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Die teilnehmende Beobachtung in der ethnologischen Feldforschung

Eine widersprüchliche Methode

Titel: Die teilnehmende Beobachtung in der ethnologischen Feldforschung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Feldforschung ist ein reines Abenteuer. Der Ethnograf verlässt sein gewohntes Umfeld und begibt sich in etwas Neues und Unbekanntes. Dabei weiß er nie, was ihn erwartet und lernt dabei so vieles. Natürlich birgt so eine Reise auch immer ein gewisses Risiko. Möglicherweise begibt sich der Forscher nicht nur in eine ihm fremde Kultur, mit ihm unbekannten Lebensweisen und Ritualen, sondern auch in ein Gebiet, in dem eine ganz andere Sprache gesprochen wird. Ein Feldforscher muss also einfühlsam, wissbegierig und vor allem neugierig sein. Und gerade weil Feldforschung mit Neugier und Abenteuer zu tun hat, kann sie eben auch gefährlich werden.

Für den Ethnograf ist es eine lange Reise, doch mit viel Gepäck ist er nicht unterwegs. Schwere Forschungstechnologie ist bei der Feldforschung fehl am Platz. Der Ethnograf selbst ist das wichtigste Instrument.

Flüchtige Alltagsbeobachtungen werden in der Ethnografie durch empirische Erforschungen ersetzt. Der Ethnograf macht es sich zur Aufgabe, fremde oder auch bekannte Lebenswelten genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Zentrum steht dabei die teilnehmende Beobachtung, die wichtigste Methode der Feldforschung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die ethnologische Feldforschung

2.1 Ursprung und Entwicklung der Ethnografie

2.2 Definition und Merkmale der Feldforschung

2.3 Phasen der Feldforschung

2.3.1 Planungsphase

2.3.2 Orientierungsphase

2.3.3 Zyklische Hauptforschungsphase

2.3.4 Ergebnisdarstellung

III. Die teilnehmende Beobachtung

3.1 Merkmale

3.2 Der Feldzugang

3.3 Die Rolle und Fähigkeiten des Beobachters

3.4 Vor-und Nachteile / Chancen und Risiken

IV. Die Beobachtung in der Systemtheorie von Niklas Luhmann

4.1 Allgemeines zur Person und Systemtheorie

4.2 Die Beobachtung

4.2.1 Beobachter erster Ordnung und der blinde Fleck

4.2.2 Beobachtung zweiter Ordnung und der blinde Fleck

4.3 Bezug zur teilnehmenden Beobachtung in der Feldforschung

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Methodik der teilnehmenden Beobachtung im Kontext der ethnologischen Feldforschung, analysiert deren Möglichkeiten und Grenzen sowie ihre theoretische Fundierung in der Systemtheorie nach Niklas Luhmann.

  • Grundlagen und historische Entwicklung ethnografischer Feldforschung
  • Prozesshafte Phasen der Feldforschung
  • Die teilnehmende Beobachtung als zentrale Forschungsmethode
  • Theoretische Perspektive: Beobachtung, blinder Fleck und Systemtheorie
  • Herausforderungen, Chancen und Risiken im Feld

Auszug aus dem Buch

3.1 Merkmale

Jeder von uns nimmt alltäglich an etwas teil. Sei es am Fernsehprogramm, Schulunterricht oder Straßenverkehr. Dabei beobachten wir eine große Anzahl an Ereignissen, Vorgängen und Verhaltensweisen. Was grenzt nun aber die hier thematisierte Beobachtung von der alltäglichen ab? Wissenschaftliche Beobachtung wird gezielt eingesetzt, kontrolliert und dokumentiert. Das Beobachten ist hier ein Prozess, indem die Anwesenheit des Beobachters einem wissenschaftlichen Zweck dient.

Der Terminus ,teilnehmende Beobachtung‘ wurde von Lindemann, einem Soziologen der Chicagoer Schule, eingeführt. Bereits vor Jahrzehnten arbeiteten deren Vertreter intensiv an der Erforschung fremder Kulturen. Die Methode der teilnehmenden Beobachtung konnte sich allerdings in der Soziologie kaum durchsetzen, da sie hier als unwissenschaftlich galt. Anders war es in der Ethnologie. Dort erkannte man von Anfang an das Potenzial in ihr. Die teilnehmende Beobachtung ist höchstwertvoll, um Einblicke in einen fremden Lebensraum zu erhalten.

