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Berufung des Levi. Exegese Markus 2, 13-17

Titel: Berufung des Levi. Exegese Markus 2, 13-17

Hausarbeit , 2017 , 25 Seiten

Autor:in: Meike Vösgen (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter Berücksichtigung der Textlinguistik erfassen die folgenden Unterkapitel die Kohäsion, wie auch die Kohärenz des Textes und stellen seine Intention sowie die erzählerische Funktion heraus.
Zwar grenzt sich die hier zu analysierende Erzählung schon als Perikope, genannt „Die Berufung des Levi“, ab, jedoch resultiert jenes aus der Segmentierungsarbeit der Übersetzer, nicht aus der ursprünglichen Entstehung des Textes. Somit gilt es zu ermitteln, welche Aspekte die Abgrenzung hervorbrachten. Diesbezüglich zu beachten sind den Ort, die Zeit, die Personen und das Thema betreffende Wechsel. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Analyse der Textstruktur

1.1 Abgrenzung der Einheit

1.2 Einordnung in den Kontext

1.3 Syntaktische Analyse

1.4 Semantische Analyse

1.5 Narrative Analyse

1.6 Pragmatische Analyse

1.8 Fazit

2. Traditionskritik

3. Formgeschichte

4. Literarkritik

5. Redaktionskritik

6. Theologisches Profil

7. Schulische Umsetzungsmöglichkeit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Perikope von der Berufung des Levi (Markus 2,13-17) mittels einer umfassenden exegetischen Methodenanalyse zu untersuchen. Dabei wird insbesondere die Forschungsfrage verfolgt, wie der Text durch seine syntaktischen, semantischen und narrativen Strukturen die Bedeutung von Jesu Wirken sowie seine Zuwendung zu Sündern als Fundament christlicher Nachfolge und Ekklesiologie expliziert.

  • Strukturanalyse und textlinguistische Einordnung der Perikope im Markusevangelium.
  • Traditionskritische Untersuchung der Rollen von Schriftgelehrten, Pharisäern und Zöllnern.
  • Formgeschichtliche Bestimmung als Apophthegma und dessen rhetorische Funktion.
  • Redaktionskritische Analyse zur theologischen Intention des Evangelisten.
  • Didaktische Reflexion zur Umsetzung der Thematik im Religionsunterricht.

Auszug aus dem Buch

1.3 Syntaktische Analyse

Die syntaktische Analyse intendiert, „die Aufstellung von Wörtern zu Sätzen und Satzreihen“20, wie auch die Verknüpfung der sprachlichen Mittel zu erschließen.21

Die Analyse untermauert, dass die Erzählung leicht verständlich ist und damit viele Menschen ansprechen kann. Sie hat eine allumfassende Wirkung und gegenwärtigen Charakter. Ferner lassen sich die Nachfolge sowie die Relevanz Jesu Handelns und seine Zuwendung zu Sündern als akzentuierte Themen herausbilden.

Markus bedient sich einer schlichten Alltagssprache22, wie sie für die römisch-hellenistische Volksliteratur kennzeichnend ist.23 Dieses wird hier unter anderem erkennbar, weil sich die koordinierenden Konjunktionen fast ausschließlich durch „und“ wiederspiegeln. Damit einher geht die vorrangige Verwendung von Parataxen. Auch diese ist für den markinischen Satzbau signifikant.24 Demnach pointiert bereits die geringe Komplexität der Sprache den missionarischen Charakter des Evangeliums; die Erzählung über Jesu Wirken ist an eine breite Masse adressiert.25

Die damit bereits angedeutete Allgegenwärtigkeit des Textes wird im Rahmen der Syntax durch die Beobachtung der Pronomen, Artikel und Adjektive untermauert. Hinsichtlich der Pronomen fällt deren häufige Verwendung auf. Es werden demnach nicht bestimmte Namen, sondern eine Mehrzahl von Menschen angesprochen. Dieses zeigt auch die Untersuchung der Artikel. Sie kommen fast ausschließlich in direkter Form vor. Ausnahmen bilden nur zwei Stellen, bei denen nicht bestimmte, sondern alle Sünder angesprochen werden: „und viele Zöllner und Sünder lagen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch“ (V. 15), „Ich bin nicht gekommen Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“ (V. 17). Ebenso heben die mit Adjektiven betonten Verse diese Erkenntnis hervor: „und die ganze Volksmenge kam zu ihm“ (V. 13), „und viele Zöllner und Sünder lagen mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch, denn es waren viele“ (V. 15).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Analyse der Textstruktur: Dieses Kapitel erfasst durch textlinguistische Methoden die Kohäsion und Kohärenz der Perikope und arbeitet die erzählerische Funktion heraus.

1.1 Abgrenzung der Einheit: Es wird untersucht, wie Orts-, Zeit- und Personenwechsel die Perikope als in sich geschlossene Erzähleinheit markieren.

1.2 Einordnung in den Kontext: Die Einheit wird in den ersten Erzählbogen des Markusevangeliums verortet und als Teil des Widerspruchs gegen Jesu vollmächtiges Wirken definiert.

1.3 Syntaktische Analyse: Die geringe Komplexität und der Einsatz von Alltagssprache werden als Indiz für den missionarischen Charakter des Evangeliums gewertet.

