Das Intemet wächst seit Mitte der neunziger Jahre rapide und wird im allgemeinen als das Informations- und Kommunikationsmedium der Zukunft angesehen. Vielfach wird davon gesprochen, dass das Intemet und seine Dienste bahnbrechenden Einfluss sowohl auf die Privat- als auch auf die Berufswelt haben wird. Denn es werden unterschiedlichste Kommunikationsbediirfnisse der Nutzer mit diesem Medium befriedigt. Über das Intemet können gezielt lnformationen abgefragt, Informationsquellen gesucht und Informationen mit anderen Nutzem ausgetauscht werden. Dabei gibt es keinerlei Begrenzungen hinsichtlich Zeit und Raum, die Informationen gelangen sekundenschnell in alle Orte der Welt.
Unternehmen profitieren bislang ganz unterschiedlich von dem neuen Medium. Unternehmen aus der Branche Informationstechnologie beispielsweise nutzen das Intemet und seine Dienste heutzutage schon in vielfaltiger Weise für ihre Geschäftstätigkeiten. Electronic Commerce als Übertragung von Geschäftsprozessen auf das Internet und seine Dienste hat mittlerweile auf viele Bereiche einen großen Einfluss. Es sind bereits viele Unternehmen dazu übergangen, einzig Electronic commerce zu betreiben. Diese Unternehmen tätigen ihre Geschäfte im allgemeinen überwiegend mit Endverbrauchern (Business-to-Consumer), weniger mit anderen Unternehmen (Business-to-Business). Bei der Übertragung von Geschäftsprozessen zwischen Unternehmen besteht dagegen in der Regel bei vielen Unternehmen ein großer Nachholbedarf Die Ausschöpfung des sich dahinter verbergenden Potentials ist daher eine wichtige Zukunftsaufgabe' dieser Unternehmen. Wird diese Aufgabe nicht bewältigt, droht ihnen langfristig ein Wettbewerbsnachteil.
Mit zunehmenden Einfluss des Intemet auf das Wirtschaftsleben werden die damit zusammenhängenden Entwicklungen in den Wirtschaftswissenschaften thematisiert. Insbesondere im Marketing lässt sich das Intemet als modernes Komrnunikationsmedium sehr gut implementieren.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. Die Druckindustrie
1.2. Zielsetzung
2. MARKETING
2.1. Ziele des Marketing
2.2. Aufgabe des Marketings
2.3. Die Intemet-Revolution
2.3.1. Neue Rahmenbedingungen
2.3.2. Individuelle Zwei-Wege-Kommunikation
2.3.3. Vom Push- zum Pull-Medium
3. MARKETINGPLANUNG IM ZEICHEN DES INTERNET
3.1. Gewinnung von Informationen
3.2. Online-Konzeption
3.2.1. Strategie und Marketing-Mix im richtigen Verhältnis
3.2.2. Analyse der Zielgruppe
3.2.3. Marketing Ziele im Intemet
3.2.4. Zieldefinition und Umsetzungsstrategie
3.3. Budgetierung
4. EINRICHTUNG EINER Internet-Task-Force
4.1. Kompetenzprofil der Mitarbeiter
4.2. Team-Arbeit in der Produktion
4.3. Konzeption und Realisierung einer Intemet-Präsenz
4.3.1. Strukturierung der Website
4.3.2. Gestaltung der Website
4.3.3. Checkliste: Gestaltung und Präsentation
4.3.4. Produktion der Website
4.3.5. Realisation von Sicherheitsmaßnahrnen
4.4. Bekanntmachung des Internet-Auftritts
4.4.1. Site-Promotion in Online-Medien
4.4.1.1. Eintrag in Suchrnaschinen
4.4.1.2. Teilnahme an Newsgruppen
4.4.1.3. Artikel in Online-Fachpublikationen
4.4.1.4. E-Mailing-Aktionen
4.4.2. Site-Promotion in konventionellen Medien
