Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Sociology - Miscellaneous

Lassen sich die politischen Konsequenzen der USA zum 11. September 2001 als Resilienz bezeichnen?

Title: Lassen sich die politischen Konsequenzen der USA zum 11. September 2001 als Resilienz bezeichnen?

Term Paper , 2014 , 18 Pages

Autor:in: Isabelle Loosen (Author)

Sociology - Miscellaneous

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Zitat eines Augenzeugens, der ursprünglich davon sprach, wie er den Flugzeugeinschlag im World Trade Center erlebte, lässt sich heute als sinnbildlich für den gesamten 11. September 2001 und dessen Auswirkungen sehen. „Und dann brach alles zusammen“. Auch 13 Jahre nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001, bei dem über 3000 Menschen gestorben sind, sind die Auswirkungen noch auf der ganzen Welt zu spüren. „Sie zeigtigen [sic!] nicht nur politische, sicherheitspolitische soziale, ökonomische, weltanschauliche und geheimdienstliche Folgen [...].“

Ausgehend von politischen Entscheidungen, Änderungen und Einschränkungen der US-amerikanischen Regierung hat ein Großteil der Weltbevölkerung die Aufgabe, mit dem Erlebten und dessen Konsequenzen umzugehen. Seien es Kriege, schärfere Flugkontrollen oder einfach die ständige Angst vor neuen Anschlägen, fast jedes Mitglied der Gesellschaft ist betroffen. Anschläge dieser Art bedeuten eine enorme Belastung für die Bevölkerung, die sie völlig aus ihrem geordneten Leben werfen kann. Aufgrund der enormen Reichweite der Terroranschläge, die nicht nur die USA getroffen haben, und dem zeitlichen Abstand, ist das Thema ideal, um an mehreren Beispielen zu demonstrieren, was Resilienz ausmacht und wo sie in der Realität zutreffen kann. Zudem gelten Terroranschläge, aufgrund der „Schocks und Traumata [...] zu jenen seltenen Ereignissen in der Geschichte, die auch ein großes Veränderungspotenzial für ansonsten relativ stabile Strukturen wie nationale Identitäten haben.“ Diese Ausarbeitung wird sich mit der Frage nach dem Aufkommen von Resilienz im Anschluss an die Anschläge des 11. Septembers 2001, im weiteren auch als 9/11 bezeichnet, befassen. Dabei geht es nicht direkt um die Resilienz einzelner Bürger, sondern um die der Politik und des Staates an sich. Dabei muss jedoch erwähnt werden, dass politische Handlungen natürlich Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, sodass die Aspekte nicht vollkommen differenziert voneinander betrachtet werden können.

Zunächst soll eine Definition der sozialwissenschaftlichen Sichtweise von Resilienz gefunden und erläutert werden. Danach sollen die politischen Auswirkungen exemplarisch anhand von drei ausgewählten Beispielen dargestellt und im Anschluss genau auf eine mögliche Resilienz hin untersuchen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Resilienz

2.1 Sichtweisen sozialer Resilienz

2.2 Das Resilienzverständnis nach Markus Keck und Patrick Sakdapolrak

3 Die USA und der 11. September 2001

3.1 Die Auswirkungen des 11. Septembers 2001

3.1.1 Verhaftungswellen - Guantánamo

3.1.2 Der Patriot Act

3.1.3 Die Anschläge in Afghanistan/ ‚War on Terror’

4 Welche Auswirkungen lassen sich als Resilienz bezeichnen?

4.1 Verhaftungswellen und Resilienz

4.2 Patriot Act und Resilienz

4.3 Krieg gegen den Terror und Resilienz

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis der Theorie von Keck und Sakdapolrak, ob die politischen Reaktionen der USA auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 als soziale Resilienz des US-amerikanischen Systems klassifiziert werden können.

  • Definition und theoretische Grundlagen sozialer Resilienz
  • Konzeptuelle Einordnung von Krisenbewältigung (coping, adaptive, transformative capacities)
  • Analyse der Verhaftungswellen und der Rolle von Guantánamo
  • Untersuchung des Patriot Act im Kontext gesellschaftlicher Sicherheit
  • Bewertung des „War on Terror“ als politische Reaktion auf die Anschläge

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Verhaftungswellen - Guantánamo

Als direkte Reaktion auf die Terroranschläge des 11. Septembers, erfolgten zahlreiche Verhaftungen. Begründet wurden diese, durch den Justizminister Ashcroft, damit, dass man arabischstämmige ‚Schläferzellen’ innerhalb der USA vermutete. Nach David Cole wurden über 5000 Menschen aufgrund der Geschehnisse verhaftet, wobei nach dem Prinzip „guilty by association“ gehandelt wurde, was bedeutet, dass jegliche Personen, die in das Fahndungsmuster der Polizei passten, verhaftet und überprüft wurden. Es heißt, dass die entsprechenden Personen, die männlich, arabischer Herkunft, muslimisch und alleinstehend waren, so lange ausgekundschaftet wurden, bis man etwas gegen sie in der Hand hatte. Selbst die kleinsten Delikte galten, laut Cole, als Aufhänger, um die Inhaftierten zu Verbindungen mit der Al-Qaida befragen zu können. Im amerikanischen Rechtsystem ist festgelegt, dass die USA eine Person festhalten darf, wenn ihre Aussage in einem Prozess als entscheidend gilt und eine Flucht nicht ausgeschlossen werden kann. „In etwa 50 Fällen machten die US Behörden im Zusammenhang der Ermittlungen zum 11. September von diesem Gesetz Gebrauch, wobei die vermeintlichen Zeugen teilweise monatelang in Haft blieben.“