1.4 Semantische Analyse: Durch die Identifikation semantischer Oppositionen (z.B. Gerechte vs. Sünder) wird der Kontrast zwischen Jesu Lehre und der jüdischen Frömmigkeitspraxis verdeutlicht.

1.5 Narrative Analyse: Die Analyse der Erzählzeit und Charakterisierungstechniken zeigt auf, wie Jesus als Arzt und Lehrer fungiert, der Sündenvergebung und Nachfolge anbietet.

1.6 Pragmatische Analyse: Es wird dargelegt, wie der Text die RezipientInnen zur Ablösung von alten Strukturen und zum grenzenlosen Vertrauen auf Jesus einlädt.

1.8 Fazit: Die Arbeit resümiert die Perikope als Mythos, der den Hörenden/Lesenden durch die vollmächtige Lehre Jesu Sinnstiftung und Heilung verspricht.

2. Traditionskritik: Die Begriffe Schriftgelehrte, Pharisäer und Zöllner werden auf ihre historische Herkunft und Bedeutung im Kontext des ersten Jahrhunderts untersucht.

3. Formgeschichte: Die Perikope wird als Apophthegma bestimmt, das durch eine autoritative Sentenz zur Überzeugung der damaligen religiösen Gruppen dient.

4. Literarkritik: Die Verse 13, 15 und 17 werden als redaktionelle Erweiterungen identifiziert, die den Fokus auf die Jüngerschaft und die universelle Lehre Jesu legen.

5. Redaktionskritik: Der Evangelist wird als Heidenchrist charakterisiert, der in Rom die Verbindung zwischen dem historischen Jesus und der gegenwärtigen Gemeinde festigen will.

6. Theologisches Profil: Zusammenfassend wird dargestellt, wie die Perikope durch das Motiv der Nachfolge Gottes Konstituierung des endzeitlichen Volkes über alle Völker hinweg verdeutlicht.

7. Schulische Umsetzungsmöglichkeit: Es wird aufgezeigt, wie SchülerInnen durch die Figur des Levi zur Reflexion über eigene Ausgrenzungserfahrungen und Neubeginn angeregt werden können.

Schlüsselwörter

Markus 2,13-17, Berufung des Levi, Exegese, Jesus, Jüngerschaft, Sünder, Zöllner, Sündenvergebung, Apophthegma, Traditionskritik, Redaktionskritik, Markusevangelium, Nachfolge, Glaube, Heilsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende wissenschaftliche Exegese der biblischen Erzählung von der Berufung des Levi nach Markus 2,13-17 unter Anwendung methodischer Schritte wie Textstrukturanalyse, Traditions- und Formgeschichte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Schwerpunkte liegen auf der Untersuchung von Jesu vollmächtigem Handeln, der Bedeutung der Jüngerschaft, der Kontroverse mit zeitgenössischen religiösen Gruppen und der Etablierung des Christentums als universaler Heilsgeschichte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der sprachlichen und narrativen Gestaltung des Textes darzulegen, wie der Evangelist die biblische Erzählung nutzt, um eine zeitlose Aufforderung zur Nachfolge und Vertrauen auf Jesus zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt dem Standardkanon der historisch-kritischen Exegese, einschließlich der Textstrukturanalyse, Traditionskritik, Formgeschichte, Literarkritik, Redaktionskritik sowie einer theologischen und didaktischen Reflexion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Durchleuchtung des Textes, angefangen bei der syntaktischen und narrativen Untersuchung bis hin zur Analyse der historischen Hintergründe und der theologischen Intention des Evangelisten Markus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben den zentralen Begriffen wie Berufung, Levi, Sünder und Nachfolge prägen Begriffe wie Apophthegma, Markusevangelium und vollmächtiges Wirken die wissenschaftliche Charakterisierung der Arbeit.

Welche Bedeutung kommt der Figur des Levi für die Erzählung zu?

Levi fungiert als Repräsentant einer Gruppe, die zwar gesellschaftlich unbeliebt oder „unrein“ war, aber durch den Ruf Jesu integriert und sündenfrei gesprochen wird, womit er exemplarisch für die universale Gnadenzusage steht.

Wie wird die Rolle der Pharisäer und Schriftgelehrten im Text bewertet?

Die Pharisäer und Schriftgelehrten dienen als rhetorischer Kontrast zu Jesu Handeln; ihr beharren auf strikten Reinheitsgeboten und Gesetzen wird durch Jesu autoritative Lehre und seine Zuwendung zu den Kranken in Frage gestellt.

Was bedeutet der Verweis auf den „Wanderradikalismus“ in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt ein ethisches Ideal des Urchristentums, bei dem die Nachfolge Jesu das radikale Loslassen von häuslichen und materiellen Bindungen voraussetzt, um die Botschaft des Gottesreichs zu verbreiten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Berufung des Levi. Exegese Markus 2, 13-17
Hochschule
Universität zu Köln  (Lehrstuhl für evangelische Theologie)
Autor
Meike Vösgen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V427642
ISBN (eBook)
9783668717152
ISBN (Buch)
9783668717169
Sprache
Deutsch
Schlagworte
berufung levi exegese markus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Meike Vösgen (Autor:in), 2017, Berufung des Levi. Exegese Markus 2, 13-17, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/427642
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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