Die allgemeine Voraussetzung ist die physische Nähe. Bereits der große Sozialanthropologe Malinowski setzt bei der teilnehmenden Beobachtung eine enge Bindung des Forschers zu der zu untersuchenden Kultur und deren Menschen voraus. Die Methode basiert auf sozialen Beziehungen zwischen dem Forscher und den Untersuchten. Zu Beginn bedeutet ,Teilnahme‘ meist nur Anwesenheit. Im Laufe der Forschung wird der Forscher integriert, nimmt eine soziale Rolle in der untersuchten Gemeinschaft ein und beteiligt sich an deren Aktivitäten. Die Teilnahme muss nicht über den gesamten Zeitraum aktiv sein. Manchmal nimmt der Forscher Situationen auch einfach nur wahr, ohne selbst miteingebunden zu sein.

,Teilnahme‘ bedeutet hier also Dabeisein, Mitmachen sowie Beteiligtsein am täglichen Leben im Untersuchungsfeld. Beispielsweise lebt der Forscher in einem einheimischen Haushalt, macht bei täglichen Unternehmungen, wie bei der Gartenarbeit oder dem Hausputz, mit und ist in jeder Situation anwesend, egal ob gestritten oder gelacht wird. Die Teilnahme ist nicht nur ganztägig, sondern ganzheitlich.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in die Thematik der Feldforschung und Zielsetzung der Untersuchung der teilnehmenden Beobachtung.

II. Die ethnologische Feldforschung: Darstellung der historischen Entwicklung sowie der methodischen Phasen und Merkmale der ethnologischen Feldforschung.

III. Die teilnehmende Beobachtung: Eingehende Betrachtung der zentralen Methode, inklusive Feldzugang, Beobachterrolle sowie Chancen und Risiken.

IV. Die Beobachtung in der Systemtheorie von Niklas Luhmann: Theoretische Analyse des Beobachtungsbegriffs, des blinden Flecks und der Anwendung systemtheoretischer Konzepte auf die Feldforschung.

V. Fazit: Zusammenfassende Reflexion über das Spannungsfeld zwischen Subjektivität und Objektivität in der Feldforschung.

Schlüsselwörter

Feldforschung, teilnehmende Beobachtung, Ethnografie, Niklas Luhmann, Systemtheorie, Beobachter erster Ordnung, Beobachter zweiter Ordnung, blinder Fleck, Ethnologie, Forschungsdesign, Feldzugang, Qualitative Sozialforschung, Wissenschaftstheorie, Beobachtung, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Methode der teilnehmenden Beobachtung innerhalb der ethnologischen Feldforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Ethnografie, den Forschungsprozess, die systemtheoretische Perspektive auf Beobachtung und die methodischen Herausforderungen vor Ort.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der teilnehmenden Beobachtung aufzuzeigen und deren Vor- und Nachteile sowie die systemtheoretische Einordnung zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere unter Einbeziehung der Systemtheorie nach Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Phasen der Feldforschung, die Merkmale und Rolle des Forschers bei der teilnehmenden Beobachtung sowie die systemtheoretische Analyse von Beobachtungsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Feldforschung, teilnehmende Beobachtung, Systemtheorie, blinder Fleck und Ethnografie.

Warum spielt der "blinde Fleck" eine so zentrale Rolle?

Luhmann zufolge kann ein Beobachter während der Operation der Beobachtung nicht gleichzeitig seine eigene Unterscheidung beobachten; dies führt dazu, dass jede Erkenntnis prinzipiell unvollständig und subjektiv bleibt.

Wie unterscheidet sich die Beobachtung erster und zweiter Ordnung?

Die Beobachtung erster Ordnung beschreibt das faktische Sehen von Phänomenen, während die Beobachtung zweiter Ordnung die Beobachtungen selbst reflektiert und Fehler oder blinde Flecken der ersten Ebene aufdecken kann.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die teilnehmende Beobachtung in der ethnologischen Feldforschung
Untertitel
Eine widersprüchliche Methode
Hochschule
Universität Rostock
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
24
Katalognummer
V434655
ISBN (eBook)
9783668761834
ISBN (Buch)
9783668761841
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feldforschung Ethnografie Ethnologie Ethnagraphie Systemtheorie Luhmann Feld Niklas Luhmann Teilnehmende Beobachtung beobachten Feldforscher Feldzugang der blinde Fleck blinder Fleck Beobachter Ethnograf wissenschaftliche Teilnahme Franz Boas Malinowski
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Die teilnehmende Beobachtung in der ethnologischen Feldforschung, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/434655
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