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Natürlich, schön und Mutter sein? Das Bild der Frau in der Freikörperkultur der Weimarer Republik

Titel: Natürlich, schön und Mutter sein? Das Bild der Frau in der Freikörperkultur der Weimarer Republik

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Birgit Goldbecker (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Weltwirtschaftskrise, Inflation, parteipolitische Radikalisierung, Demokratisierung, Amerikanisierung, Rundfunk, Werbung, Kino, Mode, Technikboom, Großstadt, Tanz, Theater, Masse, Zerstreuung und die Neue Frau sind Stichpunkte, die in kuren Worten einen Einblick in die Weimarer Republik geben. Deutschland war Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Umbruchsphase und so auch das Bild der Frau. Das Leben wurde schneller und die Menschen mussten dabei mithalten. Es gab jedoch Bevölkerungsgruppen, die daran nicht teilnehmen beziehungsweise davon eine Auszeit nehmen wollten. Dazu gehörten unter anderem die Anhänger der Freikörperkultur. Diese Bewegung, die schon im 19. Jahrhundert entstand, erlebte ihren Höhepunkt in der Weimarer Republik. Während die einen nur am Wochenende und in den Ferien der Freikörperkultur nachgingen, gab es andere, die ihr Leben danach ausrichteten.

Die Städte wurden als Brutstätten von Unmoral und moralischer Verkommenheit verurteilt. Eine „kleine“ Parallelgesellschaft entstand, in der den Frauen der Weimarer Republik eine bestimmte Rolle zugeteilt wurde, die in dieser Arbeit herausgearbeitet werden soll. Welches Bild der Frau entstand in der Freikörperkultur? Wie sah das Ideal aus? In wie weit unterscheidet es sich vom Bild der Neuen Frau, welche eigentlich zu einem verpönten Gesellschaftssystem gehörte? Inwiefern unterscheidet sich das Idealbild von Mann und Frau? Und warum entstanden die Vorstellungen vom wehrfähigen Mann und der gebärfähigen Frau?

Um diese Fragen beantworten zu können, gibt diese Arbeit zunächst einen kurzen Überblick über die Weimarer Republik. Die politische und wirtschaftliche Situation sowie das Alltagsleben und die Kultur werden erläutert, um sich ein besseres Bild davon machen zu können, in welcher Zeit die Anhänger der Freikörperkultur der Weimarer Republik lebten. Zudem erfolgt eine Beschreibung des Frauenbildes zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Daraufhin wird die Freikörperkultur mit ihren Ursprüngen und Einflüssen, ihrer Organisation, den politischen Richtungen, ihren Mitgliedern sowie ihrer Ausübung, beschrieben. Im Anschluss wird das Frauenbild analysiert und mit dem des Mannes verglichen. Im Fazit wird dann ein Bogen zum Theorieteil gezogen und die hier aufgestellten Fragen beantwortet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Weimarer Republik – ein Überblick

2.1 Politische und wirtschaftliche Situation – Ein Land in der Krise

2.2 Alltagsleben und Kultur – Auswirkungen und Umgang mit der Krise

3 Die Frau Anfang des 20. Jahrhunderts

4 Die Freikörperkultur in der Weimarer Republik

4.1 Ein Überblick

4.2 Die Frau als schöne Mutter

4.3 Die Norm und die Andere

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht das Frauenbild innerhalb der Freikörperkultur (FKK) während der Weimarer Republik und setzt dieses in Bezug zu den gesellschaftlichen Transformationsprozessen und dem Ideal der sogenannten „Neuen Frau“ jener Ära. Ziel der Arbeit ist es, die Diskrepanz zwischen dem propagierten Befreiungsanspruch der Freikörperkultur und der tatsächlichen, oftmals konservativen Rollenzuweisung der Frau als Mutter und Gebärerin herauszuarbeiten.

  • Politischer und gesellschaftlicher Kontext der Weimarer Republik
  • Die historische Entwicklung und Ideologie der Freikörperkultur
  • Analytischer Vergleich: Freikörperkultur-Frau vs. „Neue Frau“
  • Körperbilder und die Konstruktion geschlechtsspezifischer Rollen
  • Eugenische Aspekte und die Bedeutung der „Gattenwahl“

Auszug aus dem Buch

Die Freikörperkultur in der Weimarer Republik

In der Mitte des 19. Jahrhundert entstand die Freikörperkultur (im folgenden FKK), die sich jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts durchsetzte. Beeinflusst von den unterschiedlichsten Bereichen, wie dem modernen Sport, der Nacktkunst, der Schönheitsbewegung, der Hygienebewegung, der Spielbewegung, der Kleidungsreform sowie der Sexualreform und der Jugendbewegung, lässt sich kein einheitliches Bild vom Einfluss in die FKK zeichnen. Mit H. Pudors Aphorismensammlung Nackende Menschen. Jauchzen der Zukunft von 1893 kann jedoch von dem Beginn einer eigenständigen Bewegung gesprochen werden. Zudem bekam die FKK durch die Naturheilbewegung und Naturheilärzte des 19. Jahrhunderts einen wesentlichen Schub. Seit 1900 wurde über die Vorteile von leichter Sportbekleidung und über Sport im Freien diskutiert. Daran beteiligt waren Mediziner, Hygieniker, Leibeserzieher, Kunsthistoriker, Pädagogen sowie Lebensreformer, die verstärkt auf medizinische und gesundheitliche Schäden der Kleidung hinwiesen. Als Gründe wurden vor allem gesundheitliche Aspekte wie Abhärtung, hygienischere Schweißabsonderung sowie Früherkennung von Haltungsschäden genannt. So wurde dadurch der Weg in die Akzeptanz der Gesellschaft für die FKK etwas erleichtert.

