Zunächst wird auf die Bedeutung von Kennzahlen im Lagebericht, den Unterschied zwischen finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen und die rechtlichen Rahmenbedingungen eingegangen. Im zweiten Schritt erfolgt die Analyse der Lageberichte bezüglich der am häufigsten verwendeten Kennzahlen, Darstellung der Kennzahlen, branchenspezifische Kennzahlen und die Unterschiede zwischen der Konzern- und der Segmentebene. Anschließend wird aus dieser Analyse eine Schlussfolgerung und Handlungsempfehlung für die Continental AG abgeleitet, welche Vor- und Nachteile die Verwendung einzelner Kennzahlen für das Unternehmen bietet und welche Möglichkeiten sich dadurch ergeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Kennzahlen im Lagebericht
2.1 Bedeutung und Funktion
2.2 Abgrenzung
2.3 Normativer Rahmen
3 Analyse der Lageberichte
3.1 Häufig verwendete Kennzahlen
3.2 Darstellung der Kennzahlen
3.3 Branchenspezifische Kennzahlen
3.4 Konzern vs. Segmente
3.5 Handlungsempfehlungen für die Continental AG
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Veröffentlichung finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen im Lagebericht anhand einer Analyse der Continental AG im Vergleich zu einer Peer Group, um den Status quo zu evaluieren und Handlungsempfehlungen für eine aussagekräftigere Berichterstattung abzuleiten.
- Stellenwert und rechtliche Rahmenbedingungen von Kennzahlen
- Identifikation der am häufigsten genutzten finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen
- Analyse von Darstellungsmethoden und Überleitungsrechnungen
- Untersuchung branchenspezifischer Kennzahlendifferenzen
- Vergleich der Kennzahlenverwendung auf Konzern- und Segmentebene
Auszug aus dem Buch
2 Kennzahlen im Lagebericht
Das primäre Ziel des Lageberichtes ist neben der Informationsfunktion auch die Rechenschaftsfunktion gegenüber den Abschlussadressaten. Gem. § 315a HGB ist der Konzernlagebericht so darzustellen, dass den Abschlussadressaten „ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird“. Dabei soll der Lagebericht nicht nur die vergangene Geschäftsentwicklung darstellen, sondern ebenso Prognosen über die zukünftige Geschäftsentwicklung, einschließlich aller Chancen und Risiken abgeben. Um diese Anforderungen an den Lagebericht zu erfüllen, ist die Verwendung von finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen unumgänglich und auch verpflichtend. Bei Kennzahlen handelt es sich um Zahlen, die es ermöglichen komplexe Sachverhalte und Prozesse in einer präzisen und vereinfachten Form darzustellen. Des Weiteren bündeln sie die wesentlichen Informationen über die Geschäftslage, um sie objektiv und schnell erfassbar für die Abschlussadressaten abzubilden. Infolge dessen soll die Informationsasymmetrie zwischen den Abschlussadressaten und dem Unternehmen, im Hinblick auf den Überfluss an Informationen, verringert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz von finanziellen und nichtfinanziellen Kennzahlen im Lagebericht sowie Erläuterung der Zielsetzung und Methodik der Arbeit in Zusammenarbeit mit der Continental AG.
2 Kennzahlen im Lagebericht: Theoretische Fundierung zu Bedeutung, Funktion und Abgrenzung von Kennzahlen sowie Erörterung des normativen Rahmens, insbesondere im Kontext des DRS 20.
3 Analyse der Lageberichte: Empirische Untersuchung der Kennzahlenverwendung der Continental AG im Vergleich zur Peer Group, unterteilt in häufig verwendete Kennzahlen, Darstellungsmethoden, Branchenspezifika und den Vergleich zwischen Konzern- und Segmentebene.
4 Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse der Untersuchung sowie Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Continental AG zur Verbesserung ihrer Berichterstattung durch die Einbeziehung weiterer Kennzahlen.
Schlüsselwörter
Lagebericht, Finanzielle Kennzahlen, Nichtfinanzielle Kennzahlen, Continental AG, DRS 20, Konzernlagebericht, Segmentberichterstattung, Leistungsindikatoren, Abschlussadressaten, Unternehmenssteuerung, Peer Group, Branchenvergleich, Unternehmensberichterstattung, Cashflow, Eigenkapitalquote
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Transparenz und Qualität der Veröffentlichung von finanziellen sowie nichtfinanziellen Kennzahlen in Lageberichten von Industrieunternehmen, mit einem besonderen Fokus auf die Continental AG.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themen umfassen die rechtlichen Anforderungen durch den DRS 20, die Differenzierung zwischen Konzern- und Segmentebene sowie die Bedeutung der Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung und Investorenkommunikation.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch einen Vergleich der Continental AG mit einer Peer Group von 25 Unternehmen zu identifizieren, welche Kennzahlen Standard sind und wo Optimierungspotenzial für eine adressatenfreundliche Berichterstattung besteht.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine vergleichende Analyse (Peer-Group-Analyse) durchgeführt, bei der die Geschäfts- und Lageberichte der ausgewählten Unternehmen im Hinblick auf die Nutzung und Darstellung verschiedenster Kennzahlen ausgewertet wurden.
Was ist der Kerninhalt des Hauptteils?
Der Hauptteil analysiert die Häufigkeit der verwendeten Kennzahlen, die Art der Darstellung, branchenspezifische Besonderheiten sowie Unterschiede in der Kennzahlennutzung zwischen dem Gesamtkonzern und seinen einzelnen Segmenten.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lagebericht, Leistungsindikatoren, Finanzielle und Nichtfinanzielle Kennzahlen sowie Konzern- und Segmentebene charakterisiert.
Warum sollte die Continental AG den Cashflow in den Lagebericht aufnehmen?
Da 24 der 26 untersuchten Unternehmen der Peer Group den Cashflow veröffentlichen und die notwendigen Daten bei der Continental AG ohnehin für die Berechnung des Free Cashflows vorliegen, stellt dies eine wichtige Ergänzung zur Beurteilung der Finanzkraft dar.
Welchen Mehrwert bietet die Veröffentlichung der Kennzahl Unfallhäufigkeit?
Die Kennzahl dient als Indikator für einen sicheren Arbeitsplatz und ein positives Unternehmensklima; eine geringe Unfallhäufigkeit kann somit die Mitarbeiterzufriedenheit und die allgemeine Unternehmenskultur nach außen hin verdeutlichen.
- Arbeit zitieren
- Saskia Franz (Autor:in), 2018, Veröffentlichung von (Finanz-)Kennzahlen im Lagebericht. Konzern und Segmente, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/428766