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Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung

Title: Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung

Presentation (Elaboration) , 2005 , 20 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Janine Kempin (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy

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Im Seminar „Der zeitgeschichtliche Wandel der Familie und die Folgen für die Erziehung“ wurden im ersten Abschnitt des Seminars die Entwicklungen der Familie und im zweiten Abschnitt die Konsequenzen dieser Entwicklung diskutiert. Dabei wurde das Problem, welches in der heutigen arbeitsmarktpolitischen Debatte Anklang findet, angesprochen: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Ausbau öffentlicher Erziehung soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Die Gesellschaft braucht einen Zuwachs an Betreuungsmöglichkeit für die Kinder. Die öffentliche Erziehung mit dem Angebot an Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und einiges mehr muss in Deutschland besser ausgebaut werden. Dafür spricht vor allem die gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland und die Unzufriedenheit der Mütter, denn die „geringe Partizipation von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist nicht nur aus gesamtwirtschaftlicher Sicht unbefriedigend, sie entspricht auch nicht mehr dem, was die Frauen heute anstreben.“ Trotz starker Nachfrage „sind die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren in Deutschland unterentwickelt. Gleiches gilt für die Betreuung von Kindern zwischen drei und sechs Jahren in den Kindergärten über Mittag und am Nachmittag. Auch in den Grundschulen sind Ganztagsangebote noch sehr gering verbreitet… [Ebenso ist die] Verlässlichkeit der Betreuung und … Versorgung während der Ferien von Kindergärten und Grundschulen…“ sehr gering ausgebaut.
Da stellt man sich die Frage, ob der Ausbau der familienergänzenden Tageseinrichtungen für Kinder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf begünstigen kann, um somit vor allem auch die gesamtwirtschaftliche und soziale Situation in Deutschland zu verbessern. Um diese Frage zu beantworten sollen in dieser Arbeit die Argumente vorgestellt werden, die dazu beigetragen haben, dass die öffentliche Erziehung ausgebaut werden müsste. Dabei sollen zunächst die wesentlichen Begriffe definiert werden und aktuelle Statistiken hergezogen werden. Anschließend wird der geschichtliche Wandel der weiblichen Normalbiographie dargestellt, um darauf folgend die Argumente anzuführen, die den Ausbau der öffentlichen Erziehung begünstigen. Abschließend sollen die Konsequenzen und die Bedeutung des Ausbaus für die Pädagogik diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführung in das Thema

A. Begriffsdefinitionen und statistische Daten

A.1. Begriffsklärung

A.2. Daten, Fakten, Zahlen

B. Argumentationen zum Thema

B.1. Notwendigkeit einer „inszenierten Solidarität“

B.1.1. Soziale Risiken

B.1.2. „Informelle Solidarität“ versus „Inszenierte Solidarität“

B.2. Die Ressource Frau

B.2.1. Aufgaben der Frau in der Geschichte

B.2.2. Wandel der weiblichen Normalbiographie

B.3. Motive und Argumente zum Ausbau der öffentlichen Erziehung

B.3.1. Pädagogische Argumente

B.3.2. Bildungspolitische Argumente

B.3.3. Frauen- und beschäftigungspolitische Argumente

B.3.4. Bevölkerungspolitische Argumente

C. Konsequenzen

C.1. Rückkehr zu traditionellen Werten?

C.2. Wandel der Vaterrolle?

C.3. Bedeutung und Konsequenzen für die Pädagogik und die öffentlichen Erziehung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Bedeutungszuwachs der öffentlichen Erziehung vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und der Herausforderung, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Ziel ist es, zu analysieren, ob und durch welche gesellschaftspolitischen, ökonomischen und pädagogischen Argumente der Ausbau familienergänzender Betreuungseinrichtungen legitimiert wird.

  • Analyse der sozialen Risiken in der modernen Risikogesellschaft
  • Wandel der weiblichen Normalbiographie und die „Ressource Frau“
  • Multidisziplinäre Argumente für den Ausbau der öffentlichen Erziehung (pädagogisch, bildungspolitisch, ökonomisch)
  • Diskussion zur Notwendigkeit einer Wertesynthese anstelle einer Rückkehr zu traditionellen Werten

