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Bilderbücher und Comics als literarische Medien

Title: Bilderbücher und Comics als literarische Medien

Excerpt , 2005 , 8 Pages

Autor:in: Christine Schröder (Author)

German Studies - Genres

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Summary Excerpt Details

Bilderbuch – das erste visuell-literarische Medium der frühen Kindheit

Bilderbücher stellen durch ihre einfachen Strukturen und die geringe mediale Komplexität oft die erste Literaturform für Kinder dar und sind vermutlich in jedem Haushalt mit kleinen Kindern zu finden und begleiten diese teilweise bis ins Schulalter. Dennoch wird dem Bilderbuch als Medium zu wenig Beachtung geschenkt, denn trotz ihrer vielfältigen künstlerisch-ästhetischen Aspekte der Gestaltung liegt der Anspruch der Bilderbücher nicht nur bei der Vermittlung von ästhetischer Bildung, sondern Bilderbücher tragen erzieherische, lenkende und disziplinierende Aspekte. Grundlage hierfür sind die Kenntnisse in der Kinderpsychologie, die zu der Erkenntnis führten, dass Kinder „schutzbedürftige und zu lenkende wahrnehmende Wesen“1 seien. Im Folgenden soll daher eine kurze Betrachtung des Bilderbuches als Medium und dessen Einflüsse stattfinden.

Zu unterscheiden ist das Bilderbuch von Büchern mit Illustrationen dadurch, dass die untrennbare Wechselbeziehung von Wort und Bild bei dem Bilderbuch die Basis bildet. Erst durch die Symbiose von Wort und Bild entsteht ein komplexes Gebilde mit narrativem Charakter. Hingegen tragen die Illustrationen in Büchern nur einen kommentierenden beziehungsweise erläuternden oder gestalterischen Aspekt. Die Beziehung zwischen Bild und Text in einem Bilderbuch ist nach THIELE nur schwer darzustellen, wie die Dominanz des Bildes über den meist nur kurzen Text. Die Strukturen orientieren sich an dem Alter des Kindes und dessen narratives Bewusstsein und sollen somit auf die formalen Charakteristika des Bilderbuches einwirken.

Eine Problematik bei der Untersuchung von Comics, Bilderbüchern und illustrierte Büchern ist die Rolle der Bilder in dem jeweiligem Medium. In einem illustrierten Buch wird die Illustration als informierende, belehrende oder gestaltende Zugabe eingefügt, ist damit dem Text untergeordnet. Dies aber entspricht nicht den Anforderungen, die das Bild in einem Bilderbuch oder Comic erfüllen muss. In einem Bilderbuch macht die Verbindung von Text und Bild im narrativem Kontext erst die eigentliche Erzählung aus. Bild und Text können in unterschiedlichen narrativen Strukturen verlaufen und somit auf ihre Weise die Geschichten erzählen und Spannungen erzeugen, ähnlich dem Comic.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Bilderbuch – das erste visuell-literarische Medium der frühen Kindheit

2. Comics – Schundliteratur oder vielfältiges Medium?

3. Bilderbuch und Comic im Unterricht

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bilderbuch und den Comic als literarische Medien im Kontext ihrer medialen Struktur, historischen Entwicklung und ihres pädagogischen Potenzials für den Unterricht.

  • Strukturelle Analyse der Interaktion von Bild und Text in Bilderbüchern und Comics
  • Historische Entwicklung der beiden Medienformen
  • Pädagogische Relevanz und Potenziale für die Arbeit im Unterricht
  • Untersuchung von Bild-Text-Korrespondenzformen
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung der Medien (z.B. Comic als "Schundliteratur")

Auszug aus dem Buch

Bild-Text-Korrespondenz:

Parallelität: das Bild zeigt das im Text Beschriebene und führt es über Details, wie Farben, räumliche Darstellung etc. fort.

Der geflochtene Zopf: Bild und Text wechseln sich bei der Erzählung der Geschichte ab, ergänzen sich und führen sie so nacheinander fort.

Kontrapunktische Beziehung: bei dieser Form der Bild-Text-Korrespondenz erzählen Text und Bild vom Verlauf her eine ähnliche Geschichte, doch der Text impliziert andere Assoziationen beim Rezipienten als sie durch die Bildmittel dargestellt werden. (zum Beispiel Nikolaus Heidelbachs Prinz Alfred; reicher Prinz (Phantasie), armes Schlüsselkind (Realität) im Bild erkennbar).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bilderbuch – das erste visuell-literarische Medium der frühen Kindheit: Das Kapitel definiert das Bilderbuch über die untrennbare Symbiose von Wort und Bild und beleuchtet dessen historische Entwicklung sowie pädagogische Bedeutung.

2. Comics – Schundliteratur oder vielfältiges Medium?: Hier wird die Entwicklung des Comics thematisiert, seine historische Stigmatisierung als "Schund" reflektiert und die spezifische Zeichensprache (Panel, Sprechblase) analysiert.

3. Bilderbuch und Comic im Unterricht: Dieser Abschnitt erörtert das Potenzial beider Medien als fächerübergreifende Unterrichtsgegenstände zur Förderung kritischer Medienkompetenz und ästhetischer Wahrnehmung.

Schlüsselwörter

Bilderbuch, Comic, Literaturdidaktik, Bild-Text-Korrespondenz, visuelle Medien, Illustration, Narration, Medienkompetenz, Reformpädagogik, Sachcomics, Kinderliteratur, ästhetische Bildung, Panel, Sprechblase, Unterrichtsgegenstand

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Bilderbuch und dem Comic als literarische Medien, die durch die Verbindung von Wort und Bild geprägt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die mediale Struktur, historische Entwicklung und der didaktische Einsatz von Bilderbüchern und Comics.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, das Verständnis für die narrative Komplexität dieser Medien zu schärfen und ihr Potenzial für eine differenzierte Auseinandersetzung im Unterricht aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medien- und literaturwissenschaftliche Analyse, die auf fachdidaktischen Grundlagen und Medientheorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die formale Bild-Text-Korrespondenz, die historische Entwicklung der Medien sowie ihre Funktion für die Wahrnehmung und ästhetische Erziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Bilderbuch, Comic, Bild-Text-Korrespondenz, Medienkompetenz und Literaturdidaktik.

Wie unterscheidet sich ein Bilderbuch von einem illustrierten Buch?

Im Bilderbuch bildet die Wechselbeziehung von Wort und Bild eine unzertrennliche Einheit, während in illustrierten Büchern das Bild dem Text meist lediglich untergeordnet ist.

Warum wurden Comics früher oft negativ als "Schundliteratur" wahrgenommen?

Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg wurden US-Comics in Deutschland aus kulturellen und pädagogischen Vorurteilen heraus als minderwertig oder jugendgefährdend diskreditiert.

Welche Bedeutung haben "Kontrapunktische Beziehungen" im Comic?

Diese beschreiben eine Form, in der Text und Bild divergierende Assoziationen erzeugen, was den Rezipienten zu einer komplexeren Deutung des Inhalts anregt.

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Details

Title
Bilderbücher und Comics als literarische Medien
College
University of Dortmund
Author
Christine Schröder (Author)
Publication Year
2005
Pages
8
Catalog Number
V42193
ISBN (eBook)
9783638402866
Language
German
Tags
Bilderbücher Comics Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schröder (Author), 2005, Bilderbücher und Comics als literarische Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/42193
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