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Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen. Die Arbeitsweise des Nachahmens

Titel: Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen. Die Arbeitsweise des Nachahmens

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Teresa Wolf (Autor:in)

Pädagogik - Kunstpädagogik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Jeder Mensch kann zeichnen. Zumindest tut es jeder als Kind; und das von sich aus. Denn das frühe Zeichnen gehört zur „wahrnehmende[n], empfindende[n] und handelnde[n] Auseinandersetzung mit der Umwelt“ (Peez 2015). Dabei geht es zu-nächst nicht hauptsächlich um die Verarbeitung rein visueller Reize, geschweige denn um deren Abbildung, sondern um das Sammeln ästhetischer Erfahrungen. Unter ästhetischer Wahrnehmung wird nach griechischer Ableitung das sinnliche Wahrnehmen, d.h. das Erleben mit allen Sinnen, verstanden. „Wahrnehmen ist ein breit angelegter, innerer Verarbeitungsprozeß, an dem die Sinnesorgane, der Körper, Gefühle, Denken und Erinnerung beteiligt sind“ (Schäfer 1999). Somit ist diese Art der Auseinandersetzung mit der Umwelt Grundlage für ein frühstes Lernen durch Erfahrung, die „bildnerisch, beispielsweise durch Schmieren, Sudeln, Kritzeln, Zeichnen oder Malen sowie durch weitere bildnerische Verfahren wie Konstruieren, Bauen oder Formen mit Lehm und Erde“ (Peez 2015) vollzogen wird. Später entwickelt sich die bildnerische Tätigkeit zu einem ersten Kommunikationsmittel vor dem Schriftspracherwerb, welcher auf den durch das Zeichnen entwickelte Fähigkeiten aufbaut. Im Laufe der Entwicklung verschiebt sich die verarbeitende und ‚denkende‘ Funktion des bildnerischen Arbeitens hin zu einer rein abbildenden Verwendung. Die meisten Menschen verlieren dadurch in der Jugendphase das Interesse an den bildnerischen Tätigkeiten und behaupten weiterhin sie könnten gar nicht gut malen und zeichnen, da das Ergebnis nicht ihrer naturalistischen inneren Vorstellung entspricht. Dieses Phänomen und wie es durch den Kunstunterricht vermieden werden kann, soll Thema dieser Arbeit sein. Im ersten Teil wird eine Übersicht über die Entwicklungsphasen der Kinderzeichnung gegeben, da dieses Wissen die Grundlage für die Auseinandersetzung im zweiten Teil ist. In diesem wird sich mit dem bildnerischen Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen und der Arbeitsweise des Nachahmens auseinandergesetzt. Dabei wird auf den Einfluss in früheren Stadien der Entwicklung der Kinderzeichnung und auf mit dieser Arbeitsweise zusammenhängenden Weiterentwicklung von Kognition und Kompetenzen eingegangen. Abschließend werden Überlegungen angestellt, wie diese Eigenschaften positiv auf den Erhalt des bildnerischen Interesses bei Kindern und Jugendlichen wirken kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entwicklung der Kinderzeichnung

2.1 Das Schmieren

2.2 Die Kritzelphase

2.3 Das sinnunterlegte Kritzeln

2.4 Die Konzeptkritzel der Vorschemaphase

2.5 Die frühe Schemaphase

2.6 Die mittlere Schemaphase

2.7 Die späte Schemaphase und Jugendphase

3. Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen – Die Arbeitsweise des Nachahmens

3.1 Das Nachmachen in Malbüchern

3.2 Das Nachahmen beim Zeichnen nach einem Motiv

3.3 Das Nachahmen als Mimesis

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen freier bildnerischer Entwicklung bei Kindern und dem Arbeiten nach Vorbildern oder Vorlagen. Ziel ist es zu erörtern, wie durch eine pädagogisch reflektierte „moderne“ Auslegung des Nachahmens, die als mimetischer Prozess verstanden wird, die Frustration beim Übergang zur Jugendphase gemindert und das bildnerische Interesse sowie diverse Kompetenzen langfristig gefördert werden können.

  • Phasen der kindlichen Zeichnungsentwicklung
  • Kritik an Malbüchern und schablonenhaftem Vorgeben
  • Die Rolle des Nachahmens als kreative Mimesis
  • Förderung von Zeichenkompetenz durch Naturstudien
  • Prävention von Frustration in der Übergangsphase zur Jugend

Auszug aus dem Buch

3.2 Nachahmen beim Zeichnen nach einem Motiv:

Aufmuth hält es für notwendig und sinnvoll bereits Grundschulkindern erste Zeichenkompetenzen durch Naturstudien zu vermitteln, da sie spätestens in der dritten und vierten Klasse an Zeichenhilfen interessiert seien (Vgl. Aufmuth 2010, 315). Zudem trete die Jugendphase immer früher ein (Vgl. ebd., 317). Allerdings wird laut vieler Lehrpläne erst in der siebten oder achten Klasse mit der Vermittlung perspektivischer Darstellungsformen begonnen (Vgl. Miller 2010, 73). Beide Autorinnen sind der Meinung, dass das Zeichnen nach einem Motiv, im klassischen Sinne Naturstudien, nicht nur die Zeichenkompetenz fördere, sondern auch als eine Form der Wissensaneignung und der Entwicklung eigener Bildzeichen diene (Vgl. Aufmuth 2010, 318f.; Miller 2010, 76). Beim genauen Beobachten des zu zeichnenden Objekts wird klar, dass das „optische Erscheinungsbild […] keineswegs immer mit bereits im Gedächtnis gespeicherten Schemata überein[stimmt]“ (Schuster 2000, 53 zit. nach Aufmuth 2010, 314). Es wird somit ein Wechsel evoziert, sich vom in dem in der Kindheit aufgebauten Denken in Schemata zu lösen und zu einer von der Bedeutung unabhängigen visuellen Wahrnehmung zu gelangen. Diese sog. „MetaPerzeptionsgeschicklichkeit“ (Schuster 2000, 54 zit. nach Aufmuth 2010, 315) spielt auch als die Kompetenz, Beobachtung und Interpretation zu trennen, eine wichtige Rolle. Durch das Zeichnen nach einem Motiv könnten so laut Aufmuth verfestigte Schemata modifiziert und erweitert werden (Vgl. Aufmuth 2010, 315).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des kindlichen Zeichnens als Form der Auseinandersetzung mit der Umwelt ein und umreißt die Problematik des nachlassenden Interesses bei Jugendlichen.

2. Die Entwicklung der Kinderzeichnung: Das Kapitel bietet einen strukturierten Überblick über die Phasen der kindlichen grafischen Entwicklung, vom ersten Schmieren bis zur Jugendzeichnung.

3. Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen – Die Arbeitsweise des Nachahmens: Hier wird der kritische Umgang mit Malbüchern und die pädagogische Chance des Nachahmens im Sinne eines mimetischen Lernprozesses diskutiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Integration von Naturstudien und kreativen Nachahmungsprozessen wesentlich dazu beitragen kann, die bildnerische Motivation von Kindern und Jugendlichen zu erhalten.

Schlüsselwörter

Kinderzeichnung, Nachahmen, Mimesis, Kunstpädagogik, bildnerische Entwicklung, Malbücher, Zeichenkompetenz, Naturstudien, Jugendphase, visuelle Wahrnehmung, Kreativität, Sinnzeichen, Schematisierung, Ästhetische Erziehung, Bildungsrelevanz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Nachahmens im kunstpädagogischen Kontext, insbesondere mit der Frage, wie Vorbilder und Vorlagen die künstlerische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklungspsychologie der Kinderzeichnung, die Kritik an vorgefertigten Bildklischees sowie die Potenziale des mimetischen Arbeitens für die Kunstvermittlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Einbindung des Nachahmens als mimetischer Prozess ein Bruch im bildnerischen Interesse bei Jugendlichen verhindert und eine umfassende Kompetenzbildung gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung des Forschungsstands zur kinderzeichnerischen Entwicklung sowie der Auswertung kunstpädagogischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der Phasen der Kinderzeichnung als Fundament und eine anschließende Analyse verschiedener Nachahmungsstrategien, wie Malbücher, das Zeichnen nach Motiv und mimetisches Nachstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Kinderzeichnung, Nachahmen, Mimesis, Kunstpädagogik und Zeichenkompetenz.

Warum kritisieren Kunstpädagogen klassische Malbücher?

Malbücher werden kritisiert, da sie durch vorgefertigte Klischees die Entwicklung eigener, kindgemäßer Sinnzeichen behindern und die kindliche Ausdrucksfähigkeit eher einschränken als fördern können.

Welche Rolle spielt die „MetaPerzeptionsgeschicklichkeit“?

Sie bezeichnet die Fähigkeit, zwischen bloßer Beobachtung und Interpretation zu unterscheiden, was beim Zeichnen nach einem Motiv hilft, verfestigte Schemata aufzubrechen und die visuelle Wahrnehmung zu schulen.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen. Die Arbeitsweise des Nachahmens
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main  (Institut für Kunstpädagogik)
Veranstaltung
Entwicklung ästhetischen Verhaltens von Kindern und Jugendlichen
Note
1,0
Autor
Teresa Wolf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V424060
ISBN (eBook)
9783668693760
ISBN (Buch)
9783668693777
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arbeiten vorbildern vorlagen arbeitsweise nachahmens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Teresa Wolf (Autor:in), 2017, Das bildnerische Arbeiten nach Vorbildern und Vorlagen. Die Arbeitsweise des Nachahmens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/424060
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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