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Sexuelle Orientierung und Menschenrechte von Frauen - Schwerpunkt Afrika

Titel: Sexuelle Orientierung und Menschenrechte von Frauen - Schwerpunkt Afrika

Hausarbeit , 2005 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Janina Schendera (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„…und niemand darf es wissen“. Für das Leben vieler Homosexueller in Afrika und überall auf der Welt stellt dieser Gedanke eine wohl prägende Prämisse dar. Insbesondere Lesben sind darüber hinaus oftmals von einem „und niemand will es wissen“ betroffen, was weitere Schwierigkeit mit sich bringt. Denn obwohl gesellschaftliche Regeln und Vorschriften häufig gar nicht explizit artikuliert werden, sind sie dennoch in vielen Köpfen präsent. Kollektives Schweigen zu weiblicher Homosexualität negiert dabei ihre Existenz und bestehende Probleme können nicht ins öffentliche Bewusstsein gelangen. Faktoren wie ökonomische oder soziale Ungleichheit, religiöse Zwänge aber auch körperliche Gewaltanwendung fungieren gleichermaßen als Produzenten und konstituierende Elemente dieser Unsichtbarkeit. Ignoranz und Tabuisierung gehen dabei jedoch nicht nur von weiten Teilen der Bevölkerung aus, sondern finden sich auch in der Arbeit von Menschenrechtsorganisationen wieder. Menschenrechtsverletzungen gegenüber Frauen und Lesben konzentrieren sich meist auf den privaten Bereich und treten als Missachtung ökonomischer, sozialer oder kultureller Rechte in Erscheinung. Viele Menschenrechts-organisationen allerdings konzentrieren sich primär darauf, die Gewährleistung politischer und staatsbürgerlicher Rechte sicherzustellen und gegen Verstöße seitens des Staates anzugehen. Auch die Betroffenen selbst trauen sich vielfach nicht, Übergriffe zu thematisieren – insbesondere dann, wenn dazu die Offenbahrung ihrer sexuellen Orientierung erforderlich wäre. Stattdessen prägen Angstgefühle oder Selbstzweifel, die aus hegemonial konstruierten Vorurteilen resultieren, ihren Alltag. Sich zu „outen“ kann zahlreiche psychische, soziale aber auch physische Beeinträchtigungen mit sich bringen, so beispielsweise den Verlust sozialer oder familiärer Kontakte, Depressionen oder gar die Anwendung körperlicher Gewalt. Einrichtungen zur Beratung oder Unterstützung jedoch bestehen nur sehr fragmentarisch.
Um dieses Dilemma – eine Kombination aus Schweigen und damit einhergehender Intoleranz – durchbrechen zu können, bedarf es zunächst einer intensiven Auseinandersetzung mit der Situation der Menschenrechte homosexueller Frauen, was im Rahmen dieser Arbeit erfolgen soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A) Einführung: „…und niemand will es wissen“

B) Sexuelle Orientierung und Menschenrechte von Frauen

1 Rechtliche und institutionelle Grundlagen

1.1 Allgemeine Entwicklung völkerrechtlicher Garantien der Menschenrechte

1.2 Frauen und Menschenrechte

1.3 Menschenrechte und der Schutz sexueller Minderheiten

1.4 Die rechtliche Stellung von Lesben in Afrika

2 Ausmaß und Bandbreite der Menschenrechtsverletzungen gegenüber Lesben

2.1 Gefährdung von Leben, Freiheit und Sicherheit der Person

2.2 Folter

2.3 Missachtung der Meinungs- und Informationsfreiheit

2.4 Keine Gewährleistung der Versammlungsfreiheit

2.5 Gesellschaftliche Diskriminierung und Ungleichheit vor dem Gesetz

2.6 Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt

2.7 Unzureichende medizinische Betreuung

2.8 Beeinträchtigungen auf dem Bildungssektor

2.9 Verweigerung der Anerkennung des Flüchtlingsstatus

3 Spezifika der Situation homosexueller Frauen in der afrikanischen Gesellschaft

C) Schlussbetrachtung: „…und jeder muss es wissen“

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die prekäre menschenrechtliche Situation homosexueller Frauen in afrikanischen Gesellschaften, indem sie das allgegenwärtige „Schweigen“ und die damit einhergehende Unsichtbarkeit als zentrale Hindernisse für die Wahrnehmung grundlegender Rechte identifiziert.

  • Analyse der rechtlichen und institutionellen Grundlagen für Frauenrechte und sexuelle Minderheiten.
  • Dokumentation des Ausmaßes und der Bandbreite konkreter Menschenrechtsverletzungen gegenüber Lesben.
  • Untersuchung der spezifischen sozialen, kulturellen und ökonomischen Barrieren für homosexuelle Frauen in Afrika.
  • Aufzeigen der negativen Auswirkungen gesellschaftlicher Tabuisierung auf psychische und physische Integrität.
  • Kritische Reflexion der Rolle staatlicher Institutionen und gesellschaftlicher Normen bei der Marginalisierung lesbischer Identität.

