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Kritische Geographie und Produktion des Raumes

Inwiefern hat der Paradigmenwechsel der Kritischen Geographie zu einer Veränderung der Raumanalyse von "Problemvierteln" wie Gostenhof geführt?

Title: Kritische Geographie und Produktion des Raumes

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christine Weimer (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die Kritische Geographie nach ihren zentralen Inhalten und historischen Hintergründen untersucht werden. Dabei soll es zu einer kurzen Darstellung von theoretischen Grundlagen (Lefebvre / Harvey) kommen. Auf dieser Grundlage wird versucht anhand des Praxisbeispiels zu untersuchen, inwiefern Räume im Kontext kritisch-geographischer Ansätze neu wahrgenommen und bewertet werden können. Die zentrale Fragestellung zielt demnach darauf ab, inwiefern der Paradigmenwechsel der Kritischen Geographie zu einer Veränderung der Raumanalyse von „Problemvierteln“ (am Beispiel des Nürnberger Stadtteils Gostenhof) geführt hat.

Im ersten Abschnitt dieser Arbeit soll zunächst die Kritische Geographie definiert, in ihrer Entstehung dargestellt und ihr Stellenwert in der Humangeographie aufgezeigt werden. Ebenfalls soll die Bedeutung dieser neueren Perspektive in der Geographie erläutert werden, um daraufhin in einem folgenden Kapitel einen Bezug zu verschiedenen Raumkonzeptionen herzustellen. Hierbei soll es aber weniger um räumliche Ungleichheiten gehen, die zwar als Grundlage zur raumtheoretischen Erklärung dienten, sondern vielmehr soll eine Einordnung der Praxis aus der Stadtplanung in dessen theoretischen Konzept vorgenommen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kritische Geographie

2.1 Historischer Kontext

3. Produktion des Raumes

3.1 Theorie nach Lefebvre (1991)

3.2 Raumadaption von Harvey (2005)

3.3 Kritisch-geographische Analyse eines Beispielraumes „Gostenhof“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Paradigmenwechsel der Kritischen Geographie und dessen Einfluss auf die Wahrnehmung und Raumanalyse von als "Problemvierteln" deklarierten Gebieten. Anhand des Beispiels des Nürnberger Stadtteils Gostenhof wird analysiert, wie sich der theoretische Blick auf Raumproduktionsprozesse verändert hat und welche Rolle dabei moderne sozioökonomische Ansätze spielen.

  • Grundlagen der Kritischen Geographie und ihr historischer Kontext
  • Theoretische Ansätze zur Produktion des Raumes nach Henri Lefebvre
  • Erweiterung der Raumtheorie durch David Harveys "9-Wege-Matrix"
  • Wandel des Nürnberger Stadtteils Gostenhof im stadtplanerischen Diskurs
  • Einfluss sozio-geographischer Paradigmen auf die moderne Raumbewertung

Auszug aus dem Buch

3.3 Kritisch-geographische Analyse eines Beispielraumes „Gostenhof“

Nachdem es zu einer Klärung des Terminus Kritische Geographie gekommen ist und ferner theoretische Grundlagenmodelle skizziert wurden, soll folglich ein Raum komprimiert untersucht werden. Hierbei soll am Beispiel des Nürnberger Stadtteils Gostenhof untersucht werden, inwiefern raumbildende Prozesse und Gegebenheiten der Gegenwart und nahen Vergangenheit aus dem Blickwinkel der Kritischen Geographie beschrieben bzw. bewertet werden können.

Als ehemaliges Straßendorf und Quartierungseinrichtung der Soldaten im ersten Weltkrieg entwickelte sich Gostenhof südwestlich der Altstadt sehr rasant zu einem Problemviertel innerhalb der Stadt Nürnberg. Dies wurde vor allem anhand der einkommensschwachen und multikulturell zusammengesetzten Bevölkerung begründet, was sich unter anderen in vielen Publikationen in verschiedenen lokalen und überregionalen Zeitschriftenartikeln nachvollziehen lässt. Das sogenannte „Scherbenviertel“ bzw. „Klein-Kreuzberg“ (u.a. Süddeutsche Zeitung) wurde sehr häufig Gegenstand des gesellschaftlichen und z.T. auch wissenschaftlich-politischen Diskurses. Dieses fast durchweg negative Image war lediglich eine Kausalitätskette vieler verschiedener Entwicklungen in der Stadtplanung. So wurden nach dem Zweiten Weltkrieg etwa aufgrund der überalterten Bausubstanz, der innerstädtischen Lage ohne Grünflächen, hoher Verkehrsbelastung und mangelnder Kulturangebote dieser Stadtteil besonders bevorzugt, wenn es um die Unterbringung von Schutzsuchenden und Gastarbeitern ging (FREESE 2005: 78). Hierdurch kam es zu der Entwicklung, dass mittlere und höhere Bildungsschichten diesen Stadtteil weitestgehend als Lebensstandort verließen oder vermieden. Vergleichbar mit der „Ghettoisierung“ in anderen deutschen Großstädten gelang Gostenhof folglich in einen Abwärtstrend, auch in der stadtpolitischen Planung. Es ging darum die Problemerscheinungen in „Gostanbul“ (u.a. Kriminalität, sozialer Zerfall etc.) akut zu bekämpfen. Es wurde hierbei somit nicht nur von der Nürnberger Gesellschaft ein Raum konstruiert, welcher von seiner der konventionellen Norm abweichenden Bevölkerung und baulichen Morphologie determiniert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Gentrifizierung und kritischen Raumbetrachtung ein und formuliert die zentrale Fragestellung zur Veränderung der Raumanalyse am Beispiel von Gostenhof.