4.4.2.1. Artikel in Fachzeitschriften
4.4.2.2. Corporate Identity
4.4.2.3. Mailing-Aktionen
4.4.2.4. Werbeveranstaltungen
5. ELEMENTE DER E-Marketing-Konzeption
5.1. Kommunikations- und Absatzinstrument Internet
5.1.1. Förderung des Absatzes durch Promotion
5.1.2. Vertrauen in das Unternehmen erhöhen
5.1.3. Werbemaßnahmen im Internet
5.1.4. Nutzenorientierte Beratung und Information
5.1.5. Kundenzufriedenheits- und Beschwerdemanagement
5.2. E-Commerce in der Druckindustrie
5.2.1. Bedeutung des Intemets für die Druckindustrie
5.2.2. Beispiele aus der Druckindustrie
5.2.2.1. Produktionsinformationen auf der Website
5.2.2.2. E-Mail-Internetforrnulare auf der Website
5.2.2.3. Bestellvorgänge über das Internet
5.2.2.4. Webbasierte Drucklösung
5.2.2.5. Datenbankgestütztes Online-Publishing
5.2.2.6. Moderne ISDN-Übertragung
5.2.2.7. Adobe Acrobat fürs Netzwerk-Publishing
5.2.2.8. Die Mehrfachnutzung von Daten
5.2.2.9. Das PrintCity Szenario
6. MARKETINGCONTROLLING
6.1. Mehr Erfolg durch Controlling und Marktforschung
6.2. Erfolgsmessung im Kleinen
6.2.1. Counter
6.2.1. Server-Logfiles
6.3. Kennzahlen des Marketing-Controlling
6.3.1. AdClick
6.3.2. AdImpressions
6.3.3. PageImpressions
6.3.4. Reach
6.3.5. Conversion
6.3.6. Abandonment
6.3.7. Frequency
6.3.8. Stickiness
6.3.9. Focus
6.4. Leistung einer Webseite als Werbeträger
6.5. Optimierung einer Webseite
6.6. Kundenwertberechnung
6.7. Erfolgsmessung und 1:1-Marketing
7. AUSBLICK
8. ANHANG
8.1. Literaturverzeichnis
8.2. Abbildungsverzeichnis
8.3. Unterstützung
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht, inwieweit das Internet und seine Dienste innovativ in die Geschäftsprozesse und das Marketing-Management von Unternehmen der Druckindustrie integriert werden können, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
- Integration von Internet-Technologien in das Marketing-Management
- Besonderheiten und Herausforderungen der Druckindustrie im E-Commerce
- Strategische Online-Konzeption und Aufbau einer Internet-Task-Force
- Methoden der Erfolgsmessung und des Marketing-Controllings
- Nutzung von Kundenbindungsmaßnahmen und 1:1-Marketing-Strategien
Auszug aus dem Buch
3.1. Gewinnung von Informationen
Die einfachste Definition des Zwecks der Marktforschung könnte lauten: „Bereitstellung der für die Marketingentscheidungen benötigten Informationen“. Sie stellt gewissermaßen das Fundament dar, auf dem das Marketing des Unternehmens aufbaut. Darüber hinaus ist sie auch Kontrollinstanz, um den Erfolg von Marketingmaßnahmen zu messen. Dieser umfassende Anspruch kommt im Ausdruck Marketingforschung zum Ausdruck, der aus theoretischer Sicht korrekter ist, in der Praxis aber nur selten verwendet wird.
In der Vergangenheit beschränkte sich die Marktforschung oft auf sporadische Einsätze im Zusammenhang mit mehr oder weniger akut auftretenden Fragestellungen. Nicht selten kommen die Erkenntnisse jedoch zu spät, um noch rechtzeitig auf Marktentwicklungen reagieren zu können. Gerade die industriellen Branchen erweisen sich oft als recht zurückhaltend, was den Einsatz der Marktforschung angeht. Wenn, dann wird überwiegend projektweise gearbeitet, oft aufgrund eines akuten Informationsbedarfs.
