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Buber und Ben Gurion. Ein Streit über den Zionismus

Titel: Buber und Ben Gurion. Ein Streit über den Zionismus

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 13 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Moritz Härtel (Autor:in)

Geschichte - Allgemeines

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit den Jahren der Tempelzerstörung ca. 800 v. Chr. in Jerusalem waren die Juden in einer Situation, in der sie über kein eigenes Land verfügten, sondern stehts in Diaspora Gemeinschaften zusammenlebten. Von der Antike bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sahen sich die jüdischen Gemeinschaften immer wieder mit den Situationen konfrontiert vertrieben, geduldet oder, je nach politischer Situation, zeitweise gebraucht zu werden. Es entwickelte sich hierbei der Wunsch zurückzukehren nach Jerusalem und das damit verbundene Ende der Diaspora. Dieser gipfelte in der Strömung des sogenannten Zionismus, zu dessen Vertretern sowohl Martin Buber als auch David Ben Gurion gehörten, auch wenn beide ihn unterschiedlich auffassten. So kämpfte Ben Gurion für die Schaffung eines Staates Israel und einer „Heimstätte für das jüdische Volk“. Für Martin Buber ging es lediglich darum, zum heiligen Berg Zion zurückzukehren und in einer Koexistenz mit den dortigen arabischen Nachbarn zu siedeln und zu leben.

Schon allein an diesen beiden Personen und ihren Auffassungen des Zionismus wird deutlich, dass es nach wie vor ein heiß diskutiertes und sowohl gesellschaftlich als auch religiös und politisch umstrittenes Thema ist, welches viel Zündstoff in sich birgt.

In den folgenden Kapiteln werden die unterschiedlichen Standpunkte der beiden „Kontrahenten“ in der innerzionistischen Debatte dargestellt.

Weiterhin soll geklärt werden, in wieweit der hebräische Humanist Buber auf den Realpolitiker Ben Gurion, und anders herum, reagiert hat und welche persönlichen Dimensionen der Streit um die Verwirklichung des Zionismus annahm.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ben Gurions politischer Zionismus

3. Martin Bubers Kulturzionismus

4. Streitigkeiten zwischen Ben Gurion und Martin Buber

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das spannungsreiche Verhältnis zwischen David Ben Gurion und Martin Buber, die als zwei prägende, aber grundlegend unterschiedliche Persönlichkeiten der zionistischen Bewegung gelten. Im Zentrum steht die Analyse, wie der Realpolitiker Ben Gurion und der hebräische Humanist Buber ihre jeweiligen Visionen des Zionismus verfolgten, welche inhaltlichen und persönlichen Konflikte zwischen ihnen entstanden und wie diese das Ringen um die Staatsgründung Israels sowie das Zusammenleben mit der arabischen Bevölkerung beeinflussten.

  • Die Entwicklung des politischen Zionismus nach Ben Gurion
  • Die Philosophie des Kulturzionismus nach Martin Buber
  • Die Kontroverse um die arabische Frage und die binationale Lösung
  • Persönliche Konfliktlinien und Auseinandersetzungen der beiden Akteure
  • Die Dialektik von politischer Notwendigkeit und moralischem Anspruch

Auszug aus dem Buch

3. Martin Bubers Kulturzionismus

Seinen größten Kontrahenten fand Ben Gurion in dem Humanisten und Religionsphilosoph Martin Buber.

Auch bei Buber lohnt sich ein Blick auf die Biographie. Geboren wurde er 1878 in Wien, als Mordechai Martin Buber in eine wohlhabende Familie. Die hohe Vielfältigkeit die bereits in Wien herrschte, war für Buber eine Art Schmelztiegel der Kulturen, die in Form ihrer Sprachen sein reges Interesse weckten.

Während seiner Zeit des Erwachsenwerdens stellte er ein paar wichtige Dinge fest, die das Fundament seiner späteren Ansichten und Verständnis für den Zionismus bildeten. Zunächst einmal beschrieb er in Form von mehreren Anekdoten, das sein Vater, der ihn und seine Interessen Intellektuell förderte, darüber hinaus auch einfache und praktische Einsichten vermittelte.