Schon im Kaiserreich formierten sich die Freikörperkulturler (FKKler) in Bünden, Verlagen, Schulen und Siedlungen. In der Weimarer Republik fand jedoch eine Professionalisierung, Institutionalisierung und Kommerzialisierung der Bewegung statt. Neu waren jetzt vor allem regionale, überregionale und sogar internationale Zusammenschlüsse in Dachorganisationen mit gemeinsamen Institutionen. Dennoch behielt der Vereinsstatus häufig nur Etikettencharakter, da viele FKKler vereinskritisch und wild organisiert waren. Dementsprechend ist die Zahl der Bünde und Mitglieder schwer zu erfassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert den historischen Kontext der Weimarer Republik und führt in die Fragestellung ein, wie sich das Frauenbild in der Freikörperkultur vom Ideal der „Neuen Frau“ unterschied.

2 Weimarer Republik – ein Überblick: Dieses Kapitel erläutert die politische, wirtschaftliche und soziale Krisensituation der Weimarer Republik und deren Einfluss auf die zeitgenössische Kultur und den Lebensalltag.

3 Die Frau Anfang des 20. Jahrhunderts: Es wird die historische Entwicklung der ersten Frauenbewegung und die Entstehung des Typs der „Neuen Frau“ im Spannungsfeld zwischen ökonomischer Unabhängigkeit und patriarchaler Tradition analysiert.

4 Die Freikörperkultur in der Weimarer Republik: Das Hauptkapitel untersucht die Ursprünge und Strömungen der FKK, vergleicht das Schönheitsideal bei Mann und Frau und analysiert die Rolle der Frau als „schöne Mutter“ im Kontext eugenischer Diskurse.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Freikörperkultur zwar individuelle Freiheit postulierte, jedoch faktisch zur Vertiefung von Geschlechterdifferenzen und zur Festschreibung traditioneller Rollenmuster beitrug.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Freikörperkultur, Frauenbild, Neue Frau, Körperkultur, Geschlechterrollen, Eugenik, Lebensreform, Nacktheit, Gesundheitsbewegung, Emanzipation, Mutterrolle, Körperideal, Körpergeschichte, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bild der Frau in der Freikörperkultur der Weimarer Republik und untersucht, wie dieses Ideal mit der Lebensrealität und den gesellschaftlichen Erwartungen jener Zeit korrespondierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der FKK-Bewegung, die Entwicklung des Frauenbildes zu Beginn des 20. Jahrhunderts, den Einfluss der Lebensreform und die Rolle von Körperidealen in der Krisengesellschaft der 1920er Jahre.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt danach, welches Frauenbild die Freikörperkultur propagierte, wie es sich vom Bild der „Neuen Frau“ abgrenzte und warum gleichzeitig ein so starker Fokus auf der Rolle der Frau als Mutter und Gebärerin lag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, freikörperkultureller Literatur und einschlägiger Sekundärliteratur zur Kulturgeschichte der Weimarer Republik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick zur Weimarer Republik, eine Analyse der Frauenbewegung sowie eine detaillierte Untersuchung der FKK-Strukturen und der spezifischen Konstruktion weiblicher Körperideale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Freikörperkultur, Weimarer Republik, Frauenbild, Körpergeschichte und Lebensreform charakterisiert.

Inwiefern beeinflusste die Freikörperkultur das Frauenbild?

Die FKK propagierte zwar ein gesundes, natürliches Körperideal, nutzte dieses jedoch oft, um die Frau primär auf ihre Funktion als Mutter und Erzieherin der nächsten Generation zu reduzieren.

Gibt es einen Unterschied zwischen der „Neuen Frau“ und der FKK-Frau?

Obwohl beide Typen Wert auf Sportlichkeit und praktische Mode legten, unterschieden sie sich in ihrem emanzipatorischen Anspruch; die FKK-Ideologie blieb oftmals stärker in traditionellen oder eugenisch geprägten Rollenbildern verhaftet.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Natürlich, schön und Mutter sein? Das Bild der Frau in der Freikörperkultur der Weimarer Republik
Hochschule
Universität Paderborn
Note
1,3
Autor
Birgit Goldbecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
28
Katalognummer
V432610
ISBN (eBook)
9783668747685
ISBN (Buch)
9783668747692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
natürlich mutter bild frau freikörperkultur weimarer republik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Birgit Goldbecker (Autor:in), 2011, Natürlich, schön und Mutter sein? Das Bild der Frau in der Freikörperkultur der Weimarer Republik, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/432610
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Leseprobe aus  28  Seiten
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