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Der Kopftuchstreit. Eignungsmangel für Beamtinnen?

Titel: Der Kopftuchstreit. Eignungsmangel für Beamtinnen?

Essay , 2017 , 9 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Islamische Religionswissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In einer Gesellschaft, in der freiheitlich – demokratische Ordnung herrscht, sollten Bekleidungsvorschriften keine Probleme darstellen. Die Kleidung jedes Menschen ist individuell. Aus diesem Grund sollten Muslime, die aus Überzeugung und Vorschrift ein Kopftuch tragen wollen, dies gegeben sein. Die Frage ist nun, ob das ebenfalls Lehrkräften erlaubt sein soll, die an deutschen Schulen tätig sind und den deutschen Rechtsstaat repräsentieren. Daher wird bei dieser Arbeit zuerst das Kopftuchgebot im Koran diskutiert, die Entstehung des Kopftuchstreits anhand zweier Fallbeispiele näher gebracht und die Argumente für und gegen das Kopftuchverbot erläutert.

Das Kopftuch ist als Kopfbedeckung für islamische Frauen bekannt. Früher war es ebenfalls im christlichen Glauben üblich, Kopftuch zu tragen. In ländlichen Regionen ist das Tragen von Kopftuch noch erhalten geblieben. Das Kopftuch wurde mit dem Islam in Verbindung gebracht, doch viele Menschen sahen darin die Unterdrückung der Frauen. Der eigentliche Ursprung des Kopftuches liegt nicht im Islam. Um 4000 bis 3000 v. Chr. wurde bei den Sumerern das Kopftuch als Kopfbedeckung getragen. Die Nonnen trugen außerhalb Kopftücher, um ihre Anonymität zu bewahren. Die Assyrer lebten in Mesopotamien und waren ein semitisches Volk. In ihrem Sozialsystem wurden Frauen unterdrückt. Verheiratete Frauen und Witwen mussten eine Kopfbedeckung tragen, die Prostituierten jedoch nicht. Die Tradition des Kopftuches ging über in das Judentum und später in das Christentum. Das Kopftuch zur Zeit Christi wurde von Frauen aus einem höheren sozialen Status getragen und hatte keine religiöse Bedeutung. Zuletzt taucht das Kopftuch im Islam auf. In der Bibel steht, dass Frauen sich zu bedecken haben. Deshalb tragen Nonnen und Ordensschwestern eine Kopfbedeckung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Kopftuch

a) Historie

b) Einordnung im Koran

3. Der Kopftuchstreit

a) Die Entstehung und Lage in Deutschland

b) Fallbeispiel „Fereshta Ludin“

c) Pro – Contra

4. Schluss

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Debatte um das Tragen eines Kopftuchs durch Lehrkräfte im staatlichen Schuldienst in Deutschland, indem sie religiöse Ursprünge hinterfragt, rechtliche Rahmenbedingungen analysiert und die Argumente der Befürworter und Gegner eines Kopftuchverbots gegenüberstellt.

  • Religiöse Einordnung des Kopftuchs im Koran
  • Historische Entwicklung der Kopfbedeckung
  • Rechtliche Analyse und Fallbeispiel Fereshta Ludin
  • Neutralitätspflicht des Staates vs. Religionsfreiheit
  • Gesellschaftliche Auswirkungen eines Kopftuchverbots

Auszug aus dem Buch

b) Einordnung im Koran

Im Islam gibt es keine explizite Forderung, Kopftuch zu tragen. Es gibt insgesamt fünf Suren, die die Thematik der Bedeckung der Frauen anspricht. Es werden zwei Suren vorgestellt: die Sure „Al-Nur“ - „Das Licht“ (Sure 24, Vers 31) und die Sure „Al-Ahzab“ - „Die Verbündeten“ (Sure 33, Vers 59).5 Die Sure „Al-Nur“ besagt: „Und sprich zu den gläubigen Frauen, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und daß sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, daß bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf daß ihr erfolgreich sein möget.“6

