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Traumvorstellung Mündigkeit? Inwiefern ist das Mündigkeitsziel von Politikunterricht innerhalb der Unterrichtsrichtlinien in Hessen möglich?

Titel: Traumvorstellung Mündigkeit? Inwiefern ist das Mündigkeitsziel von Politikunterricht innerhalb der Unterrichtsrichtlinien in Hessen möglich?

Hausarbeit , 2018 , 21 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maria Hölz (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen in Deutschland ist seit 1972 stetig gesunken. Von der rekordhohen Wahlbeteiligung von 91,1% im Jahr 1972 sank die Rate auf eine Wahlbeteiligung von 76,2% im Jahr 2017. Um diese niedrige Wahlbeteiligung in Deutschland genauer zu untersuchen, kann man sich zuerst einmal die Ausgangslage bei den Jugendlichen anschauen.

Als zukünftige Wahlberechtigte durchlaufen sie die Bildungseinrichtung Schule, wo ein großer Teil von politischer Bildung stattfindet. Schule als Institution leitet im Politikunterricht gezielt politische Sozialisationsprozesse an. Diese zielen darauf ab, den Bürger auf die Einnahme einer Bürgerrolle vorzubereiten. Hierbei wird die folgende Arbeit die Theorien zu Bürgerrollen und den damit verbundenen Merkmalen genauer untersuchen. Als weitere Richtlinie für Politikunterricht wird der Beutelsbacher Konsens genauer untersucht.

Um eine niedrige Wahlbeteiligung in der kommenden Generation möglichst nicht zu reproduzieren, sollte bereits in der Schule politische Partizipation als ein Ziel angestrebt werden. Im Kerncurriculum für Hessen für das Fach Politik und Wirtschaft wird Mündigkeit als Kernziel formuliert, was Bürger u.a. dazu befähigen soll, an der demokratischen Öffentlichkeit teilzunehmen. Das Forschungsproblem ist von politischer und wissenschaftlicher Relevanz, da ein Widerspruch zwischen Unterrichtsziel und dessen festgeschriebenen Leitlinien unbemerkt Politikverdrossenheit und damit eine niedrige Wahlbeteiligung hervorbringen können, was dem demokratischen Verständnis von Mitbestimmung entgegenläuft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Forschungsproblem

2 Forschungsstand

3 Forschungsfrage

4 Theorien

4.1 Theorien zur Mündigkeit

4.2 Theorien zur Bürgerrolle

5 Methode

6 Exemplarische Umsetzung

6.1 Der Beutelsbacher Konsens seit 1977

6.2 Die Rahmenrichtlinien seit 1973

6.3 Der Lehrplan seit 1992

6.4 Das Kerncurriculum seit 2011

6.5 Befragung

7 Vorläufiges Ergebnis

I. Anhang

I.1 Ergebnisse in tabellarischer Form

I.2 Fragebogen

I.3 Auswertung des Fragebogens

I.4 Studien

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Ziel der Mündigkeit im hessischen Politikunterricht durch die geltenden Unterrichtsrichtlinien effektiv gefördert wird oder ob ein Widerspruch zwischen Anspruch und curricularer Realität besteht, der politische Partizipation bei Jugendlichen hemmen könnte.

  • Analyse der Mündigkeitsdefinitionen in hessischen Lehrplänen
  • Untersuchung verschiedener Bürgerrollen-Theorien
  • Vergleich der Richtlinien von 1973 bis 2011
  • Empirische Befragung zur subjektiven Wahrnehmung von Politikunterricht
  • Diskussion über den Einfluss von Schule auf die politische Partizipation

Auszug aus dem Buch

4.1 Theorien zur Mündigkeit

Die ersten Ideen von Mündigkeit sind bei den alten Griechen zu finden. Ein unmündiger Bürger war hier gekennzeichnet durch Egoismus, sich nur um die Privatangelegenheiten zu kümmern, jedoch nicht um die der Gemeinschaft. Unmündige Bürger standen in der gesellschaftlichen Hierarchie ganz unten. Perikles soll davon gesprochen haben, dass ein unmündiger Bürger nicht einfach ein zurückhaltender Bürger, sondern ein unnützes Mitglied der Gesellschaft ist. (Negt 2010: 13). Später wurde der Begriff der Mündigkeit wieder in der Aufklärung beschrieben.

