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Die Panislamismus-Politik Abdulhamids II.

Was waren die Motive der Panislamismus-Politik Abdulhamids II.? Welche Tätigkeiten deuten auf einen außenpolitisch proklamierten Panislamismus?

Title: Die Panislamismus-Politik Abdulhamids II.

Term Paper , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Abdurrahman Hatipli (Author)

Theology - Islamic theology

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Summary Excerpt Details

Vergangene Reiche, die seiner Zeit eine globale bis regionale Supermacht waren, sind und waren im Blickfeld vieler Historiker. Auch über das Osmanische Reich wird aktuell viel diskutiert und somit auch über den osmanischen Sultan Abdulhamid II. Abdulhamid II. hat unteranderem aufgrund seiner „Istibdat-Politk“ und seiner „Panislamismus-Politik“ an Bekanntheit in historischen sowie politischen Kreisen gewonnen. So wird auch im türkischen Staatsfernsehen „TRT1“ wöchentlich eine Serie über den panislamistischen Sultan ausgestrahlt. In seiner 32-jährigen Regierungszeit hat er unterschiedliche politische Diskurse verfolgt, die teils scheinbar widersprüchlich sind. Ein Beispiel für solch eine Veränderung ist sein politischer Diskurs als früherer „Tanzimatci“ (Reformist) und sein Wechsel zu panislamischen Tätigkeiten mit der Verschmelzung der „Istibdat-Politik“. Auf der Grundlage der damaligen historischen Gegebenheiten galt das Osmanische Reich bereits als ein bald zerfallendes Gebilde und wurde außerdem „der kranke Mann Europas“ genannt. Genauso wie auf anderen Teilen des Globusses bereiteten sich die europäischen Mächte auch auf islamischen Gebieten aus, welches Teils durch militärische Besetzung oder durch politisch-wirtschaftliche Kontrolle geschah. Eine Ausnahme davon bildeten nur das Osmanische Reich, der Iran und China. Somit ergriff Abdulhamid II. die Initiative des Panislamismus um gegen diese Geschehnisse, die auch die Existenz des Osmanischen Reiches bedrohte, zu agieren. In historischen Kreisen gibt es die Diskussion über den Umfang der abdulhamidschen Panislamismus-Politik.

In meiner Arbeit möchte ich erarbeiten wie die Historiker die Motive des Sultans innerhalb des Panislamismus-Politik gewichten und den Anschluss oder die Neugründung Abdulhamids II. an den Panislamismus mit aufgreifen. Auch werde ich folglich die Sichtweise vieler Historiker im Hinblick auf die außenpolitische Existenz des Panislamismus erörtern und zuzüglich die persönlichen Aussagen und Bewertung Abdulhamids II. einfließen lassen. Des Weiteren möchte ich die Instrumente, mit denen der Sultan die panislamische Politik gestaltet hat, analysieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abdulhamid II. bis zu seiner Thronbesteigung

3 Abdulhamid II. vom Reformermisten zum Panislamist

3.1 Die Etablierung der abdulhamidschen Panislamismus-Politik

3.2 Die panislamischen Tätigkeiten des Sultans

3.3 Die Motive der panislamischen Politik aus dem Munde des Sultans

3.4 Die Meinung der Historiker über die Rolle und den Motiv Abdulhamids II. in der Panislamismus- Politik

4 Die „Istibdat“ (Zensur) Abdulhamids II. gegen panislamische Tätigkeiten

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Panislamismus-Politik von Sultan Abdulhamid II. im späten 19. Jahrhundert, mit dem Ziel, die Motive hinter dieser religiös-politischen Ausrichtung sowie deren tatsächliche außenpolitische Umsetzung und Wahrnehmung durch Zeitgenossen und Historiker kritisch zu analysieren.

  • Politische Transformation Abdulhamids II. vom Reformer zum Panislamisten
  • Die Instrumentalisierung des Kalifats zur Stärkung der osmanischen Macht
  • Wechselwirkung zwischen der „Istibdat“-Zensurpolitik und panislamischen Bestrebungen
  • Analyse historischer Kontroversen zur Wirksamkeit und Aufrichtigkeit dieser Politik
  • Gegenüberstellung von Motiven der Selbsterhaltung des Reiches und religiöser Identitätspolitik

Auszug aus dem Buch

3.3 Die Motive der panislamischen Politik aus dem Munde des Sultans

Abdulhamid II. thematisierte seine Ideen über den Panislamismus in zwei Denkschriften: Nach der Hinweisung auf die Besetzung der islamischen Gebiete seitens der europäischen Mächte, propagiert er, dass alle Muslime ihre Blicke auf die osmanische Hauptstadt Istanbul richten. Den Kontakt zu den Ortschaften, wo Muslime leben solle man verstärken, da er behauptet: „Solange die Einheit des Islam besteht, werden England, Frankreich, Russland und Holland in meiner Hand sein. Denn ein Wort des Kalifen reicht für den Ausbruch des Djihads aus, damit es in den unter ihrer Abhängigkeit (der Kolonialmächte) stehenden islamischen Ländern ausbricht, (…) Man solle sich um die Stärkung der Verbundenheit des Islam bemühen. Es ist nützlich die Muslime in Indien, China, im Zentrum Afrikas und in aller Welt aneinander anzunähern. (…)“

Außerdem hebt er hervor das der Titel des Kalifen an erster und des Sultans an zweiter Stelle in Zeremonien etc. genannt werden soll, den die soziale Struktur des Staates und die Fundamente seiner Politik sei auf den Grundlagen des Islam gegründet. Abdulhamid II. bezeichnet in seinem Memorandum sein Kalifat als Waffe, vor der sich die Kolonialmächte wie Russland und England, die viele Muslime unter ihrer Herrschaft brachten, fürchten.

