Im folgenden Bericht über mein Einführungs- und Orientierungspraktikum am Berufskolleg der Stadt Dortmund werde ich Ihnen die besuchte Schule vorstellen.
Im Anschluss daran folgt eine biographische Reflexion bezüglich meiner Erinnerungen an meine eigene Schulzeit und meiner Beweggründe, das Lehramtsstudium für Berufsschulen mit den Fächern Wirtschaftswissenschaften und Germanistik für mich und meinen zukünftigen Werdegang gewählt zu haben.
Im zweiten Abschnitt des Berichts werde ich genauer auf den von mir gewählten Beobachtungsbereich „Umgang mit Unterrichtsstörungen“ eingehen. Zunächst werde ich die theoretischen Vorgehensweisen und einige bildungswissenschaftliche Theorieansätze beim Umgang mit Unterrichtsstörungen aufzeigen. Hierzu werde ich anfangs erläutern, welche Unterrichtsstörungen es gibt, um im Anschluss daran verschiedene Methoden zum Umgang mit Unterrichtsstörungen zu erwähnen. Mittels der Fragestellung „Welche Methoden werden zur Unterbindung von Unterrichtsstörungen an der Praktikumsschule eingesetzt und wie erfolgreich sind sie? “ werde ich Bezug auf meine Beobachtungen im Unterricht nehmen und vorstellen, wie in der Praxis mit Unterrichtsstörungen umgegangen wird.
Im dritten Abschnitt beschreibe ich eine von mir gehaltene Unterrichtsstunde. Hierbei gehe ich sowohl auf den Inhalt, als auch auf die unterrichtete Lerngruppe und die damit verbundenen Entscheidungen zum Ablauf des Unterrichts und der Wahl der Sozialformen und Materialien ein.
Zum Abschluss meines Berichts werde ich resümieren, welche Erfahrungen ich durch dieses Praktikum für meinen weiteren Weg gesammelt habe, und welche Schlüsse und Erkenntnisse ich aus der Zeit am Berufskolleg der Stadt Dortmund für meinen beruflichen aber auch privaten Weg mitnehmen konnte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung: Vorschau auf die Inhalte dieses Berichts
1.1 Beschreibung und Eindrücke der Praktikumsschule
1.2 Biographische Reflexion: Erinnerungen an meine eigenen Schulerfahrungen und warum ich Berufsschullehrerin werden möchte
2 Systematische Praxiserkundung
2.1 Begründung der Wahl des Themas im Hinblick auf biographische und problemorientierte Aspekte
2.2 Theoretischer Umgang und bildungswissenschaftliche Theorieansätze in Bezug auf Störungen im Unterricht
2.3 Formulierung der Fragestellung für die Praxiserkundung: Welche Methoden werden zur Unterbindung von Unterrichtsstörungen an der Praktikumsschule eingesetzt und wie erfolgreich sind sie?
2.4 Planung, Durchführung, Analyse und Reflexion der Praxiserkundung
3 Gestaltung von Unterrichtsphasen und Reflexion der Lehrerinnenrolle
4 Reflexion der Theorie-Praxis-Phase und Konsequenzen für den weiteren Verlauf meines Studiums
I. Tabellarische Planung meines zu haltenden Unterrichts
II. Das dazugehörige Arbeitsblatt
Zielsetzung & Themen
Dieser Theorie-Praxis-Bericht zielt darauf ab, die im Studium erlernten theoretischen Grundlagen mit den praktischen Beobachtungen während des Eignungs- und Orientierungspraktikums am Berufskolleg der Stadt Dortmund zu verknüpfen, insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit Unterrichtsstörungen.
- Biographische Reflexion der eigenen Schullaufbahn und Studienmotivation
- Theoretische Auseinandersetzung mit Ursachen und Interventionen bei Unterrichtsstörungen
- Praktische Untersuchung von Methoden zur Störungsprävention an der Schule
- Gestaltung und Reflexion einer eigenen Unterrichtssequenz zur Berufsorientierung
- Reflexion der persönlichen Eignung für den Lehrerberuf an berufsbildenden Schulen
Auszug aus dem Buch
2.2 Theoretischer Umgang und bildungswissenschaftliche Theorieansätze in Bezug auf Störungen im Unterricht
Der Umgang mit Unterrichtsstörungen ist in der Forschung ein breit diskutiertes Thema, was ständiger Aktualisierung bedarf. In der Fachliteratur wird zu Beginn, das definiert, was eine Unterrichtsstörung ist. Man kann im Allgemeinen von einer Störung sprechen, wenn das Lehren und Lernen stockt, gar aufhört, oder inhuman wird (Vgl. Winkel, 2006, S. 31). Jedoch sind Unterrichtsstörungen zu komplex und vielseitig, um diese in Kürze zu definieren und zu verallgemeinern (Vgl. Steyer, 2004, S. 39).
