Die vorliegende Arbeit setzt sich eingehend mit der Frage auseinander, wie es zur Verfestigung von sozialer Exklusion kommen kann und wie diese Ausgrenzung von den Betroffenen subjektiv wahrgenommen wird, aber auch wie sie objektiv feststellbar und messbar ist. Dabei soll zunächst der Begriff Exklusion definiert und seine gesellschaftliche Bedeutung erläutert werden. Anschließend werden die subjektive und die objektive Exklusion dargestellt. Daran anknüpfend sollen sowohl die Ursachen als auch die Rolle des sozialen Milieus als Faktoren der Verfestigung sozialer Ausgrenzung erläutert werden. Den Abschluss der Arbeit bildet eine kurzen Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte und es soll zudem näher auf die Bedeutung der sozialen Exklusion für die Gesamtgesellschaft und für die Demokratie eingegangen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist soziale Exklusion?
3. Objektive und subjektive Exklusion
3.1 Objektive Exklusion
3.2 Subjektive Exklusion
4. Verfestigung sozialer Exklusion
4.1 Ursachen sozialer Exklusion
4.2 Rolle des sozialen Milieus
5. Schluss und Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen, die zur Verfestigung sozialer Exklusion führen, und beleuchtet dabei sowohl die objektive Messbarkeit als auch die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen sowie deren Auswirkungen auf das demokratische Verständnis.
- Grundlagen und Definition des Begriffs soziale Exklusion
- Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Exklusion
- Ursachen und Einflussfaktoren der Verfestigung sozialer Ausgrenzung
- Die Bedeutung des sozialen Milieus für Exklusionsprozesse
- Auswirkungen der Exklusion auf Gesellschaft und Demokratie
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Randale am Feiertag. Knapp 900 Autos in Frankreich angezündet.“ Diesen Titel trug ein Artikel, der einen Tag nach dem französischen Nationalfeiertag von der afp verfasst und u.a. in der Online Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde. Darin wird berichtet, dass es auch am diesjährigen Nationalfeiertag wieder zu gewaltsamen Krawallen und Angriffen auf Sicherheitskräfte gekommen ist. Dass es sich dabei um keinen Einzelfall, sondern sich um ein alljährlich wiederholendes Ereignis handelt, belegt folgender Satz: „Um den Nationalfeiertag kommt es in Frankreich – insbesondere in sozialen Brennpunktvierteln größerer Städte – immer weder zu Ausschreitungen.“ Auffällig daran ist, dass in diesem Zusammenhang vor allem die sozialen Brennpunktviertel hervorgehoben werden. Dies führt zu der Frage welche Verbindung zwischen diesen gewaltätigen Demonstrationen und den sozialen Brennpunktvierteln bestehen.
Zwei mögliche Zusammenhänge sollen im Folgenden genannt werden: Zum einen lassen sich diese Gewaltakte gegen fremdes Eigentum und Repräsentanten des Staates, wie in diesem Fall der Polizei und anderen Sicherheitskräften, als Protest gegen den Staat und seine Vertreter verstehen. Zum anderen könnte man diese wiederkehrenden Aktionen als einen Ruf nach Aufmerksamkeit verstehen - einem Aufschrei aus einer „Zone mit hoher Arbeitslosigkeit oder massiver Unterbeschäftigung, maroden Schulen und demolierten Bahnhöfen und Bushaltestellen.“ Ein kurzfristiges, aber wiederkehrendes und zerstörerisches Aufbegehren aus Gegenden, in denen „ökonomische Marginalisierung, ziviler Verfall und räumliche Abschottung“ zusammenkommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der sozialen Exklusion ein, veranschaulicht anhand von Beispielen die aktuelle Relevanz und legt das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Was ist soziale Exklusion?: In diesem Kapitel wird der Ursprung des Begriffs Exklusion erläutert, verschiedene Definitionen, insbesondere der EU-Kommission, vorgestellt und der theoretische Kontext innerhalb der Sozialstrukturanalyse abgesteckt.
3. Objektive und subjektive Exklusion: Das Kapitel differenziert zwischen der statistisch messbaren, objektiven Exklusion und der individuell empfundenen, subjektiven Ausgrenzung durch die betroffenen Personen.
4. Verfestigung sozialer Exklusion: Hier werden die tieferliegenden Ursachen der Exklusion sowie die prägende Rolle des sozialen Milieus für die Verfestigung von Ausgrenzungsprozessen untersucht.
5. Schluss und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Auswirkungen der Exklusion auf die Stabilität der Gesellschaft und das Funktionieren der Demokratie.
Schlüsselwörter
Soziale Exklusion, soziale Ungleichheit, Armut, soziale Ausgrenzung, Armutsgefährdung, soziale Brennpunkte, soziale Milieus, politische Partizipation, Demokratie, Marginalisierung, Prekarisierung, Arbeitslosigkeit, Teilhabechancen, gesellschaftliche Auflösung, soziale Unsicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Verfestigung sozialer Exklusion und analysiert, wie Menschen aus der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Exklusion, die Differenzierung zwischen objektiver Messbarkeit und subjektivem Erleben sowie die Rolle von Milieus und deren Auswirkungen auf die Demokratie.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Prozess und die Ursachen sozialer Ausgrenzung zu erklären und aufzuzeigen, wie diese zur Abspaltung von Bevölkerungsgruppen führen kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und wertet statistische Erhebungen sowie soziologische Erklärungsmodelle aus.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Unterscheidung zwischen objektiver und subjektiver Exklusion sowie die Analyse von Ursachen und Milieueinflüssen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind soziale Exklusion, soziale Ungleichheit, Armut, Teilhabe, soziale Milieus und Demokratiegefährdung.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen objektiver und subjektiver Exklusion?
Objektive Exklusion wird durch statistische Daten (z. B. Einkommen, Arbeitslosigkeit) gemessen, während subjektive Exklusion das persönliche Empfinden der Teilhabe und Anerkennung durch die Individuen beschreibt.
Welchen Einfluss haben soziale Milieus auf die Exklusion?
Soziale Milieus wirken verstärkend, da Bewohner sozial schwacher Viertel oft isoliert sind, kaum Anreize oder Möglichkeiten zur Veränderung haben und sich in einem Kreislauf aus Armut und fehlender Teilhabe befinden.
- Arbeit zitieren
- Dominik Zoller (Autor:in), 2017, Wie kommt es zur Verfestigung sozialer Exklusion?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/433792