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Kapitalismuskritik in Chamissos "Peter Schlemihls wundersamer Geschichte"

Title: Kapitalismuskritik in Chamissos "Peter Schlemihls wundersamer Geschichte"

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Miriam Rutz (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit, die im Rahmen des Seminars „Phantastische Literatur des 19. Jahrhunderts“ an der Universität Augsburg verfasst wird, soll analysiert werden, welche Motive Chamisso in seinem Werk verwendet um Kritik am Kapitalismus zu üben. Es sollen Anreize des Autors für die genannte Thematik erläutert werden und Verbindungen geschaffen werden zu historischen und gesellschaftlichen Hintergründen. Im Zentrum stehen dabei folgende Fragen: Inwieweit wird die Person Peter Schlemihl genutzt, um die Folgen des kapitalistischen Systems für den Einzelnen zu verdeutlichen? Inwiefern kann der graue Mann als Motiv der Maßlosigkeit des Konsums, sowie der kapitalistischen Entfremdung gelten? Und wie hängen Moral, Reichtum und gesellschaftliches Ansehen zusammen?
Es wird im Folgenden von einem werkimmanenten Textbegriff ausgegangen, das heißt der Text soll aus sich selbst heraus erschlossen werden. Damit soll nicht ausgeschlossen werden, dass biographische und soziokulturelle Einflüsse auf die Erzählung Chamissos einwirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. KAPITALISMUSKRITIK IN CHAMISSOS „PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE“

2.1. Soziokulturelle und biographische Gründe Chamissos für das Aufgreifen der gesellschaftskritischen Thematik

2.2. Kapitalismuskritische Motive im Werk Peter Schlemihl

2.2.1. Die Gesellschaft des Herrn John als Spiegel der Konsumgesellschaft in einer Zeit des sozioökonomischen Wandels

2.2.2. Peter Schlemihl zwischen Geld und Moral

2.2.3. Der Teufel als Personifikation der Maßlosigkeit des Konsums, sowie der kapitalistischen Entfremdung

2.2.4. Die Verbindung der drei Hauptmotive Geld, Schatten und Seele

3. RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Kapitalismuskritik in Adalbert von Chamissos Novelle „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“. Im Zentrum steht die Analyse, wie der Autor durch spezifische Motive wie das Geld, den Schatten und die Seele die Folgen kapitalistischer Strukturen für das Individuum und die moralische Integrität der Gesellschaft thematisiert.

  • Soziokulturelle Hintergründe der frühen Kapitalismuskritik im 19. Jahrhundert
  • Die Rolle von Konsumgesellschaft und materiellem Statusdenken
  • Die Symbolik des „grauen Mannes“ als Verführer und kapitalistischer Akteur
  • Der Konflikt zwischen individuellem Sein und gesellschaftlichem Haben
  • Die moralische Zerrissenheit der Hauptfigur Peter Schlemihl

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Die Gesellschaft des Herrn John als Spiegel der Konsumgesellschaft in einer Zeit des sozioökonomischen Wandels

Zu Beginn der Erzählung Chamissos trifft Peter Schlemihl auf Herrn John, einen reichen Mann den er sogleich „am Glanze seiner wohlbeleibten Selbstzufriedenheit“16 erkennt. Dieser führt ihn in eine Gesellschaft ein, die dem bescheidenen, einer ärmeren Mittelschicht zuzuordnendem Schlemihl in vielerlei Hinsicht merkwürdig erscheint. In Verwirrung über die Gleichgültigkeit und Dumpfheit der Gesellschaft entdeckt er eine ihm unbekannte Wertvorstellung und realisiert schnell seine eigene Unbedeutsamkeit unter diesen Menschen, die sich in kurzen Antworten auf seine Fragen, schnelles Wegdrehen anstelle eines Gesprächs oder vollkommenes Ignorieren seiner Person äußert. Das Sein alleine reicht anscheinend nicht aus in der Gesellschaft des Herrn John, sondern das Haben ersetzt nun das Sein und führt so zu einem vollkommenen materiellen Statusdenken und zu einer Scheinwirklichkeit17. Der Wert des Menschen wird abhängig von dessen Besitz, was sich in der Äußerung Johns wiederfindet: „wer nicht Herr ist wenigstens einer Million, […] der ist, man verzeihe mir das Wort, ein Schuft!“.

Bei genauerem Hinsehen jedoch scheint es als würde der umgekehrte Satz die Wahrheit genau wiederspiegeln: Denn die Gesellschaft lässt zu, dass die Million Herr über den Menschen selbst wird. Und so tritt deutlich vor Augen, wie Chamisso die angehende kapitalistische Gesellschaft beschreibt, in der der Mensch zum Sklaven des Konsums erwächst und die kapitalistische Warenwelt die Befriedigung aller Launen ermöglicht. Im weiteren Verlauf der Handlung taucht, wie aus dem Nichts, ein Herr im grauen Mantel auf, der eine Schoßtasche bei sich trägt, mit der er jeden materiellen Wunsch, sobald er von einem Mitglied der Gesellschaft ausgesprochen wird, erfüllen kann. Chamisso lässt den Grauen wie einen Diener aussehen, dabei ist er eigentlich Herr über die Welt des Herrn John, deren Beteiligte er sich untertan macht. Diese ignorieren seine Existenz und haben sogar Angst über ihn zu sprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert die thematische Fragestellung der Arbeit und führt in Chamissos Werk sowie die historische Relevanz der Kapitalismuskritik ein.

