussten Versorgung wurde daher jüngst das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) mit einer Vielzahl an Gesetzesänderungen im Rahmen der Qualitätsoffensive verabschiedet. Schwerpunkte des KHSG sind die wirtschaftliche Stärkung der Krankenhäuser sowie die Berücksichtigung von Aspekten der stationären Qualitätssteigerung. Im Rahmen der stationären Qualitätssteigerung wurde u.a. das Pay-for-Performance Modell für den stationären Sektor in die Sozialgesetzgebung eingeführt. Dieses Modell soll auf Basis von qualitätsorientierten Merkmalen die Leistungserbringer vergüten und somit durch monetäre Motivationsanreize eine Qualitätsverbesserung implizieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2 Bestandsaufnahme der Situation in der Krankenhauslandschaft Deutschlands

2.1 Begriffsbestimmung des Krankenhauses

2.2 Einblick in die bisherige Krankenhausfinanzierung/-vergütung

2.2.1 Duale Finanzierung

2.2.2 DRG- Fallpauschalensystem

3 Pay- for- Performance Ansatz

3.1 Begriffsdefinition

3.2 Beginn und Entfaltung des Pay-for-Performance Gedankens

3.3 Ziele und Aufbau des P4P Ansatzes

3.3.1 Ziele

3.3.2 Erfolgsorientierte Vergütung

3.3.3 Public Reporting

4 Umsetzung des P4P - Ansatzes in Deutschland

4.1 Bedeutung der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen

4.2 Externe stationäre Qualitätssicherung

4.3 Qualitätsindikatoren

4.3.1 Vorraussetzungen und Rahmenbedingungen von Qualitätsindikatoren

4.3.2 Qualitätsmodell nach Avedis Donabedian

5 Risikoadjustierung als Grundlage für die Qualitätsmessung

5.1 Grundlagen

5.2 Möglichkeiten und Grenzen der Risikoadjustierung

5.3 Kritische Würdigung der Risikoadjustierung in Bezug auf P4P

6 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Projektarbeit untersucht die Chancen und Risiken einer Risikoadjustierung bei Qualitätsindikatoren innerhalb von Pay-for-Performance-Vergütungsmodellen in deutschen Krankenhäusern. Ziel ist es, die Eignung solcher Anreizsysteme für die zukünftige Krankenhauslandschaft vor dem Hintergrund aktueller gesetzlicher Änderungen durch das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) zu bewerten.

  • Pay-for-Performance-Konzepte in der stationären Versorgung
  • Methoden und Herausforderungen der Qualitätssicherung
  • Bedeutung der Risikoadjustierung für faire Qualitätsvergleiche
  • Einfluss des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG)
  • Messung von Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität

Auszug aus dem Buch

3.1 Begriffsdefinition

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass eine allgemein gültige Definition des Begriffes Pay-for-Performance (auch: P4P) nicht existiert. Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen definiert die sog. qualitätsbezogene Vergütung als „ein Vergütungssystem, das die Qualität der Leistungserbringer in den Mittelpunkt stellt“ und legt den Begriff damit sehr schmal aus.

Die Definition des amerikanischen Verständnisses dagegen fasst P4P weiter. Es gilt nicht nur die Definition, die sich auf die gesonderte Vergütung von Qualität bezieht, sondern es steht hier viel mehr auch die Effizienz (Verhältnis von Qualität und angefallenen Kosten) im Mittelpunkt. Strenggenommen müsste das System demnach „Pay-for-Value“ heißen. Aus der Managementebene betrachtet stammt eine weitere Ausweitung des Begriffes aus der ökonomischen Principal-Agent Theorie. Dabei wird der Principal als Auftraggeber und der Agent als Ausführender zur Realisierung der Interessen des Auftraggebers definiert. Der Auftraggeber gibt dem Agenten den Auftrag, für ihn eine Tätigkeit (hier: Behandlung) auszuführen, die er eigens aufgrund von sog. Informationsasymmetrie weder ausführen noch kontrollieren kann. Bezogen auf das Gesundheitswesen ergibt sich daher der Patient als Principal, der Arzt bzw. das Krankenhaus als Agent. Nach der Theorie eines ökonomisch handelnden Menschen („homo oeconomicus“) sucht der Agent den größten qualitativen Gesundheitsdienst für den geringsten Preis. Im einfachsten Verständnis der Principal-Agent Theorie dient Pay-for-Performance dem Principal, da dieser mit Einsatz finanzieller Anreize bzw. Bestrafungen die Qualität beeinflussen kann. Somit besteht eine größere Chance, dass der Agent auch im Sinne des Principal handelt und der Asymmetrie entgegengewirkt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Erläutert die Problemstellung im Gesundheitswesen, definiert die Ziele der Arbeit und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2 Bestandsaufnahme der Situation in der Krankenhauslandschaft Deutschlands: Definiert den Krankenhausbegriff rechtlich und gibt einen Überblick über das duale Finanzierungssystem sowie das DRG-Fallpauschalensystem.