Ebenfalls wird in der Fachliteratur die Verallgemeinerung von Unterrichtsstörungen als schwierig bis unmöglich eingestuft, da Unterrichtsstörungen unterschiedlich wahrgenommen werden. Was für den einen Lehrenden eine Unterrichtsstörung ist, nimmt ein anderer nicht als Beeinflussung wahr (Vgl. Winkel, 2006, S. 31).
Der Umgang mit Unterrichtsstörungen ist aber nicht nur aufgrund der individuellen Definition höchst komplex und variabel, sondern auch, weil hierbei verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. So ist zu entscheiden welche Art der Störung vorliegt. Hier kann zwischen verbalem Störverhalten, mangelndem Lerneifer, motorischer Unruhe und aggressivem Verhalten unterschieden werden (Vgl. Eder, Fartacek und Mayr, 1987, S.14). Zusammengefasst kann man Störungen auf zwei Störungstypen reduzieren: Den Überaktivismus, welcher sich durch Unruhe und Übermotorik äußert, und den Passivismus, gekennzeichnet durch Müdigkeit oder Desinteresse (Vgl. Steyer, 2004, S. 45).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorschau auf die Inhalte dieses Berichts: Das Kapitel stellt die besuchte Schule vor und erläutert die biographische Motivation für das Lehramtsstudium sowie den Aufbau des Berichts.
2 Systematische Praxiserkundung: Hier wird der Fokus auf den professionellen Umgang mit Unterrichtsstörungen gelegt, wobei Theorie und eigene Beobachtungen aus dem Praktikum gegenübergestellt werden.
3 Gestaltung von Unterrichtsphasen und Reflexion der Lehrerinnenrolle: Dieses Kapitel beschreibt die Planung, Durchführung und methodische Gestaltung einer selbst gehaltenen Unterrichtsstunde in Betriebsorganisation.
4 Reflexion der Theorie-Praxis-Phase und Konsequenzen für den weiteren Verlauf meines Studiums: Die Autorin resümiert ihre praktischen Erfahrungen, reflektiert ihre berufliche Eignung und zieht Konsequenzen für ihr weiteres Studium.
Schlüsselwörter
Berufskolleg, Unterrichtsstörungen, Praxiserkundung, Lehramtsstudium, Berufsorientierung, 5-Schritt-Lesemethode, Gruppenarbeit, Schulpraktikum, Lehrerrolle, Didaktik, Berufsbildung, Reflexion, Erziehungswissenschaft, Unterrichtsplanung, Heterogenität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit ist ein Theorie-Praxis-Bericht im Rahmen eines Eignungs- und Orientierungspraktikums, in dem die Verknüpfung von wissenschaftlichen Theorien mit dem realen Schulalltag am Berufskolleg dokumentiert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören der Umgang mit Unterrichtsstörungen, die Gestaltung von berufsorientierendem Unterricht und die kritische Reflexion des angestrebten Lehrerberufs.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die eigene Eignung für den Beruf der Berufsschullehrerin zu prüfen und die pädagogische Kompetenz durch die praktische Anwendung theoretischer Konzepte zu erweitern.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der Praxiserkundung, welche Beobachtungen im Unterricht, Interviews mit Lehrkräften sowie die Analyse einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Störungstypen und Interventionsstrategien im Unterricht und dokumentiert die Planung sowie Umsetzung einer eigenen Unterrichtseinheit zur Berufswahl.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakteristische Begriffe sind unter anderem Berufskolleg, Unterrichtsstörungen, Praxiserkundung, Lehramtsstudium und Unterrichtsplanung.
Welche besondere Herausforderung nennt die Autorin bei der Schülerschaft?
Die Autorin betont die große Heterogenität der Lernenden hinsichtlich Herkunft, Sprache und Vorwissen, was insbesondere im Fach "Deutsch als Zweitsprache" und in gemischten Klassen hohe Anforderungen stellt.
Warum spielt die "5-Schritt-Lesemethode" eine Rolle?
Diese Methode wurde von der Autorin gezielt eingesetzt, um den Schülern eine strukturierte Herangehensweise zur Erschließung beruflicher Fachinformationen zu vermitteln und die Selbstständigkeit in der Gruppenarbeit zu fördern.
- Arbeit zitieren
- Kim Lisa Markmann (Autor:in), 2017, Umgang mit Unterrichtsstörungen. Bildungswissenschaftliche Theorieansätze und Methoden zur Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/435079