2. KAPITALISMUSKRITIK IN CHAMISSOS „PETER SCHLEMIHLS WUNDERSAME GESCHICHTE“: Dieses Kapitel analysiert das Werk als Spiegel gesellschaftlicher Missstände, indem es Motive wie den Schatten und das Gold untersucht.

2.1. Soziokulturelle und biographische Gründe Chamissos für das Aufgreifen der gesellschaftskritischen Thematik: Der Abschnitt betrachtet die historischen Umbrüche im 19. Jahrhundert und deren Einfluss auf Chamissos kritische Perspektive gegenüber ökonomischen Entwicklungen.

2.2. Kapitalismuskritische Motive im Werk Peter Schlemihl: Hier werden die zentralen Symbole der Novelle identifiziert, um die Mechanismen des Kapitalismus innerhalb der erzählten Welt aufzuzeigen.

2.2.1. Die Gesellschaft des Herrn John als Spiegel der Konsumgesellschaft in einer Zeit des sozioökonomischen Wandels: Die Analyse konzentriert sich auf die Entmenschlichung durch materielles Statusdenken und die Ersetzung des Seins durch das Haben.

2.2.2. Peter Schlemihl zwischen Geld und Moral: Das Kapitel beleuchtet den moralischen Konflikt der Hauptfigur, die zwischen ihrem inneren Bedürfnis nach Integrität und dem äußeren Druck des Geldes steht.

2.2.3. Der Teufel als Personifikation der Maßlosigkeit des Konsums, sowie der kapitalistischen Entfremdung: Diese Untersuchung identifiziert den grauen Mann als Verkörperung eines Systems, das den Menschen entfremdet und als Ware betrachtet.

2.2.4. Die Verbindung der drei Hauptmotive Geld, Schatten und Seele: Die abschließende Analyse führt die zentralen Symbole zusammen, um das Scheitern von Schlemihl im kapitalistischen System zu erklären.

3. RESÜMEE: Das Resümee fasst die zentralen Argumente zusammen und betont Chamissos Appell an die moralische Selbstbestimmung des Individuums.

Schlüsselwörter

Kapitalismus, Kapitalismuskritik, Adelbert von Chamisso, Peter Schlemihl, Konsumgesellschaft, Entfremdung, Romantik, Sozialkritik, Moral, Reichtum, Identitätsverlust, 19. Jahrhundert, Warenwelt, Materielles Statusdenken, Individualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Kapitalismuskritik, die sich in Adalbert von Chamissos Werk „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ widerspiegelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die sozioökonomischen Umbrüche des 19. Jahrhunderts, die Entfremdung des Menschen durch materielle Zwänge und den Konflikt zwischen Moral und Reichtum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Chamisso durch die Novelle eine Kritik an einer aufkommenden Konsumgesellschaft übt und welche Folgen dies für das Individuum hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen werkimmanenten Textbegriff, kombiniert mit einer Analyse der soziokulturellen und historischen Kontexte der Entstehungszeit des Werkes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Symbole Geld, Schatten und Seele sowie die Rolle des „grauen Mannes“ und die Interaktionen der Charaktere innerhalb der von Reichtum geprägten Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kapitalismuskritik, Entfremdung, Konsumgesellschaft, Moral und das Individuum im Spannungsfeld von Sein und Schein.

Welche Funktion hat der „graue Mann“ in der Erzählung?

Er fungiert als Verführer und Personifikation des maßlosen Konsums, der den Menschen dazu bringt, seine Seele oder seine Integrität zugunsten materiellen Gewinns zu opfern.

Was bedeutet der Verlust des Schattens symbolisch?

Der Schattenverlust symbolisiert den Verlust der Identität und der gesellschaftlichen Verankerung, da die Figur durch den Pakt zwar zu Reichtum, aber nicht zu sinnerfüllter Existenz gelangt.

In welchem Verhältnis stehen „Haben“ und „Sein“ im Werk?

Chamisso stellt heraus, dass das „Haben“ in der kapitalistischen Welt das „Sein“ verdrängt, was zu einer materiellen Scheinwirklichkeit und zur Entfremdung des Menschen führt.

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Details

Title
Kapitalismuskritik in Chamissos "Peter Schlemihls wundersamer Geschichte"
College
University of Augsburg
Course
Phantastische Literatur des 19.Jh
Grade
1,3
Author
Miriam Rutz (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V424001
ISBN (eBook)
9783668693982
ISBN (Book)
9783668693999
Language
German
Tags
Kapitalismus Kapitalismuskritik Peter Schlemihl Geld und Moral Chamisso Romantik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Rutz (Author), 2017, Kapitalismuskritik in Chamissos "Peter Schlemihls wundersamer Geschichte", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/424001
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