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Afrikaans. Gefangen zwischen kolonialem Erbe und Neo-Apartheid

Titel: Afrikaans. Gefangen zwischen kolonialem Erbe und Neo-Apartheid

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Amelie Kersten (Autor:in)

Afrikawissenschaften - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit befasst sich mit der Apartheid in Südafrika und den noch immer spürbaren sprachpolitischen Konflikten, die in der linguistischen Diversität Afrikas begründet sind. Einleitend wird auf die koloniale Geschichte des afrikanischen Landes eingegangen, weiterführend wird der Leser zu der Thematik einer potentiellen Neo-Apartheid geführt, die immer wiederkehrend in Südafrika aufblüht. Abschließend wird ein Interview mit einer jungen südafrikanischen Studentin geführt, um einen individuellen und reellen Einblick in die sprachliche Realität zu gewähren. Diese Hausarbeit soll den Leser zum Nachdenken über die sprachliche Realität und Diversität Südafrikas anregen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der politische und sprachpolitische Kontext

2.1 Sprachpolitik und Bildungsreformen in Südafrika

2.2 Die ambivalente Rolle des Afrikaans in der Sprachpolitik

2.3 Der Umbruch einer Gesellschaft: von der Apartheid zur Regenbogennation

3 Sprachpolitik und Sprachideologien im heutigen Südafrika

3.1 Afrikaans, Englisch und Nationalsprachen

3.2 Ergebnisse und Interpretationen der Interviewdaten

4 Ausblick: das Afrikaans im neuen Südafrika

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das gesellschaftliche Prestige und die Rolle der Sprache Afrikaans im Südafrika des 21. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie sich die Sprache nach der Ära der Apartheid emanzipieren konnte und welches Spannungsfeld zwischen dem Erbe als Kolonialsprache, dem Instrument der Unterdrückung und einem identitätsstiftenden Merkmal für Teile der Bevölkerung besteht.

  • Historische Entwicklung der Sprachpolitik in Südafrika
  • Die ambivalente Rolle und Wahrnehmung von Afrikaans
  • Stigmatisierung vs. Identitätsstiftung im Post-Apartheid-Kontext
  • Die Fallstudie Orania als Beispiel für nationalistische Separierung
  • Empirische Einblicke durch ein Experteninterview zur Nutzung von Afrikaans

Auszug aus dem Buch

3.2 Ergebnisse und Interpretationen der Interviewdaten

Obgleich das Interview mit der weißen Südafrikanerin C. lediglich eine individuelle Perspektive repräsentiert, gewährt es einen Einblick in das Denken einer jungen Studentin im heutigen Südafrika, welche neben ihrer Muttersprache Englisch im schulischen Kontext Afrikaans erlernt hat und anwendet. Courtneys Vorfahren stammen aus England und Schottland und erlernten Afrikaans selbst zu damaligem Zeitpunkt ihrer schulischen Ausbildung. Dies bedeutet, dass sie keinerlei sentimentalen Bezug im Sinne vererbter Kultur zu der Sprache Afrikaans hat, sondern diese als Nebenfach belegte und die damit verbundende didaktische Zweckhaftigkeit aufzeigt. Nichts desto trotz ist C. augenscheinlich anzumerken, dass sie der Sprache Afrikaans zugetan ist und diese nicht ablehnt.

Die Interviewpartnerin erklärt, dass es ihres Wissens und ihrer Erfahrung nach etliche Dialekte des Afrikaans gäbe und sich diese nicht nur aufgrund der Hautfarbe der Sprecher unterscheiden sondern wie bei diversen anderen Sprachen auch regional begründet seien. Desweiteren spiele die Kultur der jeweiligen Sprechergruppen eine erhebliche Rolle, denn laut C. gäbe es gravierende Unterschiede zwischen dem gesprochenen Afrikaans der weißen, der farbigen sowie schwarzen Südafrikaner, setze man diese ins Verhältnis. In diesem Zusammenhang spricht C. von der Afrikaans Variante der Cape Malay Sprecher. Diese Gruppierung besteht aus den Nachkommen der Kolonialisten und den Einheimischen Südafrikas.

