Die vorliegende Arbeit greift verschiedene Gedanken auf, die mir während der Recherche und Bearbeitung gekommen sind. Es soll keine Handlungsempfehlung herausgegeben werden und auch kein Katalog möglicher gesundheitlicher oder sozialer Folgen für Menschen hohen Alters in Krankenhäusern. Diese Belegarbeit soll zum Nachdenken anregen und Methoden in den Blick rücken, die für eine Verbesserung des Wohlbefindens vieler Menschen sorgen oder eine Verschlechterung des körperlichen wie seelischen Zustandes verhindern könnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Warum ist ein Klinikaufenthalt für ältere Menschen oft problematisch?
2.1 – Mögliche Faktoren
3. Was brauchen KlientInnen an sozialpädagogischer Unterstützung?
3.1 – Eine methodische Überlegung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen eines Krankenhausaufenthaltes für ältere Menschen und beleuchtet, wie sozialpädagogische Methoden dazu beitragen können, das Wohlbefinden dieser Klientengruppe zu sichern und negative Folgen wie ein Delirium zu vermeiden.
- Belastungsfaktoren durch den Klinikaufenthalt im Alter
- Risiko eines Deliriums in der Klinik
- Sozialpädagogische Unterstützung und Methodenreflexion
- Lebenswelt- und Ressourcenorientierung in der Altenarbeit
- Präventive Ansätze in der klinischen Sozialarbeit
Auszug aus dem Buch
2. Warum ist ein Klinikaufenthalt für ältere Menschen oft problematisch?
Alte PatientInnen sind viel vulnerabler als jüngere. Schon die kleinsten Unbekanntheiten bringen ihr alltägliches System, in dem sie leben, ins Wanken (vgl. Hibbeler 2013). Ältere Menschen sind mit Notfallsituationen allein oftmals schon überfordert. Werden bei der Einweisung womöglich dann noch Brille oder Hörgerät vergessen (vgl. ebd.), mag man sich nicht vorstellen, wie groß der Stressfaktor sein muss.
Der Klinikaufenthalt älterer PatientInnen wird nicht selten auch als ‚der Anfang vom Ende‘ bezeichnet. Grund ist, dass ältere Menschen in Krankenhäusern häufig drastisch körperlich abbauen. In der ungewohnten Umgebung fühlen sie sich oft nicht wohl, was nicht nur an dem Unbekannten an sich, sondern weiterhin an der Ausstattung der Zimmer, ungemütlichem Licht und der klinischen Reinheit liegt. Das Ungewohnte bedeutet für nahezu jeden Menschen Stress. Allein der Blick beim Aufwachen ist gewöhnungsbedürftig oder der Gang zum Badezimmer, der Geschmack des Essens und vieles Weiteres. All jenes vermittelt das Gefühl von fehlendem Halt und fehlenden Alltagsstrukturen, was nicht selten beängstigend wirkt. Hinzu kommt der sinkende Anreiz einer gesunderhaltenden Lebensweise, wenn gewohnte Aufgaben und Routinen verloren gehen (vgl. Berndt 2010).
Eine viel schwerwiegendere Konsequenz der Lebenslage kann ein vorübergehendes oder anhaltendes Delirium sein, welches hochaltrige Menschen im Krankenhaus oft entwickeln. Die Umgebung ist als Hochrisiko für ein Delirium einzustufen, der Aufenthalt sollte deshalb möglichst vermieden werden (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin begründet die Themenwahl durch persönliche Erfahrungen und skizziert das Ziel, Methoden zur Verbesserung des Wohlbefindens älterer Menschen im Krankenhaus zu reflektieren.
2. Warum ist ein Klinikaufenthalt für ältere Menschen oft problematisch?: Dieses Kapitel analysiert die physischen und psychischen Belastungen durch Krankenhausaufenthalte, insbesondere das Risiko von Delirien und den Verlust alltäglicher Strukturen.
3. Was brauchen KlientInnen an sozialpädagogischer Unterstützung?: Es wird diskutiert, welche sozialpädagogischen Ansätze wie Einzelfallhilfe, Case Management und Präventionsarbeit notwendig sind, um auf die Bedürfnisse älterer PatientInnen einzugehen.
4. Fazit: Die Autorin resümiert die Notwendigkeit eines interdisziplinären Umdenkens und einer ganzheitlichen, individuellen Betrachtung älterer Patienten, um deren Lebensqualität nachhaltig zu wahren.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Krankenhausaufenthalt, hohes Alter, Delirium, Kliniksozialdienst, Einzelfallhilfe, Case Management, Prävention, Lebensweltorientierung, Altenarbeit, Patientensicherheit, Geriatrie, Multimorbidität, Empowerment, Gesundheitsversorgung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den oft problematischen Auswirkungen eines Krankenhausaufenthaltes auf ältere Menschen und der Rolle der Sozialarbeit bei der Bewältigung dieser Situation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Belastungsfaktoren im Klinikalltag, den Risiken kognitiver Verschlechterungen (Delirium) und den Möglichkeiten sozialpädagogischer Interventionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen und sozialpädagogische Methoden aufzuzeigen, die zur Verbesserung des Wohlbefindens älterer Patienten beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche und methodische Überlegungen basierend auf Ansätzen der Sozialen Arbeit wie der Einzelfallhilfe und dem Case Management.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Gefahren des Klinikaufenthalts für Hochbetagte sowie verschiedene Methoden der Sozialarbeit, wie etwa Case Management und Präventionsarbeit, detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Krankenhausaufenthalt im Alter, Delirium, Kliniksozialdienst, Prävention und Lebensweltorientierung gekennzeichnet.
Welche Bedeutung kommt der Prävention in der Arbeit zu?
Prävention wird als wesentliche Methode hervorgehoben, um gefährliche Situationen oder den Verlust von Alltagskompetenzen bei alten Menschen frühzeitig abzuwenden.
Wie bewertet die Autorin die Rolle des Kliniksozialdienstes?
Der aktuelle Fokus auf nachstationäre Versorgung allein wird als unzureichend kritisiert; gefordert wird eine stärkere Einbindung sozialpädagogischer Kompetenzen während des gesamten Klinikaufenthalts.
- Quote paper
- Lisa Bartschat (Author), 2018, Krankenhausaufenthalt im hohen Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/428761