Das Ergebnis dieser Verhaftungen ist zweifelhaft, denn „keiner der im Zuge der Ermittlungen festgenommenen Personen konnte letztendlich eine Verbindung zu islamistisch terroristischen Organisationen nachgewiesen werden.“

Im Zusammenhang mit den Verhaftungen der arabischen Immigranten muss auch das Internierungslager Guantánamo betrachtet werden. Auf Kuba wurde 2002 ein Lager erbaut, dass für die Gefangenen des sog. War on Terror, auf den später näher eingegangen wird, gedacht war. Durch die Besonderheit, der amerikanischen Hoheitsgewalt und dem kubanischen Staatsgebiet, waren nicht die amerikanischen Zivil- oder Militärgerichte für die Prozesse verantwortlich, sondern speziell einberufene Gerichtsstände.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der 9/11-Terroranschläge ein und definiert das Ziel, politische Reaktionen exemplarisch auf ihre Resilienz zu untersuchen.

2 Resilienz: Das Kapitel erläutert das sozialwissenschaftliche Konzept der Resilienz, insbesondere das Verständnis von Keck und Sakdapolrak mit den drei Kapazitäten (coping, adaptive, transformative).

3 Die USA und der 11. September 2001: Hier werden die historischen Auswirkungen der Anschläge sowie drei spezifische politische Maßnahmen (Verhaftungen, Patriot Act, Krieg in Afghanistan) detailliert vorgestellt.

4 Welche Auswirkungen lassen sich als Resilienz bezeichnen?: Dieses Kapitel prüft kritisch, ob die genannten politischen Maßnahmen die theoretischen Anforderungen an Resilienz erfüllen oder lediglich kurzfristige Reaktionen darstellen.

5 Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass im untersuchten Rahmen keine umfassende Resilienz des politischen Systems der USA festgestellt werden kann, da die Maßnahmen primär auf Schockreaktionen basieren.

Schlüsselwörter

Resilienz, 11. September 2001, 9/11, Soziale Resilienz, US-Außenpolitik, Patriot Act, Guantánamo, War on Terror, Krisenbewältigung, Politische Konsequenzen, Sicherheitsbedürfnis, Coping capacities, Adaptive capacities, Transformative capacities, Terrorismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die politischen Reaktionen der USA auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 im Sinne einer sozialen Resilienz verstanden werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die soziologische Theorie der Resilienz, die staatlichen Reaktionen der USA nach 9/11 und die Frage nach der langfristigen Stabilität politischer Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Prüfung, ob die getroffenen politischen Maßnahmen (Verhaftungswellen, Patriot Act, Afghanistan-Krieg) die Kriterien für Resilienz nach Keck und Sakdapolrak erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die qualitative Analyse von sekundären Quellen und Berichten sowie eine theoretische Einordnung anhand eines spezifischen Resilienzmodells.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei konkrete Politikbereiche auf ihre Resilienz hin: das Vorgehen gegen vermeintliche Terrorverdächtige, die Gesetzesverschärfungen durch den Patriot Act und die militärische Intervention in Afghanistan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Resilienz, 9/11, Soziale Resilienz, politische Stabilität, Krisenbewältigung und Terrorismusprävention.

Warum wird im Fazit argumentiert, dass keine Resilienz vorliegt?

Das Fazit legt dar, dass viele Maßnahmen eher kurzfristige Schockreaktionen (coping) waren und keine nachhaltige Anpassung oder Transformation des Systems im Sinne der Resilienztheorie bewirkt haben.

Welche Rolle spielen die drei Kapazitäten (Coping, Adaptive, Transformative) bei der Bewertung?

Sie dienen als theoretische Idealtypen, an denen gemessen wird, ob ein System nicht nur kurzfristig reagiert (coping), sondern sich strukturell anpasst (adaptive) oder sinnvoll transformiert (transformative).

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Lassen sich die politischen Konsequenzen der USA zum 11. September 2001 als Resilienz bezeichnen?
College
University of Trier
Author
Isabelle Loosen (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V435087
ISBN (eBook)
9783668763128
ISBN (Book)
9783668763135
Language
German
Tags
11. September Resilienz World Trade Center Terror Attentat 9/11 Schock Trauma Terrorismus Al-Quaida
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle Loosen (Author), 2014, Lassen sich die politischen Konsequenzen der USA zum 11. September 2001 als Resilienz bezeichnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/435087
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint