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Die Bedeutung von Ideologie und Gewalt beim "neuen" Terrorismus

Title: Die Bedeutung von Ideologie und Gewalt beim "neuen" Terrorismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Georgi Iliev (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Einleitung

Die Terroranschläge des 11. September 2001 in New York, Washington und Pennsylvania richteten die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf das Phänomen des „neuen“ Terrorismus. Seit den frühen 90er Jahren richtet sich der Terrorismus islamischer Prägung vermehrt gegen westliche Ziele und wird in den Metropolen der westlichen Welt hineingetragen. Der Terrorismus gehört zu den am wenigsten verständlichen Gewalttaten von Menschen gegen Menschen. Die Anschläge der „neuen“ Terroristen erschüttern in ihrer Art und Weise der Durchführung, erscheinen als Ausdruck einer Irrationalität, weisen einen verheerenden Ausmaß an Opfer auf und erzeugen ein Gefühl der Unsicherheit und völligen Hilflosigkeit in der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass der 11. September zwar ein Novum in seiner Dimension darstellt, sich aber letztendlich als eine dramatische Zuspitzung seit längerem absehbarer Trends begreifen lässt. Aufgrund dessen ist es enorm wichtig die Qualität des „neuen“ Terrorismus zu erkennen und die Rationalität seiner Akteure zu verstehen. Die globale Motive und Zielsetzung terroristischer Aktivitäten werden durch eine transnationale Ideologie inspiriert und getragen. Die Herausbildung dieser Ideologie scheint ein Vakuum zu füllen, dass das Ende der Ost-West-Konfrontation generierte. Das Gefühl der Ohnmacht gegenüber den diffusen Folgen einer nicht steuerbaren Globalisierung, die tief greifende Konflikte in der islamischen Welt und das gestörte Verhältnis zwischen ihr und den Westen, finden ihren konkreten Ausdruck in der Bewegung des islamischen Fundamentalismus. Dessen Radikalisierung mündet in den „neuen“ Terrorismus.
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich auf die soziale und konfrontative Dimension des „neuen“ Terrorismus konzentrieren. Mein Erkenntnisinteresse gilt vor allem der Frage, ob es sich bei dem „ neuen“ Terrorismus primär um einen sozialen Prozess handelt, d.h. um den Versuch der Konstruktion einer kollektiven, islamischen Identität. Diese Fragestellung setzt zunächst eine präzise begriffliche Definition voraus. In einem ersten Schritt soll daher der Begriff Terrorismus inhaltlich näher qualifiziert werden. In diesem Komplex werde ich einen kurzen Überblick über den Bedeutungswandel dieses Begriffs im historischen Kontext geben, Terrorismus von ähnlichen Begriffen, wie Terror und Guerilla semantisch abgrenzen und die wichtigsten Wesenszüge terroristischer Gewalt vorstellen...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terrorismus – Versuch einer Definition

2.1. Historischer Wandel des Begriffs

2.2. Abgrenzung von Nachbarbegriffen

2.2.1. „Terror“ vs. „Terrorismus“

2.2.2. Terrorismus vs. Guerillabewegung

2.3.Dimensionen des Terrorismus

2.4. Vom nationalen zum internationalem Terrorismus

2.4.1. Der nationale Terrorismus

2.4.2. Der internationale Terrorismus

2.4.3. Der „neue“ Terrorismus

3. Versuch der Konstruktion einer kollektiven Identität

3.1. Kollektive Identität- begriffliche Klärung

3.2. Aktuelle Ressentiments in der muslimischen Welt

3.3. Ideologie

3.3.1. Die Wurzeln des Fundamentalismus

3.3.2. Politisierungsprozesse

3.3.3. Schwarz-Weiß-Denken

3.3.4. Worst-Case-Denken

3.4. Zerstörungspotential - die identitätstiftende Rolle der Gewalt

4. Das terroristische Kalkül

4.1. Ingroup

4.2. Outgroup

4.2.1. Gewalt

4.2.2. Medien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die soziale und konfrontative Dimension des sogenannten „neuen“ Terrorismus, wobei der Fokus darauf liegt, ob dieser primär als Prozess zur Konstruktion einer kollektiven islamischen Identität zu verstehen ist. Die Untersuchung analysiert, wie durch Ideologien, Gewalt und die Abgrenzung von einer konstruierten Outgroup eine Identitätsstiftung erfolgt.

  • Qualitative Analyse des Begriffs „neuer“ Terrorismus im Vergleich zu traditionellen Formen.
  • Rolle der Ideologie und des islamischen Fundamentalismus bei der Identitätskonstruktion.
  • Psychologische Mechanismen wie Schwarz-Weiß-Denken und Worst-Case-Denken in terroristischen Diskursen.
  • Die Funktion von Gewalt als identitätsstiftendes und kommunikatives Mittel.
  • Einfluss der Globalisierung und westlicher Hegemonie auf die Entstehung von Ressentiments.

Auszug aus dem Buch

3.3.3. Schwarz-Weiß-Denken

Das Schwarz-Weiß-Denken betont die Neigung der meisten Menschen bei der Konstruktion von ingroups und outgroups das eigene Kollektiv mit positiven und das fremde mit abwertenden Eigenschaften zu versehen. „Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und „good will“ sind Werte, die grundsätzlich der eigenen Seite zugesprochen werden; dem Gegner indessen werden Bösartigkeit, Unberechenbarkeit und Hinterlist unterstellt.“ (Flohr 1991:58) In solchen Denkmuster birgt sich die Gefahr, dass wenn sie zum Dogma werden, zur Verkennung der Realität und zur Nichtbeachtung neuer Entwicklungen führen können.

Die Ziele der meisten fundamentalistischen Bewegungen sind weitgehend identisch, nämlich die totale Islamisierung der gesamten Gesellschaft und des politischen Systems, was in einen islamischen Staat auf der Basis der Scharia mündet. Diese Ziele sollen weitgehend über den Kampf erreicht werden. Das Konzept von der Welt als Schlachtfeld, auf dem die Kräfte des Guten und Bösen gegen einander kämpfen, ist charakteristisch für islamische Fundamentalisten. Die besondere Betonung der Bedeutung von Kampf und die Benutzung von grellen binären Dichotomien dienen dazu, Anhänger zu mobilisieren und sie zu ermutigen, sich der „Schlacht“ gegen das Böse anzuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den „neuen“ Terrorismus als Zuspitzung globaler Trends und fokussiert auf die identitätsstiftende Funktion dieses Phänomens.

2. Terrorismus – Versuch einer Definition: Das Kapitel analysiert den Bedeutungswandel des Terrorismusbegriffs, grenzt ihn von Terror und Guerillabewegungen ab und diskutiert verschiedene Dimensionen sowie den Übergang zum „neuen“ Terrorismus.

3. Versuch der Konstruktion einer kollektiven Identität: Hier wird untersucht, wie durch die Konstruktion kollektiver Identität, den Einfluss von Ideologien, Politisierungsprozessen und Gewalt ein Zusammenhalt der Ingroup geschaffen wird.

4. Das terroristische Kalkül: Dieses Kapitel beleuchtet den Terrorismus als Kommunikationsstrategie, bei der durch gezielte Gewaltanwendung und mediale Inszenierung Botschaften an Freund und Feind übermittelt werden.

5. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass der „neue“ Terrorismus vor allem die Funktion hat, in einer durch Globalisierung und Identitätskrisen geprägten Welt eine kollektive, islamische Identität zu konstruieren und zu mobilisieren.

Schlüsselwörter

Neuer Terrorismus, Identitätskonstruktion, Ideologie, Islamischer Fundamentalismus, Gewaltstrategie, Kommunikationsstrategie, Ingroup, Outgroup, Globalisierung, Feindbild, Schwarz-Weiß-Denken, Dschihad, Radikalisierung, Ressentiments, Politische Gewalt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des „neuen“ Terrorismus, insbesondere seiner ideologischen Basis und seiner Funktion als Mittel zur Konstruktion einer kollektiven Identität innerhalb der islamischen Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition des Terrorismus, die Rolle des Fundamentalismus, die psychologische Feindbildkonstruktion und die Nutzung von Gewalt als Kommunikationsstrategie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob der „neue“ Terrorismus primär als sozialer Prozess zur Identitätsstiftung und zur Abgrenzung gegenüber dem Westen zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Analyseansatz, um theoretische Konzepte (wie Ingroup-Outgroup-Hypothesen) auf aktuelle terroristische Phänomene anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und sozioökonomischen Ursachen von Ressentiments, die Konstruktion von Identität, die Bedeutung von Ideologien und den Einsatz von Gewalt und Medien durch terroristische Gruppierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Identitätskonstruktion, Ideologie, „neuer“ Terrorismus, Gewalt, Kommunikationsstrategie, Ingroup, Outgroup und Globalisierung.

Welche Bedeutung hat das „Schwarz-Weiß-Denken“ laut der Arbeit?

Es dient dazu, das eigene Kollektiv positiv aufzuladen und das fremde Kollektiv zu dehumanisieren, was den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe festigt und moralische Hemmschwellen gegenüber Gewalt senkt.

Inwiefern unterscheiden sich „alter“ und „neuer“ Terrorismus?

Während der klassische Terrorismus oft lokale oder regionale Ziele verfolgte, zeichnet sich der „neue“ Terrorismus durch eine transnationale Ideologie, globale Bedrohungspotenziale und das Ziel aus, die internationale Ordnung herauszufordern.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Die Bedeutung von Ideologie und Gewalt beim "neuen" Terrorismus
College
Free University of Berlin
Grade
1,3
Author
Georgi Iliev (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V42479
ISBN (eBook)
9783638404990
Language
German
Tags
Bedeutung Ideologie Gewalt Terrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Georgi Iliev (Author), 2003, Die Bedeutung von Ideologie und Gewalt beim "neuen" Terrorismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/42479
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