Auszug aus dem Buch

2.2) Folter

In Vielen Staaten der Erde wird Homosexualität noch immer als Krankheit oder Anomalie eingestuft und dementsprechend behandelt. Identifiziert man dort eine Frau also lesbisch, so können unmenschliche psychiatrische Behandlungsmethoden drohen, deren Bandbreite sich von der Verabreichung gefährlicher Psychopharmaka bis hin zur Durchführung von Schock-Therapien erstreckt. Neben dem angeblichen Ziel der „Heilung“ soll ein solches Vorgehen – oftmals legitimiert durch die entsprechende Regierung – sicherlich zu einem beachtlichen Teil der Abschreckung dienen.

Nach Auffassung vieler Frauenrechtsorganisationen kann man zudem auch häusliche Gewalt durchaus als Folter deklarieren. Zwar erfordert die rechtliche Standartdefinition, dass die Rolle des Staates dabei eindeutig ersichtlich wird, dies ist jedoch insofern gegeben, als dass er sich nicht dazu verpflichtet fühlt, gegen homophobe, menschenverachtende Handlungen nicht-staatlicher Akteure anzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Rechtliche und institutionelle Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Genese des völkerrechtlichen Menschenrechtsschutzes und setzt sich kritisch mit der bisherigen Unzulänglichkeit internationaler Abkommen hinsichtlich der expliziten Absicherung sexueller Minderheiten auseinander.

2 Ausmaß und Bandbreite der Menschenrechtsverletzungen gegenüber Lesben: Hier werden systematisch verschiedene Bereiche gesellschaftlicher und staatlicher Unterdrückung – von physischer Gewalt über den Arbeitsmarkt bis hin zur medizinischen Versorgung – auf ihre menschenrechtliche Relevanz geprüft.

3 Spezifika der Situation homosexueller Frauen in der afrikanischen Gesellschaft: Das letzte inhaltliche Kapitel beleuchtet soziokulturelle Besonderheiten in Afrika, insbesondere den Einfluss kolonialer Vergangenheit, sozioökonomischer Armut und patriarchaler Strukturen auf das Leben lesbischer Frauen.

Schlüsselwörter

Menschenrechte, Lesben, Homosexualität, Afrika, Diskriminierung, Unsichtbarkeit, Tabuisierung, Gewalt, Frauenrechte, Rechtsstellung, Marginalisierung, soziale Kontrolle, völkerrechtliche Garantien, sexuelle Minderheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Menschenrechtssituation homosexueller Frauen, mit einem besonderen Fokus auf die spezifischen gesellschaftlichen Herausforderungen in afrikanischen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf rechtlichen Rahmenbedingungen, den vielfältigen Formen der Menschenrechtsverletzungen sowie den kulturellen und sozioökonomischen Besonderheiten, die zur Marginalisierung lesbischer Frauen beitragen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die durch gesellschaftliches Schweigen und staatliche Ignoranz erzeugte Unsichtbarkeit lesbischer Frauen aufzuzeigen und den dringenden Bedarf an einer öffentlichen Thematisierung dieser Menschenrechtslage zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine explorative Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der internationalen Menschenrechtslage und spezifische Berichte über die Situation in afrikanischen Ländern zusammenzuführen und zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit rechtlichen Grundlagen, eine strukturierte Darstellung von Menschenrechtsverletzungen – etwa durch Folter, Zensur oder Arbeitsplatzdiskriminierung – und eine Analyse spezifisch afrikanischer Faktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben „Menschenrechten“ und „Homosexualität“ insbesondere die Begriffe „Unsichtbarkeit“, „Tabuisierung“, „Marginalisierung“ und „Rechtsstellung“.

Welche Rolle spielen staatliche Akteure laut der Analyse bei der Gewalt gegen Lesben?

Die Autorin argumentiert, dass der Staat nicht nur durch direkte Kriminalisierung, sondern auch durch Unterlassung, etwa bei der Verfolgung von Gewalt durch private oder familiäre Akteure, maßgeblich zur Verletzung der Menschenrechte beiträgt.

Warum wird laut der Arbeit häusliche Gewalt als Folter eingestuft?

Basierend auf Auffassungen von Frauenrechtsorganisationen wird angeführt, dass staatliches Nichthandeln bei homophoben Handlungen nicht-staatlicher Akteure die notwendige staatliche Mitverantwortung begründet, die eine Einordnung als Folter rechtfertigt.

Was ist die zentrale Schlussfolgerung der Autorin?

Die Autorin schließt mit der Forderung, dass das „Meer des Schweigens“ durch eine argumentativ-reflektierende Auseinandersetzung mit Vorurteilen durchbrochen werden muss, um die Situation betroffener Frauen nachhaltig zu verbessern.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexuelle Orientierung und Menschenrechte von Frauen - Schwerpunkt Afrika
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Janina Schendera (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V43300
ISBN (eBook)
9783638411301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sexuelle Orientierung Menschenrechte Frauen Schwerpunkt Afrika
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janina Schendera (Autor:in), 2005, Sexuelle Orientierung und Menschenrechte von Frauen - Schwerpunkt Afrika, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43300
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Leseprobe aus  14  Seiten
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