Die Cape Malay Variante kann als eine Art Pidgin Sprache klassifiziert werden, da sie sich des Afrikaans sowie einheimischer afrikanischer Sprachen bedient und als sogenanntes ‚Küchen-Afrikaans‘ bezeichnet wird. In diesem Zusammenhang werden die engen Verflechtungen der Sprache deutlich, die schon lange kein Ableger nur einer einzigen Ethnie sein kann sondern sich durchaus verselbstständigt, weiter entwickelt hat und es bis dato tut. Die intermediäre Stellung dieser spezifischen Gruppe zwischen den beiden in einem schwierigen Verhältnis stehenden Ethnien stellt somit eine weitere Besonderheit dar und zeigt auf, dass Afrikaans nicht nur von weißen Südafrikanern gesprochen wird, sondern auch die Mutter- oder Zweitsprache vieler anderer Menschen in Südafrika ist, welchen das Anrecht auf das mit Afrikaans verbundene „Erbe“ verwehrt bleibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung der Arbeit vor und beleuchtet die ambivalente Rolle der Sprache Afrikaans im historischen und gesellschaftlichen Kontext Südafrikas.

2 Der politische und sprachpolitische Kontext: Dieses Kapitel analysiert die Kolonialgeschichte und die sprachpolitischen Maßnahmen der Apartheid, die eine asymmetrische Machtstruktur zwischen den Sprachen zementierten.

3 Sprachpolitik und Sprachideologien im heutigen Südafrika: Hier werden die aktuelle Situation der Sprache, die nationalistischen Bestrebungen (u.a. Orania) sowie Ergebnisse eines Interviews mit einer jungen L2-Sprecherin ausgewertet.

4 Ausblick: das Afrikaans im neuen Südafrika: Der Ausblick diskutiert konstruktive Ansätze für eine Depolitisierung des Afrikaans und fordert eine rationale, pluralistische Herangehensweise zur Sicherung der sprachlichen Gleichberechtigung.

Schlüsselwörter

Afrikaans, Südafrika, Apartheid, Sprachpolitik, Kolonialismus, Regenbogennation, Identität, Soziolinguistik, Orania, Ethnizität, Mehrsprachigkeit, Transformation, Bildungsreformen, Kultur, Dialekt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Stellung der Sprache Afrikaans in Südafrika nach dem Ende des Apartheidregimes und untersucht deren Bedeutung im Kontext politischer und sozialer Spannungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Sprache, ihre Instrumentalisierung während der Apartheid, aktuelle sprachideologische Tendenzen und die Wahrnehmung der Sprache durch die junge Generation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, das gesellschaftliche Prestige des Afrikaans im 21. Jahrhundert zu hinterfragen und zu analysieren, wie ein friedlicher Umgang mit dem sprachlichen Erbe in einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Untersuchung verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung der sprachpolitischen Geschichte mit der qualitativen Auswertung eines Experteninterviews und der kontrastierenden Betrachtung der Siedlung Orania.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Historie des Landes, eine sprachideologische Bestandsaufnahme sowie eine tiefgehende Analyse der Interviewdaten und ihrer Bedeutung für die Identitätsstiftung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Afrikaans, Apartheid, Südafrika, Sprachpolitik, kulturelle Identität, soziale Transformation und Soziolinguistik.

Welche Rolle spielt die Siedlung Orania in dieser Arbeit?

Orania wird als Fallbeispiel für eine enclavehafte Abschottung von Nachfahren europäischer Kolonialisten angeführt, die Afrikaans als exklusives, identitätsbewahrendes Instrument gegen die multikulturelle Regenbogennation nutzen.

Was ergibt sich aus dem Interview mit der Studentin C.?

Das Interview verdeutlicht, dass Afrikaans trotz seiner schwierigen Geschichte von der jüngeren Generation teilweise pragmatisch oder neutral wahrgenommen wird und dass es in Südafrika eine hohe Vielfalt an dialektalen und soziokulturellen Varianten der Sprache gibt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zukunft des Afrikaans?

Die Autorin schlussfolgert, dass die Sprache von ihrem nationalistischen Ballast befreit werden muss, um in einem modernen, demokratischen Südafrika als gleichwertige Sprache neben anderen bestehen zu können.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Afrikaans. Gefangen zwischen kolonialem Erbe und Neo-Apartheid
Hochschule
Universität Hamburg  (Asien-Afrika-Institut)
Veranstaltung
Mehrsprachigkeit und Kommunikation: Analyse ausgewählter Problematiken und Fallbeispiele aus Afrika
Note
1,7
Autor
Amelie Kersten (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
16
Katalognummer
V420590
ISBN (eBook)
9783668703858
ISBN (Buch)
9783668703865
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Südafrika Afrikaans Apartheid Kolonialismus Neo-Apartheid
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Amelie Kersten (Autor:in), 2016, Afrikaans. Gefangen zwischen kolonialem Erbe und Neo-Apartheid, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/420590
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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