2. Kritische Geographie: Dieses Kapitel definiert die Kritische Geographie als neomarxistisch geprägte Perspektive, die gesellschaftliche Entwicklungen und Raumproduktion in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellt.

2.1 Historischer Kontext: Es wird die historische Entwicklung der Disziplin von der traditionellen Länderkunde über die quantitative Revolution bis hin zur radical geography und der aktuellen Kritischen Geographie nachgezeichnet.

3. Produktion des Raumes: Der Hauptteil erläutert theoretische Ansätze zur Entstehung und Wahrnehmung von Raum als soziales Produkt.

3.1 Theorie nach Lefebvre (1991): Das Kapitel stellt Lefebvres Triade der Raumproduktion vor, die zwischen räumlicher Praxis, Repräsentation des Raumes und Räumen der Repräsentation unterscheidet.

3.2 Raumadaption von Harvey (2005): David Harveys Erweiterung der Theorie durch eine 9-Wege-Matrix wird erläutert, um Raumphänomene durch absolute, relative und relationale Dimensionen präziser zu erfassen.

3.3 Kritisch-geographische Analyse eines Beispielraumes „Gostenhof“: Anhand des Nürnberger Stadtteils Gostenhof wird der Wandel vom „Problemviertel“ zum „Szeneviertel“ unter Berücksichtigung kritisch-geographischer Aspekte praxisnah analysiert.

4. Fazit: Das Fazit resümiert den Paradigmenwechsel in der Geographie und betont die Notwendigkeit, soziale Aspekte bei der Raumbewertung in einer globalisierten Welt stärker zu gewichten.

Schlüsselwörter

Kritische Geographie, Produktion des Raumes, Gostenhof, Gentrifizierung, Raumtheorie, Henri Lefebvre, David Harvey, Stadtplanung, Problemviertel, Soziale Räume, Humangeographie, Radical Geography, Stadtentwicklung, Raumproduktion, Gesellschaftliche Prozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem Paradigmenwechsel innerhalb der Geographie, weg von deterministischen Ansätzen hin zur Kritischen Geographie, und untersucht, wie sich dadurch die Analyse von städtischen Räumen gewandelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Theorie der Raumproduktion, die historische Entwicklung der Kritischen Geographie sowie die praktische stadtplanerische Bewertung und Entwicklung des Nürnberger Stadtteils Gostenhof.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Untersuchung?

Die zentrale Frage lautet, inwiefern der Paradigmenwechsel der Kritischen Geographie zu einer substanziellen Veränderung in der Raumanalyse von sogenannten "Problemvierteln" wie Gostenhof geführt hat.

Welche wissenschaftliche Methodik wird für die Analyse verwendet?

Es wird ein theoriegeleiteter Ansatz verwendet, der bestehende raumtheoretische Konzepte (Lefebvre, Harvey) auf ein spezifisches Praxisbeispiel (Gostenhof) anwendet und mittels statistischer Daten sowie stadtplanerischer Diskurse verifiziert.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Lefebvre und Harvey sowie eine detaillierte Fallstudie zu Gostenhof, die den Wandel des Viertels vom negativen Image zum Szeneviertel analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Kritische Geographie", "Produktion des Raumes", "Gentrifizierung" und "Stadtentwicklung" charakterisiert.

Wie lässt sich der Wandel von Gostenhof theoretisch einordnen?

Gostenhof wandelte sich durch veränderte Wahrnehmungs- und Planungsprozesse, die zunehmend soziale Faktoren und Partizipation miteinbeziehen, statt den Raum nur über physischen Zerfall oder soziale Defizite zu definieren.

Welche Bedeutung hat die "9-Wege-Matrix" von David Harvey für diese Arbeit?

Die Matrix dient als theoretische Erweiterung, um komplexe Raumphänomene besser zu erfassen, die über die klassische Triade von Lefebvre hinausgehen, und bietet eine komplexere Grundlage für die Analyse von Stadtteilen.

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Details

Title
Kritische Geographie und Produktion des Raumes
Subtitle
Inwiefern hat der Paradigmenwechsel der Kritischen Geographie zu einer Veränderung der Raumanalyse von "Problemvierteln" wie Gostenhof geführt?
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Geographie)
Grade
1,3
Author
Christine Weimer (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V437299
ISBN (eBook)
9783668782341
ISBN (Book)
9783668782358
Language
German
Tags
Kritische Geographie Produktion des Raumes Stadtgeographie Hausarbeit Raumanalyse Gostenhof Lefebvre Harvey Theorie radical geography
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Weimer (Author), 2018, Kritische Geographie und Produktion des Raumes, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/437299
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