Vor allem Dienstleister arbeiten inzwischen stärker mit einer begleitenden Forschung, die auch in der Lage ist, Trends zu erfassen und auf Fehlentwicklungen hinzuweisen. Internetgestützte Forschung bietet hier neue Möglichkeiten für ein kontinuierliches Tracking. Dies schließt die Kontrolle der Nutzung einer Webseite genauso ein wie die Beteiligung an Online-Panels. Auch das klassische Problem der Erreichbarkeit etwa von Führungskräften in Unternehmen lässt sich leichter lösen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Darstellung der wachsenden Bedeutung des Internets für die Wirtschaft und die Notwendigkeit einer Integration in das Marketing-Management der Druckindustrie.
2. MARKETING: Erläuterung der Grundlagen des Marketings und der transformativen Wirkung der Internet-Revolution auf die Kommunikation und Mediennutzung.
3. MARKETINGPLANUNG IM ZEICHEN DES INTERNET: Beschreibung des strategischen Planungsprozesses, der Marktinformationsbeschaffung und der methodischen Online-Konzeption.
4. EINRICHTUNG EINER Internet-Task-Force: Anleitung zur personellen und technischen Organisation sowie der Umsetzung einer professionellen Internet-Präsenz und Promotion.
5. ELEMENTE DER E-Marketing-Konzeption: Analyse der Internet-Instrumente zur Absatzförderung, Vertrauensbildung und konkrete Anwendungsbeispiele in der Druckbranche.
6. MARKETINGCONTROLLING: Darstellung von Kennzahlen und Messmethoden zur Bewertung der Webseiten-Performance und zur Optimierung der Kundenbeziehung.
7. AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Vor- und Nachteile sowie der zukünftigen Potenziale von Online-Marketing und E-Commerce.
8. ANHANG: Auflistung der verwendeten Literatur und Abbildungen sowie offizielle Erklärungen.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Druckindustrie, Marketing-Management, Online-Marketing, Internet-Task-Force, Kundenbindung, Marketing-Controlling, Marktforschung, Web-Design, 1:1-Marketing, E-Business, Erfolgsmessung, Internet-Technologien, Kundenwertberechnung, Unternehmenskommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Integration des Internets und seiner Dienste in die Geschäftsprozesse von Unternehmen der Druckindustrie, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Marketing-Management.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Bereiche Online-Marketing-Strategien, organisatorische Anforderungen für Internet-Projekte, technische Realisierung von Web-Auftritten sowie die Erfolgsmessung mittels Marketing-Controlling.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie theoretische Marketing-Grundlagen in die Praxis der Druckbranche übertragen werden können, um dort Wettbewerbsvorteile zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und verknüpft diese mit unternehmerischen Praxisanforderungen, Marktanalysen und strategischen Konzepten für die digitale Transformation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst den gesamten Prozess von der Zielsetzung und Planung über die personelle Einrichtung einer Task-Force bis hin zur konkreten operativen Umsetzung und Erfolgsanalyse im Internet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind E-Commerce, Druckindustrie, Online-Marketing, Kundenbindung, 1:1-Marketing, Marketing-Controlling und digitale Transformation.
Welche Rolle spielt das "PrintCity Szenario"?
Das PrintCity-Szenario dient als praktisches Beispiel, das einen optimierten Workflow in einer offenen Systemumgebung beschreibt, bei dem der gesamte Prozess von der Anfrage bis zur Rechnung digital abgewickelt wird.
Wie definiert die Arbeit den Unterschied zwischen Push- und Pull-Medien?
Push-Medien basieren auf einer einseitigen Kommunikation des Anbieters, während das Internet als Pull-Medium dem Nutzer die Entscheidung über den Informationsabruf und die Interaktion überlässt.
Warum ist das Marketing-Controlling so wichtig für Web-Auftritte?
Da im Internet jeder Kontakt messbar ist, ermöglicht das Controlling eine präzise Erfolgssteuerung und eine kontinuierliche Optimierung der Webseiten-Performance, um Besucher effizient zu Kunden zu konvertieren.
- Quote paper
- Antonio Pizzuto (Author), 2003, e-commerce in modernen Medienunternehmen - 1:1-Marketing und Customer Relationsship Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/43113