Kant definiert Mündigkeit als Befreiung aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit, welche durch Zwänge, an die Obrigkeit gebunden zu sein, beschrieben wird (Kant 1784: 482). Auch Adorno nennt u.a. Mündigkeit als zentrales Ziel von Bildung (Adorno 1970: 144). Im heutigen Kontext bezeichnet der Mündigkeitsbegriff im engeren Sinn die rechtliche Kennzeichnung des Übergangs von der Jugend- zur Erwachsenenphase: Wer mündig ist, darf selbst Verträge abschließen und wählen. In einem weiteren Sinn wird das Kennzeichen der Selbständigkeit auf die gesamte moralisch-ethische Lebensführung angewendet. Mündig ist zunächst, wer selbstständig seinen Mund aufmacht, um für eigene Interessen einzutreten (Reheis 2016: 30). Also weist die Theorie von Reheis indirekt auf Wahlbeteiligung hin, als ein Mittel zum Durchsetzen eigener Interessen. In dieser Arbeit konzentriere ich mich auf den Mündigkeitsbegriff von Adorno, der Mündigkeit als zentrales Ziel von Bildung sieht. „Die Forderung nach Mündigkeit scheint in einer Demokratie selbstverständlich. Demokratie beruht auf der Willensbildung eines jeden Einzelnen, wie sie sich in der Institution der repräsentativen Wahl zusammenfaßt.“ (Adorno 1970: 144). Mündig ist demnach, wer an Wahlen teilnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Forschungsproblem: Einführung in die sinkende Wahlbeteiligung in Deutschland und die Rolle der Schule bei der politischen Sozialisation.

2 Forschungsstand: Darstellung der hohen Politikverdrossenheit bei Jugendlichen trotz steigendem politischem Interesse laut Shell Jugendstudien.

3 Forschungsfrage: Untersuchung der Zielsetzung von Mündigkeit im Politikunterricht innerhalb der hessischen Unterrichtsrichtlinien.

4 Theorien: Theoretische Auseinandersetzung mit den Begriffen Mündigkeit und verschiedenen Bürgerrollentypen.

5 Methode: Erläuterung des ideengeschichtlichen Vergleichs der Richtlinien ergänzt durch eine eigene Umfrage.

6 Exemplarische Umsetzung: Analyse der historischen Dokumente vom Beutelsbacher Konsens bis zum Kerncurriculum 2011.

7 Vorläufiges Ergebnis: Zusammenfassung der Diskrepanz zwischen dem Mündigkeitsanspruch und dem Fokus auf wirtschaftliche Teilhabe.

Schlüsselwörter

Politikunterricht, Mündigkeit, Bürgerrolle, Politikverdrossenheit, Hessen, Kerncurriculum, Beutelsbacher Konsens, Politische Bildung, Partizipation, Wahlbeteiligung, Demokratie, Sozialisation, Schüler, Unterrichtsrichtlinien, Ökonomische Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der politischen Bildung an Schulen im Hinblick auf das Kernziel der Mündigkeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Entwicklung der hessischen Lehrpläne, die verschiedenen Theorien zur Mündigkeit sowie die Frage der politischen Partizipation Jugendlicher.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob die offiziellen Richtlinien für den Politikunterricht in Hessen tatsächlich mündige Bürger fördern oder ob sie dieses Ziel durch eine zu starke ökonomische Ausrichtung schwächen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus einer ideengeschichtlichen Analyse der Lehrpläne und einer quantitativen Umfrage unter Schülern und ehemaligen Schülern angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Mündigkeit und Bürgerrolle sowie eine detaillierte Analyse der hessischen Richtlinien seit 1973.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Mündigkeit, Politikunterricht, Partizipation, Bürgerrolle und Lehrpläne.

Warum spielt der Beutelsbacher Konsens eine zentrale Rolle?

Er fungiert als grundlegende Richtschnur für den Politikunterricht, an der sich die Autorin bei der Untersuchung des Widerspruchs zwischen freier Urteilsbildung und staatlicher Zielvorgabe orientiert.

Welches Ergebnis zeigt die Befragung zur politischen Teilhabe?

Die Umfrage deutet darauf hin, dass zwar Informationen vermittelt werden, eine Ermutigung zur aktiven Partizipation, wie Demonstrieren oder Parteienarbeit, jedoch kaum stattfindet.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Traumvorstellung Mündigkeit? Inwiefern ist das Mündigkeitsziel von Politikunterricht innerhalb der Unterrichtsrichtlinien in Hessen möglich?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Propädeutikum
Note
1,0
Autor
Maria Hölz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
21
Katalognummer
V430186
ISBN (eBook)
9783668742406
ISBN (Buch)
9783668742413
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mündigkeit Politikunterricht Hessen Lehrplan Kerncurriculum Kompetenzen Beutelsbacher Konsens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maria Hölz (Autor:in), 2018, Traumvorstellung Mündigkeit? Inwiefern ist das Mündigkeitsziel von Politikunterricht innerhalb der Unterrichtsrichtlinien in Hessen möglich?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/430186
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Leseprobe aus  21  Seiten
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