Diese Sure behandelt die Bedeckung der Frauen, um so ihre „Keuschheit“ und ihre Jungfräulichkeit zu bewahren. Ihren „Schmuck“ sollen sie nicht enthüllen, außer vor ihren Ehemännern oder näheren Familienangehörigen. Diese Aufforderung ist zweierlei zu verstehen: Einerseits im Sinne von Gold oder Schmuck und andererseits auch das Dekolleté und Brustbereich, also die weiblichen Reize.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik der Vereinbarkeit von religiös motivierten Bekleidungsvorschriften mit der Neutralitätspflicht im deutschen Schuldienst.

2. Das Kopftuch: Dieses Kapitel untersucht die historische Herkunft der Kopfbedeckung vor dem Islam und analysiert die koranischen Quellen zur weiblichen Bedeckung.

3. Der Kopftuchstreit: Das Kapitel betrachtet die Konfliktsituation in Deutschland, dokumentiert das richtungsweisende Fallbeispiel Fereshta Ludin und führt die Argumentationslinien von Befürwortern und Gegnern eines Verbots auf.

4. Schluss: Das Fazit wägt die verschiedenen Perspektiven ab und kommt zu dem Ergebnis, dass ein pauschales Verbot sowohl die Neutralitätspflicht als auch Integrationsaspekte problematisch berührt.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachbücher und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Kopftuch, Islam, Koran, Kopftuchstreit, Religionsfreiheit, Neutralitätspflicht, Fereshta Ludin, Schulleben, Diskriminierung, Integration, Kopftuchverbot, Beamtinnen, Deutschland, Staatliche Neutralität, Religionsausübung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob das Kopftuchtragen von muslimischen Lehrkräften an deutschen Schulen mit dem staatlichen Neutralitätsgebot vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die religiöse Herleitung im Koran, die rechtliche Situation in Deutschland und die gesellschaftspolitische Debatte über Integration und Religionsfreiheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Argumente für und gegen ein Kopftuchverbot im Schuldienst sachlich darzustellen und eine fundierte Bewertung vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Fallbeispielen, um die komplexe Rechts- und Werteproblematik zu erläutern.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historisch-theologische Einordnung, eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine direkte Gegenüberstellung der Argumente der Befürworter und Gegner.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Neutralitätspflicht, Religionsfreiheit, Kopftuchverbot, Islam, Integration und die rechtliche Bewertung von religiösen Symbolen im öffentlichen Dienst.

Welche Rolle spielt Fereshta Ludin in der Arbeit?

Sie dient als zentrales Fallbeispiel, an dem die rechtliche Auseinandersetzung über den Ausschluss kopftuchtragender Lehrerinnen aus dem Schuldienst verdeutlicht wird.

Was ist das Ergebnis der Analyse zur Koran-Auslegung?

Die Arbeit stellt fest, dass es im Koran keine explizite, unmissverständliche Vorschrift zum Tragen eines Kopftuchs gibt und dass Auslegungen je nach Interpretation stark variieren können.

Wie bewertet die Arbeit das Neutralitätsargument der Gegner?

Die Arbeit erkennt das Neutralitätsargument als nachvollziehbar an, warnt jedoch vor einer einseitigen Auslegung, die Integration erschweren und bestimmte Gruppen ausgrenzen könnte.

Was fordert die Arbeit als Lösungsansatz?

Die Arbeit schlägt vor, die Lehrkräfte individuell auf fundamentalistische Überzeugungen zu prüfen, anstatt ein pauschales Verbot auszusprechen.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Kopftuchstreit. Eignungsmangel für Beamtinnen?
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
3,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
9
Katalognummer
V429517
ISBN (eBook)
9783668732698
ISBN (Buch)
9783668732704
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kopftuch Frauen Islam Religion Diskriminierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Der Kopftuchstreit. Eignungsmangel für Beamtinnen?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/429517
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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