Dazu zählte, das sein Vater in seiner Arbeit als Landwirt neue Technologien selbst ausprobierte und in einem verantwortlichen Maße direkt mit der Natur arbeitete. Martin Buber erkannte hier ein wichtiges Prinzip, welches Ausgangslage für sein „Ich und Du“ bildete. Diese Beziehung zwischen Mensch und Natur, brachte die Erkenntnis das der Einzelne immer im Dialog mit seiner Umgebung steht und diese das Verhalten des Einzelnen auch wiederspiegelt. Wenn der Mensch sich nur auf sich konzentriert, also einen „Monolog“ führt, zerfällt die Einheit von Mensch und Natur.

Dieses „Ich-Du-Prinzip“ übertrug Buber anschließend auf die zwischenmenschliche Ebene. Das Bubers Vater sich von Angesicht zu Angesicht um jene kümmerte, die in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis standen bestätigte seine Eindrücke. Philosophische Gedankengänge wie das „Ich-Du-Prinzip“ prägten Buber zeitlebens und fanden Einzug in allen Bereichen seines Lebens. Zur Zeit der ersten zionistischen Kongresse kam Martin Buber in regem Kontakt mit der Bewegung des Zionismus um Theodor Herzl und Nationalen Gedankengut.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das widersprüchliche Verhältnis zwischen Ben Gurion und Martin Buber und führt in die Thematik der unterschiedlichen Strömungen des Zionismus ein.

2. Ben Gurions politischer Zionismus: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Ben Gurions und seine Entwicklung zum Staatsgründer nach, wobei der Fokus auf dem Aufbau staatlicher Souveränität und militärischer Verteidigung liegt.

3. Martin Bubers Kulturzionismus: Hier werden die philosophischen Grundlagen Martin Bubers, insbesondere das „Ich-Du-Prinzip“, sowie sein Eintreten für einen kulturellen Zionismus und Dialog mit den Arabern erläutert.

4. Streitigkeiten zwischen Ben Gurion und Martin Buber: Der Abschnitt analysiert die tiefergehenden inhaltlichen Differenzen und konkrete persönliche Auseinandersetzungen zwischen den beiden Akteuren, etwa im Kontext der arabischen Frage oder der sogenannten Lavon-Affäre.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Standpunkte zusammen und reflektiert die Notwendigkeit beider Perspektiven für die historische Entwicklung Israels.

Schlüsselwörter

Zionismus, David Ben Gurion, Martin Buber, Staatsgründung Israel, Politischer Zionismus, Kulturzionismus, Arabische Frage, Binationale Lösung, Ich-Du-Prinzip, Balfour-Deklaration, Nahostkonflikt, Jüdische Identität, Souveränität, Humanismus, Staatsräson

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den ideologischen und persönlichen Streit zwischen David Ben Gurion und Martin Buber über die Ausrichtung und Verwirklichung des Zionismus.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Kontraste zwischen politischem und kulturellem Zionismus, die Rolle der arabischen Bevölkerung in Palästina und der moralische Anspruch staatlichen Handelns.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die gegenseitige Beeinflussung dieser beiden Persönlichkeiten sowie die Dimensionen ihres Streits um die Existenz und Gestaltung des Staates Israel darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer biografischen und historischen Analyse, die Primär- und Sekundärliteratur auswertet, um die Debatten innerhalb des Zionismus zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Lebenswege und Ansichten beider Akteure sowie eine anschließende Untersuchung ihrer konkreten politischen und persönlichen Konflikte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zionismus, Staatsgründung, Arabische Frage, Kulturzionismus, Politischer Zionismus und Dialog.

Welche Bedeutung hat das „Ich-Du-Prinzip“ für Martin Bubers Zionismus?

Dieses Prinzip bildet das Fundament seines Denkens, wonach zwischenmenschlicher Dialog und die Achtung des Gegenübers auch im politischen Handeln gegenüber den arabischen Nachbarn zentral sein müssen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Ben Gurion im historischen Kontext?

Ben Gurion wird als Realpolitiker gewürdigt, der die harte Durchsetzung der Staatsgründung als unumgängliche Notwendigkeit sah, auch wenn dies die Ignoranz gegenüber alternativen Dialogansätzen bedeutete.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Buber und Ben Gurion. Ein Streit über den Zionismus
Hochschule
Universität Erfurt
Note
2,0
Autor
Moritz Härtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V430255
ISBN (eBook)
9783668736467
ISBN (Buch)
9783668736474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
buber gurion streit zionismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Härtel (Autor:in), 2018, Buber und Ben Gurion. Ein Streit über den Zionismus, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/430255
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Leseprobe aus  13  Seiten
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