Inbegriffen sagt er: „Ich habe mich entschieden, meine Kalifatsmacht für die Ruhe und Einheit meines Landes zu nutzen, und unsere Brüder in der Religion, die im Ausland leben, widerstandsfähig für die Fälle zu halten. (..)“ Inbegriffen meint der Sultan, er wisse, dass das Kalifat einen enormen Einfluss auf die Muslime in Asien habe. Deshalb habe er Sufiordens-Scheiche, Geistliche und Derwische, damit die Muslime in Asien sich aus dem „Herzen“ an das Kalifat binden, ohne dabei Verdacht bei den Engländern zu erwecken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Relevanz Abdulhamids II. und die Diskussion um seine "Istibdat"- sowie "Panislamismus-Politik" ein.

2 Abdulhamid II. bis zu seiner Thronbesteigung: Der Abschnitt skizziert den Werdegang des Sultans während der Tanzimat-Ära und die prekäre Lage des Reiches vor seiner Inthronisierung.

3 Abdulhamid II. vom Reformermisten zum Panislamist: Hier wird der politische Kurswechsel des Sultans analysiert, der initial liberale Reformen unterstützte, sich dann jedoch dem Panislamismus zuwandte.

3.1 Die Etablierung der abdulhamidschen Panislamismus-Politik: Dieses Kapitel erläutert die ideologische Entstehung und die strukturellen Voraussetzungen der panislamischen Ausrichtung im Osmanischen Reich.

3.2 Die panislamischen Tätigkeiten des Sultans: Es werden konkrete Maßnahmen wie die Förderung von Sufiorden, Infrastrukturprojekte und diplomatische Beeinflussung untersucht.

3.3 Die Motive der panislamischen Politik aus dem Munde des Sultans: Dieser Teil wertet Denkschriften des Sultans aus, um dessen eigene strategische Sichtweise auf das Kalifat zu verstehen.

3.4 Die Meinung der Historiker über die Rolle und den Motiv Abdulhamids II. in der Panislamismus- Politik: Hier findet ein Diskurs zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven zur Authentizität und Reichweite des sultanischen Panislamismus statt.

4 Die „Istibdat“ (Zensur) Abdulhamids II. gegen panislamische Tätigkeiten: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen staatlicher Repression, Zensur und der gleichzeitigen Förderung religiöser Identität.

5 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ambivalenz der politischen Handlungen Abdulhamids II. zusammen und betont die Instrumentalisierungsfunktion des Panislamismus zur Erhaltung des Reiches.

Schlüsselwörter

Abdulhamid II., Osmanisches Reich, Panislamismus, Kalifat, Tanzimat, Istibdat, Zensur, Außenpolitik, Kolonialmächte, Islamische Einheit, Sultanat, Reformpolitik, Religion, Politik, Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Person Sultan Abdulhamid II. und der Frage, ob seine panislamische Politik ein strategisches, außenpolitisches Instrument zur Rettung des Osmanischen Reiches war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind der Wandel vom Tanzimat-Reformer zum Panislamisten, die Rolle des Kalifats, die Bedeutung von Zensur (Istibdat) sowie die historische Bewertung dieser Politik durch verschiedene Experten.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich auf die Motive Abdulhamids II. und darauf, welche konkreten Handlungen als Beweis für einen proklamierten, außenpolitischen Panislamismus dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Quellen und den persönlichen Denkschriften des Sultans basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des politischen Werdegangs des Sultans, die Beschreibung seiner panislamischen Aktivitäten, die Analyse seiner eigenen Motive und eine kritische Auseinandersetzung mit der herrschenden Zensurpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Panislamismus, Istibdat, Kalifat, Sultan Abdulhamid II. und osmanische Außenpolitik.

Welche Rolle spielt das "Istibdat" im Kontext des Panislamismus?

Die Arbeit zeigt, dass die repressive Istibdat-Politik und der Panislamismus zwar nicht gleichzusetzen sind, sich aber ergänzten, indem der Sultan unter dem Vorwand religiöser Einheit jegliche oppositionelle Kritik zensierte.

Wie bewerten unterschiedliche Historiker das Motiv des Sultans?

Die Meinungen sind zwiespältig: Einige sehen in ihm einen strategischen Akteur, der das Kalifat geschickt nutzte, während andere, wie Karpat und Kologlu, bezweifeln, dass er jemals eine organisierte Panislamismus-Politik im strengen Sinne verfolgte.

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Details

Title
Die Panislamismus-Politik Abdulhamids II.
Subtitle
Was waren die Motive der Panislamismus-Politik Abdulhamids II.? Welche Tätigkeiten deuten auf einen außenpolitisch proklamierten Panislamismus?
College
University of Münster  (Zentrum für Islamische Theologie)
Course
Islamische Geschichte
Grade
1,7
Author
Abdurrahman Hatipli (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V432756
ISBN (eBook)
9783668747999
ISBN (Book)
9783668748002
Language
German
Tags
Islam Islamismus Politischer Islam Abdulhamid Abdulhamid II. Osmanisches Reich Atatürk Türkei Mehmet Akif Ersoy Istibdat Terrorismus Zensur Elmali Hamdi Yazir Politik und Islam Säkularismus Mesrutiyet 1. Weltkrieg Osmanische Außenpolitk
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Abdurrahman Hatipli (Author), 2017, Die Panislamismus-Politik Abdulhamids II., Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/432756
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