Auszug aus dem Buch

B.1.2. „Informelle Solidarität“ versus „Inszenierte Solidarität“

Auch wenn die sozialen Risiken der Gesellschaft bekannt sind, verlangt die Gesellschaft allseits flexible und zuverlässige Persönlichkeiten. Die Tendenz zeigt, dass immer mehr individualisierte und vereinzelte Menschen in der Gesellschaft leben. Denn die private und lebensweltliche Unterstützung im sozialen Nahraum verliert an Bedeutung und so kann das Wissen über soziale Risiken nicht weitergegeben werden. Das bedeutet vor allem auch für die Kindererziehung und Altenbetreuung, dass Einrichtungen geschaffen werden müssen, die Aufgaben der Betreuung übernehmen. Traditionelle Formen der Erziehung schwinden in Deutschland immer mehr, „die privat-lebensweltlichen Formen [nehmen tendenziell ab] und (.) eigens hierfür bereitgestellte, inszenierte soziale und pädagogische Dienste“ müssen ergänzt oder eingesetzt werden. Das heißt, die ‚informelle Solidarität’, der primär, lebensweltliche soziale Bedarfsausgleich schwindet und die Notwendigkeit einer ‚inszenierten Solidarität’, die eigens hergestellte soziale Dienstleistung für den Bedarfsausgleich, steigt.

Thomas RAUSCHENBACH formuliert daher seine These wie folgt: „Wenn die Selbstversorgungskräfte und -möglichkeiten der kleiner werdenden Haushaltseinheiten nicht nur in materieller, sondern auch in sozialer und psychischer Hinsicht schrumpfen, wenn zudem auch die darum angelegten sozialen Milieus nicht mehr reibungslos funktionieren …, dann schwinden entweder die Ressource Solidarität und das ‚Sozialkapital’ (Bourdieu) aus der Sphäre der Zwischenmenschlichkeit oder aber etwas Neues muß eigens hergestellt werden, um an dessen Stelle zu treten.“. Das ist nach RAUSCHENBACH die Bedingung einer ‚inszenierten Solidarität’ und somit wird der Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung erklärt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung in das Thema: Es wird die Problemstellung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beleuchtet und der Aufbau der Untersuchung skizziert.

A. Begriffsdefinitionen und statistische Daten: Klärung zentraler Begriffe wie öffentliche Erziehung und Risikogesellschaft sowie Darstellung der aktuellen Erwerbssituation von Frauen.

B. Argumentationen zum Thema: Analyse der Ursachen für den Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung, unterteilt in soziale Risiken, den Wandel der Frauenrolle und spezifische Fachargumente.

C. Konsequenzen: Diskussion, ob eine Rückkehr zu traditionellen Werten sinnvoll ist und welche Konsequenzen sich für die Pädagogik aus der Entwicklung hin zur institutionellen Betreuung ergeben.

Schlüsselwörter

Öffentliche Erziehung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Risikogesellschaft, inszenierte Solidarität, weibliche Normalbiographie, Elementarbereich, Kinderbetreuung, Arbeitsmarkt, Geschlechterverhältnis, Wertesynthese, Pädagogik, Sozialkapital, demographischer Wandel, Tageseinrichtungen, Familienpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum die öffentliche Erziehung in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt, insbesondere im Kontext der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind soziale Risiken, der Wandel der weiblichen Lebensentwürfe, die Notwendigkeit familienergänzender Betreuung und die Diskussion um gesellschaftliche Werte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vorstellung und Analyse der Argumente, die den Ausbau der öffentlichen Erziehung in Deutschland rechtfertigen und begründen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis soziologischer und pädagogischer Fachtexte sowie aktueller Statistiken argumentiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung sozialer Risiken, die Analyse des Wandels der Frauenrolle sowie eine differenzierte Betrachtung pädagogischer, bildungspolitischer und bevölkerungspolitischer Argumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind öffentliche Erziehung, Risikogesellschaft, inszenierte Solidarität, Vereinbarkeit und weibliche Normalbiographie.

Warum wird die „inszenierte Solidarität“ als notwendig erachtet?

Da traditionelle, informelle Unterstützungsstrukturen innerhalb von Familien abnehmen, muss der Staat professionelle Dienstleistungen zur Betreuung bereitstellen, um soziale Risiken abzufangen.

Ist eine Rückkehr zu traditionellen Werten die Lösung für die heutige Situation?

Die Autorin argumentiert, gestützt auf die herangezogene Literatur, dass eine Rückkehr zu traditionellen Werten weder notwendig noch zielführend ist; stattdessen ist ein weiterer Ausbau professioneller Betreuungsangebote erforderlich.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung
College
University of Lüneburg
Grade
2,5
Author
Janine Kempin (Author)
Publication Year
2005
Pages
20
Catalog Number
V42590
ISBN (eBook)
9783638405881
Language
German
Tags
Bedeutungszuwachs Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Kempin (Author), 2005, Bedeutungszuwachs öffentlicher Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/42590
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