3 Pay- for- Performance Ansatz: Beleuchtet Definitionen, den geschichtlichen Hintergrund sowie die Ziele und den Aufbau des P4P-Konzepts.

4 Umsetzung des P4P - Ansatzes in Deutschland: Beschreibt die Rolle der Qualitätssicherung nach dem KHSG, externe Qualitätssicherungsmaßnahmen und die methodischen Grundlagen von Qualitätsindikatoren.

5 Risikoadjustierung als Grundlage für die Qualitätsmessung: Analysiert die Notwendigkeit, Möglichkeiten und Grenzen einer risikoadjustierten Qualitätsbewertung für einen fairen Wettbewerb.

6 Zusammenfassung und Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs gestellten Leitfragen zur Zukunft von P4P in der Krankenhauslandschaft.

Schlüsselwörter

Pay-for-Performance, P4P, Krankenhausstrukturgesetz, KHSG, Qualitätssicherung, Risikoadjustierung, DRG-System, Krankenhausfinanzierung, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Qualitätsindikatoren, Principal-Agent-Theorie, Leistungsorientierte Vergütung, Gesundheitswesen, Patientenmix.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der qualitätsorientierten Vergütung von Krankenhäusern durch Pay-for-Performance-Modelle und untersucht, wie Qualitätsindikatoren durch Risikoadjustierung vergleichbar gemacht werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die deutsche Krankenhausfinanzierung, die P4P-Methodik, gesetzliche Anforderungen durch das KHSG sowie die Herausforderungen der Risikoadjustierung im medizinischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Chancen und Risiken der Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren zu analysieren und zu validieren, ob P4P ein tragfähiges Konzept für die deutsche Krankenhauslandschaft darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Projektarbeit, die den aktuellen Stand der Literatur, gesetzliche Grundlagen und existierende Vergütungskonzepte analysiert und zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme der Krankenhauslandschaft, die Definition und den Aufbau von P4P-Ansätzen, die Umsetzung dieser Modelle in Deutschland inklusive Qualitätsindikatoren sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Risikoadjustierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind P4P, KHSG, Risikoadjustierung, Qualitätsindikatoren, DRG, Krankenhausfinanzierung und Ergebnisqualität.

Warum ist das DRG-System laut Autorin problematisch?

Das DRG-System steht wegen seiner mengenmäßigen Orientierung in der Kritik, da Krankenhäuser durch die Aufnahme einer höheren Fallzahl ihre Erlöse steigern können, was negative Auswirkungen auf die Versorgungsqualität haben kann.

Was ist das Hauptproblem bei der Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren?

Die größte Schwierigkeit liegt in der Objektivität der Datenerfassung sowie dem immensen bürokratischen Mehraufwand für das Personal, der zu Lasten der direkten Patientenbehandlung gehen kann.

Warum ist das Donabedian-Modell für diese Arbeit relevant?

Es bietet eine fundierte Grundlage zur Strukturierung der Qualität in drei Dimensionen (Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität), was für die Bewertung von Leistungsmerkmalen im P4P-System essenziell ist.

Welche Rolle spielen "Routinedaten" laut der Arbeit?

Routinedaten gewinnen an Bedeutung, da sie eine notwendige Voraussetzung für eine sachgemäße und valide Risikoadjustierung bei der Messung von Qualitätsindikatoren darstellen.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern
Untertitel
Möglichkeiten und Grenzen der Risikoadjustierung im Rahmen von Pay-for-Performance- Konzepten
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,4
Autor
Katharina Geck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
50
Katalognummer
V437355
ISBN (eBook)
9783668783867
ISBN (Buch)
9783668783874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Krankenhausfinanzierung Risikoadjustierung Pay-for-Perfomance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Geck (Autor:in), 2017, Qualitätssicherung in deutschen Krankenhäusern, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/437355
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